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April 10, 2026
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"Ohne die Songs von Bob Dylan hätte ich nie die Courage aufgebracht, oder den GrĂśĂenwahn, Filme zu machen."
"Man unterschätze nicht die "Botenstoffe" der Sprache. Es gibt geisthemmende und geiststimulierende Begriffe."
""DĂźrfte ich das Unwort des Zeitalters bestimmen, so käme nur eins in Frage: kommunizieren. Ein Autor kommuniziert nicht mit seinem Leser. Er sucht ihn zu verfĂźhren, zu amĂźsieren, zu provozieren, zu beleben. Welch einen Reichtum an (noch lebendigen) inneren Bewegungen und entsprechenden AusdrĂźcken verschlingt ein solch brutales MĂźllschluckerwort! Mann und Frau kommunizieren nicht miteinander. Die vielfältigen Rätsel, die sie einander aufgeben, fänden ihre schalste LĂśsung, sobald dieser nichtige Begriff zwischen sie tritt. Ein Katholik, der meint, er kommuniziere mit Gott, gehĂśrt auf der Stelle exkommuniziert. Zu Gott betet man, und man unterhält sich nicht, sondern man empfängt eine Heilige Kommunion. All unsere glĂźcklichen und vergeblichen Versuche, uns mit der Welt zu verständigen, uns zu berĂźhren und zu beeinflussen, die ganze Artenvielfalt unserer Regungen und Absichten fallen der Ădnis und der Monotonie eines soziotechnischen Kurzbegriffs zum Opfer. Damit leisten wir dem Nichtssagenden Vorschub, das unsere Sprache mit groĂem Appetit auffrisst." Botho StrauĂ, Der Untenstehende auf Zehenspitzen. Hanser, MĂźnchen 2004, S. 41."
"Die Liebe ist ein leichter Vogel, setzt sich leicht irgendwo hin, und steht schwer auf."
"Wir sind stolz, wir sind frei, wir sind Wunder dieser Zeit"
"Wenn eure Kßsten versinken, kämpft ihr noch ums heilige Land"
"Das Versprechen war leer. Es geht nicht immer mehr"
"Sie geben keine Interviews, aber stellen unsere Weichen, die Superreichen"
"Sucht mich nicht in euren Daten. Ich tauge nicht fĂźr eure Massenmenschhaltung"
"Wo ist die Grenze der Besonnenheit, wenn du einkaufst und John Lennon durch den Supermarkt hallt."
"Ich steh nicht so auf Tennis, mehr auf Rock ânâ Roll."
"Doch die Politik muĂ aus vielschichtigen Wahrheiten einfache machen, will sie ihre Handlungsfähigkeit nicht einbĂźĂen."
"Im Kampf gegen terroristische Anschläge sind Menschen- und BĂźrgerrechte an vielen Orten der Welt auĂer Kraft gesetzt worden. Das Prinzip von der Unteilbarkeit und Allgemeinheit der Menschenrechte, einst das Hohe Lied der westlichen Demokratien, hat im Krieg gegen den Terror Schaden genommen."
"Eine demokratische politische Kultur lebt bekanntlich von der Meinungsfreude und der Anteilnahme der BĂźrger. Das setzt Furchtlosigkeit voraus."
"Das ist Kopfsache. Wir dßrfen uns nicht in unser Schicksal ergeben. [...] Wenn Leistungsträger einbrechen, was willst du da machen!"
"Wenn Sie dieses Spiel atemberaubend finden, haben Sie es an den Bronchien."
"Je länger das Spiel dauert, desto weniger Zeit bleibt."
"Noch nie hätte ein Tor einem Spiel so gut getan wie heute."
"Die Kunst soll nach Vollendung streben, soll ehrliche, grĂźndliche Arbeit verrichten, und soweit dies die modernen ÂťImpressionistenÂŤ tun, schlieĂe ich auch diese Richtung innerhalb der Kunst (Fr. von Uhde, Max Klinger) von der Kunst selbst nicht aus."
"Wissen Sie, als Atheist bin ich in das Konzentrationslager gekommen, und nach dem, was ich dort erlebt habe, verlieà ich es als gläubiger Christ. Es ist mir klar geworden, daà ein Volk ohne metaphysische Bindung, ohne Bindung an Gott, weder regiert werden noch blßhen kann auf die Dauer."
"Vom Wahnsinn gab Goethe die einfache Definition, daà er darin bestehe, wenn man von der wahren Beschaffenheit der Gegenstände und Verhältnisse, mit denen man es zu tun habe, weder Kenntnis habe noch nehmen wolle, diese Beschaffenheit hartnäckig ignoriere."
"Licht war seine letzte Forderung, eine halbe Stunde vor dem Ende befahl er: Die Fensterladen auf, damit mehr Licht eindringe."
"Es muss der Grundsatz gelten, dass ein Mensch im Zweifel gesund ist. Sonst wird die Welt zur Diktatur der langweiligen Normopathen, der grauen Mäuse jeder Gesellschaft, die mit einer Ideologie korrekter Normalität alles AuĂerordentliche einebnen und eine willfährige Psychiatrie dazu missbrauchen, alles Irritierende in diagnostische Schubladen zu sperren."
"Es gibt Menschen, die leben Ăźberhaupt nicht mehr richtig, die leben nur noch vorbeugend und sterben dann gesund, aber auch wer gesund stirbt, ist definitiv tot."
"Eine andere Ăberlegung wurde von [...] Professor Rudolf Gross, in die Diskussion eingefĂźhrt. Die Praxis zeige, dass die Zahl der krankhaften Werte mit der Zahl der Untersuchungen zusammenhänge. [...] Daraus folgt: Gesund ist, wer nicht ausreichend untersucht wurde."
"Die psychisch Kranken halten sich nicht an solche Regeln und sorgen dadurch dafĂźr, dass die humane Temperatur in unserer Gesellschaft nicht unter den Gefrierpunkt sinkt."
"Weh dem, der sterben sah. Er trägt fĂźr immer // Die weiĂe Blume bleiernen Entsetzens."
"Was dich schmerzet, ich sag es im BÜsen. // Und uns quälet ein fremdes Wort. // Unsere Hände werden im Dunkel sich lÜsen, // Und mein Herz wird sein wie ein kalter Ort."
"Das dunkle Volk der flatternden Plejaden // Huscht wie ein Fledermäuse-Schwarm dahin. // Der Wagen zieht auf seinen dunklen Pfaden // Stumm fort und ohne Last seit Urbeginn."
"Karikatur ist eine passive Verbindung des Naiven und Grotesken."
"Die romantische Poesie ist eine progressive Universalpoesie."
"Die Quelle des Ideals ist der heiĂe Durst nach Ewigkeit, die Sehnsucht nach Gott, also das Edelste unsrer Natur."
"Die Welt is kein System, sondern eine Geschichte, aus der nachher freilich Gesetze folgen kĂśnnen."
"Man kann nur Philosoph werden, nicht es sein; so bald man es zu sein glaubt, hĂśrt man auf es zu werden."
"Je vollständiger man ein Individuum lieben oder bilden kann, je mehr Harmonie findet man in der Welt: je mehr man von der Organisation des Universums versteht, je reicher, unendlicher und weltähnlicher wird uns jeder Gegenstand."
"Nur selbstständige Weiblichkeit, nur sanfte Männlichkeit ist gut und schÜn."
"Die Weiblichkeit soll wie die Männlichkeit zur hÜhern Menschlichkeit gereinigt werden."
"Nur in seinem Suchen findet der Geist des Menschen das Geheimnis, welches er sucht."
"Nur in der Antwort seines Du kann jedes Ich seine unendliche Einheit ganz fĂźhlen."
"Im endlosen Wechsel neuer Gestalten flicht die bildende Zeit den Kranz der Ewigkeit, und heilig ist der Mensch, den Glßck berßhrt, dass er Frßchte trägt und gesund ist."
"Wer noch nicht bis zur klaren Einsicht gekommen ist, dass es eine GrÜsse noch ganz ausserhalb seiner eigenen Sphäre geben kÜnne, fßr die ihm der Sinn durchaus fehle; wer nicht wenigstens dunkle Vermuthungen hat, nach welcher Weltgegend des menschlichen Geistes hin diese GrÜsse ungefähr gelegen seyn mÜge: der ist in seiner eignen Sphäre entweder ohne Genie, oder noch nicht bis zum Klassischen gebildet."
"Die Romane sind die sokratischen Dialoge unserer Zeit. In diese liberale Form hat sich die Lebensweisheit vor der Schulweisheit geflĂźchtet."
"Man nennt viele KĂźnstler, die eigentlich Kunstwerke der Natur sind."
"Jeder ungebildete Mensch ist die Karikatur von sich selbst."
"Verbindet die Extreme, so habt ihr die wahre Mitte."
"Mysterien sind weiblich."
"Moralität ohne Sinn fßr Paradoxie ist gemein."
"Man lebt nur insofern man nach seinen eignen Ideen lebt. Die Grundsätze sind nur Mittel, der Beruf ist Zweck an sich."
"Es ist der Menschheit eigen, dass sie sich Ăźber die Menschheit erheben muss."
"Es gibt eine schĂśne Offenheit, die sich Ăśffnet wie eine Blume: Nur um zu duften."