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April 10, 2026
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"Der Philosoph behandelt eine Frage; wie eine Krankheit."
"Wovon man nicht sprechen kann, darĂźber muĂ man schweigen."
"Meine Sätze erläutern dadurch, dass sie der, welcher mich versteht, am Ende als unsinnig erkennt, wenn er durch sie â auf ihnen â Ăźber sie hinausgestiegen ist. (Er muss sozusagen die Leiter wegwerfen, nachdem er auf ihr hinaufgestiegen ist.) // Er muss diese Sätze Ăźberwinden, dann sieht er die Welt richtig."
"Wir fĂźhlen, daĂ selbst, wenn alle mĂśglichen wissenschaftlichen Fragen beantwortet sind, unsere Lebensprobleme noch gar nicht berĂźhrt sind. Freilich bleibt dann eben keine Frage mehr; und eben dies ist die Antwort."
"Zu einer Antwort, die man nicht aussprechen kann, kann man auch die Frage nicht aussprechen. // Das Rätsel gibt es nicht. // Wenn sich eine Frage ßberhaupt stellen lässt, so kann sie auch beantwortet werden."
"Nicht wie die Welt ist, ist das Mystische, sondern daĂ sie ist."
"Der Tod ist kein Ereignis des Lebens. Den Tod erlebt man nicht. // Wenn man unter Ewigkeit nicht unendliche Zeitdauer, sondern Unzeitlichkeit versteht, dann lebt der ewig, der in der Gegenwart lebt. // Unser Leben ist ebenso endlos, wie unser Gesichtsfeld grenzenlos ist."
"Der Sinn der Welt muss ausserhalb ihrer liegen. In der Welt ist alles wie es ist und geschieht alles wie es geschieht; es gibt in ihr keinen Wert â und wenn es ihn gäbe, so hätte er keinen Wert."
"Die Sätze der Logik sind Tautologien."
"Das Subjekt gehĂśrt nicht zur Welt, sondern es ist eine Grenze der Welt."
"Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt."
"Alle Sätze der Logik sagen aber dasselbe. Nämlich Nichts."
"Alles was ßberhaupt gedacht werden kann, kann klar gedacht werden. Alles was sich aussprechen lässt, lässt sich klar aussprechen."
"Der Zweck der Philosophie ist die logische Klärung der Gedanken. // Die Philosophie ist keine Lehre, sondern eine Tätigkeit."
"Alle Philosophie ist âSprachkritikâ."
"Die meisten Sätze und Fragen, welche ßber philosophische Dinge geschrieben worden sind, sind nicht falsch, sondern unsinnig. Wir kÜnnen daher Fragen dieser Art ßberhaupt nicht beantworten, sondern nur ihre Unsinnigkeit feststellen. Die meisten Fragen und Sätze der Philosophen beruhen darauf, dass wir unsere Sprachlogik nicht verstehen."
"Die Welt ist alles, was der Fall ist."
"Man kÜnnte den ganzen Sinn des Buches etwa in die Worte fassen: Was sich ßberhaupt sagen lässt, lässt sich klar sagen; und wovon man nicht reden kann, darßber muss man schweigen."
"Wer aufs GlĂźcklichsein verzichtet (unter dem Diktator "Pflicht"), erfĂźllt sein Dasein nicht!"
""Tertium datur. Die weltberĂźhmten Alternativen sind meist gar keine"
"Es ist nicht alles deutsch, was nicht glänzt."
"Die Unwahrheiten sind oft nicht in dem, was man sagt, sondern was man nicht sagt."
"Der Ideenkampf wird nie im Reich der Ideen entschieden."
"Da man Macht haben muss, um das Gute durchzusetzen, setzt man zunächst das Schlechte durch, um Macht zu gewinnen."
"Eine Antwort ist immer ein StĂźck des Weges, der hinter dir liegt. Nur eine Frage kann uns weiterfĂźhren."
"...denn es ist totaler Quatsch, das Richtige zu glauben, wenn es einen nicht dazu bringt, Menschen in Not zu helfen..."
"Wenn das Gehirn des Menschen so einfach wäre, daà wir es verstehen kÜnnten, dann wären wir so dumm, daà wir es doch nicht verstehen wßrden."
"Parmenides hatte sich geweigert, alle Formen der Veränderung zu akzeptieren. [...]. Auch Empedokles hatte seine Vernunft ganz schĂśn gut im Griff gehabt, als er erklärt hatte, daĂ die Welt notwendigerweise aus mehr als nur einem Urstoff bestehen muĂte. Auf diese Weise wurden alle Wechsel in der Natur mĂśglich, ohne daĂ sich wirklich etwas änderte."
""Aber das Leben ist traurig und feierlich. Wir werden in eine wunderschĂśne Welt gelassen, treffen uns hier, stellen uns einander vor"
"Denn in der ersten Zeit des Aufstands muĂ getĂśtet werden: Einen Europäer erschlagen heiĂt zwei Fliegen auf einmal treffen, nämlich gleichzeitig einen UnterdrĂźcker und einen UnterdrĂźckten aus der Welt schaffen. Was Ăźbrigbleibt, ist ein toter Mensch und ein freier Mensch."
"(...) Der Mensch muà sich sein eigenes Wesen schaffen; indem er sich in die Welt wirft, in ihr leidet, in ihr kämpft, definiert er sich allmählich; und die Definition bleibt immer offen; man kann nicht sagen, was ein bestimmter Mensch ist, bevor er nicht gestorben ist, oder was die Menschheit ist, bevor sie nicht verschwunden ist."
"Der Mensch kann nichts wollen, wenn er nicht zunächst begriffen hat, daà er auf nichts anderes als auf sich selber zählen kann, daà er allein ist, verlassen auf der Erde inmitten seiner unendlichen Verantwortlichkeiten, ohne Hilfe noch Beistand, ohne ein anderes Ziel als das, das er sich selbst geben wird, ohne ein anderes Schicksal als das, das er sich auf dieser Erde schmieden wird."
"Morgen werden die schwarzen VĂśgel kommen."
"Mein GroĂvater [Charles Schweitzer] [...] war ein Mann des 19. Jahrhunderts, der sich, wie viele andere, Victor Hugo selbst nicht ausgeschlossen, fĂźr Victor Hugo hielt."
"Drei Uhr, das ist immer zu spät oder zu frßh fßr alles, was man machen will."
"Die HĂślle, das sind die anderen."
"Fßr uns gibt es so etwas wie die Philosophie als solche ßberhaupt nicht. Denn wie auch immer man diesen Schatten der Wissenschaft, diese graue Eminenz der Humanität, betrachten mag, sie ist nur eine hypostatierte Abstraktion. In Wirklichkeit gibt es nur Philosophien."
"Das beste bei Freud finden Sie schon bei Plato. [...] Sie täten besser daran, Spinoza zu lesen."
"Schwerer ist es, das Gedächtnis der Namenlosen zu ehren als das der Berßhmten."
"Nur um der Hoffnungslosen willen ist uns die Hoffnung gegeben."
"Jede Mitteilung geistiger Inhalte ist Sprache."
""Dieser linke Radikalismus ist genau diejenige Haltung, der Ăźberhaupt keine politische Aktion mehr entspricht. Er steht links nicht von dieser oder jener Richtung, sondern ganz einfach links vom MĂśglichen Ăźberhaupt. Denn er hat ja von vornherein nichts anderes im Auge als in negativistischer Ruhe sich selbst zu genieĂen. Die Verwandlung des politischen Kampfes aus einem Zwang zur Entscheidung in einen Gegenstand des VergnĂźgens, aus einem Produktionsmittel in einen Konsumartikel"
"Die Maske des Erwachsenen heiĂt 'Erfahrung'."
"Es ist von jeher eine der wichtigsten Aufgaben der Kunst gewesen, eine Nachfrage zu erzeugen, fĂźr deren volle Befriedigung die Stunde noch nicht gekommen ist."
"Es hängt mit der Technik des Films genau wie mit der des Sports zusammen, daà jeder den Leistungen, die sie ausstellen, als halber Fachmann beiwohnt."
"Die Entschälung des Gegenstandes aus seiner Hßlle, die Zertrßmmerung der Aura, ist die Signatur einer Wahrnehmung, deren Sinn fßr das Gleichartige in der Welt so gewachsen ist, daà sie es mittels der Reproduktion auch dem Einmaligen abgewinnt."
"Die Einzigkeit des Kunstwerks ist identisch mit seinem Eingebettetsein in den Zusammenhang der Tradition."
"Die Art und Weise, in der die menschliche Sinneswahrnehmung sich organisiert â das Medium, in dem sie erfolgt â ist nicht nur natĂźrlich sondern auch geschichtlich bedingt."
"Alle BemĂźhungen um die Ăsthetisierung der Politik gipfeln in einem Punkt. Dieser eine Punkt ist der Krieg."
"In einer Liebe suchen die meisten ewige Heimat. Andere, sehr wenige aber das ewige Reisen."