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April 10, 2026
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"Man muss nĂźchterne, geduldige Menschen schaffen, die nicht verzweifeln angesichts der schlimmsten Schrecken und sich nicht an jeder Dummheit begeistern. Pessimismus des Verstandes, Optimismus des Willens."
"Kultur ist Disziplinierung des eigenen inneren Ichs, Inbesitznahme der eigenen PersĂśnlichkeit und die Erlangung eines hĂśheren Bewusstseins, mit dem man dazu kommt, den eigenen historischen Wert zu verstehen, die eigene Funktion im Leben, die eigenen Rechte und Pflichten."
"Im Osten war der Staat alles, die Zivilgesellschaft war in ihren Anfängen und gallertenhaft; im Westen bestand zwischen Staat und Zivilgesellschaft ein richtiges Verhältnis, und beim Wanken des Staates gewahrte man sogleich eine robuste Struktur der Zivilgesellschaft. Der Staat war nur ein vorgeschobener Schßtzengraben, hinter welchem sich eine robuste Kette von Festungen und Kasematten befand..."
"Eine neue Kultur zu schaffen bedeutet nicht nur, individuell âşoriginelleâš Entdeckungen zu machen, es bedeutet auch und besonders, bereits entdeckte Wahrheiten kritisch zu verbreiten, sie sozusagen zu âşvergesellschaftenâš und sie dadurch Basis vitaler Handlungen, Element der Koordination und der intellektuellen und moralischen Ordnung werden zu lassen."
"Die Diktatur des Proletariats wird diesen groĂartigen Apparat der industriellen und intellektuellen Produktion, diese Antriebskraft der Zivilisation vor dem drohenden Zusammenbruch retten."
"Dass eine Masse von Menschen dahin gebracht wird, die reale Gegenwart kohärent und auf einheitliche Weise zu denken, ist eine âşphilosophischeâš Tatsache, die viel wichtiger und âşoriginellerâš ist, als wenn ein philosophisches âşGenieâš eine neue Wahrheit entdeckt, die Erbhof kleiner Intellektuellengruppen bleibt."
"Alle Menschen sind Intellektuelle, [âŚ] aber nicht alle Menschen haben in der Gesellschaft die Funktion von Intellektuellen."
"Nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehen."
"Wer sich seiner Vergangenheit nicht erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."
""[...] Negentropie, das ist die Art von Prozessen, die wir in der Natur immer wieder beobachten kĂśnnen: das Wachsen, Sich-Verbessern. Ich glaube, wir sollten am besten zu Dienern der Negentropie werden. Mir ist in diesem Zusammenhang Heinz von Foersters ethischer Imperativ sehr wichtig. Er lautet: ÂťHandle stets so, dass weitere MĂśglichkeiten entstehen.ÂŤ"
"Im Grunde genommen teilen wir alle die Welt in wahr und falsch, gut und schlecht, schwarz und weiĂ ein. Daher kommt auch die entrĂźstete Ablehnung der scheinbar seelenlosen Idee, dass eine Beziehung mehr und anders geartet sei als die Summe der Eigenschaften der beiden Beziehungspartner."
"Nun erhebt sich der Verdacht, daĂ das Gegenteil von schlecht nicht notwendigerweise gut ist, sondern noch schlechter sein kann."
"Wenn etwas schlecht ist, muss das Gegenteil gut sein â das scheint fast noch logischer als das Vertrauen ins doppelt so Gute."
"Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt, derart, dass letzterer den ersteren bestimmt und daher eine Metakommunikation ist."
"Man kann nicht nicht kommunizieren."
"Einen Menschen lieben, heiĂt einwilligen, mit ihm alt zu werden."
"Von einem bestimmten Alter an ist jeder Mensch fĂźr sein Gesicht verantwortlich."
"Sie wissen ja, was Charme ist: eine Art, ein Ja zur Antwort zu erhalten, ohne eine klare Frage gestellt zu haben."
"Es gibt kein Schicksal, welches nicht durch Verachtung Ăźberwunden werden kann."
"Ein Mensch ist immer das Opfer seiner Wahrheiten."
"Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz auszufĂźllen. Wir mĂźssen uns Sisyphos als einen glĂźcklichen Menschen vorstellen."
"Das Absurde hat nur insofern einen Sinn, als man sich nicht mit ihm abfindet."
"[...] die Freiheit besteht in erster Linie nicht aus Privilegien, sondern aus Pflichten."
"Die wahre GroĂzĂźgigkeit gegenĂźber der Zukunft besteht darin, alles der Gegenwart zu geben."
""Das Gewissen redet einzig und ständig im Modus des Schweigens." â Sein und Zeit, 1927, in: Gesamtausgabe, Band 2, Verlag Vittorio Klostermann, Frankfurt/M 1977, § 56, S.363"
""Aus dem Spiegel-Spiel des Gerings des Ringes ereignet sich das Dingen des Dinges." â Das Ding, zit. nach Hans Joachim StĂśrig: Kleine Weltgeschichte der Philosophie, Stuttgart: Kohlhammer 1970, S. 442"
""Warum ist Ăźberhaupt Seiendes und nicht vielmehr Nichts? Das ist die Frage." â EinfĂźhrung in die Metaphysik, 1935, in: Gesamtausgabe, Band 40, Verlag Vittorio Klostermann, Frankfurt/M 1983, § 1, erster Satz"
""Sprache ist lichtend-verbergende Ankunft des Seins selbst." â Brief Ăźber den "Humanismus", 1946, in: Gesamtausgabe, Band 9 "Wegmarken", 1. Aufl., Verlag Vittorio Klostermann, Frankfurt/M 1976, S.326"
""Nicht Lehrsätze und 'Ideen' seien die Regeln eures Seins. Der FĂźhrer selbst und allein ist die heutige und kĂźnftige Wirklichkeit und ihr Gesetz." â Aufruf an die Deutschen Studenten. Freiburger Studentenzeitung 3. November 1933, in: Bernd Martin (Hrsg.), Martin Heidegger und das âDritte Reichâ. Ein Kompendium, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1989"
"Herkunft aber bleibt stets Zukunft."
""Die Frage nach dem Sinn von Sein soll gestellt werden." â Sein und Zeit, 1927, in: Gesamtausgabe, Band 2, Verlag Vittorio Klostermann, Frankfurt/M 1977, § 2, erster Satz"
""Die Wissenschaft denkt nicht." â Was heiĂt Denken? 4. Aufl. TĂźbingen: Niemeyer 1984, S. 4 (Abdruck der Vorlesungen unter diesem Titel WS 1951/52 u. SS 1952, Zitat in erster Vorlesung); Ăźbernommen in den Vortrag: Was heiĂt Denken? in: Vorträge und Aufsätze, Pfullingen: Neske 1954, S. 129â143, hier: S. 133; zuerst im Mai 1952 als Vortrag im Bayerischen Rundfunk gesprochen; gedruckt in der Zeitschrift "Merkur", 6. Jg. 1952, S. 601 ff."
""Die Sprache ist das Haus des Seins." â Ăber den Humanismus. Frankfurt a.M.: Klostermann, 1949. S. 5."
""Die genannte Frage [nach dem Sinn von Sein] ist heute in Vergessenheit gekommen..." â Sein und Zeit, 1927, in: Gesamtausgabe, Band 2, Verlag Vittorio Klostermann, Frankfurt/M 1977, § 1, erster Satz"
"Der Mensch ist nicht der Herr des Seienden. Der Mensch ist der Hirt des Seins."
""Der Mensch ist der Nachbar des Seins." â Brief Ăźber den "Humanismus", 1946, in: Gesamtausgabe, Band 9 "Wegmarken", 1. Aufl., Verlag Vittorio Klostermann, Frankfurt/M 1976, S.342"
""Ist ein falscher Gedanke nur einmal kĂźhn und klar ausgedrĂźckt, so ist damit schon viel gewonnen." VB 144 (1948), vgl. books.google"
""Ehrgeiz ist der Tod des Denkens." VB 560 (1948), vgl. books.google"
"Wir kämpfen mit der Sprache. Wir stehen im Kampf mit der Sprache."
"Die TragĂśdie besteht darin, daĂ sich der Baum nicht biegt, sondern bricht."
"Esperanto. Das GefĂźhl des Ekels, wenn wir ein erfundenes Wort mit erfundenen Ableitungssilben aussprechen. Das Wort ist kalt, hat keine Assoziationen und spielt doch 'Sprache'. Ein bloĂ geschriebenes Zeichen wĂźrde uns nicht so anekeln."
"Nur sich nicht in Teilprobleme verstricken, sondern immer dort hinaus flĂźchten, wo man freien Ăberblick Ăźber das ganze eine groĂe Problem hat, wenn auch dieser Ăberblick noch unklar ist!"
"Gut und BĂśse tritt erst durch das Subjekt ein. Und das Subjekt gehĂśrt nicht zur Welt, sondern ist eine Grenze der Welt."
"Die Verwirrung und Ăde der Psychologie ist nicht damit zu erklären, dass sie eine Âťjunge WissenschaftÂŤ sei; ihr Zustand ist mit dem der Physik z.B. in ihrer FrĂźhzeit nicht zu vergleichen. (Eher noch mit dem gewissen Zweige der Mathematik. Mengenlehre.) Es bestehen nämlich, in der Psychologie, experimentelle Methoden und Begriffsverwirrung. (Wie im andern Fall Begriffsverwirrung und Beweismethoden.) // Das Bestehen der experimentellen Methode läĂt uns glauben, wir hätten das Mittel, die Probleme, die uns beunruhigen, loszuwerden; obgleich Problem und Methode windschief aneinander vorbeilaufen."
""Eine Hauptursache philosophischer Krankheiten"
""Was ich lehren will, ist: Von einem nicht offenkundigen Unsinn zu einem offenkundigen ßbergehen." §464"
"Ein philosophisches Problem hat die Form: ÂťIch kenne mich nicht aus.ÂŤ"
"Die Philosophie ist ein Kampf gegen die Verhexung unsres Verstandes durch die Mittel unserer Sprache."
"Die Idee sitzt gleichsam als Brille auf unsrer Nase, und was wir ansehen, sehen wir durch sie. Wir kommen gar nicht auf den Gedanken, sie abzunehmen."
""Die Bedeutung eines Wortes ist sein Gebrauch in der Sprache." §43"