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April 10, 2026
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"Geld ist das Barometer der Moral einer Gesellschaft. Wenn Sie sehen, daĂ Geschäfte nicht mehr freiwillig abgeschlossen werden, sondern unter Zwang, daĂ man, um produzieren zu kĂśnnen, die Genehmigung von Leuten braucht, die nichts produzieren, daĂ das Geld denen zuflieĂt, die nicht mit GĂźtern, sondern mit VergĂźnstigungen handeln, daĂ Menschen durch Bestechung und Beziehungen reich werden, nicht durch Arbeit, daĂ die Gesetze Sie nicht vor diesen Leuten schĂźtzen, sondern diese Leute vor Ihnen, daĂ Korruption belohnt und Ehrlichkeit bestraft wird, dann wissen Sie, daĂ Ihre Gesellschaft vor dem Untergang steht."
"Das Prinzip der Meinungsfreiheit beschäftigt sich nicht mit dem Inhalt der Rede eines Menschen und schĂźtzt nicht nur die ĂuĂerung guter Ideen, sondern aller Ideen. Wenn es anders wäre, wer wĂźrde dann bestimmen, welche Ideen gut wären und welche verboten sind? Die Regierung?"
"Der Zweifel ist dem Wissen nicht unterlegen, sondern Ăźberlegen. Der Fortschritt ist der Sohn des Zweifels. Der Verstand, der nicht mehr zweifelt, unterliegt dem Verstand."
"Nichts ist gefährlicher als eine Idee, wenn man nur eine hat."
""In allen Bereichen haben wir zunehmend das Ding ohne sein Wesen. Wir haben Bier ohne Alkohol, Fleisch ohne Fett, Kaffee ohne Koffein"
"Was die spätere Philosophie bis in die modernste Zeit von Parmenides ßbernommen hat, war [..] nicht die allzu paradoxe UnmÜglichkeit jeglicher Veränderung, sondern die UnzerstÜrbarkeit der Substanz."
"Parmenides Ăśffnete mir die Augen fĂźr die poetische SchĂśnheit der Erde und des gestirnten Himmels. Er lehrte mich, sie mit einem neuen Forscherblick zu betrachten: [...]"
"NĂśtig ist dies zu sagen und zu denken, daĂ nur das Seiende existiert. Denn seine Existenz ist mĂśglich, die des Nichtseienden dagegen nicht."
"Lass dich die Macht der Gewohnheit auf falsche Wege nicht drängen. / Trau nicht dem irrenden Blick und dem tÜneversammelnden Ohre. / Auch nicht der Zunge: allein der Verstand sei Prßfer und Richter."
":KĂźrzer ausgedrĂźckt: "Aus nichts wird nichts.""
"Auch kann ja die Kraft der Ăberzeugung niemals einräumen, es kĂśnne aus Nichtseiendem irgend etwas anderes als eben Nichtseiendes hervorgehen."
"Der Atheismus ist eine Form der Religion, vielleicht sogar der echten."
"Warum sollte das Gesetz seinen Schutz irgendeinem empfindenden Wesen verweigern? Die Zeit wird kommen, da die Menschheit alles, was atmet, unter ihren Schirm und Schild nehmen wird."
"Die Natur hat die Menschheit unter die Herrschaft zweier souveräner Gebieter â Leid und Freude â gestellt. Es ist an ihnen aufzuzeigen, was wir tun sollen, wie auch zu bestimmen, was wir tun werden. Sowohl der MaĂstab fĂźr Richtig und Falsch als auch die Kette der Ursachen und Wirkungen sind an ihrem Thron festgemacht."
"Vielleicht kommt einmal der Tag, da die ßbrigen GeschÜpfe die Rechte erwerben werden, die ihnen nie, wenn nicht durch die Hand der Tyrannei, hätten vorenthalten bleiben kÜnnen. Die Franzosen haben bereits entdeckt, dass schwarze Haut kein Grund ist, ein menschliches Wesen hilflos der Laune eines Peinigers auszuliefern. Ebenso mag eines Tages erkannt werden, dass auch die Zahl der Beine, Behaarung oder ein Schwanz ein unzureichender Grund dafßr sind, ein empfindendes Wesen solchem Schicksal zu ßberlassen. [...] Die Frage ist nicht, ob sie Verstand haben oder sprechen kÜnnen, sondern ob sie leiden."
"Der Feminismus sieht Ăźberall nur Opfer. Das Opfer ist der groĂe Held unserer Gesellschaft geworden."
"Karikatur ist eine passive Verbindung des Naiven und Grotesken."
"Die romantische Poesie ist eine progressive Universalpoesie."
"Die Quelle des Ideals ist der heiĂe Durst nach Ewigkeit, die Sehnsucht nach Gott, also das Edelste unsrer Natur."
"Die Welt is kein System, sondern eine Geschichte, aus der nachher freilich Gesetze folgen kĂśnnen."
"Man kann nur Philosoph werden, nicht es sein; so bald man es zu sein glaubt, hĂśrt man auf es zu werden."
"Je vollständiger man ein Individuum lieben oder bilden kann, je mehr Harmonie findet man in der Welt: je mehr man von der Organisation des Universums versteht, je reicher, unendlicher und weltähnlicher wird uns jeder Gegenstand."
"Nur selbstständige Weiblichkeit, nur sanfte Männlichkeit ist gut und schÜn."
"Die Weiblichkeit soll wie die Männlichkeit zur hÜhern Menschlichkeit gereinigt werden."
"Nur in seinem Suchen findet der Geist des Menschen das Geheimnis, welches er sucht."
"Nur in der Antwort seines Du kann jedes Ich seine unendliche Einheit ganz fĂźhlen."
"Im endlosen Wechsel neuer Gestalten flicht die bildende Zeit den Kranz der Ewigkeit, und heilig ist der Mensch, den Glßck berßhrt, dass er Frßchte trägt und gesund ist."
"Wer noch nicht bis zur klaren Einsicht gekommen ist, dass es eine GrÜsse noch ganz ausserhalb seiner eigenen Sphäre geben kÜnne, fßr die ihm der Sinn durchaus fehle; wer nicht wenigstens dunkle Vermuthungen hat, nach welcher Weltgegend des menschlichen Geistes hin diese GrÜsse ungefähr gelegen seyn mÜge: der ist in seiner eignen Sphäre entweder ohne Genie, oder noch nicht bis zum Klassischen gebildet."
"Die Romane sind die sokratischen Dialoge unserer Zeit. In diese liberale Form hat sich die Lebensweisheit vor der Schulweisheit geflĂźchtet."
"Man nennt viele KĂźnstler, die eigentlich Kunstwerke der Natur sind."
"Jeder ungebildete Mensch ist die Karikatur von sich selbst."
"Verbindet die Extreme, so habt ihr die wahre Mitte."
"Mysterien sind weiblich."
"Moralität ohne Sinn fßr Paradoxie ist gemein."
"Man lebt nur insofern man nach seinen eignen Ideen lebt. Die Grundsätze sind nur Mittel, der Beruf ist Zweck an sich."
"Es ist der Menschheit eigen, dass sie sich Ăźber die Menschheit erheben muss."
"Es gibt eine schĂśne Offenheit, die sich Ăśffnet wie eine Blume: Nur um zu duften."
"Ein wahrer Mensch ist, wer bis in den Mittelpunkt der Menschheit gekommen ist."
"Der Satan der italienischen und englischen Dichter mag poetischer sein; aber der deutsche Satan ist satanischer; insofern kĂśnnte man sagen, der Satan sei eine deutsche Erfindung."
"Der Historiker ist ein rßckwärtsgekehrter Prophet."
"Wie in der Grammatik zwei Verneinungen eine Bejahung ausmachen, so gelten in der Heiratsmoral zwei Prostitutionen fĂźr eine Tugend."
"Jede Strafe, die nicht von der absoluten Notwendigkeit diktiert wird, sagt der groĂe Montesquieu, ist tyrannisch, ein Satz, der so verallgemeinert werden kann: Jeder Akt von zwischenmenschlicher Autorität, der nicht durch absolute Notwendigkeit begrĂźndet ist, ist tyrannisch."
"denn schon Montesqieu wuĂte ja nur zu gut: ÂťTritt eine Idee in einen hohlen Kopf, so fĂźllt sie ihn aus"
"Ein wahrhaftig tugendhafter Mann wßrde noch dem entferntesten Fremden so schnell zur Hilfe kommen wie zu seinem eigenen Freund. Wenn Menschen ideal tugendhaft wären, wßrden sie keine Freunde haben."
"Wenn die SchĂśnheit nach der Herrschaft verlangt, gebietet der Verstand deren Verweigerung. Und wenn der Verstand sie erwerben kĂśnnte, ist die SchĂśnheit dahin."
"Zur Schande der Menschen muss ich es aussprechen: Das Gesetz verbietet unseren FĂźrsten den Weingenuss; dabei trinken sie ihn in einem UnmaĂ, das sie aus der Menschheit selbst ausschlieĂt; umgekehrt ist sein Genuss den ChristenfĂźrsten erlaubt, und man stellt fest, dass er ihnen in keiner Weise schadet."
""Wer mit den Tugenden und Kenntnissen, die er erwirbt, seine Seele vervollkommnet, gleicht den Menschen des Mythos, die alles Sterbliche ablegten, indem sie sich von Ambrosia ernährten. Wer aber das AuĂerordentliche des Wesens nur auf äuĂere Eigenschaften grĂźndet, gleicht den Titanen, die sich fĂźr GĂśtter hielten, weil sie groĂ gewachsen waren."
"Wenn man Ăźbrigens ihre Religion näher untersucht, findet man darin eine Art Keim unserer Dogmen. [âŚ] Ich hĂśrte von einem Buch ihrer Gelehrten reden, mit dem Titel ÂťDer Triumph der PolygamieÂŤ, in welchem ein Gebot der Polygamie fĂźr die Christen nachgewiesen wird."
"Wenn es einen Gott gibt, [âŚ] muss er notwendigerweise gerecht sein; denn andernfalls wäre er das schlechteste und unvollkommenste von allen Wesen."
"Wenn ein Mensch im Ruf der Redlichkeit und Menschlichkeit steht, so kommt es vor, dass man ihn ausnutzen mĂśchte; man kommt ihm mit Vorschlägen, die man keinem anderen machen wĂźrde. Man zählt auf seine GroĂmut."