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April 10, 2026
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"Bei keiner Sache hat man so sehr den Kern von der Schaale zu unterscheiden, wie beim Christentum."
"Aus jeder Seite von David Hume ist mehr zu lernen, als aus Hegels, Herbarts und Schleiermachers sämtlichen philosophischen Werken zusammengenommen."
""Alles Urdenken geschieht in Bildern: darum ist die Phantasie ein so nothwendiges Werkzeug desselben, und werden phantasielose KĂśpfe nie etwas GroĂes leisten,"
"Alles im Leben giebt kund, daĂ das irdische GlĂźck bestimmt ist, vereitelt oder als eine Illusion erkannt zu werden."
"Alle Befreiung, oder was man gemeinhin GlĂźck nennt, ist eigentlich und wesentlich immer nur negativ und durchaus nie positiv."
"Aber die Sprache um ein Wort ärmer machen heiĂt das Denken der Nation um einen Begriff ärmer machen."
""Und so, nachdem ich mir den Scherz erlaubt, dem eine Stelle zu gĂśnnen, in diesem durchweg zweideutigen Leben kaum irgend ein Blatt zu ernsthaft seyn kann, gebe ich mit innigem Ernst das Buch hin, in der Zuversicht, daĂ es frĂźh oder spät diejenigen erreichen wird, an welche es allein gerichtet seyn kann, und Ăźbrigens gelassen darin ergeben, daĂ auch ihm in vollem MaaĂe das Schicksal werde, welches in jeder ErkenntniĂ, also um so mehr in der wichtigsten, allezeit der Wahrheit zu Theil ward, der nur ein kurzes Siegesfest beschieden ist, zwischen den beiden langen Zeiträumen, wo sie als paradox verdammt und als trivial geringgeschätzt wird. Auch pflegt das erstere Schicksal ihren Urheber mitzutreffen.â Aber das Leben ist kurz und die Wahrheit wirkt ferne und lebt lange: sagen wir die Wahrheit."
"Die Zivilisation geht ihrem Ende zu, wenn die Landwirtschaft aufhĂśrt, eine Lebensform zu sein und zur Industrie wird."
"Der Moderne ist der Mensch, der vergisst, was der Mensch vom Menschen weiĂ."
"Das Leben ist die Guillotine der Wahrheiten"
"Wer sich Ăźber das Christentum nicht empĂśrt, kennt es nicht."
"Die Abnahme des Kopftuches macht Sinn nur als freiwilliger Akt, als Frucht eines emanzipatorischen Lernprozesses."
"Der soziale Lernort Schule ist weder ein religionsfreier noch ein rechtsfreier Bereich."
""Zumindest eine Stunde am Tag schlieĂe einfach die Augen. Sie zu schlieĂen bedeutet, dass du fĂźr die Gesellschaft geschlossen bist; keine Gesellschaft existiert, nur du, so dass du dich dir selbst zuwenden kannst." â S. 219"
""Zuerst kommt die objektive Weltâdie Wissenschaft und ihre Welt. Dann kommt die GedankenweltâPhilosophie und Dichtung, GefĂźhle, Gedanken. SchlieĂlich ist da noch eine dritte Welt, und die gehĂśrt der Religion an. Und das ist die des Zeugenâdessen, der sich die Gedanken anschaut, dessen, der sich die Dinge anschaut." â S. 167"
""Reue ist schĂśn, wenn sie aus dem Herzen kommt, wenn ihr erkennt: 'Ja, Jesus hat recht, wir haben unser Leben vertan.' Dieses Vertun ist die SĂźnde—...dieses Vergeuden eures Lebens, der MĂśglichkeit, des Potentials, der Chance zu wachsen und gottgleich zu werden oder GĂśtter zu werden; diese Zeitverschwendung, dieses Verschwenden mit sinnlosem Zeug, dieses Sammeln von wertlosem Kram. Und wenn euch das bewusst wird, werdet ihr bereuen. Und wenn diese Reue aus dem Herzen kommt, wird sie euch reinigen. Nichts reinigt wie Reue. Und dies ist eins der schĂśnsten Dinge im Christentum." â S. 102-103"
""Es war gut von Friedrich Nietzsche, Gott fĂźr tot zu erklären â ich aber sage, dass er Ăźberhaupt nie auf die Welt gekommen ist. Er ist eine Geschichte, eine Erfindung: keine Entdeckung. Versteht ihr den Unterschied zwischen einer Erfindung und einer Entdeckung? Eine Entdeckung hat mit der Wirklichkeit zu tun; eine Erfindung dagegen ist von euch fabriziert worden." â Osho: "God is Dead, Now Zen is the Only Living Truth", Rebel Publishing House, KĂśln, 1989, ISBN 3-89338-081-7, Kapitel 1. Ein Video des englischen Originalvortrags wurde vom Urheberrechtsinhaber online verfĂźgbar gemacht. Deutsche Ăbersetzung: S. Jayen."
"Nehmen wir an, Sie hätten einen freien Willen. Es wäre ein Wille, der von nichts abhinge: ein vollständig losgelÜster, von allen ursächlichen Zusammenhängen freier Wille. Ein solcher Wille wäre ein aberwitziger, abstruser Wille. Seine LosgelÜstheit nämlich wßrde bedeuten, dass er unabhängig wäre von ihrem KÜrper, ihrem Charakter, ihren Gedanken und Empfindungen, ihren Phantasien und Erinnerungen. Es wäre, mit anderen Worten, ein Wille ohne Zusammenhang mit all dem, was Sie zu einer bestimmten Person macht. In einem substantiellen Sinn des Wortes wäre er deshalb gar nicht Ihr Wille."
"Die Situation an der Universität macht mich wĂźtend. Es geht nur noch um Geld und âCorporate Identityâ. Diese Mentalität macht die Universität kaputt."
"Die Zivilisation ist eine ganz dĂźnne Kruste Ăźber einem Vulkan."
"Der heiligen Siebenzahl, der heiligen Neunzahl der Astrologie haftet kraft des Prototypus der Planetenwelt, der sich in ihnen darstellt, noch eine Art dämonisch-dinglicher Macht an; aber das a und b der Algebra, wie sie Vieta im 16. Jahrhundert als Analysis speciosa begrßndet, das x und y der analytischen Geometrie Descartes' und das dy und dx der Leibnizischen Infinitesimalrechnung sind Symbole, in denen sich nur noch die reine Kraft des mathematischen Denkens selbst darstellt."
"Ich glaube um zu erkennen."
"Das, worĂźber hinaus nichts GrĂśĂeres gedacht werden kann."
"Kriege werden oft aus dem Drang nach Gerechtigkeit heraus begonnen, das ist sogar fast immer die offizielle BegrĂźndung. Aber selbst wenn sie gerechtfertigt sein mĂśgen und in bester Absicht gefĂźhrt werden, enden sie in der Regel nicht so, wie ihre Urheber sich das vorstellen."
"In der Wßste muss ich die Einsamkeit nicht erst suchen, ich bin Teil davon. Ich bin auch nicht mit mir selbst allein, das wäre wieder die romantische, westliche Form der Einsamkeit. Nein, die Wßste ist fßr mich die klarste, schÜnste, hellste, stärkste Form der Abwesenheit."
"Der immanente Irrsinn der Globalisierung bringt Wahnsinnige hervor, so wie eine unausgeglichene Gesellschaft Delinquenten und Psychopathen erzeugt."
"Denn die Welt ist nicht geschaffen worden, damit man sie versteht. Sie schert sich nicht um Erkenntnis. Vielleicht ist sie sogar geschaffen worden, um nicht verstanden zu werden. Die Erkenntnis ist zwar Teil der Welt, aber nur als totale Illusion. Genau das finde ich interessant, denn es bedeutet, dass das Denken nur Teil eines Ganzen ist, und dass es fĂźr dieses Ganze keine Interpretation gibt."
"Das Reale wird durch Zeichen des Realen ersetzt."
"Wenn die Architektur Ăźberhaupt die erstarrte Musik ist, [...]."
"Um nun aber das Verfahren des Descartes im einzelnen zu beschreiben, so macht er sich zum Grundsatz, vorläufig an allem zu zweifeln, ja, um recht sicherzugehen und ganz gewià zu sein, sich von jedem Vorurteil befreit zu haben, vorläufig alles fßr falsch zu halten, was er bis dahin als wahr angenommen."
"Nur im Verstand gibt es Fortschritt, in der Vernunft keinen."
"Jedes Wesen kann nur in seinem Gegenteil offenbar werden, Liebe nur in HaĂ, Einheit in Streit."
"Es ist eine uralte Lehre, dass Gleiches nur von Gleichem erkannt werde."
"Der Anfang und das Ende aller Philosophie ist â Freiheit!"
"Dem Menschen aber ist seine Geschichte nicht vorgezeichnet, er kann und soll seine Geschichte sich selbst machen;"
"Also soll das endliche Ich streben, alles was in ihm mĂśglich ist, wirklich [âŚ] zu machen."
"Was aber die so nĂśtige Verbesserung der Bedingungen betrifft, so ist es hĂśchst notwendig, die Forderung der Gerechtigkeit, der GĂźte und der Vernunft vom KĂśder der Utopie freizumachen. (..) Dem erbarmungslosen Optimismus steht die barmherzige Skepsis gegenĂźber."
"â'Handle so, daĂ die Wirkungen deiner Handlung verträglich sind mit der Permanenz echten menschlichen Lebens auf Erden'; oder negativ ausgedrĂźckt: 'Handle so, daĂ die Wirkungen deiner Handlung nicht zerstĂśrerisch sind fĂźr die kĂźnftige MĂśglichkeit solchen Lebens'; oder einfach: 'Gefährde nicht die Bedingungen fĂźr den indefiniten Fortbestand der Menschheit auf Erden'; oder wieder positiv gewendet: 'SchlieĂe in deine gegenwärtige Wahl die zukĂźnftige Integrität des Menschen als Mit-Gegenstand deines Wollens ein.'" S.36"
""Eben diese UngewiĂheit (..) muĂ selber in die ethische Theorie einbezogen und ihr zum AnlaĂ eines neuen Grundsatzes genommen werden (..). Es ist die Vorschrift, primitiv gesagt, daĂ der Unheilsprophezeiung mehr GehĂśr zu geben ist als der Heilsprophezeiung." S. 70"
""Obwohl kein ewiges Leben unser wartet, noch eine ewige Wiederkunft des Hier, kann uns doch Unsterblichkeit im Sinne liegen, wenn wir während unserer kurzen Spanne die bedrohten sterblichen Anliegen versehen und dem leidenden unsterblichen Gotte Helfer sind." - S. 397 zitiert in: kultur-fibel.de"
"Haltet daran fest, daĂ wie man denkt, was man denkt, was man sagt und wie man in der wechselseitigen Kommunikation Ideen verbreitet, einen Unterschied ausmacht im Gang der Dinge."
"Der Philosoph muss durchaus den Mut haben, zu sagen, Demokratie ist hĂśchst wĂźnschbar, aber kann nicht selber die unabdingbare Bedingung dafĂźr sein, daĂ ein menschliches Leben auf Erden sich lohnt."
"Das Leben ist sich wandeln, sich wandeln ist reifen, reifen ist ohne Ende schĂśpferisch an sich arbeiten."
"Von der vorßbergleitenden Realität nehmen wir sozusagen Momentbilder auf ( ... ), Wahrnehmung, intellektuelle Auffassung, Sprache, sie alle pflegen so zu verfahren."
"So ist mein Leib ein Gegenstand, bestimmt, andere Gegenstände zu bewegen, also ein Zentrum von Handlung; er ist nicht imstande eine Vorstellung zu erzeugen."
"Die armen Nationen sind die, wo das Volk gut dran ist, und die reichen Nationen sind die, wo es gewĂśhnlich arm ist."
"Die Krise besteht gerade in der Tatsache, dass das Alte stirbt und das Neue nicht zur Welt kommen kann: in diesem Interregnum kommt es zu den unterschiedlichsten Krankheitserscheinungen."
"Wie jeder Mensch Philosoph ist, so ist jeder Mensch Wissenschaftler usw."
""Vorläufig lassen sich zwei groĂe superstrukturelle ÂťEbenenÂŤ festlegen"
"Staat = politische Gesellschaft und Zivilgesellschaft, das heiĂt Hegemonie, gepanzert mit Zwang."