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April 10, 2026
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"Eine offene Gesellschaft braucht Geduld. Rßckschritte gibt es vor allem dort, wo sich Einwanderer von der Gesellschaft nicht angenommen fßhlen. Je mehr man sich akzeptiert fßhlt, desto weniger ist man anfällig fßr Extremismus."
"Der liebe Gott hilft nur bei nicht tĂśdlichen Erkrankungen."
"Die Grßnen von 2009 sind so, wie die Grßnen 1983 die CDU beschrieben haben: furchtbare Bßrger, elitär, selbstgefällig."
""Ostalgie ist nicht mein Ding. Eine Art davon grassiert ja heutzutage. Manchem erscheint die DDR in rĂźckblickender Verklärung als ein Hort sozialer Sicherheit. Tatsächlich ist die DDR nicht zuletzt daran zugrunde gegangen, daĂ sie infolge wirtschaftlicher Ineffizienz ihre sozialen VerheiĂungen nicht finanzieren konnte."
"Ein unmĂśgliches StĂźck trivialer politischer Architektur, ein negatives Faszinosum, ein Zeugnis der weltweiten Verurteilung unseres Sozialismusversuches"
"Der Kommunismus wurde von den Menschen, die er zu beglßcken vorgab, von der Weltbßhne gefegt. Er ist wirtschaftlich gescheitert, hat sozial versagt. Er hat sich als eine blutige Diktatur erwiesen. Und er war unfähig, sich zu läutern. Auch ich habe mich nach diesem Fiasko leider erst danach gefragt, wie es dazu kommen konnte. Wer sich das ehrlich beantwortet, kann kein Kommunist mehr sein."
""Das tritt nach meiner Kenntnis"
"Wenn wir ins Universum hinausblicken und erkennen, wie viele Zufälle [in Physik und Astronomie] zu unserem Wohle zusammengearbeitet haben, dann scheint es fast, als habe das Universum in gewissem Sinne gewuĂt, daĂ wir kommen."
"Ein Mädel wird sich schÜn bedanken, // Wenn deine Glut nur aus Gedichten spricht. // Was nßtzt die Liebe in Gedanken? // Kommt die Gelegenheit, dann kannst du's nicht."
"Was ich an Ihnen besonders bewundere ist, dass Sie eine grosse Zahl junger Talente wie aus dem Boden gestampft haben. Das ist etwas ganz Eigenartiges. Sie mĂźssen eine Gabe haben, die Geister Ihrer HĂśrer zu veredeln und zu aktivieren."
"Thermodynamik ist ein komisches Fach. Das erste Mal, wenn man sich damit befasst, versteht man nichts davon. Beim zweiten Durcharbeiten denkt man, man hätte nun alles verstanden, mit Ausnahme von ein oder zwei kleinen Details. Das dritte Mal, wenn man den Stoff durcharbeitet, bemerkt man, dass man fast gar nichts davon versteht, aber man hat sich inzwischen so daran gewÜhnt, dass es einen nicht mehr stÜrt."
"Wenn man ein Medium âĂtherâ konstruieren will, das als Substrat der Maxwellschen Gleichungen dienen soll, so muss man ihm diametral entgegengesetzte Eigenschaften beilegen wie den gewĂśhnlichen Stoffen."
":(Anmerkung: Mehrdeutige Antwort, oft ohne den folgenden Zusammenhang zitiert: "Ăberhaupt habe ich stets die Gegenstände, Ăźber die ich arbeitete, in meinen Spezialvorlesungen mir und meinen ZuhĂśreren klar zu machen gesucht. ... Als ich einmal eine Vorlesung anzeigen wollte Ăźber einen recht problematischen Gegenstand, fragte mich mein damaliger Assistent, ob ich denn etwas davon wĂźsste. Ich antwortete ihm: Wenn ich etwas davon wĂźsste, wĂźrde ich nicht darĂźber lesen.")"
"Wenn ich etwas davon wĂźsste, wĂźrde ich nicht darĂźber lesen."
"Was wir heutzutage aus der Sprache der Spektren heraus hĂśren, ist eine wirkliche Sphärenmusik des Atoms, ein Zusammenklingen ganzzahliger Verhältnisse, eine bei aller Mannigfaltigkeit zunehmende Ordnung und Harmonie. FĂźr alle Zeiten wird die Theorie der Spektrallinien den Namen Bohrs tragen. Aber noch ein anderer Name wird dauernd mit ihr verknĂźpft sein, der Name Plancks. Alle ganzzahligen Gesetze der Spektrallinien und der Atomistik flieĂen letzten Endes aus der Quantentheorie. Sie ist das geheimnisvolle Organon, auf dem die Natur die Spektralmusik spielt und nach dessen Rhythmus sie den Bau der Atome und der Kerne regelt."
"Mit 70 Jahren trat ich von meinem Lehramt zurĂźck und erhielt den denkbar schlechtesten Nachfolger."
"Es ist ein Fehlglaube, anzunehmen, dass mehr Wettbewerb immer fĂźr niedrige Preise sorgt."
"Klimaschutz ist kein Luxus in Boomzeiten â sondern unser Weg aus der Krise. Es muĂ nicht heiĂen: Erst einmal nicht. Sondern: Jetzt erst recht!"
"Papierkorb: "Der ist das wichtigste Haustier des Schriftstellers." â Wiedergegeben in: Kulturpolitische Korrespondenz Heft 1162 (2003), S. 21 books.google"
"Wer fĂźr Kinder schreibt, Ăźbt den Beruf des Schriftstellers unter erschwerten Bedingungen aus, und dies freiwillig. [..] Wer fĂźr Erwachsene schreibt, schreibt ausschlieĂlich fĂźr Erwachsene. Wer fĂźr Kinder schreibt, schreibt automatisch fĂźr Erwachsene mit."
"Ich habe die Ăberzeugung gewonnen, dass Kinder das beste und klĂźgste Publikum sind, das man sich als Geschichtenerzähler nur wĂźnschen kann. Kinder sind strenge, unbestechliche Kritiker."
"Auch dasjenige Wollen, welches das Beharren des gegenwärtigen Zustandes will, ist nur mÜglich durch die Vorstellung des AufhÜrens dieses Zustandes, welches verabscheut wird, also durch eine doppelte Negation; ohne die Vorstellung des AufhÜrens wßrde ein Wollen des Beharrens unmÜglich sein. Es steht also fest, dass zum Wollen zunächst zweierlei nÜthig ist, von denen eines der gegenwärtige Zustand ist, und zwar als Ausgangspunct."
""Ist die Welt wirklich so beschaffen, dass sie nur der oberflächlichen Betrachtung einheitlich und widerspruchslos erscheint, aber jeden, der sie in ihrer Gesamtheit schärfer erfassen mÜchte, in die Irre fßhrt"
"Ich mit all meinen Gedanken und GefĂźhlen fand mich inmitten einer Umgebung."
""Das Gehirn ist kein Wohnort, Sitz, Erzeuger, kein Instrument oder Organ, kein Träger oder Substrat usw. des Denkens. Das Denken ist kein Bewohner oder Befehlshaber, keine andere Hälfte oder Seite usw., aber auch kein Produkt, ja nicht einmal eine physiologische Funktion oder nur ein Zustand ßberhaupt des Gehirns."
"So wird denn diese sozusagen atomistische Individualisirung der Empfindungen mĂśglicherweise ein unentbehrliches Hilfsmittel bleiben, den Eindruck des Begreifens unserem Empfindungs- bzw. Vorstellungsleben gegenĂźber zu erzeugen; allein ist es doch davor zu warnen, nun auch die Welt aufzufassen als eine Art Kaleidoskop, welches sich aus solchen EmpfindungsmosaikstĂźckchen zusammenstellt."
"Durch die Unterscheidung dessen, was in der Erfahrung wirklich gegeben ist, und dessen, was dem also Gegebenen von Seiten des Erfahrenden hinzugefĂźgt, in dasselbe hineingelegt, mit ihm mitgedacht wird, unterscheidet sich zugleich das wissenschaftliche von dem naiven Erfahren."
"Die Gesammtheit aber des in der Erfahrung Gegebenen, bez. dessen, was in einer Erfahrung ßberhaupt gegeben werden kann, nennen wir die Welt: mithin fassen wir Philosophie als Denken der Welt gemäss dem Princip des kleinsten Kraftmasses."
"Der Grund der Neigung, ßber die Dinge, die neuen wie die alten, so zu urtheilen, wie man einmal zu urtheilen gewohnt ist, die Ursache also der häufigen Gewohnheitsreaktionen liegt aber in dem Streben unserer Seele, eine aufgegebene Leistung mit dem geringsten Kraftmass zu vollziehen."
""Es ist ein Super-GAU fĂźr die Forschung und eine Katastrophe fĂźr die Kulturgeschichte." â zum Verlust der Archivbestände des Historischen Archivs der Stadt KĂśln, âTrĂźmmer, Tränen, Zornâ. KĂśln verliert sein historisches Gedächtnis, west.art, 15. März 2009, mit Fritz Bilz, Christian Gudehus, Hiltrud Kier, Michael Knoche, Bettina Schmidt-Czaia und Robert Claus Wiezorek"
""Alles, was geborgen wird, ist restaurierungsbedĂźrftig"
"So sind die Menschen! Immer hab'nse was am andern auszusetzen, doch nach sich selber kucken tunse nich."
"Ich kann mich noch gut an die Zeiten erinnern, als in den Banken die Gangster VOR den Schaltern standen"
"Evolution schafft Ordnung. Deshalb wird manchmal behauptet, sie stehe im Widerspruch zum Entropiegesetz der Physik, wonach alle Entwicklungsvorgänge zu einer Zunahme der Unordnung fßhren. In Wirklichkeit existiert dieser Widerspruch nicht: Das Entropiegesetz gilt nämlich nur fßr geschlossene Systeme, die Evolution einer biologischen Art findet aber in einem offenen System statt, in dem die Lebewesen auf Kosten der Umwelt eine Entropieabnahme herbeifßhren kÜnnen, wobei die Sonne fßr ständige Energiezufuhr sorgt."
"Es gibt aber eine Art des Wandels, die sich offensichtlich kontinuierlich fortsetzt und so etwas wie eine Richtung zu haben scheint. Diesen Wandel bezeichnet man als Evolution oder Entwicklungsgeschichte."
"Das GlĂźck, Ăźber einen brauchbaren Organismus zu verfĂźgen, muss sich in winzigen Splittern Ăźber Generationen hinweg ansammeln."
"Wissen wird erst zu Bildung durch die PersĂśnlichkeit eines Menschen. Bildung ist mit Lernen verbunden, das kostet Zeit und Nerven, aber wissen Sie was: Bildung kann einen sehr glĂźcklich und gelassen machen!"
""[...] ich habe [...] ein generelles Problem mit Leuten, die stolz darauf sind, dass sie keine Zeitung lesen und sich nur noch online informieren"
"Ich gestehe, weder in RTL noch in die ARD verknallt zu sein. Aber ich bin froh, dass es beide gibt."
""FĂźr alle Zuschauer, die erst jetzt eingeschaltet haben, das erste Tor ist schon gefallen." (Moderation Champions-League-Spiel Real Madrid"
"Bildung lässt sich nicht downloaden."
"Sollte ich den Moment meines Todes bewusst miterleben, werde ich an die Deportation denken. Sie hat mein Leben bestimmt."
"Ich weià noch, wie ich mich auf Partys hinter einem Vorhang versteckte, um mit niemandem reden zu mßssen. Die Gespräche der anderen schienen mir so unwirklich. Einmal sah jemand die Häftlingsnummer 78651, die auf meinem Arm eintätowiert ist, und sagte: "Das ist wohl Ihre Garderobennummer?" Danach trug ich jahrelang nur langärmelige Pullover."
"Ich war wohl schon immer ein bisschen rebellisch."
"Frage ich mich heute nach den GrĂźnden fĂźr meine relative Vereinzelung auch und gerade unter Fachkollegen (nicht im weiteren Rahmen der Gesamtuniversität), so drängt sich mir auf, daĂ ich stets, obwohl kommunikativ, in meinen Forschungen ein Einzelgänger war, schwer subsumierbar, dem Spezialistenwesen und der Kartellbildung fern, thematisch und methodisch immer wieder neu ansetzend. Ich war ein wenig missionarisch in meinem Verständnis der Literaturwissenschaft, indem ich sie als ErschlieĂungswissenschaft fĂźr eine zentrale MĂśglichkeit menschlichen Selbstausdrucks und menschlicher Selbst- und Weltdeutung auffaĂte, und damit unzeitgemäà unter coolen Fachleuten wie unter ideologisierten Ideologiekritikern."
""Wer heute noch in der Wirtschaft Innovation und Wachstum verknßpft, wie aktuell geschieht, ist ein Selbstmord-Attentäter. Wir fragen zu oft, was neu, und zu wenig, was gut ist."
"Leistung hat auf keinen Fall etwas in der Schule zu suchen. Es ist fĂźr SchĂźler nicht wichtig, etwas zu leisten. Es ist nur wichtig, daĂ die verstehen, wofĂźr es sich lohnt, etwas zu leisten."
"mein ideal. ich schreibe fĂźr die kommenden klugscheisser; um das milieu dieser ĂŁra komplett zu machen."
"kunst ist propaganda fĂźr die wirklichkeit und wird daher verboten!"
"demokratie. der staat eine firma, die Üffentlichkeit eine juristische person mit handlungsbevollmächtigten, die gesellschaft eine mit beschränkter haftung."