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April 10, 2026
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"Die TĂśtung des Verbrechers kann sittlich sein â niemals ihre Legitimierung."
"Der Ausdruck der Leute, die sich in Gemäldegalerien bewegen, zeigt eine schlecht verhehlte Enttäuschung darßber, daà dort nur Bilder hängen."
"Das Werk ist die Totenmaske der Konzeption."
"BĂźcher und Dirnen kann man ins Bett nehmen."
"Beim Ekel vor Tieren ist die beherrschende Empfindung die Angst, in der BerĂźhrung von ihnen erkannt zu werden. Was sich tief im Menschen entsetzt, ist das dunkle BewuĂtsein, in ihm sei etwas am Leben, was dem ekelerregenden Tiere so wenig fremd sei, daĂ es von ihm erkannt werden kĂśnne. â Aller Ekel ist ursprĂźnglich Ekel vor dem BerĂźhren."
"Arbeit an einer guten Prosa hat drei Stufen: eine musikalische, auf der sie komponiert, eine architektonische, auf der sie gebaut, endlich eine textile, auf der sie gewoben wird."
"Macht euch keine Sorgen, Jungens! Jetzt haben wir sechs Jahre Krieg hinter uns gebracht â da werden wir die paar Friedensjahre auch noch Ăźberstehen!"
"Ich weià nicht, wo Bonn aufhÜrt und die Kleinstadt anfängt!"
"Ich beneide immer alle Leute, die flieĂend sprechen, also flĂźssig, wie unsere Politiker, meistens sogar ĂźberflĂźssig. Aber ich kann eben nicht so schnell sprechen. [âŚ] Ich muss so oft Ăźber das nachdenken, was ich sage. Das hält natĂźrlich kolossal auf."
"Es ist ja eine Ironie des Schicksals, dass gerade in dem Lande, wo am meisten Heil gerufen worden ist, so wenig heil geblieben ist."
"Es gibt manche, die haben sich derartig getarnt, dass sie also vor lauter Tarnung GaufĂźhrer wurden."
"Bitte um Entschuldigung fĂźr meine abgehackten Sätze, fĂźr das Durcheinander. [âŚ] Ich kĂśnnte noch mehr Gehacktes liefern. [âŚ] Das hab ich mir damals angewĂśhnt in der schrecklichen Zeit des Dritten Reiches. Wenn ein Gauleiter mit mir sprach, dann sagte ich erst mal einen halben Satz und wartete, wie das wirkt bei ihm. Dann konnte ich das Ende immer noch reparieren. [âŚ] Auf diese Weise ist mir manches erhalten geblieben, was ich heute noch gut gebrauchen kann."
"Bei meinem Eintritt sprang ein baumlanger SS-Mann auf mich zu und fragte: ÂŤHaben Sie Waffen?Âť ÂŤWieso?Âť fragte ich. ÂŤBraucht man hier welche?Âť"
"Wissenschaft wird von Menschen gemacht"
"Was wir mathematisch festlegen, ist nur zum kleinen Teil ein objektives Faktum, zum grĂśĂeren Teil eine Ăbersicht Ăźber MĂśglichkeiten."
"Je mehr ich Ăźber den physikalischen Teil der SchrĂśdingerschen Theorie nachdenke, desto abscheulicher finde ich ihn. [..] Was SchrĂśdinger Ăźber die Anschaulichkeit seiner Theorie schreibt âdĂźrfte wohl kaum eine sinngemäĂe...â in a. W. ich finde es Mist. Die groĂe Leistung der SchrĂśdingerschen Theorie ist die Berechnung der Matritzenlemente [..]."
"Die Energie ist tatsächlich der Stoff, aus dem alle Elementarteilchen, alle Atome und daher ßberhaupt alle Dinge gemacht sind, und gleichzeitig ist die Energie auch das Bewegende."
"Die Wirklichkeit, von der wir sprechen kĂśnnen, ist nie die Wirklichkeit an sich, sondern [âŚ] eine von uns gestaltete Wirklichkeit."
"Bildung ist das, was Ăźbrig bleibt, wenn man alles vergessen hat, was man gelernt hat."
"Wenn dir ein Fels vom Herzen fällt, so fällt er auf den Fuà dir prompt! So ist es nun mal auf der Welt: ein Kummer geht, ein Kummer kommt..."
""O wär ich // der Kästner Erich! // Auch wär ich gern // Christian Morgenstern! // Und hätte ich nur einen Satz // vom Ringelnatz! // Doch nichts davon!"
"Es lohnt sich, keinen Hut zu tragen, endet der Mensch bereits am Kragen."
""Es gibt GerĂźchte, dass HĂźlsenfrĂźchte"
""Die Augen sind nicht nur zum Sehen, sind auch zum Singen eingericht'"
""Das Leben kommt auf alle Fälle aus einer Zelle, doch manchmal endets auch"
"Sehen Sie, ich kann mich nicht mit einem Mann an einen Tisch setzen, der plĂśtzlich behauptet, der Tisch, an dem wir sitzen, sei kein Tisch, sondern ein Ententeich, und der mich zwingen will, dem zuzustimmen."
"Wer treten wollte, muĂ sich treten lassen."
""Ich hĂśre, dass Karl May der Oeffentlichkeit so lange als guter Jugendschriftsteller galt, bis irgendwelche Missetaten aus seiner Jugend bekannt wurden. Angenommen aber, er hat sie begangen, so beweist mir das nichts gegen ihn"
"Es gibt Tage, wo das Leben Ăźbertrieben flau ist. Zu Bett gehen; weiter hilft nichts mehr."
"Die Liebe bringt auf Ideen und in Gefahren."
"Das Misstrauen gegen den Geist ist Misstrauen gegen den Menschen selbst, ist Mangel an Selbstvertrauen."
"Inzwischen ist die Bild-Zeitung ja fast schon das regierungsamtliche Blatt."
"[...] er kam mir nach und sagte: "Was guckst du mich denn so entgeistert an, mein BlĂźmelein -- ich schlage vor, daĂ wir jetzt erst einmal bumsen." Nun, inzwischen war ich bei meiner Handtasche, und er ging mir an die Kledage, und ich dachte: "Bumsen, meinetwegen", und ich hab' die Pistole rausgenommen und sofort auf ihn geschossen [...] und ich dachte: Gut, jetzt bumst's. [...] Ohne Reue, ohne Bedauern. Er wollte doch bumsen, und ich habe gebumst, oder?"
"Personen und Handlung dieser Erzählung sind frei erfunden. Sollten sich bei der Schilderung gewisser journalistischer Praktiken Ăhnlichkeiten mit den Praktiken der Bild -Zeitung ergeben haben, so sind diese Ăhnlichkeiten weder beabsichtigt noch zufällig, sondern unvermeidlich."
"Mir muĂ eine Sache SpaĂ machen, sonst werde ich krank."
"Der Feierabend des NichtkĂźnstlers ist die Arbeitszeit eines Clowns."
"als Luftveränderung kann Bonn fßr Stunden Wunder wirken."
"Nichts darf man, auch keinen Krieg anfangen."
"ÂťHĂśflichkeit ist doch die sicherste Form der VerachtungÂŤ."
""Einmischung ist die einzige MĂśglichkeit, realistisch zu bleiben." â Einmischung erwĂźnscht [1973], S. 15 books.google, in: Einmischung erwĂźnscht. Schriften zur Zeit. Kiepenheuer & Witsch 1977, S. 13 ff. Vgl. auch boell.de"
"Dort, wo der Staat gewesen sein kĂśnnte oder sein sollte, erblicke ich nur einige verfaulende Reste von Macht, und diese offenbar kostbaren Rudimente von Fäulnis werden mit rattenhafter Wut verteidigt. Schweigen wir also vom Staat, bis er sich wieder blicken läĂt. In diesem Augenblick von ihm zu sprechen, wäre Leichenfledderei oder Nekrophilie."
"Der Regen ist hier absolut, groĂartig und erschreckend. Diesen Regen schlechtes Wetter zu nennen, ist so unangemessen, wie es unangemessen ist, den brennenden Sonnenschein schĂśnes Wetter zu nennen."
"Manche Menschen glauben, Durchhalten macht uns stark. Doch manchmal stärkt uns gerade das Loslassen."
"Wenn ich nicht im Grunde ein sehr arbeitsamer Mensch wäre, wie wäre ich je auf die Idee gekommen, Loblieder und Theorien des MĂźĂiggangs auszudenken. Die geborenen, die genialen MĂźĂiggänger tun dergleichen nie."
"Wohin noch mag mein Weg mich fßhren? Närrisch ist er, dieser Weg, er geht in Schleifen, er geht vielleicht im Kreise. Mag er gehen, wie er will, ich will ihn gehen."
"Nun, aller hÜhere Humor fängt damit an, daà man die eigene Person nicht mehr ernst nimmt."
"Liebe kann man erbetteln, erkaufen, geschenkt bekommen, auf der Gasse finden, aber rauben kann man sie nicht."
"Ich wollte ja nichts als das zu leben versuchen, was von selber aus mir heraus wollte. Warum war das so schwer?"
"Gegen die Infamitäten des Lebens sind die besten Waffen: Tapferkeit, Eigensinn und Geduld. Die Tapferkeit stärkt, der Eigensinn macht Spaà und die Geduld gibt Ruhe."
"Es ist mit dem Lesen wie mit jedem anderen Genusse: er wird stets desto tiefer und nachhaltiger sein, je inniger und liebevoller wir uns ihm hingeben. Man muà seine Bßcher als Freunde und Lieblinge behandeln, jedes in seiner Eigenart schätzen und nichts von ihm verlangen, was dieser Eigenart fremd ist."