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April 10, 2026
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"Gegensätze soll man nicht auszugleichen trachten, sondern produktiv gestalten."
"Geben kann man lernen, nehmen muss man kĂśnnen."
"Bornierte Menschen soll man nicht widerlegen wollen. Widerspruch ist immerhin ein Zeichen von Anerkennung."
"O Dichtkunst! welch ein schmerzliches Geschenk des Himmels bist Du!"
""Ein KĂźnstler, der nicht eitel ist, gleicht einem Weibe, das nicht gefallen will"
"Wer BĂźcher verbrennt, verbrennt auch Bibliotheken, bombardiert offene Städte, schieĂt mit FerngeschĂźtzen oder Fliegerbomben Gotteshäuser ein. Die Drohung, mit der die Fackel in den BĂźcherstapel fliegt, gilt nicht dem Juden Freud, Marx oder Einstein, sie gilt der europäischen Kultur, sie gilt den Werten, die die Menschheit mĂźhsam hervorgebracht und die der Barbar anhaĂt, weil er halt barbarisch ist, unterlegen, roh, infantil."
""Verstand ist die beste Vaterlandsliebe, und Militarismus kein gutes Prinzip." Junge Frau von 1914. Aufbau-Verlag 2001, S. 279"
"Reichtum der Welt fßr eine dßnne Schicht. Arbeit fßr alle zu jämmerlichen LÜhnen."
"Gott ist Quatsch, [...] Leben, das ist die Hauptsache."
"Du sollst nicht tĂśten sprach der Denker, nicht nur zum MĂśrder, auch zum Henker."
"Die Verteidigung des Friedens ist identisch mit der Verteidigung der Kultur."
"Die Grundnatur des Menschen entblĂśĂt sich: Begeisterung fĂźr falsche Ziele und dumpfe Mordlust, Liebe zur angestammten Sitte und ein solider Trieb nach mĂźheloser Bereicherung, Beseitigung wirtschaftlicher Konkurrenz und reiner kindlicher ZerstĂśrungsfreude."
"Das Leben lebt vom Leben."
"Alle Bäume im Walde sind zum Sturz bestimmt, alle Lebenden zum Sterben."
"Aber wer nicht mit den Leidenden fßhlt, stärkt die MÜrder."
"Zur Produktion eines Schriftstellers gehĂśren nicht nur BĂźcher, sondern auch Gedanken."
"Woran erkennt man einen mittelmäĂigen Schriftsteller? An der FĂźlle lobender Besprechungen."
"Wirkliche Autoren sind diejenigen, die in einer wirklichen Kunstform etwas geleistet haben, sei es im Epos oder in der TragĂśdie, sei es in der KomĂśdie oder auch auf dem Gebiet der Geschichte oder der Philosophie, es sind diejenigen, die die Menschen belehrt oder erfreut haben. Die anderen von denen wir gesprochen haben, sind unter den Schriftstellern, was die Hornissen unter den VĂśgeln sind."
"Wer fĂźr Kinder schreibt, Ăźbt den Beruf des Schriftstellers unter erschwerten Bedingungen aus, und dies freiwillig. [..] Wer fĂźr Erwachsene schreibt, schreibt ausschlieĂlich fĂźr Erwachsene. Wer fĂźr Kinder schreibt, schreibt automatisch fĂźr Erwachsene mit."
"Wer einem Autor Dunkelheit vorwerfen will, sollte erst sein eigen Inneres beschauen, ob es denn da auch recht hell ist: in der Dämmerung wird eine sehr deutliche Schrift unlesbar."
"Wenn ein Autor sein Buch an ein anderes Medium abgibt, an den Film oder an die BĂźhne, muss er den anderen KĂźnstlern Freiraum lassen. Sonst kĂśnnen deren Medien nicht anfangen zu atmen."
"Nur ein Schriftsteller ohne Leser kann sich den Luxus leisten, aufrichtig zu sein. Er wendet sich an niemanden, hĂśchstens an sich selber."
"Jedes Buch ist ein Zwiegespräch zwischen Autor und Leser."
""Jeder Schriftsteller wĂźnscht nach dem Zweck seiner Arbeit beurtheilt zu werden."
"Inspiration ereignet sich selten und nie ohne Zutun des Autors, sie ereignet sich während der Arbeit durch Arbeit."
"Heutzutage machen drei Pointen und eine LĂźge einen Schriftsteller."
"Herr Schriftsteller, sind Sie frei von Ihrem bĂźrgerlichen Verleger?"
"GänsefĂźĂchen benutzen zweierlei Arten von Schriftstellern: die ängstlichen und die ohne Talent. Erstere erschrecken vor der eigenen Courage und Originalität, die zweiten, die irgendein Wort in GänsefĂźĂchen setzen, wollen damit sagen: Sieh mal, Leser, was fĂźr ein originelles, kĂźhnes und neues Wort ich gefunden habe!"
"Es ist kein Autor so gering und klein, // Der nicht dächt', etwas Recht's zu sein."
"Ein Schriftsteller in einer Bibliothek ist etwa das selbe wie ein Eunuch in einem Harem."
"Ein Schriftsteller, der kein Tagebuch schreibt, ist irgendwie schief gewickelt, mit dem stimmt was nicht."
"Ein guter Roman erzählt die Wahrheit ßber den Helden, aber ein schlechter Roman erzählt die Wahrheit ßber den Autor."
""Ein deutscher Schriftsteller, ein deutscher Märtyrer!"
"Die wirklich guten Artikel in unserer Enzyklopädie wurden von einem oder zwei Autoren geschrieben."
"Dieses ewige Beinahe, das ist das Verhängnis, das Charakteristische meiner Natur. Ich war beinah verheiratet, wäre beinahe Schauspieler geworden, bin beinahe ein geschätzter Schriftsteller und verdiene beinahe eine Unmenge Geld. Mit diesem Beinahe hat man aber nicht viel Glßck, am wenigsten bei Frauen, die in ihrem berechtigten Realismus wenig Empfänglichkeit fßr das Beinahe haben."
"Ein Leser hats gut: er kann sich seine Schriftsteller aussuchen."
"Der Autor mĂźsste das Zeitliche segnen, nachdem er geschrieben hat. Damit er die Eigenbewegung des Textes nicht stĂśrt."
"Als Schriftsteller bedrängt mich die Dßsternis der Wirklichkeit, und doch habe ich den besten Beruf der Welt. Ich muss mir mein eigenes Modell bauen."
"Familienbeziehungen gehĂśren einer Sphäre an, in der die sonst Ăźblichen Regeln des Urteils und des Handelns auĂer Kraft gesetzt sind. Sie sind ein Labyrinth von Spannungen, Streitereien und VersĂśhnungen, deren Logik widerspruchsvoll ist und deren WertmaĂstäbe und Kriterien oft so verborgen sind, wie der gekrĂźmmte Raum eines in sich geschlossenen Universums."
"Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie."
"Wenn ein Mann erzählt, er sei durch harte Arbeit reich geworden, dann frage ihn, durch wessen Arbeit."
""Die Ideen ziehen den Abzug"
"Wer raschen Erfolg hat, muss wenig PersĂśnlichkeit besitzen."
"Wer nie in Banden war, weiĂ nichts von Freiheit."
"Wenn ein Volk zu groĂen idealen Anstrengungen unfähig geworden ist, geht es unter."
"Extreme Idealisten sind immer Feiglinge, sie nehmen vor der Wirklichkeit ReiĂaus."
"Erlebnis an und fĂźr sich ist wertlos. Es kommt darauf an, was man daraus macht. Wird man durch das Erlebnis nicht grĂśĂer, tiefer, reiner, so wäre es besser nicht geschehen."
"Die Jugend macht sich am liebsten an die schwersten, die letzten Probleme, die hat den Zug zum Absoluten, die ßberschätzt aber ihre Kraft, sie kennt die Schranken noch nicht."
"Die Ahnung ist die Quelle der Religion."
"Der Sozialismus muss eine Sache der Menschheit sein und darf nicht zur Sache einer Klasse herabgewĂźrgt werden."