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April 10, 2026
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"Die Lehrer verderben die SchĂźler, das ist eine jahrhundertealte Tatsache, und die Ăśsterreichischen Lehrer inbesondere verderben in den SchĂźlern vor allem von Anfang an den Kunstgeschmack."
"Die Kunst ist das HÜchste und das Widerwärtigste gleichzeitig."
"Das Geschäft der Kunsthistoriker ist das ßbelste Geschäft, das es gibt, und ein schwätzender Kunsthistoriker und es gibt ja nur schwätzende Kunsthistoriker, gehÜrt mit der Peitsche verjagt."
""Ăsterreich selbst ist nichts als eine BĂźhne / auf der alles verlottert und vermodert und verkommen ist / eine in sich selber verhaĂte Statisterie / von sechseinhalb Millionen Alleingelassenen / sechseinhalb Millionen Debile und TobsĂźchtige / die ununterbrochen aus vollem Hals nach einem Regisseur schreien" â Heldenplatz (Drama), Suhrkamp, Frankfurt am Main 1988, S. 89."
"Ab und zu hat der Denkende die Pflicht in das Weltgeschehen einzugreifen [...]"
"Ăberhaupt hatten wir den Horowitzkurs nur deshalb fortsetzen kĂśnnen, weil wir aus der Stadt ausgezogen sind, die im Grunde die kunst- und geistfeindlichste ist, die man sich denken kann, ein stumpfsinniges Provinznest mit dummen Menschen und kalten Mauern, in welchen mit der Zeit alles zum Stumpfsinn gemacht wird, ausnahmslos. [...] Die Salzburger waren immer fĂźrchterlich wie ihr Klima und [...] heute [...] ist alles noch viel fĂźrchterlicher."
"Wir bestehen nur aus Ideen, die in uns aufgetaucht sind und die wir verwirklichen wollen, die wir verwirklichen mĂźssen, weil wir sonst tot sind, so Roithamer. Jede Idee und jede Verfolgung einer Idee in uns ist das Leben, so Roithamer, Ideenlosigkeit ist der Tod."
"Der, der aus Verzweiflung hinausrennt, wird nachher noch betitelt: 'den hab'n wir los jetzt'."
""Ist ein falscher Gedanke nur einmal kĂźhn und klar ausgedrĂźckt, so ist damit schon viel gewonnen." VB 144 (1948), vgl. books.google"
""Ehrgeiz ist der Tod des Denkens." VB 560 (1948), vgl. books.google"
"Wir kämpfen mit der Sprache. Wir stehen im Kampf mit der Sprache."
"Die TragĂśdie besteht darin, daĂ sich der Baum nicht biegt, sondern bricht."
"Esperanto. Das GefĂźhl des Ekels, wenn wir ein erfundenes Wort mit erfundenen Ableitungssilben aussprechen. Das Wort ist kalt, hat keine Assoziationen und spielt doch 'Sprache'. Ein bloĂ geschriebenes Zeichen wĂźrde uns nicht so anekeln."
"Nur sich nicht in Teilprobleme verstricken, sondern immer dort hinaus flĂźchten, wo man freien Ăberblick Ăźber das ganze eine groĂe Problem hat, wenn auch dieser Ăberblick noch unklar ist!"
"Gut und BĂśse tritt erst durch das Subjekt ein. Und das Subjekt gehĂśrt nicht zur Welt, sondern ist eine Grenze der Welt."
"Die Verwirrung und Ăde der Psychologie ist nicht damit zu erklären, dass sie eine Âťjunge WissenschaftÂŤ sei; ihr Zustand ist mit dem der Physik z.B. in ihrer FrĂźhzeit nicht zu vergleichen. (Eher noch mit dem gewissen Zweige der Mathematik. Mengenlehre.) Es bestehen nämlich, in der Psychologie, experimentelle Methoden und Begriffsverwirrung. (Wie im andern Fall Begriffsverwirrung und Beweismethoden.) // Das Bestehen der experimentellen Methode läĂt uns glauben, wir hätten das Mittel, die Probleme, die uns beunruhigen, loszuwerden; obgleich Problem und Methode windschief aneinander vorbeilaufen."
""Eine Hauptursache philosophischer Krankheiten"
""Was ich lehren will, ist: Von einem nicht offenkundigen Unsinn zu einem offenkundigen ßbergehen." §464"
"Ein philosophisches Problem hat die Form: ÂťIch kenne mich nicht aus.ÂŤ"
"Die Philosophie ist ein Kampf gegen die Verhexung unsres Verstandes durch die Mittel unserer Sprache."
"Die Idee sitzt gleichsam als Brille auf unsrer Nase, und was wir ansehen, sehen wir durch sie. Wir kommen gar nicht auf den Gedanken, sie abzunehmen."
""Die Bedeutung eines Wortes ist sein Gebrauch in der Sprache." §43"
"Der Philosoph behandelt eine Frage; wie eine Krankheit."
"Wovon man nicht sprechen kann, darĂźber muĂ man schweigen."
"Meine Sätze erläutern dadurch, dass sie der, welcher mich versteht, am Ende als unsinnig erkennt, wenn er durch sie â auf ihnen â Ăźber sie hinausgestiegen ist. (Er muss sozusagen die Leiter wegwerfen, nachdem er auf ihr hinaufgestiegen ist.) // Er muss diese Sätze Ăźberwinden, dann sieht er die Welt richtig."
"Wir fĂźhlen, daĂ selbst, wenn alle mĂśglichen wissenschaftlichen Fragen beantwortet sind, unsere Lebensprobleme noch gar nicht berĂźhrt sind. Freilich bleibt dann eben keine Frage mehr; und eben dies ist die Antwort."
"Zu einer Antwort, die man nicht aussprechen kann, kann man auch die Frage nicht aussprechen. // Das Rätsel gibt es nicht. // Wenn sich eine Frage ßberhaupt stellen lässt, so kann sie auch beantwortet werden."
"Nicht wie die Welt ist, ist das Mystische, sondern daĂ sie ist."
"Der Tod ist kein Ereignis des Lebens. Den Tod erlebt man nicht. // Wenn man unter Ewigkeit nicht unendliche Zeitdauer, sondern Unzeitlichkeit versteht, dann lebt der ewig, der in der Gegenwart lebt. // Unser Leben ist ebenso endlos, wie unser Gesichtsfeld grenzenlos ist."
"Der Sinn der Welt muss ausserhalb ihrer liegen. In der Welt ist alles wie es ist und geschieht alles wie es geschieht; es gibt in ihr keinen Wert â und wenn es ihn gäbe, so hätte er keinen Wert."
"Die Sätze der Logik sind Tautologien."
"Das Subjekt gehĂśrt nicht zur Welt, sondern es ist eine Grenze der Welt."
"Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt."
"Alle Sätze der Logik sagen aber dasselbe. Nämlich Nichts."
"Alles was ßberhaupt gedacht werden kann, kann klar gedacht werden. Alles was sich aussprechen lässt, lässt sich klar aussprechen."
"Der Zweck der Philosophie ist die logische Klärung der Gedanken. // Die Philosophie ist keine Lehre, sondern eine Tätigkeit."
"Alle Philosophie ist âSprachkritikâ."
"Die meisten Sätze und Fragen, welche ßber philosophische Dinge geschrieben worden sind, sind nicht falsch, sondern unsinnig. Wir kÜnnen daher Fragen dieser Art ßberhaupt nicht beantworten, sondern nur ihre Unsinnigkeit feststellen. Die meisten Fragen und Sätze der Philosophen beruhen darauf, dass wir unsere Sprachlogik nicht verstehen."
"Die Welt ist alles, was der Fall ist."
"Man kÜnnte den ganzen Sinn des Buches etwa in die Worte fassen: Was sich ßberhaupt sagen lässt, lässt sich klar sagen; und wovon man nicht reden kann, darßber muss man schweigen."
"Es zeigt sich, dass die ethischen Menschen nicht so viele Kinder haben und die Gangster sich unbegrenzt und sorglos weiter reproduzieren. [âŚ] gegen ĂberbevĂślkerung hat die Menschheit nichts VernĂźnftiges unternommen. Man kĂśnnte daher eine gewisse Sympathie fĂźr AIDS bekommen."
"Die Naturwissenschaft kann nicht nur, sondern muĂ schlechterdings alles, was es in der Welt gibt, zum Gegenstand ihrer Forschung machen."
"Wenn ich den Menschen fĂźr das endgĂźltige Ebenbild Gottes halten mĂźĂte, wĂźrde ich an Gott irrewerden. Wenn ich mir aber vor Augen halte, daĂ unsere Ahnen in einer erdgeschichtlich betrachtet erst jĂźngstvergangenen Zeit ganz ordinäre Affen aus nächster Verwandtschaft des Schimpansen waren, vermag ich einen Hoffnungsschimmer zu sehen. Es ist kein allzu groĂer Optimismus nĂśtig, um anzunehmen, daĂ aus uns Menschen noch etwas Besseres und HĂśheres entstehen kann. Weit davon entfernt, im Menschen das unwiderruflich unĂźbertreffliche Ebenbild Gottes zu sehen, behaupte ich bescheidener und, wie ich glaube, in grĂśĂerer Ehrfurcht vor der SchĂśpfung und ihren unerschĂśpflichen MĂśglichkeiten: Das langgesuchte Zwischenglied zwischen dem Tiere und dem wahrhaft humanen Menschen â sind wir!"
"Die modische Neigung, die Forschung auf niedrigeren Integrationsebenen fĂźr die ÂťwissenschaftlichereÂŤ zu halten, fĂźhrt dann allzuleicht zum Atomismus, d. h. zu Teiluntersuchungen untergeordneter Systeme ohne die obligate BerĂźcksichtigung der Art und Weise, in der diese dem Aufbau der Ganzheit eingefĂźgt sind."
"In dem MaĂe, in dem das Handwerk durch die Konkurrenz der Industrie ausgerottet wird und in dem der kleinere Unternehmer, einschlieĂlich des Bauern, existenzunfähig wird, sind wir alle ganz einfach gezwungen, uns in unserer LebensfĂźhrung den WĂźnschen der GroĂproduzenten zu fĂźgen, die Nahrungsmittel zu fressen und die KleidungsstĂźcke anzuziehen, die sie fĂźr uns fĂźr gut befinden, und was das Allerschlimmste ist, wir merken kraft der uns zuteil gewordenen Konditionierung gar nicht, daĂ sie dies tun."
"Die meisten von uns â dessen mĂźssen wir uns bewuĂt sein â lieben ihre Hypothesen, und es ist, wie ich einmal sagte, eine zwar schmerzhafte, aber jung und gesund erhaltende TurnĂźbung, täglich, gewissermaĂen als FrĂźhsport, seine Lieblingshypothese Ăźber Bord zu werfen."
"Der Irrglaube, daĂ nur das rational ErfaĂbare oder gar nur das wissenschaftlich Nachweisbare zum festen Wissensbesitz der Menschheit gehĂśre, wirkt sich verderblich aus. Er fĂźhrt die Âťwissenschaftich aufgeklärteÂŤ Jugend dazu, den ungeheuren Schatz von Wissen und Weisheit Ăźber Bord zu werfen, der in den Traditionen jeder alten Kultur wie in den Lehren der groĂen Weltreligionen enthalten ist."
"Wenn die fortschreitende Infantilisierung und wachsende Jugend-Kriminalität des Zivilisationsmenschen tatsächlich, wie ich befßrchte, auf genetischen Verfallserscheinungen beruht, so sind wir in schwerster Gefahr."
"Es kommt nicht darauf an, wer regiert, solange man die Regierung ohne BlutvergieĂen loswerden kann."
""Jeder Rationalist muĂ mit Kant sagen: Die Philosophie kann man nicht lehren"