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April 10, 2026
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"Man muss sich besiegen lassen und Menschlichkeit haben."
"Einen Prozess führen zu müssen, heißt schon auf dieser Welt verdammt sein; und schon der bloße Gedanke daran ist geeignet, mich bis nach Indien ausreißen zu lassen."
"Abhängigkeit ist das Los der Frauen; Macht ist, wo die Bärte sind."
"Keiner soll Geist haben als wir und unsere Freunde!"
"Ich liebe die Bequemlichkeit und finde es äußerst mühsam, geistreich sein zu müssen."
"Ich lebe von guter Suppe und nicht von schöner Rede."
"Der Weise ist auf alle Ereignisse vorbereitet."
"Wer jedermans Freund sein will, ist der meine nicht."
"Kann man das Werden eines schlechten Buches vergeben, dann nur den Ärmsten, welche schreiben, um zu leben."
"Man isst um zu leben und lebt nicht, um zu essen."
"Weil wir nun fleischlich sind und aus fleischlicher Begierde entstanden, so muss unser Verlangen oder unsere Liebe beim Fleische anfangen."
"Umsonst fragst du die Schrift um Auskunft; frage lieber die Erfahrung."
"Reinige das Auge, damit du das reinste Licht schauen kannst."
"Nicht die Armseligkeit macht den Menschen selig, sondern die Barmherzigkeit."
"Gott ist Licht wegen seiner Helligkeit, Friede wegen seiner Ruhe, eine Quelle wegen seiner überfließenden Fülle und der Ewigkeit."
"Glaube mir, ich habe es erfahren, du wirst ein Mehreres in den Wäldern finden als in den Büchern; Bäume und Steine werden dich lehren, was kein Lehrmeister dir zu hören gibt."
"Gewiss ist die Krankheit nützlich, die nach der Hand des Arztes verlangt."
"Es ist ja das große Glück, den Wurm dann zu spüren, wenn er noch vernichtet werden kann."
"Eben dadurch ist einer der Schlechteste, wodurch er der Beste ist, wenn er das, wodurch er der Beste ist, sich selbst zuschreibt."
"Durch die unnatürliche Kost wird der Hunger nur gesteigert."
"Die Demut ist die Tugend, durch die der Mensch in der richtigen Erkenntnis seines Wesens sich selbst gering erscheint."
"Beuge dich doch lieber, um dich leichter aufzurichten!"
"Um nun aber das Verfahren des Descartes im einzelnen zu beschreiben, so macht er sich zum Grundsatz, vorläufig an allem zu zweifeln, ja, um recht sicherzugehen und ganz gewiß zu sein, sich von jedem Vorurteil befreit zu haben, vorläufig alles für falsch zu halten, was er bis dahin als wahr angenommen."
"Der heiligen Siebenzahl, der heiligen Neunzahl der Astrologie haftet kraft des Prototypus der Planetenwelt, der sich in ihnen darstellt, noch eine Art dämonisch-dinglicher Macht an; aber das a und b der Algebra, wie sie Vieta im 16. Jahrhundert als Analysis speciosa begründet, das x und y der analytischen Geometrie Descartes' und das dy und dx der Leibnizischen Infinitesimalrechnung sind Symbole, in denen sich nur noch die reine Kraft des mathematischen Denkens selbst darstellt."
"Nun, meine Seele, heißt es Abschied nehmen."
"Zur Erforschung der Wahrheit bedarf es notwendig der Methode."
"Alles Wissen besteht in einer sicheren und klaren Erkenntnis."
"Alsbald aber machte ich die Wahrnehmung, daß, während ich so denken wollte, Alles sei falsch, doch nothwendig ich, der ich dachte, irgend etwas sein müsse, und da ich bemerkte, daß diese Wahrheit „ich denke also bin ich“, so fest und sicher wäre, daß auch die überspanntesten Annahmen der Skeptiker sie nicht zu erschüttern vermöchten, so konnte ich sie meinem Dafürhalten nach als das erste Princip der Philosophie, die ich suchte, annehmen."
"Ich will von der Philosophie nichts weiter sagen, als daß ich sah, sie sei von den vorzüglichsten Geistern einer Reihe von Jahrhunderten gepflegt worden, und dennoch gebe es in ihr nicht eine Sache, die nicht streitig, und mithin zweifelhaft sei; und daß ich demnach nicht eingebildet genug war, um zu hoffen, es werde mir damit besser gehen, als den anderen."
"Der gesunde Verstand ist die bestvertheilte Sache der Welt, denn jedermann meint, damit so gut versehen zu sein, daß selbst diejenigen, die in allen übrigen Dingen sehr schwer zu befriedigen sind, doch gewöhnlich nicht mehr Verstand haben wollen als sie wirklich haben."
"Denn es ist nicht genug, einen guten Kopf zu haben; die Hauptsache ist, ihn richtig anwenden."
"Wenn auch die Fähigkeit zu täuschen ein Zeichen von Scharfsinn und Macht zu sein scheint, so beweist doch die Absicht zu täuschen ohne Zweifel Bosheit oder Schwäche."
"Will man sehr feine Dinge sichtbar machen, so muss man sie färben."
"Wie die Lerche möchte ich weit schweifen und hoch über meinem Nest."
"Wendet man die Strenge an, wo es nicht sein darf, so weiß man nicht mehr, wo man sie anwenden soll."
"Vertraulichkeit gefällt auch ohne Güte und bezaubert mit Güte."
"Seine Gedanken an vorübergehende Ereignisse heften, heißt, in den Sand schreiben, in die Wogen zeichnen und auf Windesflügel bauen."
"Nur der maßvolle Stil ist der klassische."
"Nichts wirkt so eintönig wie ständige Zustimmung."
"Nachsicht möge nicht zu laut sprechen, aus Furcht, die Gerechtigkeit aufzuwecken."
"Man ist meistens nur durch Nachdenken unglücklich."
"Man soll liebenswert sterben (wenn man kann)."
"Man durchschneide nicht, was man lösen kann."
"Leichtgläubigkeit kommt aus dem Herzen und schadet dem Geist nicht."
"Leichtgläubigkeit ist das Zeichen eines guten Naturells."
"Jenseits dieser Welt und dieses Lebens tastet und sucht man nicht mehr. Es gibt dort nur ein Schauen, und alles Geschaute ist Wahrheit."
"Jede Naivität läuft Gefahr, lächerlich zu werden, verdient es aber nicht, denn es liegt in jeder Naivität ein unreflektiertes Vertrauen und ein Zeichen von Unschuld."
"In der Ausschweifung jeder Art liegt viel Seelenkälte; sie ist ein überlegter und freiwilliger Missbrauch des Vergnügens."
"Höflichkeit ist die Blüte der Menschlichkeit. Wer nicht höflich genug, ist auch nicht menschlich genug."
"Glücklich ist man, wenn man aus dem Zustand der Gesundheit in den der Weisheit übergeht."