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April 10, 2026
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"Nichts ist dem Menschen nĂźtzlicher als der Mensch selbst."
"Eine Frau, die den Psychoanalytikern in die Hände gefallen ist, wird fßr jede Verwendung unbrauchbar, das habe ich oft festgestellt."
"Ein Leben, das einem Ziel zustrebt, läĂt wenig Platz fĂźr Erinnerungen."
"Der Wert einer Religion wird durch die Qualität der Moral bestimmt, die sie zu begrßnden vermag."
"Das Unglßck erreicht erst dann den Tiefpunkt, wenn die in greifbare Nähe gerßckte praktische MÜglichkeit des Glßcks erblickt worden ist."
""Wer sich nicht mit Politik befaĂt, hat die politische Parteinahme, die er sich sparen mĂśchte, bereits vollzogen: er dient der herrschenden Partei." Tagebuch 1946"
"Wenn das Theater eingeht, ist auch der Eros eingegangen."
"Ein Schauspieler kann vielleicht dumm und groĂ sein; ein Dichter, fĂźrchte ich, kann beides nicht vereinen."
"Die Kenner, wenn sie etwa eine Zeichnung sehen, gehen von DĂźrer oder Rembrandt oder von Picasso aus; der Schaffende, gleichviel wo er selber wirkt, weiĂ um das leere Papier."
"Wie alle Männer der Tat, wenn sie einen heiklen Teil ihres Innenlebens nicht erledigen kÜnnen, stßrzte Rolf sich nicht in Grßbelei ßber sich selbst, sondern in Arbeit, in nßtzliche und sachliche Arbeit..."
"Man hat Arbeitskräfte gerufen, und es kommen Menschen."
"Katastrophen kennt allein der Mensch, sofern er sie Ăźberlebt; die Natur kennt keine Katastrophen."
"Jeder Mensch erfindet sich frßher oder später eine Geschichte, die er fßr sein Leben hält."
"Blinder als blind ist der Ăngstliche."
"Die Kunst ist der Statthalter der Utopie."
"Wer aufs GlĂźcklichsein verzichtet (unter dem Diktator "Pflicht"), erfĂźllt sein Dasein nicht!"
""Tertium datur. Die weltberĂźhmten Alternativen sind meist gar keine"
"Es ist nicht alles deutsch, was nicht glänzt."
"Die Unwahrheiten sind oft nicht in dem, was man sagt, sondern was man nicht sagt."
"Der Ideenkampf wird nie im Reich der Ideen entschieden."
"Da man Macht haben muss, um das Gute durchzusetzen, setzt man zunächst das Schlechte durch, um Macht zu gewinnen."
"Sehen Sie, unglĂźcklicherweise bin ich nicht schwarz. Es gibt viele verschiedene Sorten Blut in unserer Familie. Aber hier in den Vereinigten Staaten verwendet man das Wort âNegerâ, um jene zu bezeichnen, die Ăźberhaupt Negerblut in ihren Adern haben. In Afrika ist das Wort reiner. Es bedeutet ganz Neger, deshalb schwarz. Ich bin braun. Mein Vater hatte ein dunkleres Braun. Meine Mutter ein Olivgelb."
"Ich bin dessen nicht wĂźrdig, mit lauter Stimme Ăźber Adolf Hitler zu sprechen, und zu sentimentaler RĂźhrung laden sein Leben und seine Taten nicht ein. Er war ein Krieger, ein Krieger fĂźr die Menschheit und ein VerkĂźnder des Evangeliums vom Recht aller Nationen. Er war eine reformatorische Gestalt von hĂśchstem Rang, und es war sein historisches Schicksal, in einer Zeit der beispiellosen Rohheit wirken zu mĂźssen, die ihn schlieĂlich gefällt hat. So wird der gewĂśhnliche Westeuropäer Adolf Hitler sehen, und wir, seine treuen Anhänger, neigen nun unser Haupt angesichts seines Todes."
"O Gott, nur nicht sterben im dumpfen Bett // unter Decken und Laken anständig nett, // von nassen Gesichtern betrauert. // Nein, umfallen mÜchte ich wie ein Baum // im Wald irgendwo und halb im Traum, // von niemand gesehn und bedauert."
"Der Mensch und die Natur bekämpfen einander nicht, sie geben einander recht, sie treten nicht in Wettbewerb, laufen nicht um die Wette irgendeinem Vorurteil nach, sie gehen Hand in Hand."
"Man darf den FĂźhrern nicht zu sehr vertrauen, dagegen sollte die Jugend unsere Hoffnung sein."
"LaĂ sein, Marie, jetzt sterbe ich."
"Ja, wir sind Landstreicher auf Erden."
"Es kann zuweilen von einigem Nutzen sein, an den Haaren gezogen zu werden."
"Erst im Wald kam alles zur Ruhe in mir, meine Seele wurde ausgeglichen und voller Macht."
"Das Einzige, aus dem Menschen sich etwas machen sollten, ist Freude am Leben, Dankbarkeit fĂźr das Leben; aber die bekommt man nicht durch Liebe. Im Gegenteil, Liebe ist die Peitsche."
"Das Leben ist eine Leihgabe, ich danke fĂźrs Leihen."
""Ach, die Liebe läĂt das Menschenherz zum Pilzgarten werden, einem Ăźppigen und unverschämten Garten, in dem geheimnisvolle und freche Pilze stehen"
"âKARL KRAUS. Nichts trostloser als seine Adepten, nichts gottverlassener als seine Gegner. Kein Name, der geziemender durch Schweigen geehrt wĂźrde. In einer uralten RĂźstung, ingrimmig grinsend, ein chinesisches Idol, in beiden Händen die gezĂźckten Schwerter schwingend, tanzt er den Kriegstanz vor dem GrabgewĂślbe der deutschen Sprache.â â Walter Benjamin, EinbahnstraĂe, KRIEGERDENKMAL, Rowohlt, Berlin 1928, S. 50"
"âPsychoanalyse ist jene Geisteskrankheit, fĂźr deren Therapie sie sich hält. â â Nachts (Zeit); in: G. Fieguth: Deutsche Aphorismen, Reclam Verlag, Stuttgart 1978, S. 227"
"âDer Autor, der fremde KostĂźme ausklopft, kommt dem stofflichen Interesse von der denkbar bequemsten Seite bei. Der geistige Leser hat deshalb das denkbar stärkste Misstrauen gegen jene Erzähler, die sich in exotischen Milieus herumtreiben.â â Heine und die Folgen"
"âDas Feigenblatt des Neides ist sittliche EntrĂźstung.â â Der Fall Riehl"
"âPfui Teufel!â â Letzte Worte, 12. Juni 1936"
"âWie? Die Menschheit verdummt zugunsten des maschinellen Fortschrittes, und wir sollten uns diesen nicht einmal zunutze machen? Sollten mit der Dummheit Zwiesprache halten, wenn wir ihr in einem Automobil entfliehen kĂśnnen?â SprĂźche und WidersprĂźche (IV. Presse, Dummheit, Politik); Suhrkamp, 1988 S.70"
"âWo nehm ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen?â â SprĂźche und WidersprĂźche (VI. Schreiben und Lesen); in: G. Fieguth: Deutsche Aphorismen, Reclam Verlag, Stuttgart 1978, S. 220"
"âWir leben in einer Gesellschaft, die Monogamie mit Einheirat Ăźbersetzt.â â SprĂźche und WidersprĂźche (VIII. Stimmungen, Worte); Suhrkamp, Frankfurt am Main 1986, S. 174"
"âWas sind alle Orgien des Bacchus gegen die Räusche dessen, der sich zĂźgellos der Enthaltsamkeit ergibt!â â SprĂźche und WidersprĂźche (IX. SprĂźche und WidersprĂźche)"
"âSchĂśnheit vergeht, weil Tugend besteht.â â F229 p 5, SprĂźche und WidersprĂźche (II. Moral, Christentum); Suhrkamp, Frankfurt am Main 1986, S. 54"
"âKrieg ist zuerst die Hoffnung, daĂ es einem besser gehen wird, hierauf die Erwartung, daĂ es dem anderen schlechter gehen wird, dann die Genugtuung, daĂ es dem anderen auch nicht besser geht, und hernach die Ăberraschung, daĂ es beiden schlechter geht.â â Nachts. Aphorismen 1924. https://www.textlog.de/39302.html, http://gutenberg.spiegel.de/buch/aphorismen-9475/10"
"âEnthaltsamkeit rächt sich immer. Bei dem einen erzeugt sie Wimmerln, beim anderen Sexualgesetze.â â F 229 p 2, SprĂźche und WidersprĂźche (II. Moral, Christentum); Suhrkamp, Frankfurt am Main 1986, S. 45. (Anmerkung: âWimmerlnâ ist das Ăśsterreichische Wort fĂźr Akne, Pickel etc.)"
"âDie Zeitung ist die Konserve der Zeit.â â SprĂźche und WidersprĂźche (VIII. Stimmungen, Worte); Suhrkamp, Frankfurt am Main 1986, S. 174"
"âDie Sitte verlangt, daĂ ein LustmĂśrder den Mord zugebe, aber nicht die Lust.â â SprĂźche und WidersprĂźche (II. Moral, Christentum); Suhrkamp, Frankfurt am Main 1986, S. 45"
"âDie Rechtsstellung des Zuhälters in der bĂźrgerlichen Gesellschaft ist noch nicht geklärt. Er ist ihr Auswurf. Denn er achtet, wo geächtet wird; er beschĂźtzt, wo verfolgt wird. Er kann fĂźr seine Ăberzeugung auch Opfer bringen. Wenn er jedoch fĂźr seine Ăberzeugung Opfer verlangt, fĂźgt er sich in den Rahmen einer Gesellschaftsordnung, die zwar dem Weib die Prostitution nicht verzeiht, aber die Korruption dem Manne.â â SprĂźche und WidersprĂźche (II. Moral, Christentum); Suhrkamp, Frankfurt am Main 1986, S. 47 f."
"âDie anständigen Frauen empfinden es als die grĂśĂte Dreistigkeit, wenn man ihnen unter das Bewusstsein greift.â â SprĂźche und WidersprĂźche (I. Weib, Phantasie); Suhrkamp, Frankfurt am Main 1986, S. 35"
"âDer Voyeur besteht die Kraftprobe des natĂźrlichen Empfindens: Der Wille, das Weib mit dem Mann zu sehen, Ăźberwindet selbst den Widerwillen, den Mann mit dem Weib zu sehen.â â SprĂźche und WidersprĂźche (I. Weib, Phantasie); Suhrkamp, Frankfurt am Main 1986, S. 26"