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April 10, 2026
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"Bereits als Kind scharte ich elektrostatische Geräte, Induktoren und VakuumrĂśhrchen um mich, meine erste groĂe Liebe sozusagen."
"Nach dem Philosophen Ly Schwatzmaul findet man immer dort besonders viel Chaos, wo man nach Ordnung sucht. Das Chaos besiegt die Ordnung, weil es besser organisiert ist."
"Wer immer die Zukunft lenkt, lenkt das Schicksal der Menschheit. Schicksal. Das ist ein sonderbares Konzept bei einem Wesen, das freien Willen zu besitzen glaubt. Wenn man die Zukunft lenken kann, dann kann sie nicht feststehen. Wenn sie nicht feststeht, gibt es kein Schicksal."
"Wenn man sein Leben nicht in eine Geschichte verwandelt, so wird es Teil der Geschichte einer anderen Person."
"Unser Denken hat sich entwickelt, um ziemlich spezifische Aufgaben zu lÜsen, wie einen Partner auszuwählen, Bären mit einem spitzen Stock zu tÜten und eine Mahlzeit zu kriegen, ohne eine zu werden."
"Selbst ein unbegabter SchĂśpfer hätte wenigstens mit Erde, Luft, Feuer, Wasser und Ăberraschung begonnen."
"Ich glaube, ich schreibe Fantasy. Wenn es wie eine Ente aussieht, wie eine Ente geht und wie eine Ente quakt, dann kann man ihr genauso gut eine Orange in den Hintern schieben und sie mit Erbsen essen."
"FrĂźhere Generationen waren absolut Ăźberzeugt, daĂ ihre wissenschaftlichen Theorien so gut wie perfekt seien, nur damit sich herausstellte, dass sie den Kern der Sache vĂśllig verfehlt hatten."
"Es heiĂt, dass Johannes Brahms mit einem Freund am Strand spazieren ging, der sich beklagte, alle gute Musik sei schon geschrieben worden. 'Oh schau', sagte Brahms und zeigte aufs Meer hinaus. 'Da kommt die letzte Welle.'"
"Dorthin zurĂźckzugehen, wo man begonnen hat, ist nicht das Gleiche, wie nie zu gehen."
"Die wahrhaft menschliche Qualität besteht nicht [âŚ] aus Intelligenz, sondern aus Phantasie."
"Wir mĂźssen den Papst von Angesicht zu Angesicht sehen und persĂśnlich feststellen, dass er alles in allem ein genauso hilflos-grotesker Mensch ist, wie alle andern auch, um es aushalten zu kĂśnnen."
"Es gibt ja nichts Verlogeneres, als diese Geburtstagsfeiern, zu welchen sich die Menschen hergeben, nichts Widerwärtigeres als die Geburtstagsverlogenheit und die Geburtstagsheuchlerei."
"Die Lehrer verderben die SchĂźler, das ist eine jahrhundertealte Tatsache, und die Ăśsterreichischen Lehrer inbesondere verderben in den SchĂźlern vor allem von Anfang an den Kunstgeschmack."
"Die Kunst ist das HÜchste und das Widerwärtigste gleichzeitig."
"Das Geschäft der Kunsthistoriker ist das ßbelste Geschäft, das es gibt, und ein schwätzender Kunsthistoriker und es gibt ja nur schwätzende Kunsthistoriker, gehÜrt mit der Peitsche verjagt."
""Ăsterreich selbst ist nichts als eine BĂźhne / auf der alles verlottert und vermodert und verkommen ist / eine in sich selber verhaĂte Statisterie / von sechseinhalb Millionen Alleingelassenen / sechseinhalb Millionen Debile und TobsĂźchtige / die ununterbrochen aus vollem Hals nach einem Regisseur schreien" â Heldenplatz (Drama), Suhrkamp, Frankfurt am Main 1988, S. 89."
"Ab und zu hat der Denkende die Pflicht in das Weltgeschehen einzugreifen [...]"
"Ăberhaupt hatten wir den Horowitzkurs nur deshalb fortsetzen kĂśnnen, weil wir aus der Stadt ausgezogen sind, die im Grunde die kunst- und geistfeindlichste ist, die man sich denken kann, ein stumpfsinniges Provinznest mit dummen Menschen und kalten Mauern, in welchen mit der Zeit alles zum Stumpfsinn gemacht wird, ausnahmslos. [...] Die Salzburger waren immer fĂźrchterlich wie ihr Klima und [...] heute [...] ist alles noch viel fĂźrchterlicher."
"Wir bestehen nur aus Ideen, die in uns aufgetaucht sind und die wir verwirklichen wollen, die wir verwirklichen mĂźssen, weil wir sonst tot sind, so Roithamer. Jede Idee und jede Verfolgung einer Idee in uns ist das Leben, so Roithamer, Ideenlosigkeit ist der Tod."
"Der, der aus Verzweiflung hinausrennt, wird nachher noch betitelt: 'den hab'n wir los jetzt'."
"Das Leitmotiv des Antiamerikanismus ist mit Neid durchsetzter Groll; die des Antieuropäismus mit Verachtung durchsetzte Gereiztheit."
""Atheisten sollten die Wahl von Papst Benedikt XVI. begrĂźĂen, denn dieser alte, gelehrte, konservative und uncharismatische bayerische Theologe wird sicherlich die Entchristianisierung in Europa vorantreiben, auch wenn er genau das Gegenteil beabsichtigt. Am Ende seines Pontifikats wird Europa vielleicht genauso unchristlich sein, wie es schon einmal vor 15 Jahrhunderten war, als St. Benedikt, einer der Schutzheiligen Europas, den Benediktinerorden grĂźndete. Das christliche Europa beginnt mit Benedikt und endet mit Benedikt"
"Man mĂśchte freundschaftliche Beziehungen mit dem Himmel, vertiefte Partnerschaft mit der Erde, aber auch fruchtbare Zusammenarbeit mit der HĂślle."
"Wenn man Regierungsbeamten vorschlägt, einmal Ăźber den eigenen Tellerrand hinauszublicken, nehmen sie einfach einen grĂśĂeren Teller."
"Verbohrte Ideologen hatten nämlich häufig Probleme mit der Wirklichkeit, vor allem dann, wenn diese mit ihren Vorstellungen nicht ßbereinstimmen wollte."
"Es sind immer verängstigte Männer, die Kriege anzetteln. Mehr als einen Krieg selbst fßrchten sie, was geschehen kÜnnte, wenn sie auf Krieg oder andere Gewaltmittel verzichten wßrden."
"Die Talente machen die Arbeit, und die Marktschreier bestimmen wo's lang geht."
"Denke, wie dein Feind denkt, und fall ihm auf diese Weise in den Arm. In der Theorie klang das gut und einfach. In der Praxis lagen die Dinge jedoch meist ganz anders."
"Anwälte sind der Untergang Amerikas, und aller zivilisierter Nationen."
"âImmer versucht. Immer gescheitert. Egal. Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern.â"
"Wir werden alle verrĂźckt geboren. Einige bleiben es."
"Die Sonne schien, da sie keine Wahl hatte, auf nichts Neues."
""Viele bedeutende Dramatiker waren auch Schauspieler"
"Stßrbe der Snobismus, wäre das Lachen der Leidtragende."
"In der rätselhaften Welt des Kinos wächst die Feigheit proportional der Menge des investierten Geldes."
"Ich bereue nichts. Damit verschwendet man nur Zeit, die immer wertvoller wird."
"Es sind die Zweifel, die die Menschen vereinen. Ihre Ăberzeugungen trennen sie."
"Ein Philosoph ist ein Mann, der in Ermangelung einer Frau die ganze Welt umarmt."
"Der Engländer wiegt sich gern in dem Glauben, er kÜnne ßber sich selbst lachen. Das tut er jedoch nur, um anderen den Spaà daran zu verderben, ßber ihn zu lachen."
"Ab und an sind die Vereinigten Staaten ungefähr so elegant wie ein Elefant beim Spitzentanz."
"Der Terrorismus, der im furchtbaren 11. September kulminierte, ist ein Krieg der Armen gegen die Reichen. Der Krieg ist ein Terrorismus der Reichen gegen die Armen."
"[...] der Terrorismus ist ein Krieg der Armen und der Krieg ist der Terrorismus der Reichen. Der Krieg ist kein Mittel im Kampf gegen den Terrorismus."
"Echte Gauner sind Moralisten. Deshalb sind sie so selten. Das Merkmal einer echten Gaunerei ist, daĂ der Gesellschaft auf eine unmoralische Weise eine moralische Lehre erteilt wird."
"Die Albernheit [...] ist der PrĂźfstein der Freundschaft sowohl als der Liebe."
"Wir alle wenden so viel Zeit dafßr auf, nicht zu sagen, was wir wollen, weil wir wissen, dass wir es nicht kriegen kÜnnen. Und weil es unhÜflich wäre, illoyal, kindisch oder banal."
"Man kann sich Ăźber jeden lustig machen, der unglĂźcklich ist, man muss nur grausam genug sein."
"Ich verliebte mich in den FuĂball, wie ich mich später in Frauen verlieben sollte: plĂśtzlich, unerklärlich, unkritisch und ohne einen Gedanken an den Schmerz und die Zerrissenheit zu verschwenden, die damit verbunden sein wĂźrden."
"Unter dem Deckmantel der Ich-Stärkung betreiben die Analytiker in Wirklichkeit eine skandalÜse ZerstÜrung des menschlichen Wesens."
"Realitätssinn, Lustprinzip, Konkurrenzfähigkeit, permanente Herausforderung, Sex und soziale Stellung [âŚ] all dies ist nicht gerade geeignet, um in laute Hallelujas auszubrechen."