First Quote Added
April 10, 2026
Latest Quote Added
"Um Vollkommenheit zu erreichen, muss man erst vieles nicht begriffen haben! Begreifen wir zu schnell, so begreifen wir wahrscheinlich nicht grĂźndlich."
"Eine gewisse Stumpfheit des Geistes scheint aber eine notwendige Eigenschaft, wenn nicht jedes aktiven Menschen, so doch jedes ernsthaften Geldsammlers zu sein."
"Es wird aber, fuhr Goethe fort, in den Wissenschaften auch zugleich dasjenige als Eigentum angesehen, was man auf Akademien ßberliefert erhalten und gelernt hat. Kommt nun einer, der etwas Neues bringt, das mit unserm Credo, das wir seit Jahren nachbeten und wiederum anderen ßberliefern, in Widerspruch steht und es wohl gar zu stßrzen droht, so regt man alle Leidenschaften gegen ihn auf und sucht ihn auf alle Weise zu unterdrßcken. Man sträubt sich dagegen, wie man nur kann; man tut, als hÜre man nicht, als verstände man nicht; man spricht darßber mit Geringschätzung, als wäre es gar nicht der Mßhe wert, es nur anzusehen und zu untersuchen; und so kann eine neue Wahrheit lange warten, bis sie sich Bahn macht."
"Eckermann erscheint mir keineswegs als ein irgend bedeutender Mensch."
"Wir wandeln alle in Geheimnissen."
"Und dann, das Leben eines deutschen Gelehrten, was ist es? Was in meinem Fall daran etwa Gutes sein mÜchte, ist nicht mitzuteilen, und das Mitteilbare ist nicht der Mßhe wert. Und wo sind denn die ZuhÜrer, denen man mit einigem Behagen erzählen mÜchte?"
"Jeder Zustand, ja jeder Augenblick ist von unendlichem Wert, denn er ist der Repräsentant einer ganzen Ewigkeit."
"Man sollte Ăźberhaupt nie eine Handlungsweise eine Staatstugend nennen, die gegen die Tugend im allgemeinen geht."
"Es ist gar viel Dummes in den Satzungen der Kirche. Aber sie will herrschen, und da muà sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fßrchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen. Sie hat ihnen auch die Bibel lange genug vorenthalten, solange als irgend mÜglich."
"Es ist der Welt nicht gegeben, sich zu bescheiden: den GroĂen nicht, daĂ kein MiĂbrauch der Gewalt stattfinde, und der Masse nicht, daĂ sie in Erwartung allmählicher Verbesserungen mit einem mäĂigen Zustande sich begnĂźge."
"Die Welt ist so voller SchwachkĂśpfe und Narren, daĂ man nicht nĂśtig hat, sie im Tollhause zu suchen."
"Die Ăberzeugung unserer Fortdauer entspringt mir aus dem Begriff der Tätigkeit; denn wenn ich bis an mein Ende rastlos wirke, so ist die Natur verpflichtet, mir eine andere Form des Daseins anzuweisen, wenn die jetzige meinem Geist nicht ferner auszuhalten vermag."
"Die Natur ergibt sich nicht einem jeden. Sie erweist sich vielmehr gegen viele wie ein neckisches junges Mädchen, das uns durch tausend Reize anlockt, aber in dem Augenblick, wo wir es zu fassen und zu besitzen glauben, unsern Armen entschlßpft."
"Die Manier will immer fertig sein und hat keinen GenuĂ an der Arbeit. Das echte, wahrhaft groĂe Talent aber findet sein hĂśchstes GlĂźck in der AusfĂźhrung."
"Der Mensch ist ein einfaches Wesen. Und wie reich, mannigfaltig und unergrßndlich er auch sein mag, so ist doch der Kreis seiner Zustände bald durchlaufen."
"Den Deutschen ist im ganzen die philosophische Spekulation hinderlich, die in ihrem Stil oft ein unsinnliches, unfaĂbares, breites und aufdrĂśselndes Wesen hineinbringt. Je näher sie sich gewissen philosophischen Schulen hingeben, desto schlechter schreiben sie."
"Das SchĂśne ist ein Urphänomen, das zwar nie selber zur Erscheinung kommt, dessen Abglanz aber in tausend verschiedenen ĂuĂerungen des schaffenden Geistes sichtbar wird, und so mannigfaltig und so verschiedenartig ist als die Natur selber."
"Das Gleiche läĂt uns in Ruhe; aber der Widerspruch ist es, der uns produktiv macht."
"Dante: oder die Hyäne, die in Gräbern dichtet."
"Das Menschengeschlecht befindet sich im besten Zustande, wenn es mĂśglichst frei ist."
"âŚKehr heim zu Deiner Lehre, die will, daĂ, je vollkommener ein Wesen, es Freud und Schmerzen um so mehr empfinde"
"Wie der, der eifrig zu gewinnen strebt,// Wenn zum Verlieren nun die Zeit gekommen,// In KĂźmmerniĂ und tiefem Bangen lebt:"
"Wer bist du, der auf solchen Sitz hinauf will, // um von tausend Meilen weither zu richten, // mit nur einer handbreit kurzen Sicht?."
"⌠unter dem festen Panzer des Reinheitsgefßhl."
"Reden wir nicht Ăźber sie, schau und geh deinen Weg."
"Lasst, die ihr eintretet, alle Hoffnung fahren!"
"Kein grĂśĂerer Schmerz als sich erinnern glĂźcklich heiterer Zeit im UnglĂźck."
"Hier ziemt es, jeden Argwohn zurĂźckzulassen, // Jede Feigheit muĂ hier ersterben."
"Es war in unsres Lebensweges Mitte, // als ich mich fand in einem dunklen Walde // denn abgeirrt war ich vom rechten Wege."
"In jenem Teil des Buches meiner Erinnerung, vor dem nur wenig gelesen werden kann, findet man eine Ăberschrift, die besagt: Hier beginnt ein neues Leben."
"Philosophie ist nichts anderes als Freundschaft mit der Weisheit."
"Diese Revolution wird sich erst dann vollziehen, wenn sämtliche Frauen von ihrem beklagenswerten Los durchdrungen und sich des Verlustes ihrer Rechte in dieser Gesellschaft bewuĂt sind."
""Verschonen Sie mich mit Ihrer Philosophie"
"So lange war ich Vater und muĂte erst kinderlos werden, um zu wissen, was ein Vater sei."
"âDer Staat bin ich!â â Leitsatz des Absolutismus"
"âUnsere Untertanen, mein Sohn, sind unser wahrer Reichtum.â â Memoiren"
"âSo mancher Untertan gäbe wohl einen schlechten Herrscher ab: Dem RanghĂśheren zu gehorchen, ist um ein Vielfaches leichter, als sich selbst in der Gewalt zu haben, und wenn uns erlaubt ist zu tun, was immer wir wollen, dann ist es nicht einfach, stets nur das zu wollen, was richtig ist.â â Memoiren"
"âMan muss hart arbeiten, um zu regieren.â â Memoiren"
"âLassen Sie sich niemals von anderen beherrschen, ganz besonders nicht von einer Frau.â â Memoiren"
"âIch zweifle nicht daran, dass die groĂen und folgenreichen Unternehmungen, an denen ich in Frankreich selbst und in den Beziehungen zu anderen Staaten Anteil gehabt habe, später einmal seitens der Historiker, je nach ihrer Denkart und ihrer Neigung, eine ganz verschiedene Beurteilung finden werden.â â Memoiren"
"âDen Interessen des Staates gebĂźhrt der Vorrang.â â Memoiren"
""Was soll mir das Geschwätz, ich habe mich in meinem Leben nicht um Politik gekĂźmmert." âWas hilfts Dir mein Freund. Sie kĂźmmert sich um Dich, in jedem Augenblick Deines Lebens." aus Aphorismen und Notate, herausgegeben von Manfred Giersch, Gustav Kiepenheuer Verlag Leipzig und Weimar, 1985 auf der Grundlage der Ges. Werke Bd. 5, Frankfurt am Main, 1981-87"
"Nicht die Psychoanalyse ist neu, sondern Freud. / Sowie nicht Amerika neu war, sondern Columbus. Psychoanalyse gab es immer; jeder Arzt, jeder Dichter, jeder Staatsmann, jeder Menschenkenner muĂte es sein, war es unbewuĂt oder automatisch."
"Horch auf die Verleumder, so wirst du die Wahrheit Ăźber dich erfahren."
"Heilige hat es immer gegeben, niemals aber noch einen Menschen, der das Recht gehabt hätte, einen andern Menschen heilig zu sprechen."
"Es flieĂen ineinander Traum und Wachen, Wahrheit und LĂźge. Sicherheit ist nirgends. Wir wissen nichts von anderen, nichts von uns. Wir spielen immer, wer es weiĂ, ist klug."
"Ein ernster Mensch sein und keinen Humor haben, das ist zweierlei."
"Die Probleme der Sittlichkeit liegen auf dem Gebiet der Verantwortung, die der Sitte auf dem der Tradition."
"Aufgabe der Erziehung wäre es, den metaphysischen Hunger des Menschen durch Mitteilung von Tatsachen in weisem Maà zu stillen, statt ihn durch Märchen, was ja die Dogmen sind, zu betrßgen."
"Der Enthusiast fßhlt sich seiner Sache niemals ganz sicher, daher sein unstillbarer, lästiger Drang, Gefährten seiner Begeisterung zu werben. Der Skeptiker hingegen bedarf stets einer gewissen Isoliertheit, denn schon der Umstand, dass er einen Gefährten seines Zweifels findet, vermag ihn an diesem irre zu machen."