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April 10, 2026
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"Nie hätte ich damit gerechnet, dass mein populärwissenschaftliches Buch Eine kurze Geschichte der Zeit ein solcher Erfolg werden wĂźrde. Mehr als vier Jahre stand es auf der Bestsellerliste der Londoner Sunday Times, länger als irgend ein anderes Buch, was fĂźr ein Werk, das sich mit Wissenschaft befaĂt und nicht gerade zur leichten Kost zählt, recht bemerkenswert ist."
"Wird die Macht als die Basis des Rechts angenommen, wie es Hobbes etc. tun, so sind Recht, Gesetz pp. nur Symptom, Ausdruck anderer Verhältnisse, auf denen die Staatsmacht beruht."
"Wir finden drei GrĂźnde fĂźr Streit in der menschlichen Natur: erstens Konkurrenz, zweitens Mangel an Selbstvertrauen, drittens Ruhmsucht."
"Was ein Mensch gilt oder wert ist, ist, wie bei allen anderen Dingen, sein Preis, das heiĂt so viel, wie fĂźr den Gebrauch seiner Kraft gegeben wird."
"So liegen also in der menschlichen Natur drei hauptsächliche Konfliktursachen: Erstens Konkurrenz, zweitens MiĂtrauen, drittens Ruhmsucht."
"Nun sind aber beide Sätze wahr: Der Mensch ist ein Gott fßr den Menschen und der Mensch ist ein Wolf fßr den Menschen; jener, wenn man die Bßrger untereinander, dieser, wenn man die Staaten untereinander vergleicht. Ergo, der Mensch ist ein Gott fßr den Menschen, wenn man die Bßrger untereinander vergleicht."
"Gewalt und Betrug sind die zwei Haupttugenden im Kriege."
"Denn Krieg besteht nicht nur in Schlachten oder Kampfhandlungen, sondern in einem Zeitraum, in dem der Wille zum Kampf genĂźgend bekannt ist."
"Das Gewissen eines jeden BĂźrgers ist sein Gesetz."
"Damit die BĂźrger wohlhabend werden, ist zweierlei nĂśtig: Arbeit und Sparsamkeit."
"Die Erfindung der Buchdruckerkunst macht dem menschlichen Verstande zwar Ehre, doch verliert sie sehr, wenn man sie mit der Erfindung der Buchstaben vergleicht."
"Der Wissenschaftler findet seine Belohnung in dem, was PoincarĂŠ die Freude am Verstehen nennt, nicht in den AnwendungsmĂśglichkeiten seiner Erfindung."
"Wir haben keine unmittelbare Anschauung fßr die Gleichzeitigkeit, ebensowenig wie fßr die Gleichheit zweier Zeiträume. Wenn wir diese Anschauung zu haben glauben, so ist das eine Täuschung. Wir helfen uns durch bestimmte Regeln, die wir meist anwenden, ohne uns Rechenschaft darßber zu geben. [...] Wir wählen also diese Regeln, nicht weil sie wahr sind, sondern weil sie die bequemsten sind, und wir kÜnnten sie zusammenfassen und sagen: "Die Gleichzeitigkeit zweier Ereignisse oder ihre Aufeinanderfolge und die Gleichheit zweier Zeiträume mßssen derart definiert werden, daà der Wortlaut der Naturgesetze so einfach als mÜglich wird."
"Ich weiĂ nicht, ob ich an einer Stelle schon erwähnte, daĂ die Mathematik die Kunst ist, scheinbar verschiedenen Dingen denselben Namen zu geben. Nur mĂźssen diese Dinge, wenn sie auch an Inhalt verschieden sind, in der äuĂeren Erscheinung sich ähnlich sein, und sie mĂźssen sozusagen in dieselbe Form gegossen werden kĂśnnen. Wenn die Ausdrucksweise gut gewählt ist, so wird man mit Erstaunen bemerken, wie alle BeweisfĂźhrungen, die fĂźr ein bekanntes Objekt gemacht werden, sofort auf viele neue Objekte anwendbar sind; man braucht nichts zu ändern, nicht einmal die Worte, weil die Benennungen die gleichen geworden sind."
"Die Reihenfolge, in die wir die Begebenheiten des BewuĂtseins ordnen, duldet keinerlei WillkĂźr; sie ist uns vorgeschrieben und wir kĂśnnen nichts daran ändern."
"Die Mathematiker studieren nicht Objekte, sondern Beziehungen zwischen den Objekten; es kommt ihnen deshalb nicht darauf an, diese Objekte durch andere zu ersetzen, wenn dabei nur die Beziehungen ungeändert bleiben. Der Gegenstand ist fßr sie gleichgßltig, die Form allein hat ihr Interesse."
"Das Prinzip der Relativität, nach dem die Gesetze der physikalischen Vorgänge fßr einen feststehenden Beobachter die gleichen sein sollen, wie fßr einen in gleichfÜrmiger Translation fortbewegten, so daà wir gar kein Mittel haben oder haben kÜnnen, zu unterscheiden, ob wir in einer derartigen Bewegung begriffen sind oder nicht."
"Aus all diesen Resultaten wĂźrde, wenn sie sich bestätigten, eine ganz neue Methode hervorgehen, die hauptsächlich durch die Tatsache charakterisiert wĂźrde, daĂ keine Geschwindigkeit die des Lichtes Ăźbersteigen kĂśnnte, ebensowenig wie keine Temperatur unter den absoluten Nullpunkt fallen kann. FĂźr einen Beobachter, der selbst in einer ihm unbewuĂten Bewegung mitgefĂźhrt wird, kĂśnnte ebenfalls, keine scheinbare Geschwindigkeit die des Lichtes Ăźbersteigen, und dies wäre ein Widerspruch, wenn man sich nicht daran erinnerte, daĂ sich dieser Beobachter nicht der gleichen Uhren bedient, wie ein feststehender Beobachter, sondern solcher Uhren, die die âlokale Zeitâ zeigen."
"Nichts ist getan, wenn noch etwas zu tun Ăźbrig ist."
"ÂťDer Mangel an mathematischer Bildung gibt sich durch nichts so auffallend zu erkennen als durch die maĂlose Schärfe im Zahlenrechnen.ÂŤ"
"Es gibt fĂźr die Seele eine Befriedigung hĂśherer Art," sagte er eines Tages, "dazu habe ich das Materielle eigentlich gar nicht nĂśthig. Ob ich die Mathematik auf ein Paar Dreckklumpen anwende, die wir Planeten nennen, oder auf rein arithmetische Probleme, es bleibt sich gleich, die letztern haben nur noch einen hĂśhern Reiz fĂźr mich."
"Die Mathematik hielt Gauss um seine eigenen Worte zu gebrauchen, fĂźr die KĂśnigin der Wissenschaften und die Arithmetik fĂźr die KĂśnigin der Mathematik."
""Wie der Blitz einschlägt, hat sich das Räthsel gelÜst; ich selbst wäre nicht im Stande, den leitenden Faden zwischen dem, was ich vorher wusste, dem, womit ich die letzten Veruche gemacht hatte,"
"Wahrlich es ist nicht das Wissen, sondern das Lernen, nicht das Besitzen, sondern das Erwerben, nicht das Da-Seyn, sondern das Hinkommen, was den grÜssten Genuss gewährt. Wenn ich eine Sache ganz ins Klare gebracht und erschÜpft habe, so wende ich mich davon weg, um wieder ins Dunkle zu gehe; so sonderbar ist der nimmersatte Mensch, hat er ein Gebäude vollendet so ist es nicht um nun ruhig darin zu wohnen, sondern um ein andres anzufangen. So stelle ich mir vor muss dem Welteroberer zu Muthe seyn, der nachdem ein KÜnigreich kaum bezwungen ist, schon wieder nach andern seine Arme ausstreckt."
"Ăberhaupt verhält es sich mit allen solchen neuen Calculs so, dass man durch sie nichts leisten kann, was nicht auch ohne sie zu leisten wäre; der Vortheil ist aber der, dass, wenn ein solcher Calcul dem innersten Wesen vielfach vorkommender BedĂźrfnisse correspondirt, jeder, der sich ihn ganz angeeignet hat, auch ohne die gleichsam unbewussten Inspirationen des Genies, die niemand erzwingen kann, die dahin gehĂśrigen Aufgaben lĂśsen, ja selbst in so verwickelten Fällen gleichsam mechanisch lĂśsen kann, wo ohne eine solche HĂźlfe auch das Genie ohnmächtig wird. [...] Es werden durch solche Conceptionen unzählige Aufgaben, die sonst vereinzelt stehen, und jedesmal neue Efforts (kleinere odergrĂśssere) des Erfingsgeistes erfordern, gleichsam zu einem organischen Reiche."
"Sie wissen, dass ich langsam schreibe, allein dies kommt hauptsächlich daher, weil ich mir nie anders gefallen kann, als wenn in kleinem Raum mÜglichst viel ist, und kurz zu schreiben viel mehr Zeit kostet als lang."
"Nach meiner innigsten Ueberzeugung hat die Raumlehre in unserm Wissen a priori eine ganz andere Stellung wie die reine GrÜssenlehre; es geht unserer Kentniss von jener durchaus diejenige vollständige Ueberzeugung von ihrer Nothwendigkeit (also auch von ihrer absoluten Wahrheit) ab, die der letzteren eigen ist; wir mßssen in Demuth zugeben, dass wenn die Zahl bloss unseres Geistes Product ist, der Raum auch ausser unserm Geiste eine Realität hat, der wir a priori ihre Gesetze nicht vollständig vorschreiben kÜnnen."
"MerkwĂźrdig ist es immer dass alle diejenigen die diese Wissenschaft [Zahlentheorie (âHĂśhere Arithmetikâ in GauĂâ Worten)] ernstlich studiren eine Art Leidenschaft dafĂźr fassen."
"Ich wĂźrde ohne Zweifel meine Untersuchungen längst bekannt gemacht haben, hätte nicht zu der Zeit wo ich sie abbrach das gefehlt, was ich wie den eigentlichen SchluĂstein betrachtet hatte. // Nil actum reputans si quid superesset agendum //"
"Aber mir deucht, wir wissen, trotz der nichtssagenden Wort-Weisheit der Metaphysiker eigentlich zu wenig oder gar nichts Ăźber das wahre Wesen des Raums, als dass wir etwas uns unnatĂźrlich vorkommendes mit Absolut UnmĂśglich verwechseln dĂźrfen."
"Alles ist Zahl."
"Im rechtwinkligen Dreieck ist die Summe der Kathetenquadrate gleich dem Hypotenusenquadrat."
"Erkenntnisspendend ist die Natur der Zahl und fĂźhrend und lehrend fĂźr jeden in jedem, was ihm zweifelhaft und unbekannt ist."
"Die Seele ist unsterblich und wechselt den Ort, indem sie von einer Art Lebewesen in eine andere Ăźbergeht."
""Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen wieder zurĂźck."- vielfach zitiert von TierschĂźtzern wie Tierschutzpartei oder Vegetarischen Vereinen"
"Unsterblichkeit ist etwas Biologisches oder vielleicht auch ReligiÜses. Unendlichkeit spielt mit der Welt der Ideen und ist vÜllig unabhängig davon, ob wir sterblich oder unsterblich sind."
"Man kann die Welt aber nicht ohne Mathematik beherrschen."
"Die Religionen sehen ihre heiligen Bßcher zwar auch als absolute Wahrheit an, trotzdem gibt es dort einen gewissen Wandel. In der Mathematik dagegen verändert sich, was wir einmal wissen, nie mehr."
"Ich habe hierfĂźr einen wahrhaft wunderbaren Beweis, doch ist dieser Rand hier zu schmal, um ihn zu fassen."
"Was Newton als Weltweiser, war Bach als Musiker."
"Natur und der Natur Gesetz im Dunkeln sah man nicht; // Gott sprach: Es werde Newton! Und es ward Licht."
"Die Geschichte vom Fall eines Apfels ist ein eben so grundloses, als beliebtes Märchen und ohne alle Autorität."
"Wenn ich weiter sehen konnte, so deshalb, weil ich auf den Schultern von Riesen stand."
"Platon ist mein Freund und Aristoteles auch, meine liebste Freundin aber ist die Wahrheit"
"Ich weiĂ nicht, was die Welt von mir denkt; ich selber aber komme mir vor, wie ein Knabe, der am Seegestade spielt, und sich freut, wenn er zuweilen einen glatteren Kieselstein, oder eine hĂźbschere Muschel als gewĂśhnlich findet, aber der groĂe Ocean der Wahrheit liegt noch unentdeckt vor mir."
"I. Die absolute, wahre und mathematische Zeit verflieĂt an sich und vermĂśge ihrer Natur gleichfĂśrmig und ohne Beziehung auf irgendeinen äuĂeren Gegenstand. [...] II. Der absolute Raum bleibt vermĂśge seiner Natur und ohne Beziehung auf einen äuĂeren Gegenstand stets gleich und unbeweglich."
"Denn was dieser Ăther ist, weiĂ ich nicht."
"Was zu beweisen war."
"Information ist Information, weder Materie noch Energie."
"Die Ăkonomen haben die Angewohnheit entwickelt, ihre ziemlich unpräzisen Ideen in die Sprache der Integral- und Differentialrechnung zu verkleiden ... Wann auch immer sie vorgeben, exakte Formeln zu verwenden, handelt es sich um Betrug und Zeitverschwendung."