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April 10, 2026
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"Wer fĂźr den Strick geboren ist, wird im Wasser nicht umkommen."
"Und da war nun die Jugend wirklich allein."
"Jeder ist der Richtige. NatĂźrlich muĂ er von Adel sein und eine Stellung haben und gut aussehen."
"Ein weites Feld."
"Wer demĂźtig ist, der ist duldsam, weil er weiĂ, wie sehr er selbst der Duldsamkeit bedarf; wer demĂźtig ist, der sieht die Scheidewände fallen und erblickt den Menschen im Menschen."
"Wer ängstlich abwägt, sagt gar nichts. Nur die scharfe Zeichnung, die schon die Karikatur streift, macht eine Wirkung."
"Wenn ich so bloà an Italien zurßckdenke. Sehen Sie, da läuft man nu so rum, was einen doch am Ende strapziert, und dabei dieser ewige pralle Sonnenschein. Ein paar Stunden geht es; aber wenn man nu schon zweimal Kaffee getrunken und Granito gegessen hat, und es ist noch nicht mal Mittag, ja, ich bitte Sie, was hat man da? Was fängt man da an? Gradezu schrecklich. Und da kann ich Ihnen bloà sagen, da bin ich ein kirchlicher Mensch geworden."
"Ăbrigens darf ich bei allem Respekt vor meinem berĂźhmten Hotel sagen, unberĂźhmte sind meistens interessanter."
"Ăber kurz oder lang wird man nur noch reisen, wie man in den Krieg zieht oder in einen Luftballon steigt, bloĂ von Berufs wegen. [...] In alten Zeiten ging der Prophet zum Berge, jetzt vollzieht sich das Wunder und der Berg kommt zu uns. Das Beste vom Parthenon sieht man in London und das Beste von Pergamum in Berlin, und wäre man nicht so nachsichtig mit den lieben, nie zahlenden Griechen verfahren, so kĂśnnte man sich (am Kupfergraben) im Laufe des Vormittags in Mykenä und nachmittags in Olympia ergehn."
"ÂťFrei, aber nicht frechÂŤ, das ist so mein Satz."
"Courage ist gut, aber Ausdauer ist besser. Ausdauer, das ist die Hauptsache."
"Anstaunen ist auch eine Kunst. Es gehĂśrt etwas dazu, GroĂes als groĂ zu begreifen."
"Zwischen Hochmut und Demut steht ein drittes, dem das Leben gehĂśrt, und das ist der Mut."
"Die Liebe [...] lebt von liebenswßrdigen Kleinigkeiten, und wer sich eines Frauenherzens dauernd versichern will, der muà immer neu darum werben, der muà die Reihe der Aufmerksamkeiten allstßndlich wie einen Rosenkranz abbeten. Und ist er fertig damit, so muà er von neuem anfangen. Immer dasein, immer sich betätigen, darauf kommt es an."
"Briefeschreiben ist wie Wetterleuchten; da verblitzt sich alles, und das Gewitter zieht nicht herauf."
"Abschiedsworte mßssen kurz sein wie Liebeserklärungen."
"Wer zu viel und zu scharf sieht, sieht auch falsch."
"Solange keine Wolken da sind, freue man sich des himmlischen Lichts."
"O Berlin, wie weit ab bist du von einer wirklichen Hauptstadt des Deutschen Reiches! Du bist durch politische Verhältnisse ßber Nacht dazu geworden, aber nicht durch dich selbst. Wirst es nach dieser Seite hin auch noch lange nicht werden. Vielleicht fehlen die Mittel, gewià die Gesinnung."
"Moral ist gut, Erbschaft ist besser."
"Lucae versichert uns immer, in 20 Jahren wßrde Berlin eine der schÜnsten Städte Europas sein. Ich glaub es nicht, [...] hier und dort wird irgend ein Pringsheim eine Kakel-Architektur in die Mitte langweiliger Häuser hineinstellen. Es fehlt der Sinn und ebenso an einer mit wirklicher Autorität ausgerßsteten Leitung. Wenn Schinkel jemals fehlte, so fehlt er jetzt."
"Je älter ich werde, je mehr sehe ich ein: laufen lassen, wo nicht Amtspflicht das Gegenteil fordert, ist das allein Richtige."
"Irgendwo kommt man immer auf seine Kosten."
"Ich hasse nicht die KĂśnige, sondern den Druck, den sie mit sich fĂźhren."
"es kommt immer nur drauf an, daĂ, wie und wo man auch marschirt, man allerorten die Musik des Lebens hĂśrt. Die meisten hĂśren nur die Dissonanzen."
"Es gibt nur ein Mittel, sich wohl zu fĂźhlen: Man muĂ lernen, mit dem Gegebenen zufrieden zu sein und nicht immer das verlangen, was gerade fehlt."
"Die Dinge beobachten gilt mir beinah' mehr als sie besitzen, und so hat man schlieĂlich seinen GlĂźck- und Freudeertrag wie anscheinend Bevorzugtere."
"Der Zauber steckt immer im Detail."
"Das GlĂźck besteht darin, daĂ man da steht, wo man seiner Natur nach hingehĂśrt; selbst die Tugend- und Moralfrage verblaĂt daneben."
"Fatal waren die Juden; ihre frechen, unschĂśnen Gaunergesichter (denn in Gaunerei liegt ihre ganze GrĂśĂe) drängen sich einem Ăźberall auf. Wer in Rawicz oder Meseritz ein Jahr lang Menschen betrogen oder wenn nicht betrogen, eklige Geschäfte besorgt hat, hat keinen Anspruch darauf, sich in Norderney unter Prinzessinnen und Comtessen mit herumzuzieren."
"Das Bedenkliche am Christenthum ist, daà es beständig Dinge fordert, die keiner leisten kann; und wenn es mal einer leistet, dann wird einem erst recht angst und bange, und man kriegt ein Grauen vor einem Sieg, der besser nie erfochten wäre."
"Mozart ist eher zu spät, als zu frßh gestorben."
""Wenn ich gefragt werde, ob ich jßdisch bin, sage ich immer, dass ich während des Kriegs jßdisch war." [im Original: "When people ask me if I'm Jewish, I always tell them that I was Jewish during the war."]"
"Meine Liebe zu Bach lieĂ mich Musiker werden. Alles was mich interessierte, war von ihm geprägt. ... Es ist kaum vorstellbar, dass der grĂśĂte Musiker der Geschichte, dessen Werk uns noch heute magnetisch anzieht und der MaĂstab der musikalischen Kunst der letzten zwei Jahrhunderte ist, mit seiner Musik keine Wirkung erzielte, bei Musikern und Publikum seiner Zeit. ... Bach war der grĂśĂte Nonkonformist der Musikgeschichte."
"Er schreibt tonal, aber ohne Farbexzesse. Er besitzt eine unendliche Palette an GrautÜnen. ... Der Frieden und die Andacht der letzten Fuge sind ßberwältigend. Er moduliert nie im konventionellen Sinn, lässt aber den Eindruck eines expandierenden Universums entstehen."
"So mancher scheint beim ersten Blick // Verschlossen, starr und eisig kĂźhl, // Doch birgt sein Herz, fĂźr den, der sucht, // Den reichsten Schatz an MitgefĂźhl."
"All' Fehd' hat nun ein Ende"
"Mir ist es piepegal, ob Salz, Butter, Wein oder Frauen schlecht fĂźr mich sind; das Leben ist eine unheilbare Krankheit."
"Das Schlechte an Israel ist die Goiischheit seiner Gewehre, denn das Judentum ist, wie die christliche Ketzerei, ein Ethos der Verlierer;"
"In Amerika suchen die Anwälte zunächst nach haftungsrelevanten und lukrativen Schadensfällen. [...] Sie fliegen mit Privathubschraubern und Flugzeugen, auf deren Tragflächen âWings of Justiceâ steht, durch die Gegend und sagen: Hier ist ein Fall; da springen Millionen heraus."
"Und was ist Wahrheit? Dass das Universum im Urknall entstanden ist? ... Letztlich ist das nichts als Marketing."
"Leider sind dem Ausdruck Emergenz einige Bedeutungen zugewachsen, die fĂźr unterschiedliche Dinge stehen, darunter ĂźbernatĂźrliche Erscheinungen, die den physikalischen Gesetzen nicht unterworfen sind. So etwas meine ich nicht. Ich verstehe darunter ein physikalisches Ordnungsprinzip."
"Einstein war KĂźnstler und Gelehrter, aber vor allem war er Revolutionär. ... Die unbegrĂźndete Ăberzeugung seiner Zeit war der Ăther, genauer gesagt, die der Relativität vorangehende, naive Version des Ăthers. Die unbegrĂźndete Ăberzeugung unserer Zeit ist die Relativität selbst. Es wĂźrde vollkommen seinem Naturell entsprechen, sich die Fakten erneut vorzunehmen, sie im Geiste umzuwerfen und zu dem Schluss zu kommen, dass sein geliebtes Relativitätsprinzip keineswegs fundamental, sondern emergent ist."
"Die moderne, jeden Tag experimentell bestätigte Vorstellung des Raumvakuums ist ein relativistischer Ăther. Wir nennen ihn nur nicht so, weil das Tabu ist."
"Zweifellos gibt es in Wirklichkeit nicht drei Welten, sondern nur eine, und das wahre Wesen dieser Welt kÜnnen wir gegenwärtig nicht einmal erahnen."
""Begriffe wie Geist und Psyche wären wenig nĂźtzlich, wenn der Geist keinen EinfluĂ auf den KĂśrper hätte und auch von ihm nicht beeinfluĂt werden kĂśnnte. Wäre der Geist lediglich ein âEpiphänomenâ"
"Entitäten dßrfen nicht ßber das Notwendige hinaus vermehrt werden."
"Umsonst geschieht mit Hilfe einer Mehrheit, was sich mit weniger tun lässt."
"Eine Mehrheit darf nie ohne Not zugrunde gelegt werden."
"Es ist zuzugeben, daĂ der Geist, der Ăźber der Versailler Friedensdelegation schwebte, noch nicht verschwunden ist und daĂ der tĂśrichte Ruf: âNie wieder Krieg!â verbreiteten Nachhall findet."