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April 10, 2026
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"Es genßgt nicht, dass der Gedanke zur Verwirklichung drängt, die Wirklichkeit muss sich selbst zum Gedanken drängen."
"Die Waffe der Kritik kann allerdings die Kritik der Waffen nicht ersetzen, die materielle Gewalt muss gestĂźrzt werden durch materielle Gewalt, allein auch die Theorie wird zur materiellen Gewalt, sobald sie die Massen ergreift."
"Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemßt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes."
"Die Philosophie kann sich nicht verwirklichen ohne die Aufhebung des Proletariats, das Proletariat kann sich nicht aufheben ohne die Verwirklichung der Philosophie."
"Die Kritik der Religion ist die Voraussetzung aller Kritik."
"Die Kritik der Religion endet mit der Lehre, dass der Mensch das hÜchste Wesen fßr den Menschen sei, also mit dem kategorischen Imperativ, alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist."
"Die Forderung, die Illusionen Ăźber seinen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf."
"Die Aufhebung der Religion als des illusorischen GlĂźcks des Volkes ist die Forderung seines wirklichen GlĂźcks. Die Forderung, die Illusion Ăźber seinen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusion bedarf."
"Der Mensch macht die Religion, die Religion macht nicht den Menschen."
"Aber der Mensch, das ist kein abstraktes, auĂer der Welt hockendes Wesen. Der Mensch, das ist die Welt des Menschen, Staat, Sozietät."
"Suchen wir das Geheimniss des Juden nicht in seiner Religion, sondern suchen wir das Geheimniss der Religion im wirklichen Juden. Welches ist der weltliche Grund des Judenthums? Das praktische Bedßrfniss, der Eigennutz. Welches ist der weltliche Kultus des Juden? Der Schacher. Welches ist sein weltlicher Gott? Das Geld. Nun wohl! Die Emancipation vom Schacher und vom Geld, also vom praktischen, realen Judenthum wäre die Selbstemancipation unsrer Zeit."
"Alle Emanzipation ist Zurßckfßhrung der menschlichen Welt, der Verhältnisse, auf den Menschen selbst. [...] Erst wenn der wirkliche individuelle Mensch den abstrakten Staatsbßrger in sich zurßcknimmt und als individueller Mensch in seinem empirischen Leben, in seiner individuellen Arbeit, in seinen individuellen Verhältnissen, Gattungswesen geworden ist, erst wenn der Mensch seine forces propres [Anm.:eigene Kräfte] als gesellschaftliche Kräfte erkannt und organisiert hat und daher die gesellschaftliche Kraft nicht mehr in der Gestalt der politischen Kraft von sich trennt, erst dann ist die menschliche Emanzipation vollbracht."
"Unser Wahlspruch muss also sein: Reform des Bewusstseins nicht durch Dogmen, sondern durch Analysirung des mystischen sich selbst unklaren Bewusstseins, trete es nun religiÜs oder politisch auf. Es wird sich dann zeigen, dass die Welt längst den Traum von einer Sache besitzt, von dem sie nur das Bewusstsein besitzen muss, um sie wirklich zu besitzen."
"So gut, wie jeder schreiben und lesen lernt, muss jeder schreiben und lesen dĂźrfen."
"Kein Mensch bekämpft die Freiheit; er bekämpft hÜchstens die Freiheit der anderen."
"Der Schuster Jakob BĂśhme war ein groĂer Philosoph. Manche Philosophen von Ruf sind nur groĂe Schuster."
"Dem Demokrit hat die Zeit keine Bedeutung, keine Notwendigkeit fßr das System. Er erklärt sie, um sie aufzuheben. Als ewig wird sie bestimmt, damit, wie Aristoteles und Simplicius sagen, Entstehen und Vergehen, also das Zeitliche, von den Atomen entfernt werde. Sie selbst, die Zeit, biete den Beweis dar, daà nicht alles einen Ursprung, ein Moment des Anfangs haben mßsse."
"Es ist die Kritik, die die einzelne Existenz am Wesen, die besondere Wirklichkeit an der Idee miĂt."
"Wenn wir den Stand gewählt, in dem wir am meisten fĂźr die Menschheit wirken kĂśnnen, dann kĂśnnen uns Lasten nicht niederbeugen, weil sie nur Opfer fĂźr alle sind; dann genieĂen wir keine arme, eingeschränkte, egoistische Freude, sondern unser GlĂźck gehĂśrt Millionen, unsere Taten leben still, aber ewig wirkend fort, und unsere Asche wird benetzt von der glĂźhenden Träne edler Menschen."
"[...] zu lernen ist, daĂ nicht die bessere Sache den irdischen Sieg erficht, sondern die besser verfochtene Sache."
"Und nichts Sensationelleres gibt es in der Welt als die Zeit, in der man lebt!"
"Nichts ist verblĂźffender als die einfache Wahrheit, nichts ist exotischer als unsere Umwelt, nichts ist phantasievoller als die Sachlichkeit."
"Der Reporter hat keine Tendenz, hat nicht zu rechtfertigen und hat keinen Standpunkt. Er hat unbefangen Zeuge zu sein und unbefangene Zeugenschaft zu liefern."
"Auch die willfährigsten Staatsphilosophen kÜnnten keine Entschuldigung dafßr finden, daà ein Land seine Ordnung aufrechterhält durch eine Armee von Lockspitzeln."
"Wenn man nur ein Messer hat, mag man die Gefahr, die von einem Bären im Wald ausgeht, fßr tolerabel halten, weil die Alternative, den Bären zu jagen, riskanter ist, als den Kopf tief zu halten. Wer ein Gewehr hat, kalkuliert anders."
"Ein britischer Kritiker der amerikanischen Neigung zu militärischen Aktionen erinnert an die alte Redensart: 'Wenn du einen Hammer hast, fangen alle Probleme an, wie Nägel auszusehen.' Das stimmt. Aber militärisch schwächere Staaten unterliegen der gegenteiligen Gefahr: Wenn du keinen Hammer hast, willst du nirgends einen Nagel sehen."
"Weil gar zu schÜn im Glas der Wein geblunken,// hat sich der Hans dick voll getrinkt.// Drauf ist im Zickzack er nach Haus gehunken// und seiner Grete in den Arm gesinkt.// Die aber hat ganz mächtig abgewunken// und hinter ihm die Tßre zugeklunken."
"Wer unter Menschen nur einen Engel sucht, der findet kaum Menschen. Wer aber unter Menschen nur Menschen sucht, der findet gewiĂ seinen Engel."
"Von drei bis vier, da fehlet keiner, // Ein BĂźndniĂ ist es, ein geschwornes, // sie sitzen alle da bei Scheiner // und rauchen friedlich ihr Gefrornes!"
"Viele Journalisten und Recensenten sind wie die Kakadus, sie ziehen die Klaue ein, wenn sie gefĂźttert werden, und drĂźcken ein Auge zu, wenn sie zu trinken bekommen."
"Thränen ist das Vorrecht des Schicksals und der Menschen, Thränen das Vorrecht des UnglĂźcks, Thränen das Vorrecht der Menschlichkeit, Thränen das Vorrecht der GrĂśĂe!"
"Der Wein und die Wahrheit sind sich nur insofern ähnlich, als man mit beiden ."
"Ăffentlichkeit ist der Sauerstoff der Demokratie."
"Ohne Springer wäre diese Republik heute demokratischer; es gäbe weniger Nationalismus und Rassismus, weniger Polizeistaat, weniger Schnßffler, weniger Misstrauen, weniger Lßge, weniger Prostitution, sexuelle wie politische. Die Bundesrepublik wäre ein friedlicheres Land, nicht so gefährlich fßr seine Nachbarn und seine eigenen Minderheiten."
"Es gibt inzwischen genug Menschen, denen man ihre Obdachlosigkeit gar nicht ansieht. Sie sehen so aus, als kämen sie gerade aus dem Bßro. Man erkennt es nur an kleinen Zeichen: die Haare sind ungekämmt, der Anzug ein bisschen verknittert..."
"Durch die Unsicherheit und Angst meines ßbermächtigen Gegners ßberwand ich meine eigene Unsicherheit und Angst."
""Ein StĂźck Apartheid findet mitten unter uns statt"
""Die Verschärfung des Asylrechts, der Fremdenhass, die zunehmende Gettoisierung"
"Aber man muss sich verkleiden, um die Gesellschaft zu demaskieren, muss täuschen und sich verstellen, um die Wahrheit herauszufinden."
"In einer blockierten Gesellschaft, wo jeder schuldig ist, ist es das einzige Verbrechen, sich erwischen zu lassen. In einer Welt der Diebe ist Dummheit die einzige unverzeihliche SĂźnde."
""Da geht er hin, einer von Gottes eigenen Prototypen"
"Zum Bleiben wie zum Wandern muà die Rasse zunächst an Ort und Stelle verbessert werden. Man muà sie kriegsstark, arbeitsfroh und tugendhaft machen."
"Ziehen wir in eine Gegend, wo es fĂźr die Juden ungewĂśhnliche wilde Tiere gibt â groĂe Schlangen usw. â so benĂźtze ich die Eingeborenen, bevor ich sie in den Durchzugsländern beschäftige, dazu, diese Tiere auszurotten. Hohe Prämien fĂźr Schlangenhäute usw. und fĂźr die Brut."
"Wien, 16. April 1896. Hier unterbrach ich damals die zusammenhängende Darstellung, denn es folgten mehrere Wochen einer beispiellosen Produktion, in denen ich die Einfälle nicht mehr ruhig ins Reine schreiben konnte. Ich schrieb gehend, stehend, liegend, auf der Gasse, bei Tisch, bei Nacht, wenn es mich aus dem Schlaf aufjagte."
"Bei Arabern und Kurden sind wir beliebt. Streitende Araber gehen zuweilen statt zum tĂźrkischen Richter zu einem Juden, der richten soll."
"Von unserem Nationalplan spricht ganz Palästina. Wir sind ja doch die angestammten Herren des Landes."
"Tatsächlich ist der Antisemitismus die Folge der Judenemanzipation, BevĂślkerungen, denen das historische Verständnis mangelt â also alle â, sehen uns aber nicht als geschichtliches Produkt an, nicht als die Opfer frĂźherer, grausamer und noch beschränkterer Zeiten. Die wissen nicht, daĂ wir so sind, weil man uns unter Qualen so gemacht hat, weil die Kirche das Wuchergewerbe fĂźr Christen unehrlich machte und wir durch die Herrscher in Geldgeschäfte gedrängt wurden. Wir kleben am Geld, weil man uns aufs Geld geworfen hat."
"Selbstverständlich werden wir Andersgläubige achtungsvoll dulden, ihr Eigentum, ihre Ehre und Freiheit mit den härtesten Zwangsmitteln schßtzen."
""Mit dem Verleger Breitenstein abgeschlossen. Er war begeistert, als ich ihm einige Stellen aus der nach langer MĂźhe endlich fertigen Schrift vorlas. Den Titel habe ich geändert. âDer Judenstaat". Jetzt fĂźhle ich die Erleichterung nach getaner Arbeit. Einen Erfolg erwarte ich nicht."
""Ich glaube, es muĂ jetzt schon von allen Seiten klar sein: Der Judenstaat ist ein WeltbedĂźrfnis! Und darum wird er entstehen"