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April 10, 2026
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"Wahrscheinlich kann man vom Nichtwollen seelisch nicht leben; eine Sache nicht tun wollen, das ist auf Dauer kein Lebensinhalt."
"Die Freiheit existiert, und auch der Wille existiert; aber die Willensfreiheit existiert nicht, denn ein Wille, der sich auf seine Freiheit richtet, stĂśĂt ins Leere."
"Auf irgendeine Weise fehlte es der Atmosphäre an Unschuld, an Zwanglosigkeit [âŚ] Man verstand bald, daĂ Politisches umging, die Idee der Nation im Spiel war."
"âReduziert auf ein elendes Massenniveau, das Niveau eines Hitler, brach die deutsche Romantik in hysterische Barbarei ausâ"
"âDer einfache Gedanke daran, wer die Menschen sind, denen die erbärmlich-äuĂerliche Zufallsmacht gegeben ist, mir mein Deutschtum abzusprechen, reicht hin, diesen Akt in seiner ganzen Lächerlichkeit erscheinen zu lassen. [...] Sie haben die unglaubwĂźrdige KĂźhnheit, sich mit Deutschland zu verwechseln!â 1936, Schweiz."
"âIch habe es mir nicht träumen lassen, daĂ ich meine hĂśheren Tage als Emigrant, zu Hause enteignet und verfemt, in tief notwendigem politischen Protest verbringen wĂźrde.â 1936, Schweiz."
"â[...] heute [kann] nichts Lebendiges die Politik umgehen [...]. Selbst eine Weigerung zur Politik ist politisch; sie fĂśrdert lediglich die Politik des BĂśsen.âSteven Walter: [https://ga.de/news/kultur-und-medien/ueberregional/beethovenfest-intendant-steven-walter-ueber-thomas-mann_aid-130730009 Beethovenfest-Intendant Steven Walter Ăźber Thomas Mann"
"Welch eine herrliche Gabe ist nicht die Phantasie, und welchen Genuà vermag sie zu gewähren!"
"So hoch er sich heute spreizt, so weit seine EinschĂźchterung sich ausbreitet, soviel von ihm angerichtetes Elend, Entehrung, Verderbnis, Blut, Tränen, Verzweiflung und Selbstmord er sich von seinem Bergsitz betrachten und sich groĂ, sich ÂťgeschichtlichÂŤ vorkommen darf, â der Stab ist ihm gebrochen, nichts wird bleiben von seinen Worten und Werken, weil sie falsch und nichtig waren, und sein Nachruhm wird Schande sein."
"Sagt, was ihr wollt: das Christentum, diese Blßte des Judentums, bleibt einer der beiden Grundpfeiler, auf denen die abendländische Gesittung ruht und von denen die andere die mediterrane Antike ist. Die Verleugnung einer dieser Grundvoraussetzungen unserer Sittlichkeit und Bildung, oder gar ihrer beider, durch irgendeine Gruppe der abendländischen Gemeinschaft wßrde ihr Ausscheiden aus dieser und eine unvorstellbare, ßbrigens gottlob gar nicht nachvollziehbare Zurßckschraubung ihrer humanen Status, ich weià nicht, wohin, bedeuten"
"MĂźnchen leuchtete. Ăber den festlichen Plätzen und weiĂen Säulentempeln, den antikisierenden Monumenten und Barockkirchen, den springenden Brunnen, Palästen und Gartenanlagen der Residenz spannte sich strahlend ein Himmel von blauer Seide, und ihre breiten und lichten, umgrĂźnten und wohlberechneten Perspektiven lagen in dem Sonnendunst eines ersten, schĂśnen Junitages."
"Fahr hin, jovialer Mordwanst! Du hast es wenigstens genossen, während dein Herr und Meister nie nirgends gelebt hat als in der HÜlle."
"Die Rolle des Vertrauten ist immer zugleich wohltuend und schmerzlich, denn man spielt sie ja immer nur unter der Voraussetzung, daĂ man selbst nicht in Betracht kommt. Aber wieviel besser ist es doch, habe ich mir oft gesagt, der Welt Vertrauen einzuflĂśĂen, als ihre Leidenschaften zu erregen! Wieviel besser, ihr 'gut', als ihr 'schĂśn' zu erscheinen!"
"Brave, herrliche junge Leute! Ihr seid nicht umsonst gestorben, sollt nicht vergessen sein"
"Solange ich hier bin, stirbt keiner."
"Er hat mir auch die Augen geĂśffnet, daĂ man erst einmal den primären Text ausschĂśpfen muĂ, und zwar systematisch ausschĂśpfen muĂ, bevor man in die Wirkungsgeschichte hineingeht."
"Ich fĂźrchte mich nicht vor der RĂźckkehr des Faschisten in der Maske des Faschisten, sondern vor dessen RĂźckkehr in der Maske des Demokraten."
"Der Panzer verdeckt die Wunde."
"Die Forderung, daĂ Auschwitz nicht noch einmal sei, ist die allererste an Erziehung. Sie geht so sehr jeglicher anderen voran, daĂ ich weder glaube, sie begrĂźnden zu mĂźssen noch zu sollen."
"Kunst will das, was noch nicht war, doch alles, was sie ist, war schon."
"Leben, das Sinn hätte, fragte nicht danach."
""Vor MiĂbrauch wird gewarnt."
"Die fast unlĂśsbare Aufgabe besteht darin, weder von der Macht der anderen, noch von der eigenen Ohnmacht sich dumm machen zu lassen."
"Der Mechanismus der Reproduktion des Lebens, seiner Beherrschung und seiner Vernichtung ist unmittelbar der gleiche, und demgemäà werden Industrie, Staat und Reklame fusioniert."
"Bei vielen Menschen ist es bereits eine Unverschämtheit, wenn sie Ich sagen."
"Geliebt wirst du einzig, wo du schwach dich zeigen darfst, ohne Stärke zu provozieren."
"Es gibt kein richtiges Leben im falschen."
"Der BĂźrger aber ist tolerant. Seine Liebe zu den Leuten, wie sie sind, entspringt dem HaĂ gegen den richtigen Menschen."
"âNach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben, ist barbarisch.â â Kulturkritik und Gesellschaft, (1951). In: Adorno: Gesammelte Schriften, Bd. 10.1. Frankfurt/M. 1980. S. 11â30. Siehe auch: w:Nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben, ist barbarisch"
"Die rastlose SelbstzerstÜrung der Aufklärung zwingt das Denken dazu, sich auch die letzte Arglosigkeit gegenßber den Gewohnheiten und Richtungen des Zeitgeistes zu verbieten."
"Wenn das Kardinalskollegium einen Deutschen gewählt hat, dann ist das doch die letzte Absolution fßr unsere Sßnden im 20. Jahrhundert."
"Ich hatte Ratzinger in Deutschland als brillanten, offenen Theologen kennengelernt. Als Ratzinger dann nach Rom ging, ßbernahm er die Logik des rÜmischen Systems, die Logik der Macht. Das enttäuschte mich. Als Papst wurde er noch schlimmer. [Inwiefern?] Zuerst war Ratzinger konservativ, heute ist er von Grund auf reaktionär. Er verurteilt alles Moderne, will die Kirche des 19. Jahrhunderts erhalten. Ratzinger ist ein Professorenpapst, kein Hirte. Kein Charisma, keine Ausstrahlung."
"Ich halte Papst Benedikt XVI. fĂźr einen hochintelligenten Menschen. Ich hoffe, dass er eher zur Altersweisheit als zum alten Starrsinn neigt. Dann kann er mit kleinen Schritten Zeichen setzen."
"Ich habe ihm in meiner persÜnlichen Gratulation geschrieben: Heiliger Vater, wenn Jesus 80 Jahre alt geworden wäre, dann wßrde er aussehen wie Du. Denn Du lebst in 80-jähriger inniger Gemeinschaft mit dem Herrn."
""Atheisten sollten die Wahl von Papst Benedikt XVI. begrĂźĂen, denn dieser alte, gelehrte, konservative und uncharismatische bayerische Theologe wird sicherlich die Entchristianisierung in Europa vorantreiben, auch wenn er genau das Gegenteil beabsichtigt. Am Ende seines Pontifikats wird Europa vielleicht genauso unchristlich sein, wie es schon einmal vor 15 Jahrhunderten war, als St. Benedikt, einer der Schutzheiligen Europas, den Benediktinerorden grĂźndete. Das christliche Europa beginnt mit Benedikt und endet mit Benedikt"
""Die grausamen Folgen religiĂśs motivierter Gewalt stehen zu drastisch vor unser aller Augen. Gewalt richtet das Reich Gottes, das Reich der Menschlichkeit nicht auf. Sie ist ganz umgekehrt ein Lieblingsinstrument des Antichrist"
"Weil der Mensch immer frei bleibt und weil seine Freiheit immer auch brĂźchig ist, wird es nie das endgĂźltig eingerichtete Reich des Guten in dieser Welt geben."
"Nach einem groĂen Papst Johannes Paul II. haben die Herren Kardinäle mich gewählt, einen einfachen und bescheidenen Arbeiter im Weinberg des Herrn."
"Mozart ist schĂśn, wie die SchĂśpfung schĂśn ist."
"In Jesus Christus schenkt Gott uns seine Liebe."
"Ich mĂśchte auch sagen, dass der Papst kein Orakel und [âŚ] nur in den seltensten Fällen unfehlbar ist."
"Ich bin natĂźrlich ein Bayer geblieben, auch als Bischof von Rom."
"Die verschiedenen heute festzustellenden AuflĂśsungstendenzen bezĂźglich der Ehe, wie uneheliche Lebensgemeinschaften und die ÂťEhe auf ProbeÂŤ, bis hin zur Pseudo-Ehe zwischen Personen des gleichen Geschlechts sind hingegen Ausdruck einer anarchischen Freiheit, die sich zu Unrecht als wahre Befreiung des Menschen ausgibt."
"Die Kultur Europas ist aus der Begegnung von Jerusalem, Athen und Rom â aus der Begegnung zwischen dem Gottesglauben Israels, der philosophischen Vernunft der Griechen und dem Rechtsdenken Roms entstanden. Diese dreifache Begegnung bildet die innere Identität Europas."
"Aber wenn man nur Know-How weitergibt, nur beibringt, wie man Maschinen macht und mit ihnen umgeht, und wie man VerhĂźtungsmittel anwendet, dann braucht man sich nicht zu wundern, dass am Schluss Krieg herauskommt und AIDS-Epidemien."
"Wir bleiben ein liberales, ein im Zweifelsfall linkes Blatt."
"Unkorrupt bis ins Mark."
"Ich glaube, er hat sein Leben gut gelebt und er hat sich dabei um Deutschland verdient gemacht."
""Einer Wahrheit ans Licht zu helfen, die unter der glatten Oberfläche der Volksmeinung schlummert, diese notwendige Wahrheit unangreifbar zu fassen und in 400 000 Exemplaren bis in den hintersten Winkel auf die Reise zu schicken, so daà niemand mehr sagen kann, sie sei ihm nicht zugänglich gewesen, eine Wahrheit, der die etablierten Fßhrer und Meinungsmacher aus Bequemlichkeit und Eigensucht bislang ausgewichen sind"
"Den Staatsmann Kohl wird man nicht mehr von der Landkarte tilgen kĂśnnen. GlĂźckwunsch, Kanzler!"