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April 10, 2026
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"Da liegst du nun im Sonnenglanz, // SchĂśn wie ich je dich sah, // In deiner Berge grĂźnem Kranz, // Mein Stuttgart, wieder da"
"Jagd ist nur eine feige Umschreibung fĂźr besonders feigen Mord am chancenlosen MitgeschĂśpf."
"Wohl auch sein Leben, gewiĂ aber das postume Sein dieses Mannes ist ein groĂartiges Paradox."
""Nun siegt mal schĂśn!â"
"Lohnt es, vor achtzehn Leuten zu reden, wo man eigentlich mit fßnfzig bis siebzig hätte rechnen dßrfen? Es lohnt. Man darf diejenigen, die gekommen sind, nicht dafßr strafen, daà die anderen schwänzten."
"Hebel aber blieb lebendig [...] nicht bloĂ deshalb, weil die Dankbarkeit des alemannischen Volkstums den Mann trägt, die Dankbarkeit dafĂźr, daĂ er die Heimatsprache sozusagen druckreif gemacht hat, sondern weil in diesem bewuĂten und begrenzten Provinzialismus der Gedichte ein WeltgefĂźhl umfaĂt ist, und weil in diesen mit sehr viel Zeitluft und mit aktuellem Zeitgeschehen angefĂźllten Anekdoten der Unterton des Bleibenden, des GĂźltigen, des Ewigen, des Ewig-Menschlichen mitklingt."
"Es gibt drei HĂźgel, von denen das Abendland seinen Ausgang genommen hat: Golgatha, die Akropolis in Athen, das Capitol in Rom. Aus allen ist das Abendland geistig gewirkt, und man darf alle drei, man muss sie als Einheit sehen."
"Der Haà folgt der Trägheit des Herzens; er ist billig und bequem. Die Liebe ist immer ein Wagnis. Aber nur im Wagen wird gewonnen."
"Im Grunde genommen bleibt dieser 8. Mai 1945 die tragischste und fragwĂźrdigste Paradoxie der Geschichte fĂźr jeden von uns. Warum denn? Weil wir erlĂśst und vernichtet in einem gewesen sind."
"Wo die Männer versagen, da ruft man nach dem Mann. Der Fascismus, der ßberall anders, ßberall in neuer nationaler Vermummung auftritt, weist in allen Ländern diesen einen gemeinsamen Wesenszug auf: die Sehnsucht nach dem Diktator. Die erschlafften VÜlker suchen nach einem Hirn, das fßr sie denkt, nach einem Rßcken, der fßr sie trägt."
"Man kann nicht kämpfen, wenn die Hosen voller sind als das Herz."
"Man bewundert bei uns noch immer ein ständig im Maul gefßhrtes ungekämmtes Flegeltum als Männlichkeit."
"Wenn man den verseuchten Geist eines Landes wirkungsvoll bekämpfen will, muà man dessen allgemeines Schicksal teilen."
"Was nßtzen Denkmäler des unbekannten Soldaten den Gefallenen? Erst muà der Mensch leben, dann kann seine Ehre geschßtzt werden!"
"Im Gefängnis gewesen sein, das ist ein groĂes Erlebnis, das kein politischer Mensch aus seinem Dasein streichen kann."
"Deutschland ist das einzige Land, wo Mangel an politischer Befähigung den Weg zu den hÜchsten Ehrenämtern sichert."
"Der Krieg ist ein besseres Geschäft als der Friede."
"Der politische Journalismus ist keine Lebensversicherung: das Risiko erst gibt seinen besten Antrieb."
"Der Antisemitismus ist dem Nationalismus blutsverwandt und dessen bester Alliierter."
"Wenn bei Flugzeugen die Motoren ausfallen, ist das nicht das Ende des Flugs. Die Flugzeuge fallen nicht wie Steine vom Himmel. Sie gleiten weiter [...], um dann beim Versuch des Landens zu zerschellen.[...] Der Sommer war der Gleitflug unserer Liebe."
"Vielleicht, weil die Wahrheit des Rechts ebenso in Worten und Sätzen liegt wie die Wahrheit von Geschichten und weil die Dinge hier wie dort zu ihrem Ende gebracht werden mßssen."
"Deutsche Autoren schreiben weniger fĂźr ihre Leser als fĂźr ihre Kritiker. [âŚ] Wenn deutsche BĂźcher unterhaltsam sind, unterfordern sie den Leser oft. Und wenn sie Niveau haben, kommt leicht die Unterhaltung zu kurz."
"Durch den Dauereinsatz der Auschwitz-Keule [âŚ] kamen die Deutschen in eine Schuldknechtschaft, die es in- und ausländischen Kreisen bis heute ermĂśglicht, die Deutschen moralisch zu demĂźtigen, wirtschaftlich auszunehmen und politisch zu bervormunden."
"Der Bomben-Holocaust steht ursächlich weder im Zusammenhang mit dem 1. September 1939 noch mit dem 30. Januar 1933. Die Pläne zur Vernichtung des Deutschen Reiches existierten nämlich schon lange, bevor in Versailles der erste Nationalsozialist geboren wurde."
"Auf diesen bundesdeutschen Stasi-Staat, der keine Demokratie, sondern deren Karikatur ist, spucke ich."
"Dass kein Unschuldiger und auch der Schuldige nur unter Wahrung aller seiner PersĂśnlichkeits- und Verteidigungsrechte verurteilt werde, ist eine fĂźr die Rechtskultur eines Landes entscheidende, seine Rechtsstaatlichkeit mit konstituierende gesetzliche Forderung."
"Wie schĂśn und gut wĂźrden alle Menschen sein, wenn sie sich jeden Abend vor dem Einschlafen die Ereignisse des ganzen Tages vor Augen fĂźhrten und Ăźberlegten, was gut und was schlecht gewesen ist."
"Niemand, der nicht schreibt, weiĂ, wie fein es ist, zu schreiben. FrĂźher habe ich immer bedauert, nicht gut zeichnen zu kĂśnnen, aber nun bin ich ĂźberglĂźcklich, daĂ ich wenigstens schreiben kann. Und wenn ich nicht genug Talent habe, um Zeitungsartikel oder BĂźcher zu schreiben, gut, dann kann ich es immer noch fĂźr mich selbst tun."
"Ich will noch fortleben nach meinem Tode."
"Ich muĂ dir wieder von einem Streit erzählen, aber zuvor will ich dir sagen, daĂ ich es gräĂlich und unbegreiflich finde, wenn Erwachsene sich so schnell, so oft und Ăźber die kleinste Kleinigkeit erregen und streiten. Bisher dachte ich, daĂ nur Kinder sich zanken und daĂ es später nicht mehr vorkommt."
"Es ist ein Wunder, daĂ ich all meine Hoffnungen noch nicht aufgegeben habe, denn sie erscheinen absurd und unerfĂźllbar. Doch ich halte daran fest, trotz allem, weil ich noch stets an das Gute im Menschen glaube."
"Ein Mensch kann einsam sein, obwohl er von vielen geliebt wird, wenn er nicht fĂźr einen Menschen 'der Liebste' ist."
"Wo das BewuĂtsein schwindet, daĂ jeder Mensch uns als Mensch etwas angeht, kommen Kultur und Ethik ins Wanken."
"Wer erkannt hat, daĂ die Idee der Liebe der geistige Lichtstrahl ist, der aus der Unendlichkeit zu uns gelangt, der hĂśrt auf, von der Religion zu verlangen, daĂ sie ihm ein vollständiges Wissen von dem Ăbersinnlichen bietet."
"Viel Kälte ist unter den Menschen, weil wir nicht wagen, uns so herzlich zu geben, wie wir sind."
"So weiĂ auch keiner von uns, was er wirkt und was er Menschen gibt."
"Optimistisch ist diejenige Weltanschauung, die das Sein hĂśher als das Nichts stellt und so die Welt und das Leben als etwas an sich Wertvolles bejaht."
"Nicht auf das, was geistreich sondern auf das, was wahr ist, kommt es an."
"Ethisch werden heiĂt, wahrhaft denkend werden."
"Ethik ist ins Grenzenlose erweiterte Verantwortung gegen alles, was lebt."
"Es hat mich ergriffen, daĂ es fĂźr diesen GroĂen unter den geistig Schaffenden keine Arbeit gab, die er unter seiner WĂźrde hielt, keine praktische Beschäftigung, von der er sagte, daĂ andere nach ihrer Gabe und Bestimmung sie besser tun kĂśnnten als er, sondern daĂ er darauf aus war, die Einheit seiner PersĂśnlichkeit in dem Nebeneinander von praktischem Tun und geistigem Gestalten zu verwirklichen."
"Der grĂśĂte Feind der Sittlichkeit ist die Abstumpfung."
"Das Wenige, das du tun kannst, ist viel."
"Alles Denken, das in die Tiefe geht, endet in ethischer Mystik."
"Die Lebensregungen des strebsamen JĂźngers waren von Kind an darauf gerichtet, ein ÂťGroĂerÂŤ zu werden. Seine GleichgĂźltigkeit in der Schule, die miserablen Zeugnisse, die Indolenz gegenĂźber den praktischen Dingen des Lebens durften niemanden täuschen."
"Ironie [...] ist das KĂśrnchen Salz, durch welches das Aufgetischte Ăźberhaupt erst genieĂbar wird."
"Ein gutes Buch werde gleich zusammen mit seinem Titel geboren."
"Der groĂe Mann ist ein Ăśffentliches UnglĂźck."
"Der Mensch soll um der Gßte und Liebe willen dem Tode keine Herrschaft einräumen ßber seine Gedanken."
"Dem Problem der Toleranz dßrften Sie kaum gewachsen sein, Ingenieur. Prägen Sie sich immerhin ein, daà Toleranz zum Verbrechen wird, wenn sie dem BÜsen gilt."