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April 10, 2026
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"Vom Vater hab ich die Statur, // Des Lebens ernstes FĂźhren, // Von MĂźtterchen die Frohnatur // Und Lust zu fabulieren."
"Du hast mir ja schon manchmal hier auf Deinem Schemel die UnmÜglichkeiten vorerzählt, denn wenn Du, mit Ehren zu melden, ins Erfinden gerätst, dann hält Dich kein Gebià und kein Zaum!"
"AmĂźsiere Dich recht gut und sei lustig, denn wer lacht, kann keine TodsĂźnd' tun."
"Magen und Blase des Menschen nimmt Alles auf, womit er sich nährt. Wenn diese beiden zu viel Speisen und Getränke bekommen, verursachen sie im ganzen Leibe einen Sturm der bÜsen Säfte, wie die Elemente nach Art des Menschen."
"Jedwede Kreatur hat einen Urtrieb nach liebender Umarmung."
"Jedes GeschĂśpf ist mit einem anderen verbunden, und jedes Wesen wird durch ein anderes gehalten."
"Feuer, Luft, Wasser, Erde sind im Menschen, aus ihnen besteht er. Vom Feuer hat er die Wärme, Atem von der Luft, vom Wasser Blut und von der Erde das Fleisch; in gleicher Weise auch vom Feuer die Sehkraft, von der Luft das GehÜr, vom Wasser die Bewegung, von der Erde das Aufrechtgehen."
"Drei Pfade hat der Mensch in sich, in denen sich sein Leben tätigt: die Seele, den Leib und die Sinne."
"Die Gräslein kĂśnnen den Acker nicht begreifen, aus dem sie sprieĂen."
"Die Ewigkeit gleicht einem Rad, das weder Anfang noch Ende hat."
"Der Mensch sollte alle seine Werke zunächst einmal in seinem Herzen erwägen, bevor er sie ausfßhrt."
"Das Herz hat die Eigenschaft des Wissens, die Leber des Gefßhls, die Lunge des Blattes (der Veränderlichkeit, Beweglichkeit?), der Mund dient der Vernunft als Weg, ein Sprachrohr fßr das, was der Mensch vorträgt, und eine Aufnahme der Erfrischungen des KÜrpers; und er spricht, hÜrt aber nicht, während das Ohr hÜrt, aber nicht spricht."
"Der Satz ÂťIch bin der Sohn GottesÂŤ, ist von Jesus selbst nicht in sein Evangelium eingerĂźckt worden, und wer ihn als einen Satz neben anderen dort einstellt, fĂźgt dem Evangelium etwas hinzu."
"Ich stimme somit mit Gesell ßberein, dass das Ergebnis der Lßckenausfßllung in der klassischen Theorie nicht darin besteht, das "Manchester System" aufzugeben, sondern die Natur der Umwelt zu bestimmen, die das freie Spiel der wirtschaftlichen Kräfte erfordert, wenn es die vollen MÜglichkeiten der Erzeugung verwirklichen soll."
"Gesell zog die halbreligiĂśse Verehrung auf sich, die frĂźher Henry George umgab, und wurde der verehrte Prophet eines Kultus mit Tausenden von Anhängern in der ganzen Welt. [âŚ] Ich glaube, daĂ die Zukunft mehr vom Geiste Gesells als von jenem von Marx lernen wird. Das Vorwort zu ÂťDie NatĂźrliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und FreigeldÂŤ wird dem Leser, wenn er es nachschlägt, die moralische HĂśhe Gesells zeigen. Die Antwort auf den Marxismus ist nach meiner Ansicht auf den Linien dieses Vorwortes zu finden."
""Wir fordern die Beseitigung jeder Einwanderungskontrolle. Die Gelben, die WeiĂen, die Schwarzen â alle sollen das gleiche Recht auf die Erde, auf den amerikanischen Kontinent haben, genau wie wir jedem Amerikaner Europa und die Mongolei zu Nutz und Freude zur freien VerfĂźgung stellen wollen."
"Reichtum und Armut sind gleichmäĂig verkehrte Zustände. Sie gehĂśren nicht in einen geordneten Staat. Sie sind mit dem BĂźrger- und VĂślkerfrieden unvereinbar. [...] Armut ist eine Kette und Reichtum ist eine Kette. Und der Anblick von Ketten muss jedem Freien ein Gräuel sein. Wo er sie sieht, muss er sie brechen."
"Unser Geld bedingt den Kapitalismus, den Zins, die Massenarmut, die Revolte und schlieĂlich den BĂźrgerkrieg, der zur Barbarei zurĂźckfĂźhrt. ... Wer es vorzieht, seinen eigenen Kopf etwas anzustrengen statt fremde KĂśpfe einzuschlagen, der studiere das Geldwesen."
"Warum spricht man in allen Zeitungen der Welt von Marx und seiner Lehre? Einer meinte, das läge an der Hoffnungslosigkeit und entsprechenden Harmlosigkeit der Marxschen Lehre. Kein Kapitalist fßrchtet diese Lehre, wie auch kein Kapitalist die christliche Lehre fßrchtet. Es wäre geradezu vorteilhaft fßr das Kapital, mÜglichst viel und breit von Marx und Christus zu reden."
"Denn die Arbeit ist die einzige Waffe des gesitteten Menschen in seinem ÂŤKampfe ums DaseinÂť."
"Aus dieser regelmäĂigen VergĂźtung setzt sich der Zins des Handelskapitals zusammen, und er beträgt, auf den Jahresumsatz verteilt, nach mehrtausendjähriger Erfahrung 4-5%."
"Wir hatten niemand um uns als einen vertrockneten Haushofmeister und eine zu Eis gefrorene Gouvernante."
"Was braucht mich Deutschlands GrĂśĂe denn zu kĂźmmern! // Ist Deutschlands nicht längst schon groĂ genug? // Was schafft die GrĂśĂe mir als grĂśĂ're Steuern!"
"Verlier dich von dem Lebenspfad // Nie seitwärts ins Geheg, // Geh immer artig kerzengradâ // Den goldenen Mittelweg."
"Ich hab' meine Tante geschlachtet."
"Es kreisen die Dohlen, es kriecht das GewĂźrm, // Die Menschen hassen und lieben; // Ich bin wie ein alter Regenschirm // In Gedanken stehengeblieben."
"Was Gott dem Menschen, ist der Mensch dem Hunde."
"Ăbung ist doch schlieĂlich die Hauptsache, wenigstens wenn man wirklich etwas zu geben hat."
"Nehmen ist seliger als Geben, wenigstens solange noch Aussicht ist, dass die Gabe nicht verweigert wird."
"Mit dem Alter steigt man nicht im Werte."
"Meine Muse scheint sich mit mir verkracht zu haben. Ich schreibe buchstäblich garnichts und befinde mich auĂerordentlich wohl dabei. Ich genieĂe zum ersten Mal in meinem Leben die ungeheure Annehmlichkeit, ein ganz gewĂśhnlicher Mensch zu sein. Damit mĂśchte ich nicht etwa sagen, daĂ ich frĂźher was Besseres war; im Gegentheil. Es plagt mich bei alledem nur die beständige Angst, daĂ es nicht lange dauert."
"Jeder Mensch hat wohl etwas Absonderliches, das ihn vorwärts treibt, und wird eventuell durch das Verlangen, diese Absonderlichkeit zu begreifen, vorwärts getrieben."
"Humor ist ein LuxusgefĂźhl."
"Dieses ewige Beinahe, das ist das Verhängnis, das Charakteristische meiner Natur. Ich war beinah verheiratet, wäre beinahe Schauspieler geworden, bin beinahe ein geschätzter Schriftsteller und verdiene beinahe eine Unmenge Geld. Mit diesem Beinahe hat man aber nicht viel Glßck, am wenigsten bei Frauen, die in ihrem berechtigten Realismus wenig Empfänglichkeit fßr das Beinahe haben."
"Die Poesie des Pessimismus ist die Lebensfreude."
"Das Leben hat es nicht gern und ist einem nicht gnädig und gßnstig, wenn man es zu ernst nimmt."
"Berlin ist eben keine Stadt, sondern ein trauriger Notbehelf, Berlin ist ein Conglomerat von Kalamitäten."
"Die Kritik hatte mir vielfach den Vorwurf gemacht, daà sich meine Dramen mit meiner eigenen Person beschäftigen. Ich wollte dartun, daà es sich der Mßhe lohnt, meine Person auf die Bßhne zu bringen."
"Sie hat auch schon ein Gedicht an mich gemacht, das von Liebe handelt. Sie beherrscht offenbar die Sprache nicht genug, um das Wort zu vermeiden."
"Das ist das Eigentßmliche an Tagebuchblättern, wenn sie echt sind, dass sie keine Ereignisse enthalten. Sobald die Ereignisse ins Leben eingreifen, verlieren sich Freude, Interesse und Zeit fßr das Tagebuch, und der Mensch findet die spontane Naivität des Kindes oder des Tieres in seiner Wildnis wieder."
"Unter Moral verstehe ich das reelle Produkt zweier imaginärer GrĂśĂen. Die imaginären GrĂśĂen sind Sollen und Wollen. Das Produkt heiĂt Moral und läĂt sich in seiner Realität nicht leugnen."
"Immerhin finde ich es weniger unsittlich, von zwei Männern ein uneheliches Kind zu haben, als von einem zwei."
"Im Streit zwischen Mann und Frau erscheint der Mann immer roh, die Frau immer gemein."
"Hast du mich denn zur Welt gebracht, Mutter, damit ich mich als alte Jungfer zur SchĂśpfung hinausschleiche? Ich wollte mich nicht mit einem ungebildeten Menschen einlassen. Was soll man tun, wenn einem die Ehe von den eigenen Eltern als die scheuĂlichste Menschenquälerei vorgefĂźhrt wurde!"
"Ein gesunder Mensch wird immer rot, wenn er ein Gedicht gemacht hat."
"Sßnde ist eine mythologische Bezeichnung fßr schlechte Geschäfte."
"Ein frĂźherer Klassenkamerad schreibt mir aus Afrika, wenn man sich in Afrika unglĂźcklich fĂźhle, dann fĂźhle man sich noch zehnmal glĂźcklicher, als wenn man sich in MĂźnchen glĂźcklich fĂźhle."
"Das glänzendste Geschäft auf dieser Welt ist die Moral."
"Goebbels war der einzig wirkliche Kopf im ganzen Hitlerministerium. Mit einer Ăźberragenden Intelligenz ausgestattet, erkannte er alle MĂśglichkeiten einer Situation sofort und wuĂte sie fĂźr seine politischen Zwecke auszunutzen."
"Er ist ein starker und geschickter Dialektiker, keiner kommt ihm gleich in der Kunst, sich zwischen LĂźge und Wahrheit zu bewegen, den Tatsachen, denen er ein anderes Gesicht gibt, den Schein unbedingter Genauigkeit zu verleihen und die Geschehnisse in dem fĂźr ihn gĂźnstigsten Licht darzustellen."