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April 10, 2026
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""Alle Wirklichkeit ist subjektive Erscheinung - dies muss die grosse grundlegende Erkenntnis auch der Biologie bilden. Ganz umsonst wird man die gesamte Welt durchstÜbern nach Ursachen, die unabhängig vom Subjekt sind, immer wird man auf Gegenstände stossen, die ihren Aufbau dem Subjekt verdanken." - Jakob Johann von Uexkßll, Theoretische Biologie. 2. gänzl. neu bearb. Aufl. Berlin: J. Springer. S.9"
"Alle Ereignisse in dieser besten aller mĂśglichen Welten stehen in notwendiger Verkettung miteinander."
"Ach, die Welt ist so geräumig, // Und der Kopf ist so beschränkt."
""Aber das Leben ist traurig und feierlich. Wir werden in eine wunderschÜne Welt gelassen, treffen uns hier, stellen uns einander vor - und gehen zusammen ein Weilchen weiter. Dann verlieren wir einander und verschwinden ebenso plÜtzlich und unerklärlich, wie wir gekommen sind. - Jostein Gaarder, Sofies Welt, Carl Hanser Verlag, Mßnchen 2000, ISBN 3-446173-47-1"
"Träume kÜnnen Empfindungen, Szenen und Bilder so eindringlich und schÜn gestalten wie der wache Kßnstler es nicht kann."
"PlÜtzlich sah ich mich in eine Position versetzt, aus der mein Leben in einem anderen Licht erschien. In diesem Moment hatte ich das starke Empfinden, noch nicht reif zu sein fßr das Sterben. Und die Frage tauchte auf, was ich in der mir verbleibenden Zeit noch bewältigen kÜnnte."
"Nur in der reinen Luft eigenen Denkens, eigenen Empfindens, eigenen Urteils atmet man den frischen Hauch geistiger Selbständigkeit."
""Moralische Empfindungen wie Wut, Schuld oder Vergebung gehen auf neuronale Mechanismen zurĂźck, die entstanden sind, um die Zusammenarbeit in der Gruppe zu ermĂśglichen. ... GefĂźhle sind somit nicht das Gegenteil von Vernunft"
"MiĂklänge giebt es Ăźberall, und nur unser ist die Schuld, wenn wir sie ĂźbermäĂig empfinden."
"Ich habe keine lebendige Empfindung eines Verkehrs mit Gott. Ich beneide die, die eine solche haben, da ich weiĂ, daĂ sie mir unendlich helfen wĂźrde. Das GĂśttÂliche ist fĂźr mein aktives Leben auf abstrakte BegrifÂfe beschränkt, die als Ideale mich interessieren und beeinflussen, aber sie tun es nur schwach im VerÂgleich mit dem GottesgefĂźhl, wenn ich ein solches hätte."
""Ich glaube, dass in Debussys Musik der Einklang mit den Kräften des Lebens und der Natur spßrbar ist im Sinne des Einverständnisses mit der Natur, im Sinne der Bewunderung ihrer SchÜnheit"
"Ein fetter Bauch bringt keine zarten Empfindungen hervor."
"Ein empfindlicher Mensch ist sich selbst gegenĂźber viel strenger, als andere annehmen."
"Die Zeichen der Dinge sind Empfindungen, die Zeichen der Begriffe Worte. Das Wort ist die Sache des Begriffes."
"Die Philosophie atmet ganz im Denken, das Weib lebt ganz in der Empfindung."
"Die Empfindung vollzieht sich in einem passiven Bewegungsvorgang; sie scheint nämlich eine Veränderung zu sein."
"Der tiefste Grund unsres Daseins ist individuell, sowohl in Empfindungen als in Gedanken."
"Der Geist ist es, der den Redner macht, und die Ausdruckskraft der Empfindung."
"Denn ich glaube immer noch mehr an die Wahrheit der frßhern Empfindung als an die der spätern Betrachtung."
"[...] den Schritt von der Leidenschaft zur groĂen Liebe habe ich nie gewagt. Stattdessen habe ich mir Arroganz und Härte und Stolz antrainiert, beschlossen, nie etwas zu empfinden. Ich habe nie geliebt."
"Das Wort ist nur der KĂśrper von unsern innern Empfindungen."
"Das Wesentliche ist der Gedanke. Worte, die ich mir nicht selbst ausgedacht habe, zu meinen zu machen. Als wären sie in mir entstanden. Von mir gefßhlt, empfunden und gedacht. Wenn das zum Ausdruck kommt, dann ist es egal, ob man beim Sprechen liegt oder sitzt."
"Wahnsinn ist, wenn man immer wieder das Gleiche tut, aber andere Resultate erwartet."
"Wahnsinn schafft kein Recht."
"Vom Wahnsinn gab Goethe die einfache Definition, daà er darin bestehe, wenn man von der wahren Beschaffenheit der Gegenstände und Verhältnisse, mit denen man es zu tun habe, weder Kenntnis habe noch nehmen wolle, diese Beschaffenheit hartnäckig ignoriere."
"Vielleicht ist meine Kunst die Kunst eines Wahnsinnigen, ein funkelndes Quecksilber, eine blaue Seele, die Ăźber meine Bilder hereinbricht."
"Partei ist der Wahnsinn der Vielen zum Vorteil von Wenigen."
"Oft habe ich gehĂśrt, kein guter Dichter kĂśnne leben, ohne dass seine Leidenschaft entflammt sei und ohne einen gewissen Anflug von Wahnsinn."
""Liebe, ein liebenswĂźrdiger Wahnsinn"
"Ist dies schon Tollheit, hat es doch Methode."
"In jeder groĂen Trennung liegt ein Keim von Wahnsinn; man muss sich hĂźten, ihn nachdenklich auszubrĂźten und zu pflegen."
"Ich sah die besten KĂśpfe meiner Generation zerstĂśrt vom Wahnsinn, hungrig hysterisch nackt, // wie sie im Morgengrauen sich durch die NegerstraĂen schleppten auf der Suche nach einer wĂźtenden Spritze"
"Die Menschen verstehen einander nicht. Es gibt weniger Wahnsinnige als wir denken."
"Die Harmlosen kann man nicht tadeln, weil sie immer unschuldig sind. Man kann sie nur zĂźgeln und ausmerzen. Die Unschuld ist eine Form des Wahnsinns."
"Die Einsamkeit ist die liebste Gespielin des Wahnsinns."
"Die Dämmerung versetzt die Wahnsinnigen in Erregung."
"Es gibt keine Befreiung der Menschheit ohne die soziale Unabhängigkeit und Gleichstellung der Geschlechter."
""Die vielen Gestalten täuschender Unabhängigkeit, in die wir geraten kÜnnen, macht die Unabhängigkeit selber verdächtig. Das ist gewiss: um wahre Unabhängigkeit zu gewinnen, bedarf es nicht nur der Durchhellung dieser Zweideutigkeiten, sondern auch des Bewusstseins der Grenzen aller Unabhängigkeit." - Karl Jaspers, Einfßhrung in die Philosophie, Kapitel 10: Die Unabhängigkeit des philosophischen Menschen, 1953"
"Wenn denn die Fesseln, welche uns an ihre Eitelkeit der Kreatur geknßpft halten, in dem Augenblicke, welche zu der Verwandlung unsers Wesen bestimmt worden, abgefallen sein, wo wird der unsterbliche Geist, von der Abhängigkeit der endlichen Dinge befreiet, in der Gemeinschaft mit dem unendlichen Wesen, den Genuà der wahren Glßckseligkeit finden."
"Es ist doch unter aller Menschenwßrde, krank und abhängig zu sein."
"Die Frauen unter 30 sind die erste Generation, die auch an ihren eigenen Mßttern gesehen hat, dass das Nachgeben im Beruf, dass Unterbrechungen und Teilzeitjobs zu einer Abhängigkeit von den Männern und vom Staat fßhren. Sie haben ihre Lektion gelernt."
"Abhängigkeit ist das Los der Frauen; Macht ist da, wo die Bärte sind."
"Wenn ein Autor sein Buch an ein anderes Medium abgibt, an den Film oder an die BĂźhne, muss er den anderen KĂźnstlern Freiraum lassen. Sonst kĂśnnen deren Medien nicht anfangen zu atmen."
"Meine Filme brauchen den Vergleich mit keinem anderen Film zu scheuen. Ich finde sie viel besser! Man braucht die freiwillig gezollte Anerkennung als KĂźnstler. Wenn ich den Film vor einem Publikum zeigen wĂźrde, wĂźrde ich 3.000 Dollar pro Ticket verlangen. Entweder umsonst oder gar nicht. Und die Leute sollen sich anstrengen. Wenn sie ihn wirklich sehen wollen, strengen sie sich auch an!"
"Man wĂźnscht sich ja, in manchen Filmen des Lebens nicht dabei zu sein. Wenn man aber nun einmal drin ist, bleibt nur, klar das Zepter des Handelns in die Hand zu nehmen."
""Lachen ist die beste Herzmuskelmassage, die es gibt. Ich bin mir sicher, dass manche Filme von Chaplin, Keaton"
"In dreien seiner Filme habe ich gespielt: ÂťDr. med. Hiob PrätoriusÂŤ, ÂťDas Haus in MontevideoÂŤ und ÂťHokuspokusÂŤ. Zuerst hatte ich Hemmungen, die Rollen zu Ăźbernehmen, in denen ich den Meister selbst gesehen hatte, von dem eine solche Ăberlegenheit, ein derartiger Charme, aber auch eine so elegante Ironie ausging, daĂ es unmĂśglich schien, die Rollen anders zu gestalten, als er sie gespielt hatte."
""Ich wusste sehr frĂźh, dass ich beim Film arbeiten will. Aber ich wusste auch, dass ich mein Leben beschĂźtzen muss, damit es mir nicht entrissen wird."
"Ich glaube aber nicht, dass ein einzelner Film eine Gewaltvorlage sein kann. Die Summe der Gewaltpornografie fĂźhrt zu einer Herabsetzung der Hemmschwelle. Man gewĂśhnt sich an Gewalt. Darin liegt die Gefahr."
"Filme haben frĂźh in mir das GefĂźhl geweckt, es muss im Leben mehr geben als das, was ich an der StraĂenecke in Bramfeld sah. Im Kino wurden mir Helden vorgefĂźhrt, die ein freies, aufregendes Leben fĂźhrten, die Realität sah anders aus: In den FĂźnfzigern war der Alltag in Deutschland grau, mĂźhsam und muffelig."