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April 10, 2026
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"Man braucht viel Geduld, ehe man Geduld mit sich hat."
"Denn wenn ich täglich befßrchte, die um mich sind, morgen nicht wiedersehen zu kÜnnen, habe ich anders Umgang mit ihnen, als wenn ich zu wissen glaube, mich morgen schon wieder ßber sie ärgern zu mßssen."
"Natßrlich kÜnnen wir die Winde nicht verstärken. Aber jeder von uns kann das Segel aufstellen, damit wir den Wind, wenn er kommt, einfangen kÜnnen."
"Moses schleppte uns 40 Jahre durch die WĂźste, um uns an den einzigen Ort im Nahen Osten zu bringen, an dem es kein Ăl gibt."
"Nichts ist subjektiver als eine Objektivität, die gegen die eigene Subjektivität blind ist."
"Wir sind der festen Ăberzeugung, daĂ ein gewaltig christlich-sozialer Fehler dadurch geschehen ist, daĂ man sich zur Zeit entweder gar nicht oder doch in ganz verkehrter Weise um die Arbeiter bemĂźht hat."
"Wie ßbel wären wir dran, wenn unsere Hoffnung auf Menschen ruhte."
"Was einmal alle Welt tut, glaubt der einzelne ohne weiteres auch tun zu dßrfen. Und da nun die Welt im ganzen in neuerer Zeit in ihrer Richtung auf Geld und Gut recht viele verkehrte Grundsätze und Gebräuche hervorgebracht hat, so verfallen sehr viele Christen, ohne besonderen bÜsen Willen, in sehr verkehrte Handlungsweisen. Das ist vielleicht mehr Irrtum als Unrecht."
"Unser Herrgott aber hat den heiligen Ehestand von Anfang an nicht zu einem BuĂwerk bestimmt; wenn er es doch wird, dann hat der tĂśrichte Mensch ihn selbst dazu gemacht."
"So weit Gottes Arm reicht, ist der Mensch nie ganz fremd und verlassen. Und Gottes Arm reicht weiter, als Menschen denken kĂśnnen."
"Sich heldenmĂźtig ins Unvermeidliche fĂźgen ist ja auch Weisheit."
"In demselben MaĂe, als die BedĂźrfnisse sich vermehren und das Leben kostspieliger wird, jeder viel haben will und haben muĂ, um in seiner Weise zu existieren, in demselben MaĂe sinkt der Ăśffentliche Kredit, das groĂe Vertrauen, Ăźberschlagen sich die Spekulanten und greift Unredlichkeit und Betrug um sich."
"Es ist eine beliebte Manier der herrschenden Zeitungsschreiberei, solche Tatsachen oder Erscheinungen im Ăśffentlichen, sozialen oder kirchlichen Leben, die gewissen Parteien nicht in den Kram passen, entweder mĂśglichst kurz und oberflächlich abzutun oder gar sie so schief zu drehen und zu zerren, daĂ jedenfalls die Sache dadurch aus ihrem wahren und natĂźrlichen Lichte hinausgerĂźckt wird, oder auch sie vĂśllig zu ignorieren, was man die Manier des âTotschweigensâ nennt."
"Eine rechtschaffene Ehe kommt mir vor wie ein schweres, inhaltreiches Buch, drin eine sehr reiche, sehr tiefe, sehr vielfältige Lebensweisheit steht, zwar fĂźr jedermann verfaĂt, aber von wenigen wirklich gefaĂt und begriffen."
"Die Menschen werden selten durch fremden Schaden klug."
"Die Leute leben und wirtschaften, als ob sie das wirkliche Christentum mit seinem ewigen Leben wenig oder gar nichts kĂźmmerte."
"Die alte Zeit liegt zu fern von uns ab, als daà wir ihre Bräuche unmittelbar hinßbernehmen kÜnnten."
"Das Gesetz der Liebe ist viel enger, strenger und hĂśher als alle Rechte und Gesetze der Menschen, und eine gegen die Liebe gehende Handlungsweise mit ihrer weltlichen und gesetzlichen Erlaubtheit entschuldigen wollen, heiĂt darum geradesoviel, als sich in irdischen Geschäften auĂerhalb des Bereiches des Christentums stellen, dessen Grundgesetz die Liebe ist."
"Der liebe Gott hilft nur bei nicht tĂśdlichen Erkrankungen."
"Ein Mädel wird sich schÜn bedanken, // Wenn deine Glut nur aus Gedichten spricht. // Was nßtzt die Liebe in Gedanken? // Kommt die Gelegenheit, dann kannst du's nicht."
"Was ich an Ihnen besonders bewundere ist, dass Sie eine grosse Zahl junger Talente wie aus dem Boden gestampft haben. Das ist etwas ganz Eigenartiges. Sie mĂźssen eine Gabe haben, die Geister Ihrer HĂśrer zu veredeln und zu aktivieren."
"Thermodynamik ist ein komisches Fach. Das erste Mal, wenn man sich damit befasst, versteht man nichts davon. Beim zweiten Durcharbeiten denkt man, man hätte nun alles verstanden, mit Ausnahme von ein oder zwei kleinen Details. Das dritte Mal, wenn man den Stoff durcharbeitet, bemerkt man, dass man fast gar nichts davon versteht, aber man hat sich inzwischen so daran gewÜhnt, dass es einen nicht mehr stÜrt."
"Wenn man ein Medium âĂtherâ konstruieren will, das als Substrat der Maxwellschen Gleichungen dienen soll, so muss man ihm diametral entgegengesetzte Eigenschaften beilegen wie den gewĂśhnlichen Stoffen."
":(Anmerkung: Mehrdeutige Antwort, oft ohne den folgenden Zusammenhang zitiert: "Ăberhaupt habe ich stets die Gegenstände, Ăźber die ich arbeitete, in meinen Spezialvorlesungen mir und meinen ZuhĂśreren klar zu machen gesucht. ... Als ich einmal eine Vorlesung anzeigen wollte Ăźber einen recht problematischen Gegenstand, fragte mich mein damaliger Assistent, ob ich denn etwas davon wĂźsste. Ich antwortete ihm: Wenn ich etwas davon wĂźsste, wĂźrde ich nicht darĂźber lesen.")"
"Wenn ich etwas davon wĂźsste, wĂźrde ich nicht darĂźber lesen."
"Was wir heutzutage aus der Sprache der Spektren heraus hĂśren, ist eine wirkliche Sphärenmusik des Atoms, ein Zusammenklingen ganzzahliger Verhältnisse, eine bei aller Mannigfaltigkeit zunehmende Ordnung und Harmonie. FĂźr alle Zeiten wird die Theorie der Spektrallinien den Namen Bohrs tragen. Aber noch ein anderer Name wird dauernd mit ihr verknĂźpft sein, der Name Plancks. Alle ganzzahligen Gesetze der Spektrallinien und der Atomistik flieĂen letzten Endes aus der Quantentheorie. Sie ist das geheimnisvolle Organon, auf dem die Natur die Spektralmusik spielt und nach dessen Rhythmus sie den Bau der Atome und der Kerne regelt."
"Mit 70 Jahren trat ich von meinem Lehramt zurĂźck und erhielt den denkbar schlechtesten Nachfolger."
"Auch dasjenige Wollen, welches das Beharren des gegenwärtigen Zustandes will, ist nur mÜglich durch die Vorstellung des AufhÜrens dieses Zustandes, welches verabscheut wird, also durch eine doppelte Negation; ohne die Vorstellung des AufhÜrens wßrde ein Wollen des Beharrens unmÜglich sein. Es steht also fest, dass zum Wollen zunächst zweierlei nÜthig ist, von denen eines der gegenwärtige Zustand ist, und zwar als Ausgangspunct."
"So sind die Menschen! Immer hab'nse was am andern auszusetzen, doch nach sich selber kucken tunse nich."
"Evolution schafft Ordnung. Deshalb wird manchmal behauptet, sie stehe im Widerspruch zum Entropiegesetz der Physik, wonach alle Entwicklungsvorgänge zu einer Zunahme der Unordnung fßhren. In Wirklichkeit existiert dieser Widerspruch nicht: Das Entropiegesetz gilt nämlich nur fßr geschlossene Systeme, die Evolution einer biologischen Art findet aber in einem offenen System statt, in dem die Lebewesen auf Kosten der Umwelt eine Entropieabnahme herbeifßhren kÜnnen, wobei die Sonne fßr ständige Energiezufuhr sorgt."
"Es gibt aber eine Art des Wandels, die sich offensichtlich kontinuierlich fortsetzt und so etwas wie eine Richtung zu haben scheint. Diesen Wandel bezeichnet man als Evolution oder Entwicklungsgeschichte."
"Sollte ich den Moment meines Todes bewusst miterleben, werde ich an die Deportation denken. Sie hat mein Leben bestimmt."
"Ich weià noch, wie ich mich auf Partys hinter einem Vorhang versteckte, um mit niemandem reden zu mßssen. Die Gespräche der anderen schienen mir so unwirklich. Einmal sah jemand die Häftlingsnummer 78651, die auf meinem Arm eintätowiert ist, und sagte: "Das ist wohl Ihre Garderobennummer?" Danach trug ich jahrelang nur langärmelige Pullover."
"Ich war wohl schon immer ein bisschen rebellisch."
"Frage ich mich heute nach den GrĂźnden fĂźr meine relative Vereinzelung auch und gerade unter Fachkollegen (nicht im weiteren Rahmen der Gesamtuniversität), so drängt sich mir auf, daĂ ich stets, obwohl kommunikativ, in meinen Forschungen ein Einzelgänger war, schwer subsumierbar, dem Spezialistenwesen und der Kartellbildung fern, thematisch und methodisch immer wieder neu ansetzend. Ich war ein wenig missionarisch in meinem Verständnis der Literaturwissenschaft, indem ich sie als ErschlieĂungswissenschaft fĂźr eine zentrale MĂśglichkeit menschlichen Selbstausdrucks und menschlicher Selbst- und Weltdeutung auffaĂte, und damit unzeitgemäà unter coolen Fachleuten wie unter ideologisierten Ideologiekritikern."
"Romantik fängt mit 80 an."
"Was Sachsen sin von echtem Schlaach, die sin nich dod zu griechn."
"In MĂźnchen wimmelts jetzt von Sachsen // un alle sächseln quietschvergniecht. // Im Hofbreihaus bei Bier un Haxen // hat Braxis Deorie besiecht. // 'ne Mundart läĂt sich nich verbieten, // weils blutsgebunden bis ins Mark, // dr Volksmund selwer weeĂ zu hieten // sei Vätererbe drei un stark."
""In jedem Stadium entsteht die Welt, die wir wahrnehmen, durch ÂťEmergenzÂŤ. Das heiĂt durch den Prozess, bei dem beträchtliche Aggregationen von Materie spontan Eigenschaften entwickeln kĂśnnen, die fĂźr die einfacheren Einheiten, aus denen sie bestehen, keine Bedeutung haben."
"Dieses Prinzip der Emergenz ist eine ebenso alles durchdringende philosophische Grundlage moderner wissenschaftlicher Betrachtungsweise wie Reduktionismus."
"Nicht die Arbeitslosigkeit fßr sich genommen ist das Verhängnisvollste, sondern das Leid, das sie hervorruft [...]."
"Das Risiko der Klarheit einzugehen, das Risiko einzugehen, die Dinge zunächst einmal nur festzustellen, ist [...] das einzige Verhalten, das unsere Zukunft schßtzt, indem es sich der Gegenwart stellt."
"Angst vor der Angst zu haben, Angst vor der Verzweiflung zu haben bedeutet, den Erpressungen, die wir nur zu gut kennen, den Weg zu ebnen."
"Es gibt eine feine, gewichtslose und äusserst elastische FlĂźssigkeit, die Ăther heisst und im ganzen Universum verteilt ist. Sie durchdringt alle KĂśrper, sowohl die schwersten und undurchsichtigsten wie auch die leichtesten und durchsichtigsten. ... Eine bestimmte Art der Bewegung, die dem Ăther mitgeteilt wird, kann zum Phänomen der Wärme fĂźhren. Die selbe Art der Bewegung, aber von grĂśsserer Frequenz, fĂźhrt zu Licht. Und mĂśglicherweise ist eine Bewegung anderer Form und Art die Ursache der Elektrizität."
"Grßbeleien darßber, was man hätte tun und was man hätte lassen sollen, sie fßhren zu nichts."
"Der Instinkt ist keineswegs immer ein guter Ratgeber."
"Wenn ich mal den LĂśffel abgeben muss, dann bloĂ nicht im Theater. Die Leute sollen sich schlieĂlich entspannen."
"Kinski war eigentlich pflegeleicht, aber wenn er spielte, war er unkontrollierbar."
"Die Alliierten haben vor, uns die MĂśglichkeit zu geben, unser kĂźnftiges Leben auf demokratischer Grundlage vorzubereiten. Sie sehen die Einrichtung der Selbstverwaltung vor, fĂźr die wir die Verantwortung zu tragen haben."
"Kunst kommt von KĂśnnen, nicht von Wollen: Sonst hieĂ es 'Wulst'."