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April 10, 2026
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"Ich bin diesmal auch in Karlsruhe gewesen, und es ist schade, daà Du diese Stadt, die wie ein Stern gebaut ist, nicht gesehen hast. Sie ist klar und lichtvoll wie eine Regel, und wenn man hineintritt, so ist es, als ob ein geordneter Verstand uns anspräche."
"Denn nicht durch Worte, aber durch Handlungen, zeigt sich wahre Treue und wahre Liebe."
"Ach der unseelige Ehrgeiz, er ist ein Gift fĂźr alle Freuden."
"Und nun ist Krieg, groĂer Krieg. Unser Deutschland hat so furchtbar viel Feinde, die mĂźssen wir nun alle totschieĂen; und Vater und Onkel Joachim wollen auch mithelfen. Eigentlich sollte man das doch nicht tun. Eigentlich lernt man doch immer: liebet eure Feinde! Aber ich habe das gewiĂ wieder nicht richtig verstanden; manchmal wird man sie wohl nicht lieben dĂźrfen."
"Jede Freude ist ein Gewinn und bleibt es, auch wenn er noch so klein ist."
"Das Beste ist doch das Letzte im Leben, denn dafĂźr wird alles gemacht. In Gottes Hand ist unsere Zeit."
"Trinkt, o Augen, was die Wimper hält, von dem goldnen Ăberfluss der Welt."
"Und bin ich des Griechischen mßde // Mich lockt die luft'ge Moschee; // Ich kleide in maurische SchnÜrkel // Mein europäisches Weh."
"O wie lieb ist die Arbeit, wenn man dabei an etwas Liebes zu denken hat und sicher ist, am Sonntag mit ihm zusammen zu sein."
"Im Notfall bindet der Bauer den Schuh mit Seide."
"Es gibt bei beiden Geschlechtern solche Raub- und Wechseltiere, die nur dann glĂźcklich sind, wenn sie erst ein fremdes GlĂźck zerstĂśrt haben."
"Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts; ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts."
"Er nannte sich selbst einen Philosophen, weshalb ihm dieser Name allgemein zuteil wurde, denn sein Wesen und Treiben war in allen StĂźcken absonderlich."
"Die Zeit geht nicht, sie stehet still, / Wir ziehen durch sie hin; / Sie ist ein Karavanserai, / Wir sind die Pilger drin."
"Der Mensch soll nicht tugendhaft, nur natĂźrlich sein, so wird die Tugend von selbst kommen."
"Besser ist's, man hat in der Jugend zu kämpfen als im Alter."
"In der Sprache, mit der man geboren, welche die Väter gesprochen, denkt man sein ganzes Leben lang, so fertig man eine andere spricht; und dies anders zu wßnschen, die Sprache, in der man sein Geheimstes denkt, vergessen zu wollen, zeigt, wie tief man getroffen ist und wie sehr man gerade diese Sprache liebt."
"Da nickten, spottend mein, die schwanken Tannen, // Auch hÜhnend sah das niedre Moos empor // Mit seinen Wßrmern, die geschäftig spannen, // Und lachend brach das Firmament hervor."
"Auch was wir aufgeben, mĂźssen wir mit freier Wahl aufgeben, nicht wie der Fuchs die Trauben."
"Auch der demĂźtigste Mensch glaubt und hofft innerlich immer mehr, als er auszusprechen wagt."
"Zum Lachen braucht es immer ein wenig Geist. Das Tier lacht nicht."
"Mag's in der Brust stĂźrmen und wogen, der Atem in der Kehle stocken! Der Kopf soll oben bleiben bis in den Tod!"
"Es wßrde vieles erträglicher werden, wenn man weniger selbstzufrieden wäre bei uns und die Vaterlandsliebe nicht immer mit der Selbstbewunderung verwechselte!"
"Diene deinen Freunden, ohne zu rechnen."
"Achte jedes Mannes Vaterland, doch das deinige liebe!"
"Vertreibe den Sehnsuchtsschmerz und kĂźsse mich. Auf diese Weise nehme ich Abschied von dir."
"Ez ist ein dinc vil wunderlich, swer nâch dem tôde wirbet, daz der vil kÝme stirbet, und der des tôdes nit engert, der wit vil schiere sÎn gewert."
"Diejenigen, die Frauen aus MiĂgunst verleumdet haben, sind Kleingeister, die zahlreichen ihnen an Klugheit und Vornehmheit Ăźberlegenen Frauen begegnet sind. Sie reagierten darauf mit Schmerz und Unwillen, und so hat ihre groĂe MiĂgunst sie dazu bewogen, allen Frauen Ăbles nachzusagen.[...] von dieser Sorte kenne ich eine ganze Menge."
"Unterm Arm die krumme Sichel, // Gehen wir ins Feld, // Mit der Harke, mit dem Stichel // Gehen wir ins Feld!"
"Wer irgend einer Art von Religion zur Stßtze seiner Sittlichkeit bedarf, dessen Moralität ist nicht rein, denn diese muss ihrer Natur nach in sich selbst bestehen."
"Wenn dem innigsten heiligen Leben Verderben droht, soll man es sicherstellen um jeden Preis."
"Um Etwas desto gewisser zu gewinnen, muss man stets ein Anderes aufgeben."
"So verschieden die äuĂere Bildung der Menschen ist, so verschieden ist auch ihre innere Natur, ihr Leben und ihre WĂźnsche."
"Keins von allen GĂźtern dieser weiten Erde, // Keines! dem nicht Schmerz und Reue sei Gefährte, // Ăberall verfolgt die PlagegĂśttin dich."
"Gestalt hat nur fĂźr uns, was wir Ăźberschauen kĂśnnen."
"Durch die Eltern spricht die Natur zuerst zu den Kindern. Wehe den armen GeschĂśpfen, wenn diese erste Sprache kalt und lieblos ist!"
"Die wahre echte Liebe ist meist eine unglßckliche Erscheinung, man quält sich selbst und wird von der Welt misshandelt."
"Die positive Gegenwart ist der kleinste und flĂźchtigste Punkt; indem du die Gegenwart gewahr wirst, ist sie schon vorĂźber, das Bewusstsein des Genusses liegt immer in der Erinnerung."
"Ihr glaubt, ihr habt ein Reich geboren, und habt doch nur ein Volk zerstĂśrt."
"Moral ist ein Maulkorb fĂźr den Willen, Logik ein Steigriemen fĂźr den Geist."
"Der Zweifel zeugt den Zweifel an sich selbst."
"Das Heidentum hielt den am hĂśchsten, der die meisten VorzĂźge, das Christentum den, der die wenigsten Fehler hat."
"Wir sind gegen keine Fehler an anderen intoleranter, als welche die Karikatur unserer eigenen sind."
"Was wird nun aus unserem tschechisch-magyarischen Vaterland?"
"Was man von der SchĂśnheit des Bosporus gesagt hat, ist, mit EinschluĂ der Uebertreibung, buchstäblich wahr, denn die Uebertreibung ist der Erhebung natĂźrlich. [...] Die Welt hat vielleicht nichts, was sich damit als Ganzes vergleichen läĂt."
"(Also) Nur die KĂźnstler verderben die Kunst."
"Nichts ist gefährlicher als die Zerstreuung."
"Man hat als einen Einwurf gegen den Grundsatz der Gleichheit angefĂźhrt: die Natur selbst, indem sie die Menschen mit verschiedenen Gaben ausstattet, sei die erste Quelle der Ungleichheit. GewiĂ! Aber eben weil es die Natur schon von selbst thut, laĂt die Natur nur machen und spart eure Gesetze!"
"Gescheit gedacht und dumm gehandelt, // so bin ich meine Tage durchs Leben gewandelt."
"Eifersucht ist eine Leidenschaft, // Die mit Eifer sucht, was Leiden schafft."