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April 10, 2026
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"Wer deshalb von PreuĂentum spricht, soll zunächst an stillen und unpersĂśnlichen Dienst, aber erst zuletzt, am besten gar nicht, an Lohn und Anerkennung denken."
"Nicht alles im Leben kann organisiert werden, weil man es sonst mechanisiert."
"Die Entfesselung des Elementaren war notwendig, um einen lähmenden und hemmenden Mechanismus zu sprengen. [...] Der Ungeist der Demokratie, der jeden wahren Wert zu vernichten drohte, muĂte wohl mit seinen eigenen Waffen geschlagen werden."
"Hebel aber blieb lebendig [...] nicht bloĂ deshalb, weil die Dankbarkeit des alemannischen Volkstums den Mann trägt, die Dankbarkeit dafĂźr, daĂ er die Heimatsprache sozusagen druckreif gemacht hat, sondern weil in diesem bewuĂten und begrenzten Provinzialismus der Gedichte ein WeltgefĂźhl umfaĂt ist, und weil in diesen mit sehr viel Zeitluft und mit aktuellem Zeitgeschehen angefĂźllten Anekdoten der Unterton des Bleibenden, des GĂźltigen, des Ewigen, des Ewig-Menschlichen mitklingt."
"... und, wenn es ihm wieder einmal schwer fallen wollte, daĂ so viele Leute in der Welt so reich seyen, und er so arm, so dachte er nur an den Herrn Kannitverstan in Amsterdam, an sein groĂes Haus, an sein reiches Schiff, und an sein enges Grab."
"Der Mensch hat wohl täglich Gelegenheit, in Emmendingen und Gundelfingen, so gut als in Amsterdam Betrachtungen ßber den Unbestand aller irdischen Dinge anzustellen, wenn er will, und zufrieden zu werden mit seinem Schicksal, wenn auch nicht viel gebratene Tauben fßr ihn in der Luft herum fliegen."
""Ich bin von armen, aber frommen Eltern geboren, habe die Hälfte der Zeit in meiner Kindheit bald in einem einsamen Dorf, bald in den vornehmen Häusern einer berßhmten Stadt [Basel] zugebracht. Da habe ich frßhe gelernt, arm seyn und reich seyn. Wiewohl ich bin nie reich gewesen; ich habe gelernt, nichts haben und alles haben, mit den FrÜhlichen froh seyn und mit den Weinenden traurig. Diese Vorbedeutung von dem Schicksal meiner kßnftigen Tage hat mir mein Gott in meiner Kindheit gegeben."
"Man muĂ Gott nicht versuchen, aber auch die Menschen nicht."
""Es ist fĂźr mich wahr und bleibt fĂźr mich wahr, der Himmel ist nirgends so blau, und die Luft nirgends so rein, und alles so lieblich und so heimlich als zwischen den Bergen von Hausen." (Brief an Johann Jeremies Herbster, 14. Dezember 1800, )"
"Denn Frieden ernährt, aber Unfrieden verzehrt."
""Z'Basel an mim Rhi, // jo dĂśrt mĂśchti si! // Weiht nit d'Luft so mild und lau, //und der Himmel isch so blau //an mim liebe Rhi.- Erinnerungen an Basel bei zeno.org"
"Z'Friburg in der Stadt, // sufer isch un glatt, // richi Here, Geld un Gut, // Jumpfere wie Milch un Blut, // z'Friburg in der Stadt!"
"Und wenn de amme ChrĂźtzweg stohsch, // und nĂźmme weisch, wo's ane goht, // halt still, und frog di Gwisse z'erst, //'s cha dĂźtsch, Gottlob, und folg si'm Roth."
"Weisch wo der Weg zum Gulden isch? // Er goht de rothe ChrĂźtzere no, //und wer nit uffe ChrĂźtzer luegt, // der wird zum Gulde schwerli cho."
"Um reich zu werden, muĂ man viel Geld haben."
"Auf einem Vulkan lässt sich leben, besagt // Eine Inschrift im zerstÜrten Pompeji."
"In der Emigration gab es keinen windstillen Winkel; das Exil erlaubte keine weltabgewandte Haltung, es stellte den Vertriebenen immer wieder vor praktische Aufgaben, es fßhrte ihn immer wieder dazu, den Anschluà an Schicksalsgefährten zu suchen."
"Wer sagt, es gibt keinen Osten mehr, der kann auch keine spezifischen AnsprĂźche stellen."
"Was wäre denn in diesem Land fßr ein Geschrei, wenn nicht Kati Witt eine DDR-Show, sondern Johannes Heesters eine Dritte-Reich-Show moderieren wßrde?"
"Nachdem die Linken die Entchristlichung unserer Gesellschaft vorangetrieben haben, geht es nun an die abendländischen Wurzeln."
"Es wäre aberwitzig, wenn wir uns um die Wurzeln der Bäume mehr kßmmern wßrden als um die Wurzeln der Menschen."
"Bautzen ist nicht Auschwitz."
"Es schwellt der Orange benebelnder Duft // Fast heimlich herbei und berauscht meinen Sinn, // Es kĂźhlt stiller Lorbeer die windliebe Luft, // Und Myrten enthaucht es, kaum merkbar: ich bin!"
""LäĂt Kerr die Schreibmaschine aufklappen, so reicht das weit Ăźber alles Theater hinaus, Ăźber den windigen Zank der Leute vom Bau, diese Talmiaufregungen, die schon erkaltet sind, wenn sie noch heiĂ serviert werden; weit Ăźber Nervenkrisen, Telefonattacken, wild gewordene Telegrammformulare ⌠Kunst ist schon kein Selbstzweck"
"Er verrenkte, wie er selbst einmal von einem Dramatiker geschrieben hat, seine Halswirbel, um affektierter sein zu kĂśnnen. Er gestikulierte mit Händen und FĂźĂen. Er verstellte seine Stimme und schrie sich heiser. Er schnitt Grimassen und schlug Capriolen und erzielte mit alledem, was er erzielen wollte: er fiel auf."
"Aus einem Gedanken macht der StĂźckmacher ein StĂźck. Der Schriftsteller einen Aufsatz. Ich einen Satz."
"Kritiker zu sein ist ein dummer Beruf, wenn man nichts ist, was darĂźber hinausgeht."
"Der wahre Kritiker bleibt fĂźr mich ein Dichter: ein Gestalter."
"Gott schĂźtze uns vor Sturm und Wind und Deutschen, die im Ausland sind!"
"Ein guter Deutscher rechter Art // trägt seinen Bart bis Himmelfahrt. // Und zieht ihn dann als rechter Mann // zu Sankt Johannis wieder an."
"Zwischen Weimar und Buchenwald erfĂźllte sich das Schicksal der Deutschen. Zwischen Weimar und Buchenwald fĂźhrte der Weg von der Wissenschaft zur Barbarei, zur wissenschaftlich betriebenen Barbarei."
"Wir kĂśnnten Deutsche sein, wenn wir wollten, aber wir wollen nicht. Die Deutschen wären froh, wenn sie Ăsterreicher sein kĂśnnten, aber sie kĂśnnen nicht."
""Wir Deutschen sind ja berßchtigt dafßr, daà wir immer fremde VÜlker erziehen wollen, während in unserem eigenen Lande der Faschismus zur Herrschaft kam und wir nicht genug gegen ihn gekämpft haben,"
"Wir Deutschen hassen grßndlich, dauernd; da wir zu ehrlich, auch zu unbeholfen sind, um uns mit schneller Perfidie zu rächen, so hassen wir bis zu unserem letzten Atemzug."
"Wir Deutsche fßrchten Gott und sonst nichts auf der Welt; und diese Gottesfurcht ist es schon, die uns den Frieden lieben und pflegen lässt."
"Wie garstig kamen mir die Deutschen vor, nachdem ich die Italiener kennen gelernt hatte, die Deutschen mit all ihrer kleinlichen Redlichkeit und ihrem Egoismus."
"Wenn ein deutscher Literator seine Nation vormals beherrschen wollte, so musste er ihr nur glauben machen, es sei einer da, der sie beherrschen wolle. Da waren sie gleich so verschĂźchtert, dass sie sich, von wem es auch wäre, gern beherrschen lieĂen."
"Wenn dem Deutschen so recht wohl ums Herz ist, dann singt er nicht. Dann spielt er Skat."
"Was aber machte der Mann, der aus Deutschland stammte, zuallererst? Er machte sich wichtig."
"Vergasen war eine Nebenerscheinung des Abschlachtens der Juden durch die Deutschen."
"Sie werden die einfache, treue Rechtlichkeit deutscher Zustände nicht verschmähen, und mir verzeihen, wenn ich nach meiner Art und Denkweise, nach Herankommen und Stellung, kein anmutigeres Bild finde, als wie sie uns der deutsche Mittelstand in seinen reinen Häuslichkeiten sehen lässt."
"Selbst im Fall einer Revolution wßrden die Deutschen sich nur Steuerfreiheit, nie Gedankenfreiheit erkämpfen."
"Ringe, Deutscher, nach rĂśmischer Kraft, nach griechischer SchĂśnheit, // Beides gelang dir, doch nie glĂźckte der gallische Sprung."
"Ob es sich um muslimische Einwanderer, Schwule oder um gefĂźllten Saumagen handelt, der deutsche BĂźrger weiĂ, wovor er sich fĂźrchtet."
""Noch eine Art Anwendung des Relativitätsprinzips zum ErgĂśtzen des Lesers: Heute werde ich in Deutschland als âDeutscher Gelehrterâ in England als âSchweizer Judeâ bezeichnet; sollte ich aber einst in die Lage kommen, als âbète noireâ [schwarzes Schaf] präsentiert zu werden, dann wäre ich umgekehrt fĂźr die Deutschen ein âSchweizer Judeâ, fĂźr die Engländer ein âdeutscher Gelehrterâ."
""Nichts hat das deutsche Volk"
"Mutter Germania gebar in legitimer Ehe mit dem Geist der Zeit drei SĂśhne, den Konfektionsreisenden, den Oberlehrer und den Radfahrer."
"Man wird schwerlich in der Welt noch eine andere Gesellschaft finden, die ihre eigene Sprache so schamlos miĂachtet und so hemmungslos aufgibt, wie die deutsche Gesellschaft."
"Reden mag man noch so Griechisch, // HĂśrts ein Deutscher, der verstehts."
""Jeder Griff ist erlaubt. Je Ăźbler, um so besser. LĂźgen, Betrug"