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April 10, 2026
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"Auch das Weinen bietet eine gewisse Lust."
"Alter gibt Erfahrung."
"Als Myrrha den Vater hörte, seufzte sie aus tiefstem Herzen."
"Wie den Hengsten die Nüstern zittern, wenn sie die Stuten wittern."
"Kaum ein paar kurze Wochen // Sind die Felder glühend zu sehen; // Gleich muß die Sense dann pochen, // Und Stoppeln bleiben kalt stehen."
"Die blaue Kornblum wohnt versteckt, // So hab ich meinen Schatz entdeckt. // Sie kann nicht meinen Händen wehren, // Wiegt sie wie's Sommerfeld die Ähren. // Die Ähren sind jetzt körnerschwer, // Als läg schon Brot mannshoch umher, // […] Mein Schatz die Ähren streicheln tut. // »Nach Leben riechen sie so gut.«"
"Berlin war ein Feuerbrand von Sonne. Die Dächer der Häuser und die Fenster zitterten vor Junihitze, so wie die Hitzeluft über Steinwüsten zittert. Es war, als heizten die Scharen der Autos mit ihren Benzindämpfen die Straßen, wie fliegende Öfen."
"Wir tun immer etwas für die Nachwelt; gern würde ich sehen, dass die Nachwelt einmal für uns etwas tut."
"Sieh, wie friedlich ein Christ sterben kann."
"Noch jetzt, scheint mir, tret ich auf klassischen Boden."
"Niemand ist so unglücklich wie ein Idol, das sich selbst überlebt hat."
"Man sollte stets erwägen, dass eine Beleidigung nicht nach dem Maßstab dessen, der sie zufügt, beurteilt werden darf, sondern nach der Empfindung dessen, der sie empfängt."
"Eine Frau fragt in Liebessachen selten um Rat, bevor sie ihre Hochzeitskleider gekauft hat."
"Wer wenig bedarf, der kommt nicht in die Lage, auf vieles verzichten zu müssen."
"Wenn ich dir etwas gebe, bettelst du umso mehr. Der Erste, der seine Hand auftut, ist schuld an deiner Gemeinheit, weil er dich zum Faulenzer machte."
"[ Wein ] ist unter den Getränken das nützlichste, unter den Arzneien das schmackhafteste und unter den Nahrungsmitteln das angenehmste."
"Man soll ebensowenig nach den Augen heiraten wie nach den Fingern."
"Lieber der Erste hier als der Zweite in Rom!"
"Erholung ist die Würze der Arbeit."
"Er schärfte den Seinen ein, kühn mit Verleumdungen zu packen und zu beißen, so dass, auch wenn der Gebissene die Wunde behandelt, die Narbe bleibt."
"Einsicht verschafft das Gute, erhält es, mehrt es und macht rechten Gebrauch davon."
"Ein lästiger und ungezogener Tischgenosse zerstört alle Lust."
"Dumm und feige ist, wer aus Furcht vor Verlust den Besitz des Nötigen ablehnt."
"Die Kunst besteht darin, in allem den Mittelweg einzuhalten."
"Der Tod ist das Ende aller Dinge des menschlichen Lebens, nur des Aberglaubens nicht."
"Der Menge gefallen heißt den Weisen missfallen."
"Der Geist ist nicht wie ein Gefäß, das gefüllt werden soll, sondern wie Holz, das lediglich entzündet werden will."
"Der Anfang des rechten Lebens ist, wie wir glauben, das rechte Hören."
"Armut ist keine Schande an sich, sondern wo sie ein Zeichen von Leichtfertigkeit, Mangel an Selbstbeherrschung, Gedankenlosigkeit oder Verschwendung ist."
"Ein Chemiker, der kein Physiker ist, ist überhaupt gar nichts."
"Sag ihnen, ich habe starke Schmerzen an der linken Seite."
"In jedem Tropfen Quellwasser sind mehr Kräfte vorhanden, als ein mittleres Kraftwerk der Gegenwart zu erzeugen vermag."
"„Ist es denn wirklich so, dass wir jeden Dreck, der vom Westen kommt, nu kopieren müssen? Ich denke, Genossen, mit der Monotonie des Je-Je-Je, und wie das alles heißt, ja, sollte man doch Schluss machen.“ – 1965 auf dem XI. Plenum des ZK der SED. Originalstimme Walter Ulbricht als wav-Datei: Anspielung auf das „Yeah, Yeah, Yeah“ der Beatles."
"„Wenn ich durch die Straßen gehe // Und etwas Neues, Schönes sehe // Weis' ich stolz darauf: // Das hat mein Freund getan! // Mein Freund, der Plan!“ – 1953 im DDR-Rundfunk. 17juni53.de, Tondokument"
"„Ich verstehe Ihre Frage so, dass es Menschen in Westdeutschland gibt, die wünschen, dass wir die Bauarbeiter der Hauptstadt der DDR mobilisieren, um eine Mauer aufzurichten, ja? -äääh, mir ist nicht bekannt, dass solche Absicht besteht, da sich die Bauarbeiter in der Hauptstadt hauptsächlich mit Wohnungsbau beschäftigen und ihre Arbeitskraft dafür voll ausgenutzt wird -voll eingesetzt wird. Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.“ – am 15. Juni 1961 auf einer Pressekonferenz in Berlin (Ost) zum Vorschlag der Sowjetunion vom 4. Juni 1961, „eine Friedenskonferenz einzuberufen, einen Friedensvertrag abzuschließen und auf dieser Grundlage die Frage Westberlins als einer freien Stadt zu lösen“, auf die Frage der Journalistin Annamarie Doherr: „Herr Vorsitzender, bedeutet die Bildung einer Freien Stadt Ihrer Meinung nach, dass die Staatsgrenze am Brandenburger Tor errichtet wird? Und sind Sie entschlossen, dieser Tatsache mit allen Konsequenzen Rechnung zu tragen?“ Der Bau der Berliner Mauer begann keine zwei Monate später am 13. August 1961. http://1961.dra.de/index.php?id=32 mit Video"
"„Es muss demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben.“ – Anfang Mai 1945, zitiert in: Wolfgang Leonhard: Die Revolution entläßt ihre Kinder (1955). Leipzig 1990. S. 406. DIE ZEIT 19/1965"
"Jeder Arzt hat seine Lieblingskrankheit."
"Kiplings Erzählungen hat man in England nicht geschätzt, sondern geglaubt. Sie wurden von einer staunenden Nation entgegengenommen als ein wahres Bild des Reiches und des Weltalls."
"Die Wahrheit ist das erste Opfer des Krieges."
"Nach einer Ausschweifung fühlt man sich stets noch einsamer, noch verlassener."
"Ich begreife nicht, wie eine reine Hand eine Zeitung berühren kann, ohne Krämpfe von Ekel zu bekommen."
"Eine Folge von kleinen Willensakten liefert ein bedeutendes Ergebnis."
"Die schönste List des Teufels ist es, uns zu überzeugen, dass es ihn nicht gibt."
"Die Dämmerung versetzt die Wahnsinnigen in Erregung."
"Der Wein wandelt den Maulwurf zum Adler."
"Den Eintagsfliegen gleichen meine Küsse, // Die abends kosend klare Seen umziehn, // Die deines Freundes graben tiefe Risse, // Ziehn über dich wie Pflüg und Wagen hin."
"Die Hoffnung hat zwei schöne Töchter. Sie heißen Wut und Mut. Wut darüber, dass die Dinge so sind, wie wir sie sehen. Mut, sie zu ändern."
"In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst." – Geht wohl auf eine Stelle in der Auslegung zu Psalm 34 zurück: "Es gibt keinen Schlechten, der sich nicht zuerst selbst schadet. Stellt euch die Schlechtigkeit vor wie ein Feuer. Du willst etwas anzünden: Was du dorthin bewegst [d.h. eine Fackel], brennt schon vorher; wenn es nicht brennt, entzündet es nicht."
""In ecclesia non valet Hoc ego dico, hoc tu dicis, hoc ille dicit, sed Haec dicit Dominus." (Dt.: "In der Kirche gilt nicht: Ich sage dies, du sagst dies, jener sagt dies, sondern: So spricht der Herr!")"
"Wer (gut) singt, betet doppelt."