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April 10, 2026
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"Je schwerer sich ein Erdensohn befreit, // Je mächt'ger rßhrt er unsre Menschlichkeit."
"Im Paradiese selber träfe man // Wohl einen an, den man nicht leiden kann."
"...ich bin kein ausgeklĂźgelt Buch, // Ich bin ein Mensch mit seinem Widerspruch..."
"Ewig jung ist nur die Sonne, sie allein ist ewig schĂśn."
"Man schafft Steine, Holz, Zement herbei; man macht mit ihnen Häuser, Paläste, das ist Sache der Konstruktion. Der Erfindungsgeist ist am Werk. Aber mit einem Mal greift es mir ans Herz, tut mir wohl, ich bin glßcklich, ich sage: Das ist schÜn. Das ist Architektur. Die Kunst ist anwesend."
"Ich halte fest: Ein Kunstwerk muĂ Charakter haben. // Klar formulieren, das Werk mit einer Einheit erfĂźllen, ihm eine Grundhaltung geben, einen Charakter: reine SchĂśpfung des Geistes."
"Baukunst ist das wissende, genaue und groĂartige Spiel der BaukĂśrper unter dem Licht."
"Das Haus ist eine Maschine zum Wohnen."
"Der Kern unserer alten Städte mit ihren Domen und Mßnstern muà zerschlagen und durch Wolkenkratzer ersetzt werden."
"Uns ekelt vor unserem Jahrhundert, und doch gehĂśren wir zu ihm."
"Geistvolle Menschen sind fast ebenso eintĂśnig in der Unterhaltung wie DummkĂśpfe."
"Die Freiheit verlangt immer nach StaatsbĂźrgern, manchmal nach Helden."
"Ruhe, das hĂśchste GlĂźck auf Erden, kommt sehr oft nur durch Einsamkeit in das Herz."
"Ländliche Einsamkeit ziehet also ab von allem, was uns an den Menschen missfällt, verändert oft die bittersten Empfindungen in freundliche Gefßhle, gibt so manche hohe Begeisterung und so manche kleine Freude, die man in Städten nicht hat."
"Ich sterbe. LaĂt mich allein."
"Was Papst, was Bischof, was MĂśnch, was Luther, was Calvin, was Mohammed, was Moses, was Brahma, was Zoroaster?! Das gilt nur auf der dummen Welt etwas; hier im Reiche der Seelen und Geister hĂśren alle diese irdischen dummen Unterschiede so gut wie ganz auf! Hier gibt es nur eine Losung, und diese heiĂt Liebe! Mit dieser allein kommt man hier weiter; alles andere zählt soviel wie nichts!"
""Es werden im Himmel sich die Engel Ăźber einen bĂźĂenden SĂźnder neunundneunzigmal mehr freuen als Ăźber ebenso viele Gerechte, die da meinen, durch Mein Vollwort gerechtfertigt zu sein."
"Zu Alberti verhielt sich Leonardo da Vinci wie zum Anfänger der Vollender."
"Wir sind aber nicht eingeweiht in die Zwecke der ewigen Weisheit und kennen sie nicht. Dieses kecke Antizipieren eines Weltplanes fßhrt zu Irrtßmern, weil es von irrigen Prämissen ausgeht."
"Wenn der Geist sich einmal seiner selbst bewusst geworden, bildet er von sich aus seine Welt weiter."
"SprichwĂśrtlich heiĂt es: Kein Mensch ist unersetzlich. Aber die wenigen, die es eben doch sind, sind groĂ."
"Nur in der Bewegung, so schmerzlich sie sei, ist Leben."
"Nicht jede Zeit findet ihren groĂen Mann, und nicht jede groĂe Fähigkeit findet ihre Zeit."
"Mächtige Regierungen haben einen Widerwillen gegen das Geniale."
"Jede erfolgreiche Gewalttat ist allermindestens ein Skandal, das heiĂt, ein bĂśses Beispiel."
"Die wirkliche GrĂśĂe ist ein Mysterium."
"Die Weltreligionen sind es, welche die grĂśĂten historischen Krisen herbeifĂźhren. Sie wissen von Anfang an, dass sie Weltreligionen sind, und wollen es sein."
"Die Religionen sind der Ausdruck des ewigen und unzerstĂśrbaren metaphysischen BedĂźrfnisses der Menschennatur."
"Die Anschauung von einem Glßck, welches in einem Verharren, in einem bestimmten Zustande bestände, ist an sich falsch."
"Der Ruhm, welcher von denen flieht, die ihn suchen, folgt denen nach, welche sich nicht um ihn bemĂźhen."
"Der Kleinstaat ist vorhanden, damit ein Fleck auf der Welt sei, wo die grĂśĂtmĂśgliche Quote der StaatsangehĂśrigen BĂźrger im vollen Sinne sind."
"Der Geist ist die Kraft, jedes Zeitliche ideal aufzufassen."
"Das Ende vom Liede ist: Irgendwo wird die menschliche Ungleichheit wieder zu Ehren kommen. Was aber Staat und Staatsbegriff inzwischen durchmachen werden, wissen die GĂśtter."
"Das Allerseltenste aber ist bei weltgeschichtlichen Individuen die SeelengrĂśĂe."
"Auch auf das Schrecklichste, was geschehen, muss ja die Menschheit sich wieder einrichten, ihre noch heilen Kräfte herbeibringen und weiterbauen."
"Alle echte Ăberlieferung ist auf den ersten Anblick langweilig, weil und insofern sie fremdartig ist. Sie kĂźndet die Anschauungen und Interessen ihrer Zeit fĂźr ihre Zeit und kommt uns gar nicht entgegen, wärend das moderne Unechte auf uns berechnet, daher pikant und entgegenkommend gemacht ist."
"Aber so wenig als im Leben des Einzelnen ist es fĂźr das Leben der Menschheit wĂźnschenswert, die Zukunft zu wissen."
"Und nun ist die Macht an sich bĂśse, gleichviel wer sie ausĂźbe. Sie ist kein Beharren, sondern eine Gier und eo ipso unerfĂźllbar, daher in sich unglĂźcklich und muĂ also andere unglĂźcklich machen."
"Denn der Geist hat Wandelbarkeit, aber nicht Vergänglichkeit."
"Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar."
"Die Musik Ăźber alles lieben, heiĂt unglĂźcklich sein."
"Die Farbe hat mich. Ich brauche nicht nach ihr zu haschen. Sie hat mich fĂźr immer. Das ist der glĂźcklichen Stunde Sinn: ich und die Farbe sind eins. Ich bin Maler."
"Wenn die Religionen wahr sind, dann deshalb, weil jedesmal Gott gesprochen hat, und wenn sie verschieden sind, dann darum, weil Gott verschiedene Sprachen gesprochen hat gemäà der Verschiedenheit der empfangenden GefäĂe; und schlieĂlich, wenn sie unbedingt und ausschlieĂlich sind, dann deshalb, weil Gott in jeder von ihnen gesagt hat: ÂťIchÂŤ."
"Habe den Mut zur Wahrheit! Das kostet dich viele der Freunde, aber es zeigt dir zugleich, was du an ihnen verlorst."
"Spiegel der Zukunft sei das Vergangene? Jedoch die Geschichte // Wirkt ins Gewebe der Zeit nimmer das nämliche Bild."
"Sieh in der Welt dich um und lerne an anderer Weisheit; Aber im innersten Kern bleibe dir selber getreu."
"Gewissen Verleumdern zu erwidern // HieĂe, sich bis zu ihnen erniedern."
"Die grĂśĂte Unbescheidenheit // Ist der Glaube an die Unsterblichkeit, // Die Zumutung an die Natur, // Diese dĂźrftige Menschenkreatur // Selbst in den miĂlungensten Exemplaren // FĂźr Ewigkeiten aufzusparen."
"Bist mit dem Glauben du gesegnet // An Menschen, gib ihn nicht verloren, // Wenn unter einer Herde Thoren // Dir auch einmal ein Schuft begegnet."
"Beladet euch nicht mit fremden Angelegenheiten, bßndet euch nicht mit fremder Herrschaft, seid auf der Hut vor Zweigung und Eigennutz. Hßtet euer Vaterland, haltet zu ihm. Pflegt nicht vorsätzliche Kriegslust. Wenn euch aber jemand ßberfällt, dann streitet tapfer fßr Freiheit und Vaterland."