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April 10, 2026
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"Noch immer fehlt die Tarifposition 'Zuwendung' und man spĂźrt es."
"MĂźndig ist, wer Ăźber 18 und nicht Patient ist."
""Im Oktober schlafen weltweit tausende von alten Medizinprofessoren unruhig"
"Ewige Jugend kann uns die Medizin nicht bieten, aber ewiges Leiden"
"Einen Spitalsaufenthalt sollte man nur Kerngesunden zumuten."
"Die meisten Kranken von heute wären vor 20 Jahren noch als gesund klassiert worden."
"Die lebensrettende Funktion der Verdrängung in der Kindheit verwandelt sich später beim Erwachsenen in eine lebenszerstÜrende Macht."
"Wenn man einem Kind Moral predigt, lernt es Moral predigen, wenn man es warnt, lernt es warnen, wenn man mit ihm schimpft, lernt es schimpfen, wenn man es auslacht, lernt es auslachen, wenn man es demĂźtigt, lernt es demĂźtigen, wenn man seine Seele tĂśtet, lernt es tĂśten. Es hat dann nur die Wahl, ob sich selbst, oder die anderen oder beides."
"Die grĂśĂte Grausamkeit, die man den Kindern zufĂźgt, besteht wohl darin, dass sie ihren Zorn und Schmerz nicht artikulieren dĂźrfen, ohne Gefahr zu laufen, die Liebe und Zuwendung der Eltern zu verlieren."
"Leider werden junge Leute ständig dabei entmutigt, ehrlich zu sein, und mit dem bedroht, was wir Moral nennen. Zuerst durch die Familien, dann die Religionen und schlieĂlich auch durch die Psychiatrie."
"Der unbewusste Zwang, verdrängte Verletzungen zu rächen, ist stärker als jede Vernunft."
"Hitler kam, wie jedes Kind, unschuldig zur Welt, wurde von seinen Eltern, wie viele andere Kinder damals, destruktiv erzogen, und später hat er sich selbst zum Monster gemacht. Er war Ăberlebender einer Vernichtungsmaschinerie, die im Deutschland der Jahrhundertwende ÂťErziehungÂŤ genannt wurde und die ich als das verborgene KZ der Kindheit bezeichne, das nie erkannt werden darf."
""Wer sich nicht mit Politik befaĂt, hat die politische Parteinahme, die er sich sparen mĂśchte, bereits vollzogen: er dient der herrschenden Partei." Tagebuch 1946"
"Wenn das Theater eingeht, ist auch der Eros eingegangen."
"Ein Schauspieler kann vielleicht dumm und groĂ sein; ein Dichter, fĂźrchte ich, kann beides nicht vereinen."
"Die Kenner, wenn sie etwa eine Zeichnung sehen, gehen von DĂźrer oder Rembrandt oder von Picasso aus; der Schaffende, gleichviel wo er selber wirkt, weiĂ um das leere Papier."
"Wie alle Männer der Tat, wenn sie einen heiklen Teil ihres Innenlebens nicht erledigen kÜnnen, stßrzte Rolf sich nicht in Grßbelei ßber sich selbst, sondern in Arbeit, in nßtzliche und sachliche Arbeit..."
"Man hat Arbeitskräfte gerufen, und es kommen Menschen."
"Katastrophen kennt allein der Mensch, sofern er sie Ăźberlebt; die Natur kennt keine Katastrophen."
"Jeder Mensch erfindet sich frßher oder später eine Geschichte, die er fßr sein Leben hält."
"Blinder als blind ist der Ăngstliche."
"Die Kunst ist der Statthalter der Utopie."
"Manche Menschen glauben, Durchhalten macht uns stark. Doch manchmal stärkt uns gerade das Loslassen."
"Wenn ich nicht im Grunde ein sehr arbeitsamer Mensch wäre, wie wäre ich je auf die Idee gekommen, Loblieder und Theorien des MĂźĂiggangs auszudenken. Die geborenen, die genialen MĂźĂiggänger tun dergleichen nie."
"Wohin noch mag mein Weg mich fßhren? Närrisch ist er, dieser Weg, er geht in Schleifen, er geht vielleicht im Kreise. Mag er gehen, wie er will, ich will ihn gehen."
"Nun, aller hÜhere Humor fängt damit an, daà man die eigene Person nicht mehr ernst nimmt."
"Liebe kann man erbetteln, erkaufen, geschenkt bekommen, auf der Gasse finden, aber rauben kann man sie nicht."
"Ich wollte ja nichts als das zu leben versuchen, was von selber aus mir heraus wollte. Warum war das so schwer?"
"Gegen die Infamitäten des Lebens sind die besten Waffen: Tapferkeit, Eigensinn und Geduld. Die Tapferkeit stärkt, der Eigensinn macht Spaà und die Geduld gibt Ruhe."
"Es ist mit dem Lesen wie mit jedem anderen Genusse: er wird stets desto tiefer und nachhaltiger sein, je inniger und liebevoller wir uns ihm hingeben. Man muà seine Bßcher als Freunde und Lieblinge behandeln, jedes in seiner Eigenart schätzen und nichts von ihm verlangen, was dieser Eigenart fremd ist."
"Die Verzweiflung schickt Gott nicht, um uns zu tĂśten, er schickt sie, um neues Leben in uns zu erwecken."
"Die Jugend hĂśrt auf mit dem Egoismus, das Alter beginnt mit dem Leben fĂźr andere."
""Es ist nicht gut, wenn die Menschheit den Verstand ßberanstrengt und Dinge mit Hilfe der Vernunft zu ordnen sucht, die der Vernunft noch gar nicht zugänglich sind." Der Steppenwolf, Suhrkamp Bibliothek Bd. 226 1972, Seite 205."
""ÂťIch ziehe es vor, mit vernichtet zu werdenÂŤ" ÂťOberstaatsanwalt LĂśringÂŤ in:Der Steppenwolf, Suhrkamp Bibliothek Bd. 226 1972, Seite 201."
""Na, wozu Lärm machen und die Leute beunruhigen!" Der Steppenwolf, Suhrkamp Bibliothek Bd. 226 1972, Seite 90."
""Der Tag war vergangen, wie eben die Tage so vergehen; ich hatte ihn herumgebracht, hatte ihn sanft umgebracht." â Der Steppenwolf, Suhrkamp Taschenbuch 175. 1974 & Suhrkamp Bibliothek Bd. 226, Seite 29."
"Damit das MĂśgliche entsteht, muĂ immer wieder das UnmĂśgliche versucht werden."
"Der Aphorismus ist so etwas wie ein Edelstein, der durch Seltenheit an Wert gewinnt und nur in winzigen Dosen ein GenuĂ ist"
"Vielleicht ist das Scheitern des Versuchs Einsteins, eine allgemeine Feldtheorie aufzustellen, fĂźr die Physik sein wichtigster Beitrag."
"Einstein pflegte so oft von Gott zu reden, daĂ ich beinahe vermute, er sei ein verkappter Theologe gewesen."
"Der Unterschied zwischen Kant und Einstein besteht nicht darin, daĂ der eine einen euklidischen und der andere einen nicht-euklidischen Raum annahm, sondern vor allem in der Beziehung, die sie zwischen der Mathematik und der Wirklichkeit herstellten."
"Was alle angeht, kĂśnnen nur alle lĂśsen."
"Jeder Versuch eines Einzelnen, fĂźr sich zu lĂśsen, was alle angeht, muĂ scheitern."
"Je planmäĂiger der Mensch vorgeht, um so wirkungsvoller trifft ihn der Zufall."
"Was einmal gedacht wurde, kann nicht mehr zurĂźckgenommen werden."
"Die Trunkenheit, die der schwere Rotwein herbeifĂźhrt, ist eine andere als die des WeiĂweins, nie eine bĂśsartige, aggressive, sie äuĂert sich selten in Sprachhemmungen oder in unsicherem Gang. Im Gegenteil, die Trinker neigen zwar zur Akrobatik, steigen auf Stuhllehnen, klettern auf den Tisch, schwingen den LĂźster hin und her, aber das wie im Ăbermut, denn vor allem ist ihre Phantasie beflĂźgelt."
"Wir gehen an der Freiheit zugrunde, die wir gestatten und die wir uns gestatten"
"Er war berufen zum Sterben, allein der Tod ist ewig. Das Leben ist eine Schindluderei der Natur sondergleichen, eine obszÜne Verwirrung des Kohlenstoffs, eine bÜsartige Wucherung der Erdoberfläche, ein unheilbarer Schorf. Aus Totem zusammengesetzt, zerfallen wir zu Totem."
"Ich habe ins Blaue geschossen und ins Schwarze getroffen."
"Ein Widerstand um jeden Preis ist das Sinnloseste, was es geben kann."