First Quote Added
April 10, 2026
Latest Quote Added
"Vom Ăbersinnlichen ist, was das spekulative VermĂśgen der Vernunft betrifft, keine Erkenntnis mĂśglich."
"Sinnlichkeit ist das Hindernis, alle unsere GemĂźthskrafte in unserer Gewalt zu haben. orientalische VĂślker am meisten."
"Sapere Aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!"
"Ohne Achtung [âŚ] giebt es keine wahre Liebe."
"Ich bin demnach, und vielleicht ein Theil meiner Leser mit mir Ăźberzeugt, ich bin zugleich erfreut, mich als einen BĂźrger in einer Welt zu sehen, die nicht besser mĂśglich war."
"Es ist nichts, was den geschulten Verstand mehr kultiviert und bildet, als Geographie."
"Eine jede Abstraction ist nichts anders, als eine Aufhebung gewisser klaren Vorstellungen, welche man gemeiniglich darum anstellt, damit dasjenige, was ßbrig ist, desto klärer vorgestellt werde. Jedermann weià aber, wie viel Thätigkeit hiezu erfodert wird, und so kann man die Abstraktion eine negative Aufmerksamkeit nennen, das ist, ein wahrhaftes Tun und Handlen, welches derjenigen Handlung, wodurch die Vorstellung klar wird, entgegengesetzt ist und durch die Verknßpfung mit ihr das Zero, oder den Mangel der klaren Vorstellung zwege bringt."
"Ein ernstlich Verliebter ist in Gegenwart seiner Geliebten verlegen, ungeschickt und wenig einnehmend."
"Die SchĂśpfung ist niemals vollendet. Sie hat zwar einmal angefangen, aber sie wird niemals aufhĂśren."
"Die Menschheit ist in ihrer grĂśĂten Vollkommenheit in der Race der WeiĂen. Die gelben Indianer [Inder] haben schon ein geringes Talent. Die Neger sind weit tiefer, und am tiefsten steht ein Theil der amerikanischen VĂślkerschaften."
"Auf nichts haben wir zu mehr achten, als dass wir nicht das Vieh der Herde der Vorangehenden folgen und entlangtrotten, nicht wo man gehen soll, sondern wo man geht."
"Man präsumiert mit grossem Grunde: dass die Ausdehnung der KĂśrper durch die Wärme, das Licht, die elektrische Kraft, die Gewitter, vielleicht auch die magnetische Kraft vielerlei Erscheinungen einer und ebenso wirksamen Materie, die in allen Räumen ausgebreitet ist, nämliche des Ăthers sei."
"Es ist eine, im ganzen Weltraum als ein Kontinuum verbreitete, alle KÜrper gleichfÜrmig durchdringend erfßllende (mithin keiner Ortsveränderung unterworfene) Materie, welche, man mag sie nun Aether oder Wärmestoff nennen, kein hypothetischer Stoff ist."
"Alle Welt hat irgend eine Metaphysik zum Zwecke der Vernunft, und sie, samt der Moral, machen die eigentliche Philosophie aus."
"Ich bin mir meiner selbst bewuĂt, ist ein Gedanke, der schon ein zweifaches Ich enthält, das Ich als Subjekt, und das Ich als Objekt."
"Man muĂ dem JĂźnglinge zeigen, daĂ der GenuĂ nicht liefert, was der Prospekt versprach."
"Vollkommene Kunst wird wieder zur Natur."
"Ob aber der Mensch nun von Natur moralisch gut oder bĂśse ist? Keines von beiden, denn er ist von Natur gar kein moralisches Wesen; er wird dieses nur, wenn seine Vernunft sich bis zu den Begriffen der Pflicht und des Gesetzes erhebt."
"Sustine heiĂt: erdulde, und gewĂśhne dich zu ertragen!"
"Manche Eltern freuen sich, wenn ihre Kinder altklug reden kĂśnnen. Aus solchen Kindern wird gemeininglich nichts."
"Man lernt das am grßndlichsten, und behält das am besten, was man gleichsam aus sich selbst lernet. Nur wenige Menschen indessen sind das im Stande. Man nennt sie Autodidakten."
"Das Romanlesen schwächt das Gedächtnis."
"Das Kind soll spielen, es soll Erholungsstunden haben, aber es muss auch arbeiten lernen."
"Wir dßrfen uns nicht einander lästig werden; die Welt ist groà genug fßr uns alle."
"Dreist sollte man eigentlich dräust schreiben, denn es kommt von dräuen, drohen her."
"Ist je die Kunst in der Erziehung erlaubt, so ist es allein die der Abhärtung."
"Man bildet sich zwar insgemein ein, daà Experimente bei der Erziehung nicht nÜtig wären, und daà man schon aus der Vernunft urteilen kÜnne, ob etwas gut, oder nicht gut sein werde. Man irret aber hierin aber sehr, und die Erfahrung lehrt, daà sich oft bei unseren Versuchen ganz entgegengesetzte Wßrkung sich zeigen von denen, die man erwartete."
"Wir leben im Zeitpunkte der Disziplinierung, Kultur und Zivilisierung, aber noch lange nicht in dem Zeitpunkte der Moralisierung."
"Der Mensch kann entweder bloà dressiert, abgerichtet, mechanisch unterwiesen, oder wirklich aufgeklärt werden."
"Der Mensch kann nur Mensch werden durch Erziehung."
"Der Mensch ist das einzige GeschĂśpf, das erzogen werden muĂ."
"Das Feld der Philosophie lässt sich auf folgende Fragen bringen: Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Was ist der Mensch?"
"Regellosigkeit ist zugleich Unvernunft."
""Die Idee der Menschheit, die Idee einer vollkommenen Republik, eines glĂźckseligen Lebens u. dgl. m. fehlt den meisten Menschen."
"Der Mensch war nicht bestimmt, wie das Hausvieh, zu einer Herde, sondern, wie die Biene, zu einem Stock zu gehĂśren."
"Das Weib wird durch die Ehe frei; der Mann verliert dagegen seine Freiheit."
"Die Frau will herrschen, der Mann beherrscht sein (vornehmlich vor der Ehe)."
"Allein zu essen (solipsismus convictorii) ist fĂźr einen philosophierenden Gelehrten ungesund; nicht Restauration, sondern (vornehmlich wenn es gar einsames Schwelgen wird) Exhaustion; erschĂśpfende Arbeit, nicht belebendes Spiel der Gedanken. Der genieĂende Mensch, der im Denken während der einsamen Mahlzeiten an sich selbst zehrt, verliert allmählich die Munterkeit, die er dagegen gewinnt, wenn ein Tischgenosse ihm durch seine abwechselnde Einfälle neuen Stoff zur Belehrung darbietet; welchen er selbst nicht hat ausspĂźren dĂźrfen."
"Dieses Wort sollte eigentlich Dräustigkeit (von Dräuen oder Drohen), nicht Dreistigkeit geschrieben werden; weil der Ton, oder auch die Miene eines solchen Menschen andere besorgen läĂt, er kĂśnne auch wohl grob sein."
"Leidenschaft dagegen wĂźnscht sich kein Mensch. Denn wer will sich in Ketten legen lassen, wenn er frei sein kann?"
"Ein gutes Gedicht ist das eindringendste Mittel der Belebung des GemĂźts."
"Eine Art, sich zu vergnĂźgen, ist zugleich Kultur: nämlich VergrĂśĂerung der Fähigkeit, noch mehr VergnĂźgen dieser Art zu genieĂen; dergleichen das mit Wissenschaften und schĂśnen KĂźnsten ist."
"Durch SprichwÜrter reden ist daher die Sprache des PÜbels, und beweiset den gänzlichen Mangel des Witzes im Umgange mit der feineren Welt."
"Der BetrĂźger ist eigentlich ein Narr."
"So wie das VermĂśgen, zum Allgemeinen (der Regel) das Besondere auszufinden, Urteilskraft, so ist dasjenige: zum Besonderen das Allgemeine auszudenken, der Witz (ingenium)."
"Zu welchen Kindereien sinkt nicht der Mensch selbst in seinem reifen Alter hinab, wenn er sich am Leitseil der Sinnlichkeit fĂźhren läĂt!"
"Wir spielen gerne mit der Einbildungskraft; aber die Einbildungskraft (als Phantasie) spielt eben so oft und bisweilen sehr ungelegen auch mit uns."
"Alle menschliche Tugend im Verkehr ist ScheidemĂźnze; ein Kind ist der, welcher sie fĂźr echtes Gold nimmt."
"In der Regel ist alle Angewohnheit verwerflich."
"Das BewuĂtsein des sich selbst Beobachtenden ist eine ganz einfache Vorstellung des Subjekts im Urteile Ăźberhaupt wovon man alles weiĂ, wenn man es bloĂ denkt; aber das von sich selbst beobachtende Ich ist ein Inbegriff von so viel Gegenständen der inneren Wahrnehmung daĂ die Psychologie vollauf zu tun hat um alles darin im Verborgenen liegende aufzuspĂźren und nicht hoffen darf damit jemals zu Ende zu kommen und die Frage hinreichend zu beantworten: Was ist der Mensch."