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April 10, 2026
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"Der Antisemitismus ist ein Hohn auf allen Glauben an die Ideen. Er spricht v.a. der Idee Hohn, dass die Menschheit hĂśher stehe als jede Form (Stamm, Rasse, Volk), in der sich die Menschheit auslebt."
"Das spricht sich in unserem ersten Grundsatz aus: einen Bruderbund zu grĂźnden Ăźber die ganze Erde hin, ohne RĂźcksicht auf Rasse, Geschlecht, Farbe und so weiter."
"Wir kÜnnen aber den Begriff des Menschen nicht zuende denken, ohne auf den freien Geist als die reinste Ausprägung der menschlichen Natur zu kommen."
"Frei ist der Mensch, insofern er in jedem Augenblick seines Lebens sich selbst zu folgen in der Lage ist."
"Die Verwirklichung eines Geschehens vermĂśge einer auĂer dem Verwirklicher stehenden GesetzmäĂigkeit ist ein Akt der Unfreiheit, jene durch den Verwirklicher selbst ein solcher der Freiheit."
"Der ErkenntnisprozeĂ ist [...] der EntwicklungsprozeĂ zur Freiheit."
"Jede Erziehung ist Selbsterziehung, und wir sind eigentlich als Lehrer und Erzieher nur die Umgebung des sich selbst erziehenden Kindes."
"Wo Liebe, wo MitgefĂźhl sich regen im Leben, vernimmt man den Zauberhauch des die Sinneswelt durchdringenden Geistes."
"Und die wichtigste Frage ist diejenige nach dem Wesen des Menschen selber: Den Menschen erkennen, den Menschen verstehen, mit den Menschen auskommen, mit den Menschen gemeinsam leben kĂśnnen. Das ist schlieĂlich dasjenige, wohin im Grunde alles menschliche Denken doch tendieren muss, wenn der Mensch nicht den Boden unter den FĂźĂen verlieren will."
"Nicht darauf kommt es an, daĂ ich etwas anderes meine als der andere, sondern darauf, daĂ der andere das Richtige aus Eigenem finden wird, wenn ich etwas dazu beitrage."
"Leben in der Liebe zum Handeln und Lebenlassen im Verständnis des fremden Wollens ist die Grundmaxime des freien Menschen."
"Es gibt im menschlichen Leben nichts anderes, was sozial richtig gedacht sein kann, als dasjenige, welches mit Mutterliebe sozial gedacht ist."
"Die Liebe ist ein Erleben des anderen in der eigenen Seele."
"Das Heil einer Gesamtheit von zusammenarbeitenden Menschen ist um so grĂśĂer, je weniger der einzelne die Erträgnisse seiner Leistungen fĂźr sich beansprucht, das heiĂt, je mehr er von den Erträgnissen an seine Mitarbeiter abgibt, und je mehr seine eigenen BedĂźrfnisse nicht aus seinen Leistungen, sondern aus den Leistungen der anderen befriedigt werden."
"Man muss sich der Idee erlebend gegenßberstellen kÜnnen; sonst gerät man unter ihre Knechtschaft."
"Kann man etwas nicht verstehen, dann urteile man lieber gar nicht, als dass man verurteile."
"Die BĂśsen werden sich des BĂśsen rĂźhmen als etwas besonders Wertvollem. Es dämmert schon bei manchen [âŚ] Menschen etwas auf von einer gewissen Wollust an diesem BĂśsen⌠Nietzsches Âťblonde BestieÂŤ ist z.B. so ein Vorspuk davon."
"Das Wissen hat nur dadurch Wert, dass es einen Beitrag liefert zur allseitigen Entfaltung der ganzen Menschennatur."
"Das Denken ist jenseits von Subjekt und Objekt. Es bildet diese beiden Begriffe ebenso wie alle anderen. [âŚ] Das Subjekt denkt nicht deshalb, weil es Subjekt ist; sondern es erscheint sich als ein Subjekt, weil es zu denken vermag. [âŚ] Ich darf niemals sagen, dass mein individuelles Subjekt denkt; dieses lebt vielmehr selbst von des Denkens Gnaden."
"Wir denken wie wir denken hauptsächlich, weil andere so denken."
"Nicht Worte sollen wir lesen, sondern den Menschen, den wir hinter den Worten fĂźhlen."
"FĂźr sich selbst ist jeder unsterblich; er mag wissen, dass er sterben muss, aber er kann nie wissen, dass er tot ist."
"Freundschaft ist wie Geld, leichter gewonnen als erhalten."
"Es ist viel sicherer, zu wenig als zu viel zu wissen."
"Ein Liebespaar ist wie Sonnenaufgang und -untergang; es gibt sie alle Tage, aber wir sehen sie selten."
""Die Welt wird letztlich nur denen folgen, die sie verachten"
"Der beste Lßgner ist der, der mit den wenigsten Lßgen am längsten auskommt."
"Aller Fortschritt beruht auf dem allgemeinen inneren Wunsch eines jeden Organismus, Ăźber sein Einkommen hinaus zu leben."
"Alle Lebewesen auĂer dem Menschen wissen, dass der Hauptzweck des Lebens darin besteht, es zu genieĂen."
"Ueberall in der Menschenwelt ist das SchĂśne mit dem HäĂlichen gemischt, und jeder trägt seinen Thersites an sich und in sich;"
"Die Dankbarkeit ist die Tugend der Nachwelt."
"das menschliche Leben zerfällt in zwei Hälften, in der ersten wßnscht man sich die zweite herbei, und in der zweiten wßnscht man sich die erste zurßck."
"âDoch obwohl Theorien mehrfacher Universen heute wieder populär sind, wäre es falsch, Bruno als Märtyrer der Wissenschaft anzusehen. Seine Spekulationen basierten nicht auf Beobachtung und Experiment, sondern auf okkulten Traditionen und apriorischen Argumenten.â"
"âWer zu philosophieren sucht, muss zuerst alle Dinge bezweifeln. Er darf nicht Stellung beziehen in einer Debatte, bevor er die verschiedenen Meinungen angehĂśrt hat, sie abgewogen und die verschiedenen GrĂźnde dafĂźr und dagegen betrachtet hat. Er darf nie richten oder Stellung beziehen auf Grundlage dessen, was er [nur] gehĂśrt hat, was der Mehrheit entspricht, wegen des Alters, der Verdienste oder des Ansehens des betreffenden Sprechers, sondern er muss entsprechend der Ăberzeugungskraft einer zusammenhängenden Lehre vorgehen, die sich an wirkliche Dinge hält und an eine Wahrheit, die im Lichte der Vernunft begriffen werden kann.â"
"âDer SchĂśpfer kann nichts anderes schaffen, als was er schaffen will; er will nichts anderes schaffen, als was er schafft; folglich kann er nichts anderes schaffen, als was er schafft. Wer also die Unendlichkeit der SchĂśpfung leugnet, leugnet das Unendlichsein des schaffenden VermĂśgens.â"
"Wenn es nicht wahr ist, ist es doch gut erfunden."
"Siehe!, so sind wir denn Ăźber allen Neid erhaben, frei von eitler Angst und tĂśrichter Sorge, das Gute in der Ferne zu suchen, was wir so nah und unmittelbar besitzen."
"Die unzureichende Sinneswahrnehmung widerlegt die Unendlichkeit nicht."
"âSolchergestalt ist das eine hĂśchste Wesen, in welchem Wirklichkeit und VermĂśgen ungeschieden sind, welches auf absolute Weise alles sein kann und alles das ist, was es sein kann, in unentfalteter Weise ein Einiges, Unermessliches, Unendliches, was alles Sein umfasst; in entfalteter Weise dagegen ist es in den sinnlich wahrnehmbaren KĂśrpern und in der Trennung von VermĂśgen und Wirklichkeit, wie wir sie in ihnen wahrnehmen.â"
"âWisst also in KĂźrze, dass die Weltseele und die Gottheit Ăźberall und in jedem Theile allgegenwärtig sind nicht in der Weise, wie irgend ein stoffliches Ding daselbst sein kann; â denn das ist jedem KĂśrper und jedem Geist unmĂśglich, welcher es auch sei; â sondern auf eine Weise, welche euch nicht leicht anders klar zu machen ist als folgendermaassen. Wenn es heisst, die Weltseele und die universale Form sind Ăźberall, so ist das nicht kĂśrperlich oder der Ausdehnung nach zu verstehen; â denn so sind sie und kĂśnnen sie auch nicht in einem Theile sein; â sondern sie sind geistig Ăźberall ganz.â"
"Wenn also Geist, Seele, Leben sich in allen Dingen vorfindet und in gewissen Abstufungen die ganze Materie erfßllt, so ist der Geist offenbar die wahre Wirklichkeit und die wahre Form aller Dinge. Die Weltseele ist also das constituierende Formalprincip des Universums und dessen, was es enthält; d.h. wenn das Leben sich in allen Dingen findet, so ist die Seele Form aller Dinge; sie ist ßberall die ordnende Macht fßr die Materie und herrscht in dem Zusammengesetzten; sie bewirkt die Zusammensetzung und den Zusammenhalt der Theile."
"Es mag leicht sein, Ăźber den Beweisgang in der Wissenschaft Theorien aufzustellen; aber das Beweisen selbst ist schwer."
"Ich weiĂ es nicht."
"Wer sähe nicht, wie anmaĂend es auch wäre, Ăźber Sinn und Einsicht eines anderen zu urteilen? Denn allein vor Gott liegen die Herzen und Gedanken offen."
"Durch Zweifeln kommen wir nämlich zur Untersuchung; in der Untersuchung erfassen wir die Wahrheit."
"Denn dies wird ja als der erste Schlßssel zu Weisheit bestimmt: das beständige und häufige Fragen."
"Es gibt nichts Besseres als eine gute Frau, nichts Schlimmeres als eine schlechte."
"Man muss wissen, dass Stoff und Form immer miteinander verbunden zugleich existieren, dass die Vernunft des Geistes aber die Kraft hat, bald nur den Stoff fĂźr sich, bald nur die Form, bald beide verbunden zu betrachten."
"Wir mĂśgen die Strafe nicht, die gerecht ist, wohl aber die Handlung, die ungerecht ist."
"Laster ist also das, wodurch wir zum SĂźndigen bereit gemacht werden, das heiĂt, wir wären geneigt, in ein Tun oder Lassen einzuwilligen, das nicht recht ist."