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April 10, 2026
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"Man ist noch lange kein Verbrecher, wenn man die seltsamen Neigungen beschreibt, zu denen die Natur verleitet."
"Der zweite Grund fĂźr die Abschaffung der Todesstrafe liegt darin, daĂ diese nie das Verbrechen verhindert hat, denn man begeht es sogar angesichts des Schafottes."
"Was seid ihr und was sind wir! [Rede des Herzogs]"
"Und ich gebe mich ihr [geistige und physische Beschwingung] hin, ich habe mich zur rechten Zeit ßber die Chimären der Religion hinweggesetzt, vollkommen davon ßberzeugt, dass die Existenz eines SchÜpfers eine empÜrende Absurdität ist, an die selbst Kinder nicht mehr glauben."
"Man weiss nur zu wohl, dass unter euch noch etliche Dumme sind, die es nicht Ăźber sich bringen kĂśnnen, der Idee dieses infamen Gottes abzuschwĂśren und die Religion zu verabscheuen [Rede des Herzogs]."
"Ich habe also nur die sozialen Gesetze gegen mich, aber ich trotze ihnen, mein Gold und mein Kredit erheben sich Ăźber diese gewĂśhnlichen Geisseln, die nur das Volk schlagen dĂźrfen."
"Hat der Mensch sich einmal seiner WĂźrde begeben [...], so hat er auch seiner Seele eine Art Wendung zum Verdorbenen mitgeteilt, aus der sie nichts mehr herausbringen kann. In jedem andern Fall wĂźrde die Scham als Gegengewicht dem Laster entgegenwirken, dem sich hinzugeben sein Verstand ihm rät; jetzt aber ist dies nicht mehr mĂśglich: Er hat die erste Regung erstickt, hat diese erste Regung weit von sich gewiesen. Von dem Zustand aber, in dem er sich befindet, wenn er nicht mehr rot wird, zu dem, alles zu dulden, was ihn errĂśten lieĂ, ist es nur ein Schritt. [...] dieser Weg [aber] wird unmerklich zurĂźckgelegt; man geht nur wie Ăźber Blumen [...]."
"Es ist toll, sich einzubilden, dass man seiner Mutter was verdanke. [...] Ich sehe in der Sache Ăźberhaupt nur Motive des Hasses und der Verachtung."
"[...] es ist die Natur, von der ich meine Neigungen empfangen habe [...]."
"Alle Moralideen sind [...] eigenmächtig, und der ist ein grosser Narr, der sich durch sie fesseln lässt."
"Ich will denn Haà gegen die Franzosen, nicht bloà fßr diesen Krieg, ich will ihn fßr lange Zeit, ich will ihn fßr immer. Dann werden Teutschlands Gränzen auch ohne kßnstliche Wehren sicher seyn, denn das Volk wird immer einen Vereinigungspunkt haben, sobald die unruhigen und räuberischen Nachbarn darßber laufen wollen. Dieser Haà glßhe als die Religion des teutschen Volkes, als ein heiliger Wahn in allen Herzen, und erhalte uns immer in unserer Treue, Redlichkeit und Tapferkeit;"
"Will die Welt zu Scheitern geh'n, // Muth bleibt fest und ruhig steh'n; // Ja, fällt selbst der Himmel ein, // Muth wird Gott mit GÜttern sein."
"Wer seine Sprache nicht achtet und liebt, kann auch sein Volk nicht achten und lieben; wer seine Sprache nicht versteht, versteht auch sein Volk nicht, [âŚ] denn in den Tiefen der Sprache liegt alles innere VerständniĂ und alle eigenste EigenthĂźmlichkeit des Volkes verhĂźllt."
"Leid lĂśscht die Kraft und den Verstand, // Die Freudâ ist Gottes Feuerbrand!"
""[...] das ist der deutschen Sprache eigen, daĂ sie die verbotenen Speisen des Geistes, die lĂźsternen FrĂźchte des Genusses und der Gier des wilden, wollĂźstigen Treibes nimmer in so Ăźppigen und zaubrischen Halblichten und magischen zwischen Himmel und HĂślle [...] hinspielenden Farben zeigen kann als die welschen [5.178]."
"Aus Feuer ist der Geist geschaffen, // Drum schenk mir sĂźĂes Feuer ein."
"Alle VÜlker ohne Ausnahme werden mehr durch Sitten und Gebräuche als durch Gesetze und Gebote regiert. Je mehr ein Volk lebendige Sitten und Gebräuche hat, desto weniger bedarf es der Gesetze."
"Stalin war, das muĂ sachlich festgestellt werden, eine sehr groĂe PersĂśnlichkeit, der geniale ZĂźge nicht abzusprechen sind. Politisch war er ein eiskalter und kluger FĂźhrer der Sowjetunion, der unter schwierigsten Umständen stets die Interessen seines Landes und seiner Partei vor Augen hatte und sie mit Ausnahme einiger schwerer Fehler in der letzten Phase seines Lebens weitgehend auch erfolgreich vertreten hat."
""Man soll nie seine Freiheit veräuĂern und"
"Der KĂśnig herrscht, aber er regiert nicht."
"Ich leide viel, meine Kinder, es ist wahr; aber es gibt Leute, die lebend mehr leiden als ich im Sterben."
"Ich habe Geschmack gefunden an der Republik, // Seit ich so viele KĂśnige gesehen."
"Willkommen, liebe Sommerzeit, // Willkommen, schĂśner Mai, // Der Blumen auf den Anger streut // Und alles machet neu."
"Wer wollte sich mit Grillen plagen, // Solang uns Lenz und Jugend blĂźhn."
"Ăb immer Treu und Redlichkeit // Bis an dein kĂźhles Grab // Und weiche keinen Fingerbreit // Von Gottes Wegen ab."
"Rosen auf den Weg gestreut // Und des Harms vergessen! // Eine kleine Spanne Zeit // Ward uns zugemessen."
"O wunderschĂśn ist Gottes Erde, // Und werth darauf vergnĂźgt zu sein! // Drum will ich, bis ich Asche werde, // Mich dieser schĂśnen Erde freun!"
"Jeder Sekundenschlag / ReiĂt uns dem Sterbebett näher."
"Ein Leben wie im Paradies // Gewährt uns Vater Rhein; // Ich geb es zu, ein Kuss ist sĂźĂ, // Doch sĂźĂer ist der Wein."
"Die Erde wär' ein Jammerthal // Voll Grillenfang und Gicht, // Wßch's uns zur Lindrung unsrer Qual // Der edle Rheinwein nicht."
"Intellektuelle, die wissen kĂśnnen, was zu tun ist, es aber unterlassen, werfen ihre WĂźrde fort und erstarren zu Fanatikern der Obrigkeit."
""Die [deutsche] Linke in ihrer Denkfaulheit"
"Dem Geist ist jederzeit die souveräne Verachtung der Regierenden sicher. Entfällt sie, wird entweder nicht regiert oder nicht gedacht."
"Bevor die deutsche Rechte Juden ermordete, ermordete sie Sozialisten und Kommunisten. Warum wohl?"
"meine Sprache versteht man durch die ganze Welt, [...]!"
"Durch den wahren Vortrag muĂ der Meister sein Recht behaupten."
"Uebersende hiermit die ersten 12 Lieder [fßr das Clavier, Hob.XXVIa:1-12 ...] besonders aber bitte ich Euer Hoch Edlen diese Lieder niemanden zuvor abspielten oder singen oder gar aus absicht verhunzen zu lassen, indem ich selbst nach deren Verfertigung dieselbe in den critischen Häusern absingen werde: durch die gegenwart und den wahren Vortrag muà der Meister sein Recht behaupten."
"ÂťNiemand, sagen die Verfasser der Bibliothek, wird leugnen, daĂ die deutsche SchaubĂźhne einen groĂen Teil ihrer ersten Verbesserung dem Herrn Professor Gottsched zu danken habe.ÂŤ Ich bin dieser Niemand; ich leugne es gerade zu. Es wäre zu wĂźnschen, daĂ sich Herr Gottsched niemals mit dem Theater vermengt hätte."
"Wer voller Unschuld ist, will nichts von Gnade wissen."
"Derjenige Geschmack ist gut, der mit den Regeln ĂźbereinkĂśmmt, die von der Vernunft, in einer Art von Sachen, allbereit fest gesetzet worden."
"Vor allem eins, mein Kind, sei treu und wahr, // LaĂ nie die LĂźge deinen Mund entweihn! // Von alters her im deutschen Volke war, // Der hĂśchste Ruhm, getreu und wahr zu sein!"
"Sonne hat sich mĂźd' gelaufen, spricht: ÂťNun laĂ ich's sein!ÂŤ // Geht zu Bett und schlieĂt die Augen und schläft ruhig ein."
"Die Nacht vor dem heiligen Abend, // da liegen die Kinder im Traum. // Sie träumen von schÜnen Sachen // und von dem Weihnachtsbaum."
"Jede theoretische Erklärung ist eine Reduzierung der Intuition."
"Ich habe bei Menschen nie an Kälte geglaubt. An Verkrampfung schon, aber nicht an Kälte. Das Wesen des Lebens ist Wärme. Selbst Hass ist gegen ihre natßrliche Richtung gekehrte Wärme."
"Das Dumme am Tod ist nicht, dass er die Zukunft verändert, sondern dass er uns mit unseren Erinnerungen allein zurßcklässt."
"Auf einem Schiff kreuzt man ununterbrochen seine eigenen Spuren. Wie im Leben."
"sah Friedrichs Heldenzeit / und kämpfte mit ihm / in allen seinen Kriegen / wählte Ungnade / wo Gehorsam nicht Ehre brachte"
"Um zu lachen, muss man ein Gesicht haben."
"Wie die autoritäre, restriktive, leibfeindliche Erziehung der Grßnderjahre unerhÜrt schmerzliche, jedoch klar strukturierte Neurosen und Psychosen erzeugt hatte, erzeugt die pluralistische Gesellschaft pluralistische Neurosen, die sich weniger durch ihre Schmerzhaftigkeit als durch ihren Gefßhlsmangel auszeichnen."