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April 10, 2026
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"Die PhĂśnizier haben das Geld erfunden â aber warum so wenig?"
"Zu viel plauschen die Weiber erst, wenn sie alt sind. Wenn sie jung sind, verschweigen sie einem zu viel."
"Wirklichkeit is immer das schĂśnste Zeugnis fĂźr die MĂśglichkeit."
"Wenn's drauf ankommt, eine Geliebte zu betrĂźgen, da ist der DĂźmmste ein Philosoph."
""Wenn alle Strick reiĂen, so gib ich mir ein gutes Wort und hängâ mich selbst auf." Zampa der Tagedieb oder: Die Braut von Gyps (1832; 1. Akt, 15. Szene) books.google"
"Wenn die Gästâ wĂźssten, wie zâwider sie einem oft sind, es lieĂ sich gar kein Mensch mehr einladen auf der Welt."
"Welcher Entdecker hat das schon bemessen, wie weit sich die äuĂersten Vorgebirge der MĂśglichkeit ins Meer der UnmĂśglichkeit hinein erstrecken?"
"Was kann der Mensch, dessen Leben nix Ander's, als ein an seinem GeburtsTag gefälltes Todesurtheil is, G'scheidteres thu'n, als er laĂt sich in resignierter Delinquenten-Manier noch nach MĂśglichkeit gut g'scheh'n mit einer GustospeiĂ?"
"Still schleicht das Schicksal // Herum auf dieser Welt, // Der eine hat den Beutel, // Der andre, der hat's Geld."
"Sie brauchen nichts zu wissen, sie sind ein reicher Mann, aber ich bin ein armer Teufel, mir muss was einfallen."
"Kaum ist die Ernte einer Erfahrung glĂźcklich eingebracht, so wird der Acker vom Schicksal neu umgepflĂźgt."
"Ja, lang leben will halt alles, aber alt werden will kein Mensch."
"Ich hab' feste Grundsätz', fest bleib ich dabei. Nur wenn ich ein Geld seh', da änder' ich's glei."
"Ich glaube von jedem Menschen das Schlechteste, selbst von mir, und ich hab' mich noch selten getäuscht."
"GroĂmut findet immer Bewunderer, selten Nachahmer, denn sie ist eine zu kostspielige Tugend."
"GlĂźck und Verstand gehen selten Hand in Hand."
"ÂťGlänzende PartieÂŤ heiĂt die Fee, die oft Wunder wirkt in jungfräulichen Herzen, und selbst die ordinäre Hex' ÂťReichliche VersorgungÂŤ hat schon in zarten Wesen riesige Selbstverleugnung erzeugt."
"Geschwindigkeit ist keine Hexerei!"
"Er ist Mysantrop [sic!] geworden um doch etwas zu seyn."
"Ein Zensor ist ein menschgewordener Bleistift oder ein bleistiftgewordener Mensch, ein fleischgewordener Strich Ăźber die Erzeugnisse des Geistes, ein Krokodil, das an den Ufern des Ideenstromes lagert und den darin schwimmenden Literaten die KĂśpf' abbeiĂt. [...] Die Zensur ist die jĂźngere von zwei schändlichen Schwestern, die ältere heiĂt Inquisition. Die Zensur ist das lebendige Geständnis der GroĂen, daĂ sie nur verdummte Sklaven treten, aber keine freien VĂślker regieren kĂśnnen."
"Ein FĂźllerl kommt zur Welt au'm Land, // Weil's weiĂ is, wird's ein Schimmerl g'nannt, // Und weil das Schimmerl Habern friĂt, // Das Schimmerl bald ein Schimmel ist; // Der Schimmel thut Schabraken trag'n, // Und endet vor ein'n Ziegelwag'n. // Aus seine Haar' ein Unterrock wird d'raus, // So wachset sich ein Schimmel aus."
"Der Fortschritt ist halt wie ein neuentdecktes Land; ein blĂźhendes Kolonialsystem an der KĂźste, das Innere noch Wildnis, Steppe, Prärie. Ăberhaupt hat der Fortschritt das an sich, daĂ er viel grĂśĂer ausschaut, als er wirklich ist."
""Was soll mir das Geschwätz, ich habe mich in meinem Leben nicht um Politik gekĂźmmert." âWas hilfts Dir mein Freund. Sie kĂźmmert sich um Dich, in jedem Augenblick Deines Lebens." aus Aphorismen und Notate, herausgegeben von Manfred Giersch, Gustav Kiepenheuer Verlag Leipzig und Weimar, 1985 auf der Grundlage der Ges. Werke Bd. 5, Frankfurt am Main, 1981-87"
"Nicht die Psychoanalyse ist neu, sondern Freud. / Sowie nicht Amerika neu war, sondern Columbus. Psychoanalyse gab es immer; jeder Arzt, jeder Dichter, jeder Staatsmann, jeder Menschenkenner muĂte es sein, war es unbewuĂt oder automatisch."
"Horch auf die Verleumder, so wirst du die Wahrheit Ăźber dich erfahren."
"Heilige hat es immer gegeben, niemals aber noch einen Menschen, der das Recht gehabt hätte, einen andern Menschen heilig zu sprechen."
"Es flieĂen ineinander Traum und Wachen, Wahrheit und LĂźge. Sicherheit ist nirgends. Wir wissen nichts von anderen, nichts von uns. Wir spielen immer, wer es weiĂ, ist klug."
"Ein ernster Mensch sein und keinen Humor haben, das ist zweierlei."
"Die Probleme der Sittlichkeit liegen auf dem Gebiet der Verantwortung, die der Sitte auf dem der Tradition."
"Aufgabe der Erziehung wäre es, den metaphysischen Hunger des Menschen durch Mitteilung von Tatsachen in weisem Maà zu stillen, statt ihn durch Märchen, was ja die Dogmen sind, zu betrßgen."
"Der Enthusiast fßhlt sich seiner Sache niemals ganz sicher, daher sein unstillbarer, lästiger Drang, Gefährten seiner Begeisterung zu werben. Der Skeptiker hingegen bedarf stets einer gewissen Isoliertheit, denn schon der Umstand, dass er einen Gefährten seines Zweifels findet, vermag ihn an diesem irre zu machen."
"Kein Literat, auch von den glänzendsten Gaben, ist jemals zum Dichter geworden."
"Der Dichter scheint sich vom Literaten manchmal nur durch seine geringere Geschicklichkeit in den BemĂźhungen um einen äuĂeren Erfolg zu unterscheiden, der ihm oft erst die Voraussetzung fĂźr die MĂśglichkeit weiteren Schaffens bieten wĂźrde oder bietet."
"Wie sinnlos die Welt dir erscheinen mag, vergiss nie, dass du durch dein Handeln wie durch dein Unterlassen dein redlich Teil zu dieser Sinnlosigkeit beiträgst."
"Jeder Dichter ist Realist und Idealist, Impressionist und Expressionist, Naturalist und Symbolist zugleich, oder er ist Ăźberhaupt keiner."
"In den Beziehungen zwischen Menschen gibt es so wenig einen Stillstand wie im Leben des Einzelnen."
"Die Eigenschaften unserer Nebenmenschen sind uns immer nur ihrer qualitativen Bedeutung nach offenbar; und es ist nie vorzusehen, bis zu welchem Grad irgendeine Eigenschaft unter bestimmten Umständen sich zu entwickeln vermag."
"Bereit sein ist viel, warten kĂśnnen ist mehr, doch erst den rechten Augenblick nĂźtzen ist alles."
"Aus dem Werke manches Dichters spĂźren wir wohl heraus, dass er irgendwie und irgendwo ein Genie ist, nur leider gerade nicht in seiner Dichtung."
"Ein Abschied schmerzt immer, auch wenn man sich schon lange darauf freut."
"Wie eilig ordnet sich Geschehnes ein."
"Wer Materie sagt, sagt Geist, ob er es will oder nicht. Denn sie wäre ßberhaupt nicht vorstellbar ohne Geist. Und wer Geist sagt, sagt Materie, denn ohne Materie kÜnnte er es nicht sagen, nicht einmal denken."
"Wer einmal vĂśllig begriffen hat, dass er sterblich ist, fĂźr den hat eigentlich die Agonie schon begonnen."
"Weiche hundert Schritte ab vom gebahnten Pfad, und du findest dich allein. Und wenn du einem begegnest, weiĂt du nicht, ob er die Einsamkeit sucht wie du oder auf Raub ausgeht."
"Ich liebe mein Vaterland nicht, weil es mein Vaterland ist, sondern weil ich es schĂśn finde. Ich habe HeimatgefĂźhl, aber keinen Patriotismus."
"Das Wichtigste im Verkehr mit Menschen: ihnen ihre Ausreden wegräumen."
"Ja, wenn eine Schlacht gewonnen wäre dadurch, daĂ man den lautesten Trompeter wegschieĂt!"
"Jede Politik, auf welche Ideologie sie sich sonst auch berufen mag, ist verlogen, wenn sie die Tatsache nicht anerkennt, daà es keine Vollbeschäftigung fßr alle mehr geben kann und daà die Lohnarbeit nicht länger der Schwerpunkt des Lebens, ja nicht einmal die hauptsächlichste Tätigkeit eines jeden bleiben kann."
"Berlin war so herrlich lebendig, so geladen mit einer seltsamen Elektrizität."
"Wo das Leid ist, da kommt leicht auch die Liebe und der Glaube."