First Quote Added
April 10, 2026
Latest Quote Added
""Da aber der Deutsche keine Zeit so gern erlebt als Bedenkzeit"
"ein Charakter ist ein Fels, an welchem gestrandete Schiffer landen und anstĂźrmende scheitern."
"Wenn man beim Stiche der Biene oder des Schicksals nicht stillehält, so reiĂet der Stachel ab und bleibt zurĂźck."
"Die Leidenschaft macht die besten Beobachtungen und die elendesten SchlĂźsse. Sie ist ein Fernrohr, dessen Feld desto heller, je enger es ist."
"Die Kälte hat ewig ein Sprachrohr und die Empfindung ein HÜrrohr. Die Ankunft einer ungeliebten fßrstlichen Leiche oder dergleichen Braut hÜrt man an den Polarzirkeln; hingegen wenn wir Niedere unsre Gräber oder unsre Arme mit Geliebten fßllen: so fallen bloà einige ungehÜrte Tränen, trostlose oder selige."
"UnglĂźck kann sich wie ein Skorpion in jede Ecke verkriechen."
"Mancher wird ein freier Diogenes, nicht wenn er in dem Fasse, sondern wenn dieses in ihm wohnt."
"Manche Dichter geraten unter dem Malen schlechter Charaktere oft so ins Nachahmen derselben hinein, wie Kinder, wenn sie träumen zu pissen, wirklich ihr Wasser lassen."
"Der Mensch ist nie so schĂśn, als wenn er um Verzeihung bittet oder selber verzeiht."
"In phantasiereichen Menschen liegen, wie in heiĂen Ländern oder auf Bergen, alle Extreme eng beieinander."
"Ich kenne nur eine Sache, die sĂźĂer ist, als ein Buch zu machen, nämlich eines zu entwerfen."
"Gute Weiber gÜnnen einander alles, ausgenommen Kleider, Männer und Flachs."
"Lass sich doch keine Seele vom Glauben an Gott in ihrer Lebens-Geschichte etwa dadurch abneigen, daĂ sie zu klein dafĂźr sei in der Menge der Geister und Sonnen."
"In den Dämmerungen regiert das Herz."
""Man ist neugierig, die Stellen im Buche zu lesen, die ein anderer unterstrichen hat." Bemerkungen ßber uns närrische Menschen, Band 1, 1782"
"Warum lieben wir die Tugend an andern zehnmal mehr als an uns? Warum fßhlen wir so viel Wärme gegen einen Aufopfernden und halten's fßr Schuldigkeit bei uns? Einmal mßssen wir uns irren."
"Jede Freude fĂźllt, jeder Schmerz leert dich, aber in jener hat noch Sehnsucht Platz, in diesem noch Zuversicht."
"An ungebildeten Leuten ärgert einen Eigennutz nicht."
"In der Liebe wird der Ernst der Jungfrau bezaubern; in der Ehe, die selber ein langer Ernst ist, mĂśchte leichtes Scherzen und Bescherzen der Welt besser einschlagen."
"Feststehende philosophische Worte sind gefährlich â man bringt sein ganzes Anschauungssystem darunter â und dann versteht man fremde Worte nicht, die man sonst verstände."
""Es ist leichter, die Menschen zu lieben als zu ertragen"
"Es gibt Menschen, denen jedes Lob Tadel ist, das nicht das grĂśĂte ist."
"Eine lange Zeit lernt man darum die Menschen nicht kennen, weil man sie ßberall fßr besser hält als sich."
"Ein Schmeichler ist's selten aus bloĂem Eigennutz, sondern aus Charakter; denn er schmeichelt Niedrigen wie Hohen."
"Der Mensch ist gut und will nicht, daĂ man vor einem andern als ihm selbst krieche."
"O du geliebtes Bayreuth, in das ich wie in einen Himmel fuhr und in dem ich jede Minute verschlang, aus Furcht, sie fliege ungenossen vorßber -, besuche mich in meinen HÜfer Träumen und spiegle dich in ihnen mit deinen Gegenden und Einwohnern ab wie der Himmel im klaren Bach."
""Du liebes Bayreuth, auf einem so schÜn gearbeiteten, so grßn angestrichenen Präsentierteller von Gegend einem dargeboten"
"Der Weise welcher sich hat Ăźbersich gebracht / Der ruhet wenn er laufft und wirkt wenn er betracht."
"Das licht der Herrligkeit scheint mitten in der Nacht / Wer kan es sehn? Ein Hertz das Augen hat und wacht."
"Zwey Augen hat die Seel: eins schauet in die Zeit / Das andre richtet sich hin in die Ewigkeit."
"Je edeler ein ding / je mehr ist es gemein: Das spĂźret man an GOtt und seiner Sonnenschein."
""Mensch werde wesentlich: denn wann die Welt vergeht / So fällt der Zufall weg / das wesen das besteht." Der Cherubinische Wandersmann, II, 30 ("Zufall und Wesen"; S.76)"
""Die Ros' ist ohn warumb / sie blĂźhet weil sie blĂźhet / Sie achtt nicht jhrer selbst / fragt nicht ob man sie sihet." Der Cherubinische Wandersmann, I, 289 ("Ohne warumb"; S.69)"
"Wer GOtt umb gaben Bitt / der ist gar Ăźbel dran: Er bettet das GeschĂśpff / und nicht den SchĂśpffer an."
"Was klagstu Ăźber GOtt? Du selbst verdammest dich: Er mĂścht' es ja nicht thun / das glaube sicherlich."
"Gott ist ja nichts als gut: Verdammnßà / Tod / und Pein / Und was man bÜse nennt / muà Mensch in dir nur seyn."
"Ein Auge das sich nie der Lust deĂ sehns entbricht: Wird endlich gar Verblendt / und siht sich selbsten nicht."
"Halt an wo lauffstu hin / der Himmel ist in dir: Suchstu GOtt anders wo / du fehlst Jhn fĂźr und fĂźr."
"GOtt wohnt in einem Licht, / zu dem die bahn gebricht: Wer es nicht selber wird / der siht jhn Ewig nicht."
"Wird Christus tausendmahl zu Bethlehem gebohrn / Und nicht in dir; du bleibst noch Ewiglich verlohrn."
"Jch weiĂ daĂ ohne mich GOtt nicht ein Nun kan leben / Werd' ich zu nicht Er muĂ von Noth den Geist auffgeben."
"Ach, kĂśnnte nur dein Herz zu einer Krippe werden, Gott wĂźrde noch einmal ein Kind auf dieser Erden."
"Wer die Kampflust der Jugend reizt, macht sie hochmßtig und laut, und wer sie ungeschickt anfasst, der macht sie hässlich."
"WeiĂt du nichts von der ewigen Jugend des Todes? Das alternde Leben soll sich nach Gottes Willen an der ewigen Jugend des Todes verjĂźngen. Das ist der Sinn und das Rätsel des Todes. WeiĂt du das nicht?"
"Warum ergreift uns alle SchĂśnheit des Lebens, statt dass wir sie ergreifen?"
"Und wenn die Menschen mit allem lßgen und heucheln kÜnnten, Blick und Stimme und Gang der Starken und Reinen kÜnnen sie nicht erheucheln und nachtäuschen."
"Nur wer beherzt und bescheiden die ganze Not und Armseligkeit der Vielen, ihre Freuden und Gefahren mitträgt, Hunger und Durst, Frost und Schlaflosigkeit, Schmutz und Ungeziefer, Gefahr und Krankheit leidet, nur dem erschlieĂt das Volk seine heimlichen Kammern, seine Rumpelkammern und seine Schatzkammern."
"Natßrliche Jugend ist immer bescheiden und gßtig und dankbar fßr herzliches Gewähren, aber wer sich, ohne Ehrerbietung wecken zu kÜnnen, ans Erziehen macht, soll sich nicht wundern, wenn er Frechheit und Grausamkeit weckt."
"Man sollte immer nur um Kraft beten. Der Mensch soll nach Gottes Hand greifen, nicht nach Pfennigen in seiner Hand."
"Im Gebete sollen wir nicht mit Gott, Gott soll mit uns kämpfen."