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April 10, 2026
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"Werner Raupp: Denis Diderot â Ein funkensprĂźhender Kopf. Eine Biografie und 100 Gedanken des franzĂśsischen Philosophen, 2., vollst. Ăźberarb. Aufl. (1. Aufl.: Marburg 2013), Baden-Baden: Tectum 2024, bes. Tl. B: 100 Gedanken â ein Mosaik, S. 127-182 (Zitate u. kurze AuszĂźge aus Diderots Schriften; Quellennachweis, S. 188-192)."
"Diderot war nahe genug mit uns verwandt, wie er denn in alledem, weshalb ihn die Franzosen tadeln, ein wahrer Deutscher ist."
"Unglaube ist der erste Schritt zur Philosophie."
"âDie EncyclopĂŠdie war eine Grube, in welche diese elenden Lumpensammler alles durcheinander hineinwarfen â Unverdautes, Gutes, Schlechtes, Abscheuliches, Wahres, Falsches, Ungewisses, und das alles ebenso wirr wie unzusammenhängendâ â Denis Diderot: Enzyklopädie. In: Anette Selg/Rainer Wieland (Hrsg.): Die Welt der EncyclopĂŠdie. 1.â20. Tsd. Frankfurt am Main 2001, S. 67â69, hier S. 68. (zitiert nach diesem Link)"
"Wenn die Vernunft ein Geschenk des Himmels ist und wenn man vom Glauben das gleiche sagen kann, so hat uns der Himmel zwei unvereinbare, einander widersprechende Geschenke gemacht."
"Die Philosophie schweigt, wo im Gesetz kein Sinn und Verstand ist."
"Die Armut hat ihre Freiheiten, der Reichtum seine Zwänge."
"Man kann in Mohammed den grĂśĂten Feind sehen, den die menschliche Vernunft je hatte."
"Die Historiker sind meistens das Gegenteil von einem kreiĂenden Berg: Handelt es sich auch nur um eine Maus, bringt doch ihre Feder einen Elefanten hervor."
"Ich unterhalte mich mit mir selbst von Politik, von Liebe, von Geschmack oder Philosophie, und Ăźberlasse meinen Geist seiner ganzen Leichtfertigkeit. Mag er doch die erste Idee verfolgen, die sich zeigt, sie sey weise oder thĂśricht. [...] Meine Gedanken sind meine Dirnen."
"Wer die Wahrheit hochhält, der marschiert immer noch am besten, sagt Clausewitz."
"Was ist der Zweck der Verteidigung? Erhalten. Erhalten ist leichter als gewinnen, schon daraus folgt, daĂ die Verteidigung bei vorausgesetzten gleichen Mitteln leichter sei als der Angriff."
"So macht also die Politik aus dem alles Ăźberwältigenden Element des Krieges ein bloĂes Instrument; aus dem furchtbaren Schlachtschwert, was mit beiden Händen und ganzer Leibeskraft aufgehoben sein will, um damit einmal und nicht mehr zuzuschlagen, einen leichten, handlichen Degen, der zuweilen selbst zum Rapier wird, und mit dem sie StĂśĂe, Finten und Paraden abwechseln läĂt."
"Selten ist in Europa Ăźberall Frieden, und nie geht der Krieg in den anderen Weltteilen aus."
"Nur wer mit geringen Mitteln GroĂes tut, hat es glĂźcklich getroffen."
"Je mehr ein Feldherr gewohnt ist, von seinen Soldaten zu fordern, um so sicherer ist er, dass die Forderung geleistet wird."
"Es ist im Kriege alles sehr einfach, aber das Einfachste ist schwierig."
"Es gibt Fälle, wo das hÜchste Wagen die hÜchste Weisheit ist."
""Die reiche Saat des Sieges wird [bei zu geringer Reiterei] nicht mehr mit der Sense, sondern mit der Sichel geschnitten." [im Falle geringer Reiterei]"
"Die politische Absicht ist der Zweck, der Krieg ist das Mittel, und niemals kann das Mittel ohne Zweck gedacht werden."
"Die Gewalt rĂźstet sich mit den Erfindungen der KĂźnste und Wissenschaften aus, um der Gewalt zu begegnen."
"[Die moralischen Hauptpotenzen] sind: die Talente des Feldherrn, kriegerische Tugend des Heeres, Volksgeist desselben."
"Die Entschlossenheit ist ein Akt des Mutes in dem einzelnen Fall, und wenn sie zum Charakterzug wird, eine Gewohnheit der Seele."
"Der Krieg ist nie ein isolierter Akt."
"Der Krieg ist also ein Akt der Gewalt um den Gegner zur ErfĂźllung unseres Willens zu zwingen."
"Der Krieg ist nichts als eine Fortsetzung des politischen Verkehrs mit Einmischung anderer Mittel, um damit zugleich zu behaupten, daĂ dieser politische Verkehr durch den Krieg selbst nicht aufhĂśrt, nicht in etwas anderes verwandelt wird, sondern daĂ er in seinem Wesen fortbesteht, wie auch die Mittel gestaltet sein mĂśgen, deren er sich bedient."
"Der Krieg ist eine bloĂe Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln."
"Der Kampf im Kriege ist nicht ein Kampf des einzelnen gegen den einzelnen, sondern ein vielfach gegliedertes Ganzes."
"Das Wissen muss ein KĂśnnen werden."
"Der ganze Krieg setzt menschliche Schwäche voraus, und gegen sie ist er gerichtet."
"Ein starkes GemĂźt ist nicht ein solches, welches bloĂ starker Regungen fähig ist, sondern dasjenige, welches bei den stärksten Regungen im Gleichgewicht bleibt, so daĂ trotz den StĂźrmen in der Brust der Einsicht und Ăberzeugung wie der Nadel des Kompasses auf dem sturmbewegten Schiff das feinste Spiel gestattet ist."
"Emerson hat jene gĂźtige und geistreiche Heiterkeit, welche allen Ernst entmutigt."
"Emerson besaà bestimmt Bedeutung, aber jene trockene Art Bedeutung, der gegenßber ich immer fßrchte, ungerecht zu sein: ein Puritaner, bemßht ein Heide zu sein, der es auch erreicht, ein Heide zu werden, aber zaudert, ob er hingehen soll, sich eine Tänzerin anzusehen."
"Emerson begann selten zu schreiben, ohne vorher ein paar Seiten von Plato zu lesen."
"Die Gesellschaft ist eine Welle. Sie selbst bewegt sich vorwärts, nicht aber das Wasser, woraus sie besteht."
"Wissen heiĂt wissen, dass wir nicht wissen kĂśnnen."
"In der Wildnis finde ich etwas Wertvolleres und Verwandteres als auf den StraĂen und in den DĂśrfern. In der ruhigen Landschaft, und besonders in der weit entfernten Linie am Horizont, erblickt der Mensch etwas, das so schĂśn ist wie seine eigene Natur."
"In den Wäldern kehren wir zur Vernunft und zum Glauben zurßck."
"Ein Mensch, der in die Einsamkeit gehen will, muà sich von seiner Wohnstube ebenso weit entfernen wie von der Gesellschaft. Ich bin nicht allein, während ich lese und schreibe, obschon niemand bei mir ist. Aber wenn ein Mensch allein sein will, laà ihn zu den Sternen aufblicken."
"Die Sonne bescheint nur das Auge des Mannes, aber in das Auge und das Herz des Kindes scheint sie hinein."
"Die Jahre lehren viel, was die Tage niemals wissen."
"Das Antlitz der Natur ist ein Ausdruck der Andacht. Wie die Gestalt Jesu steht sie da mit geneigtem Haupt und den Händen ßber der Brust gefaltet. Der glßcklichste Mensch ist derjenige, der von der Natur die Verehrung lernt."
"Auch streift der Mensch in den Wäldern seine Jahre ab wie die Schlange ihre Haut und ist, in welchem Jahre seines Lebens er auch stehen mag, doch immer ein Kind. In den Wäldern ist immerwährende Jugend. In diesen Pflanzungen Gottes herrscht Wßrde und Heiligkeit, eine immerwährende Festlichkeit wird bereitet, und kein Gast vermag zu erkennen, wie er in tausend Jahren ihrer ßberdrßssig werden sollte."
"Wahrheit ist eine widerliche Arznei; man bleibt lieber krank, ehe man sich entschlieĂt, sie einzunehmen."
""SchĂśnheit"
"Es gibt ein anderes, besseres Leben!"
"Kluge Sanftmuth sei des Weibes unwiderstehlichste Waffe."
"Heirathen und Nähnadeln mßssen die Frauenzimmer einfädeln."
"Egoisten sind wir alle, der eine mehr, der andere weniger. Der eine läĂt seinen Egoismus nackend laufen, der andere hängt ihm ein Mäntelchen um."
"Drei Dinge sind bei Hofe unentbehrlich, gesunde Beine, ein geschmeidiger RĂźcken, und eine glatte Zunge."