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April 10, 2026
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"Uns nur als Killeraffen zu betrachten, bezeichne ich als den Beethoven-Fehler: Beethoven war unorganisiert und schlampig, seine Musik jedoch ist der Inbegriff von Ordnung."
"Mit ihm verglichen, war mir selbst Beethoven ein halbbarbarisches Wesen, dessen groĂe Seele schlecht erzogen wurde, so dass sie das Erhabene vom Abenteuerlichen, das Schlichte vom Geringen und Abgeschmackten nie recht zu unterscheiden gelernt hat."
"Mein [...] Musiklehrer war die BBC. Die sendete damals nur ein einziges Musikprogramm, aber das war sehr vielfältig. Zuerst Beethovens Fßnfte und gleich darauf die Beatles; schade, dass es heute nur noch Spartenkanäle gibt."
"Diese Kämpfer- und Siegernatur, die wir Beethoven nennen, ist eine Quelle, aus der man das ewige Leben trinken kann."
"Die Ăsterreicher haben das KunststĂźck fertiggebracht, aus Beethoven einen Ăsterreicher und aus Hitler einen Deutschen zu machen."
"Beethovens Musik bewegt die Hebel der Furcht, des Schauers, des Entsetzens, des Schmerzes und erweckt eben jene unendliche Sehnsucht, welche das Wesen der Romantik ist."
"Beethoven begreift in sich die ganze, runde, komplexe Menschennatur. [...] Niemals hat ein Musiker von der Harmonie der Sphären, dem Zusammenklang der Gottesnatur, mehr gewuĂt und mehr erlebt als Beethoven."
"Bettina läĂt in dem enthusiastischen Briefe, den sie Ăźber Beethoven an GĂśthe schreibt, den groĂen Tondichter sagen: âwenn ich die Augen aufschlage, so muĂ ich seufzen, denn was ich sehe, ist gegen meine Religion und die Welt muĂ ich verachten, die nicht ahnt, daĂ Musik hĂśhere Offenbarung ist, als alle Weisheit und Philosophie, sie ist der Wein, der zu neuen Erzeugungen begeistert und ich bin der Bachus, der fĂźr die Menschen diesen herrlichen Wein keltert und sie geistestrunken macht, [...]!" Ob Beethoven wirklich so gesprochen hat? Schwerlich â es war seine Art so nicht. Also hat Bettina wohl verschiedene seiner AeuĂerungen zusammengefaĂt und nach ihrer Art ausgedrĂźckt â oder aber sie hat geradezu gedichtet, was Beethoven allenfalls hätte mit Fug und Recht sagen kĂśnnen. Und fĂźrwahr, damit hat das seltsam geniale Wesen hier das Rechte getroffen."
"Schillers Dichtungen sind fĂźr die Musik äuĂerst schwierig. Der Tonsetzer muĂ sich weit Ăźber den Dichter zu erheben wissen. Wer kann das bey Schiller? Da ist GĂśthe viel leichter!"
"Ach, Unsinn", sagte er [Beethoven], "ich habe nie daran gedacht, wegen Ruhm und Ehre zu schreiben. Was in meinem Herzen ist, muĂ heraus, und deswegen schreibe ich."
"Schade, schade, zu spät!"
"Wahre Kunst bleibt unvergänglich u der wahre KĂźnstler hat inniges VergnĂźgen an groĂen Geistes-Produkten."
""FĂźr Haendel ein eigenes Gestelle"
"Fahre fort, ßbe nicht allein die Kunst, sondern dringe auch in ihr Inneres; sie verdient es. Denn nur die Kunst und die Wissenschaft erhÜhen den Menschen bis zur Gottheit. [...] Der wahre Kßnstler hat keinen Stolz; leider sieht er, daà die Kunst keine Gränzen hat, er fßhlt dunkel, wie weit er vom Ziele entfernt ist und indeà er vielleicht von Andern bewundert wird, trauert er, noch nicht dahin gekommen zu sein, wohin ihm der bessere Genius nur wie eine ferne Sonne vorleuchtet."
"Wohl erinnerte ich mich bey dieser Gelegenheit an den guten Organisten von Berka; denn dort war mir zuerst, bey vollkommener GemĂźthsruhe und ohne äuĂere Zerstreuung, ein Begriff von Eurem GroĂmeister [Johann Sebastian Bach] geworden. Ich sprach mir's aus: als wenn die ewige Harmonie sich mit sich selbst unterhielte, wie sich's etwa in Gottes Busen, kurz vor der WeltschĂśpfung, mĂśchte zugetragen haben, so bewegte sich's auch in meinem Innern, und es war mir, als wenn ich weder Ohren, am wenigsten Augen und weiter keine Ăźbrigen Sinne besäĂe noch brauchte."
"Wer ihn nicht gehĂśret, hat sehr vieles nicht gehĂśret."
"Was Newton als Weltweiser, war Bach als Musiker."
""Was ich zu Bachs Lebenswerk zu sagen habe: HĂśren, spielen, lieben, verehren und"
"Spiele fleiĂig Fugen guter Meister, vor Allen von Joh. Seb. Bach. Das âwohltemperirte Clavierâ sei dein täglich Brod. Dann wirst du gewiĂ ein tĂźchtiger Musiker."
"... sein groĂes Genie, welches alles umfaĂte, alles in sich vereinigte, was zur Vollendung einer der unerschĂśpflichsten KĂźnste erforderlich ist, brachte auch die Orgelkunst so zur Vollendung, wie sie vor ihm nie war und nach ihm schwerlich seyn wird."
"Niemals, weder vorher noch nachher, habe ich die SchĂśnheit dieser Musik in solchem MaĂe empfunden. Sie entstand unglaublicherweise aus diesen einfachen vier Saiten, wie ein Engel Michelangelos aus einem Marmorblock."
"Musik hĂśren ... zum Beispiel Glenn Gould. Und zwar nicht Beethoven, sondern Bach."
"Meine Liebe zu Bach lieĂ mich Musiker werden. Alles was mich interessierte, war von ihm geprägt. ... Es ist kaum vorstellbar, dass der grĂśĂte Musiker der Geschichte, dessen Werk uns noch heute magnetisch anzieht und der MaĂstab der musikalischen Kunst der letzten zwei Jahrhunderte ist, mit seiner Musik keine Wirkung erzielte, bei Musikern und Publikum seiner Zeit. ... Bach war der grĂśĂte Nonkonformist der Musikgeschichte."
"Ich breche ab, und sage nicht mehr, als daĂ diejenigen Recht zu haben scheinen, welche viel KĂźnstler gehĂśrt, aber doch alle bekennen, es sey nur ein Bach in der Welt gewesen; und ich thue noch hinzu, daĂ die bachischen Schuhe wenigen gerecht sind."
"FĂźr mich ist Bach der grĂśĂte Prediger. Seine Kantaten und Passionen wirken eine Ergriffenheit der Seele, in welcher der Mensch fĂźr alles Wahre und Einende empfänglich und Ăźber das Kleine und Trennende erhoben wird ..."
"Er war Gottes musikalisches Gehirn."
"Er schreibt tonal, aber ohne Farbexzesse. Er besitzt eine unendliche Palette an GrautÜnen. ... Der Frieden und die Andacht der letzten Fuge sind ßberwältigend. Er moduliert nie im konventionellen Sinn, lässt aber den Eindruck eines expandierenden Universums entstehen."
""BACH ist Anfang und Ende aller Musik" (BACH als Notenbild)"
"Bei einer andächtigen Musik ist allezeit Gott mit seiner Gnaden Gegenwart."
"Wagnerâs Kunst ist krank. Die Probleme, die er auf die BĂźhne bringt â lauter Hysteriker-Probleme â, das Convulsivische seines Affekts, seine Ăźberreizte Sensibilität, sein Geschmack, der nach immer schärfern WĂźrzen verlangte, seine Instabilität, die er zu Principien verkleidete, nicht am wenigsten die Wahl seiner Helden und Heldinnen, diese als physiologische Typen betrachtet (â eine Kranken-Galerie! â): Alles zusammen stellt ein Krankheitsbild dar, das keinen Zweifel lässt. Wagner est une nĂŠvrose."
"Ich liebe Wagners Musik mehr als die irgendeines anderen Komponisten. Sie ist so laut, daĂ man die ganze Zeit reden kann, ohne daĂ die anderen Leute hĂśren, was man sagt."
""Gleichwohl geht der Prozess der Emanzipation des Weibes nur unter ekstatischen Zuckungen vor sich. Liebe"
"Die WĂźrde des Virtuosen beruht daher lediglich auf der WĂźrde, welche er der schaffenden Kunst zu erhalten weiĂ: Vermag er mit dieser zu tändeln und zu spielen, so wirft er seine eigene Ehre fort."
"[...] wer als Meister ward geboren, // der hat unter Meistern den schlimmsten Stand."
"Verachtet mir die Meister nicht, // und ehrt mir ihre Kunst!"
"Ruhig, Brauner! Brich nicht den Frieden!"
"O zahme Kunst // der Zauberin, // die nur Balsamtränke noch brau't!"
"Nun sei bedankt, mein lieber Schwan!"
"Nie sollst Du mich befragen, // noch Wissen's Sorge tragen, // woher ich kam der Fahrt, noch wie mein Nam' und Art!"
"Luft! Luft! // Mir erstickt das Herz!"
"Ein politischer Mann ist widerlich, ein politisches Weib aber grauenhaft [...]."
"Der Feinde Meute // hetzte mich mĂźd, // Gewitterbrunst // brach meinen Leib: // doch schneller als ich der Meute // schwand die MĂźdigkeit mir; // sank auf die Lider mir Nacht, // die Sonne lacht mir nun neu!"
"Mozart [...] scheint den KĂźnstler par excellence, jenseits aller politischen Interessen und jeglicher politischen Betätigung, zu verkĂśrpern: von seinem Werk besessen, dabei naiv und unbewuĂt seiner SchĂśpferkraft anheimgegeben, alles um sich herum vergessend oder nur als Kulisse seines kĂźnstlerischen Daseins wahrnehmend."
"Mozarts Musik ist so rein und schĂśn, dass ich sie als die innere SchĂśnheit des Universums selbst ansehe."
"Mozart ist schĂśn, wie die SchĂśpfung schĂśn ist."
"Mozart ist eher zu spät, als zu frßh gestorben."
"Das Salzburger Land ist das Herz vom Herzen Europas. [...] Das mittlere Europa hat keinen schĂśneren Raum, und hier muĂte Mozart geboren werden."
"Der Geschmack des Todes ist auf meiner Zunge, ich fĂźhle etwas, das nicht von dieser Welt ist."
"Will mich Deutschland, mein geliebtes Vaterland, worauf ich (wie Sie wissen) stolz bin, nicht aufnehmen, so muĂ in Gottes Namen Frankreich oder England wieder um einen geschickten Deutschen mehr reich werden,- und das zur Schande der deutschen Nation."
"Wie ich Mannheim liebe, so liebt auch Mannheim mich."