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April 10, 2026
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"Drei Pfade hat der Mensch in sich, in denen sich sein Leben tätigt: die Seele, den Leib und die Sinne."
"Die Gräslein kĂśnnen den Acker nicht begreifen, aus dem sie sprieĂen."
"Die Ewigkeit gleicht einem Rad, das weder Anfang noch Ende hat."
"Der Mensch sollte alle seine Werke zunächst einmal in seinem Herzen erwägen, bevor er sie ausfßhrt."
"Das Herz hat die Eigenschaft des Wissens, die Leber des Gefßhls, die Lunge des Blattes (der Veränderlichkeit, Beweglichkeit?), der Mund dient der Vernunft als Weg, ein Sprachrohr fßr das, was der Mensch vorträgt, und eine Aufnahme der Erfrischungen des KÜrpers; und er spricht, hÜrt aber nicht, während das Ohr hÜrt, aber nicht spricht."
"Die Aktivistinnen der Frauenbewegung machen mich wßtend. Sie stehen auf Seifenkisten und proklamieren, dass Frauen klßger sind als Männer. Das stimmt zwar, aber es sollte unter uns bleiben, sonst stßrzt das ganze Kartenhaus zusammen."
"Was der heutigen Welt trotz allen äuĂeren Glanzes, ihrer Erfindungen und Wirtschaftswunder fehlt, ist jenes MindestmaĂ an GĂźte, MĂźtterlichkeit, Erbarmen, Takt und ZartgefĂźhl, welches der Welt des Mannes durch die Frau zugeordnet ist."
""Heute hat die Frauenbewegung ihre Ziele weithin erreicht"
"Gerechtigkeit ist nur in der HĂślle, im Himmel ist Gnade, und auf Erden ist das Kreuz."
"Das Geheimnis, um das es hier geht, aber ist: DaĂ man mit der Aufopferung Gottes auch die Welt opfert, daĂ der Verrat an der Religion den Verrat an der Kultur nach sich zieht, nach sich ziehen muĂ. Die abendländische Kultur wird genau so lange leben wie die abendländische Religion."
"Die meisten Eltern und Erzieher [...] leben der Ansicht, daĂ die Sittlichkeit der Jugend beider Geschlechter am besten durch das Nichtwissen bewahrt werde."
"Lieber, es wird bald vorĂźber sein."
"Ich wundere mich manchmal, wie ich das alles Ăźberleben konnte. Ich glaube wirklich, daĂ ich, dank meinem langen Umgang mit Katzen, inzwischen neun Leben habe wie sie."
"Es gibt mehr als eine Art der Freiheit⌠die Freiheit zu, und die Freiheit von. In den Tagen der Anarchie war es die Freiheit zu. Jetzt ist dir die Freiheit von gegeben. Unterschätze das nicht."
"Were man nicht persuadiert, daĂ alles vorgesehen und nicht zu endern stehet, mĂźĂte man in steter Qual leben und allezeit meinen, man hätte sich was vorzuwerfen; aber sobald man betracht, daĂ gott der allmächtige alles vorsehen hat und nichts geschicht, alĂ was so lange und zu allen zeiten von gott verordnet ist, muĂ man sich wohl mit geduld in alles ergeben und kann man allezeit mit sich selber zufrieden sein, wenn, was man tut, in guter meinung geschicht; daĂ Ăźberige steht nicht bei uns."
"Glaubt mir, liebe Louise! unterschied der Christenreligionen bestehet nur in pfaffengezäng, so, welche sie auch sein mÜgen, katholische, reformierte oder lutherische, haben alle ambition und wollen alle Christen einander wegen der religion hassen machen, damit man ihrer von nÜten haben mag und sie ßber die menschen regieren mÜgen. Aber wahre Christen, so gott die gnade getan, ihn und die tugend zu lieben, kehren sich an das pfaffengezäng nicht, sie folgen gottes wort, so gut sie es verstehen mÜgen, und die ordenung der kirchen, in welcher sie sich finden, lassen das gezäng den pfaffen, den aberglauben dem pÜbel und dienen ihren gott in ihrem herzen und suchen, niemands ärgernus zu geben. Dies ist, was gott anbelangt, im ßberigen haben sie keinen haà gegen ihren negsten, welcher religion er auch sein mag, suchen, ihm zu dienen, wo sie kÜnnen, und ergeben sich ganz der gÜttlichen providenz."
"In dieĂem morgen erfahre ich, daĂ die alte Maintenon verreckt ist, gestern zwischen 4 und 5 Uhr abendt. Es were ein groĂ glĂźck geweĂen, wen es vor etlich und 30 Jahren geschehen were.""
"Ich kann nicht leben, ohne gar nichts zu tun; arbeyten noch spinnen kann ich ohnmĂśglich, allezeit plauderen were mir unerträglich... allezeit lesen kann ich auch nicht, mein hirnkasten ist zu verwirrt... schreiben amusiert mich und gibt meinen trauerigen gedanken distraction. Also werde ich keine von meinen correspondenzen abbrechen, und was Ihr auch sagen mĂśgt, liebe Louise, so werde ich Euch alle donnerstag und sambstag schreiben und an meine liebe prinzeĂ von Wallis alle dienstag und freytag. I.L. liebe schreiben seind eine arzeney vor mich; denn sie schreibt so artig und verzehlt so angenehm, daĂ es eine rechte lust ist, I.L. schreiben zu lesen und zu beantworten; das divertiert mich mehr als die spektakel... Mein kleinster brief, so ich in der ganzen woche schreibe, ist an die kĂśnigin in Spanien... und der gibt mir mehr mĂźhe, als alle andere briefe... weilen ich als auf complimenten antworten muĂ, welche ich nie habe vertragen kĂśnnen... Es kĂśnnte leicht sein, daĂ die prinzeĂ von Wallis zufrieden sein kĂśnnte, nur einmal die woch von meinen albern briefen zu haben und nur einmal zu schreiben; aber das kompt mir gar nicht zu paĂ, werde also fortfahren, wie ich bisher getan."
"Es seind viel kÜnigliche personen, so man ßbel erzogen und in der jugend verdorben hat, ihnen nur ihre grandeur gelernt, aber nicht dabey, wie daà sie nur menschen wie andere seind und vor nichts mit aller ihrer grandeur zu estimieren sein, wofern sie kein gut gemßte haben und nach tugend trachten. Ich habe einmal in einem buch gelesen, daà man solche an säue vergleicht, mit goldenen halsbänder. Das hat mich frappiert und auch lachen machen, ist aber doch nicht ßbel gesagt."
"Ich habe keinen ehrgeiz, will nichts regieren, wĂźrde auch keinen lust drin finden. Das ist der franzoschen weiber einige (eigene) sache; keine kĂźchenmagd hier glaubt, daĂ sie nicht verstand genung habe, das ganze kĂśnigreich zu regieren, und daĂ man ihr das grĂśĂte unrecht von der welt tut, sie nicht zu rat zu ziehen. Das hat mich alle ambition ganz verleydt; denn ich finde ein solch abscheulich ridicul hierin, daĂ mir davor graust.""
"Wie E.L. (Euer Liebden) mir nun die teutsche hĂśf beschreiben, wĂźrde ich eine groĂe verenderung drin finden; allein von der teutschen aufrichtigkeit halte ich mehr als von der magnificence und ist mir recht leyd zu vernehmen, daĂ solche sich verlieret im vatterland. Es ist leicht zu erachten, wovon der luxe die treuherzigkeit verjagt; man kann nicht magnifik sein ohne geld, und wenn man so sehr nach geld fragt, wird man interessiert, und wenn man einmal interessiert wird, sucht man alle mittel hervor, was zu bekommen, wodurch dann die falschheit, lĂźgen und betriegen einreiĂt, welches dann treu, glauben und aufrichtigkeit ganz verjagt."
"Ich glaube, daĂ Mons. de Louvois in jener welt wegen der Pfalz brennt; er war greulich cruel, nichts konnte ihn jammernâŚ"
"Denn ich habe Mannheim all mein Leben lieb gehabt."
"⌠das macht mir das hertz blutten, undt man nimbt mir es noch hoch vor Ăźbel daĂ ich trawerig drĂźber binâŚ"
"Ich vor mein theil wolte lieber ein reicher regierender reichsgraff sein mitt seiner freyheitt, alĂ ein enfant (KĂśnigskind Frankreichs), denn wir seindt in der that nichts anderst als gecronte sclaven; ich were erstickt, wenn ich dieĂes nicht gesagt hette..."
"Den es ist mir all mein leben leydt geweĂen, ein weibsmensch zu sein, und churfĂźrst zu sein, wehre mir, die wahrheit zu sagen, beĂer ahngestanden, alĂ Madame zu sein; aber weillen es gottes willen nicht geweĂen, ist es ohnnĂśtig, dran zu gedencken..."
"Wie ich (als Kind) im Haag mit I.L. (= Ihrer Liebden, gemeint ist der spätere englische KĂśnig Wilhelm III. von Oranien) spielte und met verlĂśff met verlĂśff (plattdeutsch: mit Verlaub) in mein hembt schiĂ, dachte ich woll nicht, daĂ er einsmals so eine groĂe Figur machen wĂźrde; wenn nur seine groĂe ahnschläge nicht besiegelt werden wie ich damals das spiel besiegelte; wenn es aber geschehen solte undt unĂ dadurch der friede zukäme, wĂźrde ich warlich gar woll zufrieden seinâŚ"
"Wenn es wahr ist, daà man wieder jungfer wird, wenn man in langen jahren bey keinem mann schläft, so muà ich wieder eine jungfer geworden sein, denn seyder 17 jahren haben mein herr und ich nicht bey einander geschlafen, mÜgte aber, umb es gewià zu wissen, nicht in der herren Tartaren hände fallen. Die Tartaren mßssen mehr vom gefßhl als vom gesicht halten in den 5 sinnen, weilen sie lieber alte als junge weiber haben."
"Ich habe (meine Tochter) nicht viel verendert gefunden, aber ihren Herrn (Gemahl) abscheĂźlich. Er war vor dieĂem mitt den schĂśnsten farben undt nun ist er ganz braunrodt und dicker, alĂ mein sohn; ich kann sagen, daĂ ich so dick und fette kinder habe, alĂ ich selber bin."
"⌠ich bin ja all mein leben häĂlich gewesen, drum habe ich keine lust nehmen kĂśnnen, mein bärenkatzenaffengesicht im spiegel zu betrachten, also kein wunder, daĂ ich mich nicht oft betracht habe."
"Wenn ich die romans lange und an einem stĂźck lesen mĂźĂte, wĂźrden sie mir beschwerlich fallen; ich lese aber nur ein blatt 3 oder 4, wenn ich met verlĂśff auf dem kackstuhl morgens und abends sitze, so amĂźsierts mich und ist weder mĂźhsam noch langweilig so."
"DaĂ ist eine albere meinung, daĂ sich weiber undt maner in den wolcken verstecken kĂśnnen undt hageln, umb alles zu verderben. Zu Paris glaubt man ahn keine hexsen undt hĂśrt auch von keine. â Liselotte in einem Brief vom 30. Juni 1718 an ihre Halbschwester Louise zu Pfalz in: Elisabeth Charlotte Herzogin von OrlĂŠans, Briefe aus den Jahren 1676â1722; Hrsg. W. L. Holland, Band 3, Stuttgart/TĂźbingen 1874, S. 302â307; Online"
"Sag ihnen, ich habe starke Schmerzen an der linken Seite."
"Zivilcourage kann auch heiĂen, Ăngsten Ausdruck zu geben."
"Ich gehĂśre zu den wenigen Menschen, die sich sagen kĂśnnen, ich habe alles gehabt, ich habe mehr erreicht, als ich je gedacht habe."
"Heimat ist fĂźr mich auch die Insel Usedom. Jedoch: Die Menschen sind mir fremd."
"Diese Revolution wird sich erst dann vollziehen, wenn sämtliche Frauen von ihrem beklagenswerten Los durchdrungen und sich des Verlustes ihrer Rechte in dieser Gesellschaft bewuĂt sind."
"Berlin war so herrlich lebendig, so geladen mit einer seltsamen Elektrizität."
"O Freiheit, wie hat man dir mitgespielt!"
""Ihr haltet mich fĂźr wĂźrdig, das Los der groĂen Männer zu teilen, die ihr ermordet habt; ich werde danach streben, mit demselben Mute, den sie gezeigt haben, auf dem Schafott zu erscheinen."- zu dem Revolutionstribunal, nachdem man ihr das Todesurteil verkĂźndet hatte, nach: Helen Maria Williams, Letters Containing a Sketch of the Politics of France, Vol. 1, London 1795. S. 199; zitiert nach Eduard Trautner, TagebĂźcher der Henker von Paris, Bd. 2, Potsdam 1923 gutenberg.spiegel.de"
"Unsere Vorfahren und GroĂväter haben jahrhundertelang ihr Leben geopfert, um alle Invasoren zu vertreiben. Unser Land sollte ein freies Vaterland sein, das nicht das Joch irgendeiner fremden Macht ertragen sollte. Doch seit etwa 20 Jahren erleben wir eine gefährliche, unkontrollierte Unterwanderung. Nicht nur, dass die Einwanderer sich nicht unseren Gesetzen und Bräuchen unterwerfen, nein, sie versuchen sogar, uns ihre aufzudrängen."
"Wenn die Hoffnung uns verläĂt, geht sie, unser Grab zu graben."
"Es giebt eine Bescheidenheit, die nur der Mantel des Hochmuths ist."
"Der Krieg zwischen zwei gebildeten VĂślkern ist ein Hochverrath an der Civilisation."
"Der Aphorismus ist wie die Biene: mit Beute beladen und mit einem Stachel versehen."
"Niemand kann Dir ein MinderwertigkeitsgefĂźhl aufzwingen ohne Deine Bereitschaft dazu."
"âFalls Washington sich weigert, diese Visa sofort zu bewilligen, werden die deutschen und Ăśsterreichischen EmigrantenfĂźhrer mit amerikanischer Hilfe ein Schiff mieten, mit diesem Schiff mĂśglichst viele der in Frankreich gefährdeten FlĂźchtlinge Ăźber den Atlantischen Ozean bringen und wenn nĂśtig, so lange entlang der amerikanischen OstkĂźste kreuzen, bis das amerikanische Volk, beschämt und verärgert, den Präsidenten und den Kongress durch Demonstrationen zwingt, diesen Opfern politischer Verfolgung zu erlauben, in Amerika an Land zu gehen.â Eleanore Roosevelt am 27. Juni 1940 in einem Telefonat mit ihrem Mann, Präsident Franklin D. Roosevelt, in dem es um Visa fĂźr Lion Feuchtwanger und andere ging. Ăbersetzung zitiert nach Uwe Wittstock: Marseille 1940. Die groĂe Flucht der Literatur. C. H. Beck, MĂźnchen. 2024. 978-3-406-81490-7. Seite 105."
""Die Leitmotive meines Werkes sind in mir verankert, wie in jedem KĂźnstler. Man muss! Es macht es! Das hat nichts mit Ăberheblichkeit zu tun und ist nichts Ăbersinnliches. Man ist gezwungen, es zu tun. Es ist unabhängig vom Zustand"."
""Ich will die Mannigfaltigkeit des Lebens preisen mit meiner Arbeit, die SchĂśnheit auch"
"Die Freiheit wird einem nicht gegeben, man muss sie nehmen."