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April 10, 2026
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""Manche GeschĂśpfe sind ganz dämonischer Art, in manchen sind Teile von ihm wirksam. [âŚ] Unter den KĂźnstlern findet es sich mehr bei Musikern, weniger bei Malern. Bei Paganini zeigt es sich im hohen Grade, wodurch er denn auch so groĂe Wirkungen hervorbringt." â zu Johann Peter Eckermann, 2. März 1831"
""Man sagt von den Blättern eines Baumes, daĂ deren kaum zwei vollkommen gleich befunden werden, und so mĂśchten sich auch unter tausend Menschen kaum zwei finden, die in ihrer Gesinnungs- und Denkungsweise vollkommen harmoniren." â zu Eckermann, 14. April 1824, zeno.org"
""Man muĂ das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns her immer wieder gepredigt wird, und zwar nicht von einzelnen, sondern von der Masse. In Zeitungen und Encyklopädien, auf Schulen und Universitäten, Ăźberall ist der Irrtum obenauf, und es ist ihm wohl und behaglich im GefĂźhl der Majorität, die auf seiner Seite ist." â zu Johann Peter Eckermann, 16. Dezember 1828"
""Man darf beide Dichter nicht miteinander vergleichen, ohne den einen durch den andern zu vernichten. Byron ist der brennende Dornbusch, der die heilige Zeder des Libanon in Asche legt. Das groĂe Epos des Italieners hat seinen Ruhm durch Jahrhunderte behauptet, aber mit einer einzigen Zeile des Don Juan kĂśnnte man das ganze befreite Jerusalem vergiften." â Ăźber Torquato Tasso und Lord Byron, zu Johann Peter Eckermann, 18. Mai 1824"
""Käme er, man wĂźrde ihn zum zweiten Mal kreuzigen." â Ăźber einen zweiten ErlĂśser zu Johann Peter Eckermann, 12. März 1828"
"ÂťIn dem, was ich selber zu tun und zu treiben hatteÂŤ, fuhr Goethe fort, Âťhabe ich mich immer als Royalist behauptet. Die anderen habe ich schwatzen lassen, und ich habe getan, was ich fĂźr gut fand. Ich Ăźbersah meine Sache und wuĂte, wohin ich wollte.ÂŤ" â Goethe im Gespräch mit Johann Peter Eckermann, 25. Februar 1824. In: Goethes Gespräche mit J. P. Eckermann, Band 1. Hrsg. von Franz Deibel. Leipzig: Insel-Verlag, 1908. S. 118."
""Im Grunde aber sind wir alle kollektive Wesen, wir mĂśgen uns stellen, wie wir wollen. Denn wie weniges haben und sind wir, das wir im reinsten Sinne unser Eigentum nennen! Wir mĂźssen alle empfangen und lernen, sowohl von denen, die vor uns waren, als von denen, die mit uns sind. Selbst das grĂśĂte Genie wĂźrde nicht weit kommen, wenn es alles seinem eigenen Innern verdanken wollte. " â zu Johann Peter Eckermann 17. Februar 1832"
""Hegel hat in den Berliner JahrbĂźchern eine Rezension Ăźber Hamann geschrieben, die ich in diesen Tagen lese und wieder lese und die ich sehr loben muss. Hegels Urteile als Kritiker sind immer gut gewesen." â zu Johann Peter Eckermann, 17. Februar 1829"
""Es wird aber in den Wissenschaften auch zugleich dasjenige als Eigentum angesehen, was man auf Akademien Ăźberliefert erhalten und gelernt hat. Kommt nun einer, der etwas Neues bringt, das mit unserm Credo, das wir seit Jahren nachbeten und wiederum anderen Ăźberliefern, in Widerspruch steht und es wohl gar zu stĂźrzen droht, so regt man alle Leidenschaften gegen ihn auf und sucht ihn auf alle Weise zu unterdrĂźcken. Man sträubt sich dagegen, wie man nur kann; man tut, als hĂśre man nicht, als verstände man nicht; man spricht darĂźber mit Geringschätzung, als wäre es gar nicht der MĂźhe wert, es nur anzusehen und zu untersuchen; und so kann eine neue Wahrheit lange warten, bis sie sich Bahn macht." â zu Johann Peter Eckermann: Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens. in: Sämtliche Werke, Briefe, TagebĂźcher und Gespräche, Band 36 "Zwischen Weimar und Jena: Einsam-tätiges Alter". Deutscher Klassiker Verlag Frankfurt am Main, 1999. ISBN 3-618-60560-9. Tagebucheintrag 30.12.1823 auf gutenberg.de"
""Ein deutscher Schriftsteller, ein deutscher Märtyrer! â Ja, mein Guter! Sie werden es nicht anders finden! Und ich selbst kann mich kaum noch beklagen, es ist allen andern nicht besser gegangen, den meisten sogar schlechter, und in England und Frankreich ganz wie bei uns." â zu Johann Peter Eckermann, 14. März 1830"
""die Natur versteht gar keinen SpaĂ, sie ist immer wahr, immer ernst, immer strenge; sie hat immer Recht, und die Fehler und IrrthĂźmer sind immer des Menschen." â zu Johann Peter Eckermann, 13. Februar 1829 http://www.zeno.org/nid/20004867424, books.google"
""Denn was ist eine Novelle anders als eine sich ereignete unerhĂśrte Begebenheit. Dies ist der eigentliche Begriff, und so vieles, was in Deutschland unter dem Titel Novelle geht, ist gar keine Novelle, sondern bloĂ Erzählung oder was Sie sonst wollen." â zu Johann Peter Eckermann, 29. Januar 1827"
""Den anscheinenden GeringfĂźgigkeiten des Wilhelm Meister liegt immer etwas HĂśheres zum Grunde, und es kommt bloĂ darauf an, dass man Augen, Weltkenntnis und Ăbersicht genug besitze, um im Kleinen das GrĂśĂere wahrzunehmen. Andern mag das gezeichnete Leben als Leben genĂźgen." â zu Johann Peter Eckermann, 25. Dezember 1825"
""Das musikalische Talent kann sich wohl am frĂźhesten zeigen, indem die Musik ganz etwas Angeborenes, Inneres ist, das von AuĂen keiner groĂen Nahrung und keiner aus dem Leben gezogenen Erfahrung bedarf." â zu Johann Peter Eckermann, 14. Februar 1831"
""Das Gleiche läĂt uns in Ruhe; aber der Widerspruch ist es, der uns productiv macht." â Gespräch mit Johann Peter Eckermann, 28. März. 1827. Aus: Goethes Gespräche. hg. von Woldemar Freiherr von Biedermann, Band 1â10, Leipzig 1889â1896, Band 6, S. 67."
""Das Classische nenne ich das Gesunde, und das Romantische das Kranke." â zu Eckermann, 2. April 1829, zeno.org"
""Alle Seelen und Formen von dem, was einst war und kĂźnftig sein wird, schweift in dem endlosen Raum ihres Aufenthaltes wolkenartig hin und her, und umgeben die MĂźtter, und der Magier muss also in ihr Reich gehen, wenn er durch die Macht seiner Kunst Ăźber die Form eines Wesens Gewalt haben und ein frĂźheres GeschĂśpf zu einem Scheinleben hervorrufen will." â Ăźber sein Werk Faust, zu Johann Peter Eckermann, 10. Januar 1830"
""Das gefährlichste aller BĂźcher in weltgeschichtlicher Hinsicht, wenn durchaus einmal von Gefährlichkeit die Rede sein sollte, ist doch wohl unstreitig die Bibel, weil wohl kein anderes Buch so viel Gutes und BĂśses im Menschengeschlecht zur Entwicklung gebracht hat." â vom 10. November 1810"
""Helmstedt selbst liegt ganz freundlich, der Sand ist dort, wo ein geringes Wasser flieĂt, durch Gärten und sonst anmutige Umgebung gebändigt. Wer nicht gerade den Begriff einer lebhaften deutschen Akademie mitbringt, der wird angenehm Ăźberrascht sein, in einer solchen Lage eine ältere, beschränkte Studienanstalt zu finden, wo auf dem Fundament eines frĂźhern Klosterwesens LehrstĂźhle späterer Art gegrĂźndet worden, wo gute PfrĂźnden einen behaglichen Sitz darbieten, wo alträumliche Gebäude einem anständigen Haushalt, bedeutenden Bibliotheken, ansehnlichen Kabinetten hinreichenden Platz gewähren und eine stille Tätigkeit desto emsiger schriftstellerisch wirken kann, als eine geringe Versammlung von Studierenden nicht jene Hast der Ăberlieferung fordert, die uns auf besuchten Akademien nur Ăźbertäubt." â Tag- und Jahreshefte 1805 http://www.zeno.org/nid/20004860012"
""Aber auch kein stolzer Gebet als um Weisheit, denn diese haben die GĂśtter ein fĂźr allemal den Menschen versagt. Klugheit teilen sie aus, dem Stier nach seinen HĂśrnern und der Katze nach ihren Klauen, sie haben alle GeschĂśpfe bewaffnet." â 13. Januar 1779"
""ÂťVedi Napoli e poi muori!ÂŤ sagen sie hier. ÂťSiehe Neapel und stirb!ÂŤ DaĂ kein Neapolitaner von seiner Stadt weichen will, daĂ ihre Dichter von der GlĂźckseligkeit der hiesigen Lage in gewaltigen Hyperbeln singen, ist ihnen nicht zu verdenken, und wenn auch noch ein paar Vesuve in der Nachbarschaft stĂźnden." â Italienische Reise. Zweiter Teil. Neapel. 3. März 1787. zeno.org"
"âSonntag waren wir in Pompeji. â Es ist viel Unheil in der Welt geschehen, aber wenig, das den Nachkommen so viel Freude gemacht hätteâ â Italienische Reise. Zweiter Teil. Neapel. 13. März 1787. zeno.org"
""Nur durch geregelte Ăbung kĂśnnte man vorwärts kommen." â Italienische Reise"
""Nun ging mir eine neue Welt auf. Ich näherte mich den Gebirgen, die sich nach und nach entwickelten." â Ăźber die Alpen, Italienische Reise I, 7. September 1786"
""Meine Ăbung alle Dinge, wie sie sind, zu sehen und zu lesen, meine Treue das Auge licht sein zu lassen, meine vĂśllige EntäuĂerung von aller Prätention, machen mich hier im stillen hĂśchst glĂźcklich." â Italienische Reise, Brief an Charlotte aus Rom, am 7. November 1786"
""Ich sitze jetzt im Rohre und kann vor Pfeifenschneiden nicht zum Pfeifen kommen." â Italienische Reise III, 12. Oktober 1787"
""Denn man verdient wenig Dank von den Menschen, wenn man ihr inneres BedĂźrfnis erhĂśhen, ihnen eine groĂe Idee von ihnen selbst geben, ihnen das Herrliche eines wahren, edlen Daseins zum GefĂźhl bringen will." â Italienische Reise I, 19. September 1786"
""Denke ich an Neapel, ja gar nach Sizilien, so fällt es einem sowohl in der Erzählung als in Bildern auf, dass in diesen Paradiesen der Welt sich zugleich die vulkanische HĂślle so gewaltsam auftut und seit Jahrtausenden die Wohnenden und GenieĂenden aufschreckt und irre macht." â Italienische Reise I, 16. Februar 1787"
"Meine Ăźbrigen angefangenen Naturstudien suchte ich fortzusetzen, und da man immer Zeit genug hat, wenn man sie gut anwenden will, so gelang mir mitunter das Doppelte und Dreifache."
""Wollte man die Herrlichkeit des FrĂźhlings und seiner BlĂźten nach dem wenigen Obst berechnen, das zuletzt noch von den Bäumen genommen wird, so wĂźrde man eine sehr unvollkommene Vorstellung jener lieblichen Jahreszeit haben." â Dichtung und Wahrheit, FrĂźheres Vorwort"
""Knaben, denen ja doch alles zum Scherze dienen muĂ, sich am Schall der Worte, am Fall der Silben ergĂśtzen, und durch eine Art von parodistischem Mutwillen den tiefen Gehalt des edelsten Werks zerstĂśren." â Dichtung und Wahrheit III, 11"
""In einer Stadt wie Frankfurt befindet man sich in einer wunderlichen Lage, immer sich kreuzende Fremde deuten nach allen Weltgegenden hin und erwecken Reiselust." â Dichtung und Wahrheit IV, 18"
""In einem wohleingerichteten Staate soll das Recht selbst nicht auf unrechte Weise geschehn." Dichtung und Wahrheit, III, 14"
""In dem Abendmahle sollen die irdischen Lippen ein gĂśttliches Wesen verkĂśrpert empfangen und unter der Form irdischer Nahrung einer himmlischen teilhaftig werden." â Dichtung und Wahrheit II, 7"
""Ich, der ich immer gehĂśrt hatte, auf die Ohrfeige eines Mädchens gehĂśre ein derber Kuss." â Dichtung und Wahrheit I, 2"
""Fehlt es dem protestantischen Kultus im ganzen an FĂźlle, so untersuche man das einzelne, und man wird finden, der Protestant hat zu wenig Sakramente, ja er hat nur eins, bei dem er sich tätig erweist, das Abendmahl: denn die Taufe sieht er nur an andern vollbringen, und es wird ihm nicht wohl dabei." â Dichtung und Wahrheit II, 7"
""Die Jugend will lieber angeregt als unterrichtet sein." â Dichtung und Wahrheit II, 8"
""Diderot war nahe genug mit uns verwandt, wie er denn in alledem, weshalb ihn die Franzosen tadeln, ein wahrer Deutscher ist." â Dichtung und Wahrheit III, 11"
""Aber wie das Erhabene von Dämmerung und Nacht, wo sich die Gestalten vereinigen, gar leicht erzeugt wird, so wird es dagegen vom Tage verscheucht, der alles sondert und trennt, und so muss es auch durch jede wachsende Bildung vernichtet werden, wenn es nicht glĂźcklich genug ist, sich zu dem SchĂśnen zu flĂźchten und sich innig mit ihm zu vereinigen, wodurch denn beide gleich unsterblich und unverwĂźstlich sind." â Dichtung und Wahrheit II, 6"
""Aber er war aus der Stille, der Dämmerung, der Dunkelheit, welche ganz allein die reinen Produktionen begĂźnstigen kann." â Dichtung und Wahrheit III, 13"
""Widerspruch und Schmeichelei machen beide ein schlechtes Gespräch." â Maximen und Reflexionen"
""Wer fremde Sprachen nicht kennt, weiĂ nichts von seiner eigenen." â Maximen und Reflexionen; II.; Nr. 23, 91"
""Wenn ein deutscher Literator seine Nation vormals beherrschen wollte, so musste er ihr nur glauben machen, es sei einer da, der sie beherrschen wolle. Da waren sie gleich so verschĂźchtert, dass sie sich, von wem es auch wäre, gern beherrschen lieĂen." â Maximen und Reflexionen, 324"
""Vollkommenheit ist die Norm des Himmels, Vollkommenes wollen die Norm des Menschen." â Maximen und Reflexionen"
""Toleranz sollte eigentlich nur eine vorĂźbergehende Gesinnung sein; sie muss zur Anerkennung fĂźhren. Dulden heiĂt beleidigen." â Maximen und Reflexionen"
""Sobald die Tyrannei aufgehoben ist, geht der Konflikt zwischen Aristokratie und Demokratie unmittelbar an." â Maximen und Reflexionen"
""Sei nicht ungeduldig, wenn man deine Argumente nicht gelten lässt." â Maximen und Reflexionen, 797"
""Nichts ist widerwärtiger als die Majorität: denn sie besteht aus wenigen kräftigen Vorgängern, aus Schelmen, die sich accomodiren, aus Schwachen, die sich assimilieren, und der Masse, die nachtrollt, ohne nur im mindesten zu wissen was sie will." â Maximen und Reflexionen"
""Mystik deutet auf die Geheimnisse der Natur und Vernunft und sucht sie durch Wort und Bild zu lĂśsen." â Maximen und Reflexionen"
""Mit den Jahren steigern sich die PrĂźfungen." â Maximen und Reflexionen"