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April 10, 2026
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""Und der Parteigeist, der meistens Kollegen trennt, macht dem Friedfertigsten das Leben am sauersten und fĂźllt die LustĂśrter der Wissenschaften mit Hader und Zank." â An G. A. BĂźrger, 20. Februar 1782"
""Sonst, der Mensch auf sich allein gestellt, suchte er Hilfe bei anderen: in Burgen, SchlĂśssern, bei Freunden. Jetzt, in der Ăśffentlichsten Kommunikation hilflos, und nur durch sein Inneres zu trĂśsten und zu helfen." â an Friedrich Wilhelm Riemer, 14. Mai 1808"
"Sie haben mich die Vielseitigkeit des innern Menschen mit mehr Billigkeit anzuschauen gelehrt, Sie haben mir eine zweyte Jugend verschafft und mich wieder zum Dichter gemacht, welches zu seyn ich so gut als aufgehĂśrt hatte."
""Sein Jahrhundert kann man nicht verändern, aber man kann sich dagegenstellen und glĂźckliche Wirkungen vorbereiten." â an Friedrich Schiller, 21. Juli 1798"
""Schreibe nur, wie du reden wĂźrdest, und so wirst du einen guten Brief schreiben." â an Cornelia Goethe, 7. Dezember 1765"
""Reichtum und Schnelligkeit ist, was die Welt bewundert und wonach jeder strebt, Eisenbahnen, Schnellposten, Dampfschiffe und alle mĂśgliche Fazilitäten der Kommunikation sind es, worauf die gebildete Welt ausgeht, sich zu Ăźberbieten, zu Ăźberbilden und dadurch in der MittelmäĂigkeit zu verharren." â an Carl Friedrich Zelter, 6. Juni 1825"
""Nun gedenke ich eine kleine Reise mit Geheimerath Wolf und August nach Helmstädt zu machen, um da selbst den wunderlichen Doctor Beyreis zu besuchen. Er ist schon so alt, daĂ man sich eilen muĂ, um ihn und seine Besitzung noch zusammenzufinden. â an Charlotte von Stein, Lauchstädt den 12. August 1805 http://www.zeno.org/nid/20004860659 19/5125."
""Mir, der ich selten selbst geschrieben was ich zum Druck befĂśrderte, und, weil ich diktirte, mich dazu verschiedener Hände bedienen muĂte, war die konsequente Rechtschreibung immer ziemlich gleichgĂźltig." â im Gespräch mit Karl von Holtei u.a. frĂźhestens 1827. Karl von Holtei, Vierzig Jahre, Band 5, Breslau 1845/46. Seite 61"
""Man soll tun, was man kann, einzelne Menschen vom Untergang zu retten." â an Charlotte von Stein, 12. September 1780"
""Man sieht nur, was man weiĂ." Eigentlich: "Man erblickt nur, was man schon weiĂ und versteht" â an Friedrich von MĂźller, 24. April 1819 (Vergl. auch "Was man weiĂ, sieht man erst!" â aus: Schriften zur Kunst, Propyläen, Einleitung, zitiert nach: Gedenkausgabe der Werke, Briefe und Gespräche, ZĂźrich und Stuttgart 1948 ff, Bd. 13, S. 142)"
""Man muss nur immer sorgen, erregt zu werden, um gegen die Depression anzukämpfen. Das ist auch bei jetziger deprimierender Witterung der beste medizinische Rat." â an Friedrich von MĂźller, 6. März 1828"
""Jede Hoffnung ist eigentlich eine gute Tat." â an Friedrich von MĂźller"
""In diesem Sinne mach ich aufmerksam auf einen Mann, der die groĂe Epoche reinerer Menschenkenntnis, edler Duldung, zarter Liebe in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts zuerst angeregt und verbreitet hat. An diesen Mann, dem ich so viel verdanke, werd ich oft erinnert, auch fällt er mir ein, wenn von IrrtĂźmern und Wahrheiten die Rede ist, die unter den Menschen hin- und widerschwanken." â Schriften zur Literatur, âLorenz Sterneâ zeno.org/"
""Ihr macht schĂśne Verse ohne die Verskunst, ihr haltet passende Reden, ohne die Rhetorik studiert zu haben. Das geht wohl recht gut eine Zeitlang, aber zuletzt reicht es doch nicht aus." â F. v. MĂźller, 9. September 1827"
"Ich dachte mich selbst zu verlieren, und verliere nun einen Freund und in demselben die Hälfte meines Daseyns."
""Gar hĂźbsch ists, auf seinem Pferde mit dem Mantelsäckchen wie auf einem Schiffe herumzukreuzen." â an Charlotte von Stein, 2. Dezember 1777"
""Es ist keine Kleinigkeit, das, was man im zwanzigsten Jahre konzipiert hat, im 82. auĂer sich darzustellen und ein solches inneres lebendiges Knochengeripp mit Sehnen, Fleisch und Oberhaupt zu bekleiden, auch wohl dem fertig Hingestellten noch einige Mantelfalten umzuschlagen, damit alles zusammen ein offenbares Rätsel bleibe, die Menschen fort und fort ergĂśtze und ihnen zu schaffen mache." â an Carl Friedrich Zelter, 1. Juni 1831"
""Es ist immer erbaulich, sich zu Ăźberzeugen: dass im hohen Alter die verständige Vernunft, oder, wenn man will, der vernĂźnftige Verstand sich als Stellvertreter der Sinne legitimieren darf." â an Carl Friedrich Zelter, 16. Dezember 1829"
""Es bleibt wahr: das Märchen von Christus ist Ursache, daĂ die Welt noch 10000 Jahre stehen kann und niemand recht zu Verstand kommt, weil es ebenso viel Kraft des Wissens, des Verstandes, des Begriffs braucht, um es zu verteidigen als es zu bestreiten." â an Johann Gottfried Herder, 4. September 1788"
""Ein weiser Mann sollte das Wort Narr nicht so oft gebrauchen, besonders da ihm selbst der Hochmut so lästig ist." â an Christian Gottlob Voigt, 19 Dezember 1798"
""Ein Weib soll ihre Weiblichkeit nicht ausziehen wollen." â an Charlotte von Stein, 21. September 1785"
""Dieses alles, was dem Erzählenden und der Erzählung angehĂśrt, habe ich hier unter dem Worte: Dichtung begriffen, um mich des Wahren, dessen ich mir bewusst war, zu meinem Zweck bedienen zu kĂśnnen." â an Carl Friedrich Zelter, 15. Februar 1830; Ăźber Goethes Werke, Dichtung und Wahrheit"
""Die wahre Geschichte der ersten zehn Jahre meines weimarischen Lebens kĂśnnte ich nur im Gewande der Fabel oder eines Märchens darstellen, als wirkliche Tatsache wĂźrde die Welt es nimmermehr glauben." â an F. v. MĂźller, August 1830"
""Die IrrthĂźmer meiner Gegner sind seit einem Jahrhundert zu allgemein verbreitet, als dass ich auf meinem einsamen Wege hoffen kĂśnnte noch diesen oder jenen Gefährten zu finden. Ich werde allein bleiben! Ich komme mir oft vor wie ein Mann in einem Schiffbruch, der ein Brett ergreift, das nur einen einzigen zu tragen im Stande ist. Dieser eine rettet sich, während alle Ăźbrigen jämmerlich ersaufen." â im Gespräch Ăźber seine Farbenlehre am 10. Februar 1830 mit w:Friedrich Soret, http://www.zeno.org/nid/20004867432"
""Die Hoffnung hilft uns leben." â an Charlotte von Stein, 9. April 1782"
""Die Fratze des Parteigeists ist mir mehr zuwider als irgendeine andere Karikatur." â an Friedrich Schiller, 17. Mai 1797"
""Die Erinnerung an Abwesende wird durch die Zeit nicht ausgelĂśscht, aber doch verdeckt." â an Käthchen SchĂśnkopf, 12.12.1769"
""Die Buchhändler sind alle des Teufels, fĂźr sie muĂ es eine eigene HĂślle geben" â Gespräche mit Friedrich von MĂźller und Clemens Wenzeslaus Coudray, 17. Mai 1829"
""... die Abwesenden sind wie die Toten fern und ohne Gewalt, deswegen man auch Gutes von ihnen reden soll." â an Charlotte von Stein, 9. November 1778"
""Der Schauspieler, Musikus, Maler, Dichter, ja der Gelehrte selbst erscheinen mit ihren wunderlichen, halbideellen halbsinnlichen Wesen jener ganzen Masse der aus dem Reellen entsprungenen und an das Reelle gebundenen Weltmenschen wie eine Art von Narren, wo nicht gar wie Halbverbrecher, wie Menschen, die an einer levis notae macula laborieren." â an Friedrich Heinrich Jacobi, 7. März 1808"
""Der rezitierende Schauspieler dagegen muss durch Ăbung nach und nach zu einer gewissen Einheit seiner selbst gelangen und sich ohne Wissen und eigentliches Wollen, soweit seine Natur verstattet, hervorbilden." â an Carl Friedrich Zelter, 6. September 1827"
""Denn was nicht gesellig gesungen werden kann, ist wirklich kein Gesang, wie ein Monolog kein Drama." â an Carl Friedrich Zelter, 17. Mai 1815"
""Denn ich halte davor, der Dichter soll seine Umrisse auf ein weitläufig gewobenes Zeug aufreiĂen, damit der Musikus vollkommenen Raum habe, seine Stickerei mit groĂer Freiheit und mit starken oder feinen Fäden, wie es ihm gutdĂźnkt, auszufĂźhren. Der Operntext soll ein Karton sein, kein fertiges Bild." â an Carl Friedrich Zelter, 19. Mai 1812"
""Denn der Fall kommt Ăśfter vor, als man denkt, dass eine Nation Saft und Kraft aus einem Werke aussaugt und in ihr eigenes inneres Leben dergestalt aufnimmt, dass sie daran keine weitere Freude haben, sich daraus keine Nahrung weiter zueignen kann." â an Thomas Carlyle, 15. Juni 1828"
""DaĂ die Verse den poetischen Sinn steigerten oder wohl gar hervorlockten." â an Johann Peter Eckermann, 25. Oktober 1823"
""Das Rauchen, sagt [Goethe], macht dumm; es macht unfähig zum Denken und Dichten. Es ist auch nur fĂźr MĂźĂiggänger, fĂźr Menschen die Langeweile haben [..] Zum Rauchen gehĂśrt auch das Biertrinken, damit der erhitzte Gaumen wieder abgekĂźhlt werde. [..] Wenn es so fortgehen sollte, wie es den Anschein hat, so wird man nach zwei oder drei Menschen-Alter schon sehen, was diese Bierbäuche und SchmauchlĂźmmel aus Teutschland gemacht haben. [..] Aber es liegt auch im Rauchen eine arge UnhĂśflichkeit, eine impertinente Ungeselligkeit. Die Raucher verpesten die Luft weit und breit und ersticken jeden honneten Menschen, der nicht zu seiner Vertheidigung zu rauchen vermag." â mĂźndliche ĂuĂerungen Goethes, die Karl Ludwig von Knebel etwa 1806 im Gespräch Heinrich Luden mitteilte. Ludens Aufzeichnung davon wurde nach seinem Tod verĂśffentlicht in: RĂźckblicke in mein Leben. Aus dem Nachlasse von Heinrich Luden. Friedrich Luden, Jena 1847. S. 90 f. . Siehe auch w:SchmauchlĂźmmel."
""Das Epitomisieren eines poetischen Werks, das zuerst in eine groĂe Weite und Breite angelegt war, bringt ein Schwanken zwischen Skizze und AusfĂźhrung hervor, das dem ganz befriedigenden Effekt durchaus schädlich ist." â an Friedrich Schiller, 5. Juli 1802"
""Da ich ganz ohne Stolz bin, kann ich meiner innerlichen Ăberzeugung glauben, die mir sagt, daĂ ich einige Eigenschaften besitze, die zu einem Poeten erfordert werden und daĂ ich durch FleiĂ einmal einer werden kĂśnnte. Ich habe von meinem zehnten Jahre angefangen, Verse zu schreiben, und habe geglaubt, sie seien gut. Jetzo in meinem siebzehnten sehe ich, dass sie schlecht sind, aber ich bin doch sieben Jahre älter und mache sie um sieben Jahre besser." â an Cornelia Goethe, 11. Mai 1767"
""Da habe ich nun in meinem Leben viele Verse gemacht, darunter sind ein paar gute und viele mittelmäĂige, da macht der Eyck ein solches Bild, das mehr wert ist als alles, was ich gemacht habe." â mit W. Grimm, 20.9./6. Oktober 1815"
""Bei den Anstalten zu einem Feste vergisst man oft den einzuladen, dem zu Ehren es angestellt wird." â mit Friedrich Wilhelm Riemer, 26. April 1810"
""Auf diesem beweglichen Erdball ist doch nur in der wahren Liebe, der Wohltätigkeit und den Wissenschaften die einzige Freude und Ruhe." â an Charlotte von Stein, 6. Dezember 1781"
""Auf dem GlĂźck der Fabel beruht freilich alles, man ist wegen des Hauptaufwandes sicher, die meisten Leser und Zuschauer nehmen denn doch nichts weiter mit davon, und dem Dichter bleibt doch das ganze Verdienst einer lebendigen AusfĂźhrung." â an Friedrich Schiller, 5. April 1797"
""Auch eine schädliche Wahrheit ist nĂźtzlich, weil sie nur Augenblicke schädlich sein kann und alsdann zu andern Wahrheiten fĂźhrt, die immer nĂźtzlich und sehr nĂźtzlich werden mĂźssen, und umgekehrt ist ein nĂźtzlicher Irrtum schädlich, weil er es nur augenblicklich sein kann und in andre IrrtĂźmer verleitet, die immer schädlicher werden." â an Charlotte von Stein, 8. Juni 1787"
""[...] an den Novellen des Cervantes [habe ich] einen wahren Schatz gefunden, sowohl der Unterhaltung als der Belehrung." â an Friedrich Schiller, 17. Dezember 1795"
""Alles Poetische sollte rhythmisch behandelt werden! Das ist meine Ăberzeugung, [...]" â an Friedrich Schiller, 25. November 1797"
"Ăltere Bekanntschaften und Freundschaften haben vor neuen hauptsächlich das voraus, daĂ man sich einander schon viel verziehen hat."
""Wir wollen indeĂ," fĂźgte Goethe lächelnd hinzu, "hoffen und erwarten, wie es etwa in einem Jahrhundert mit uns Deutschen aussieht, und ob wir es sodann dahin werden gebracht haben, nicht mehr abstracte Gelehrte und Philosophen, sondern Menschen zu sein." â zu Eckermann, 12. März 1828, zeno.org"
"Versuche es aber doch nur einer und bringe mit menschlichem Wollen und menschlichen Kräften etwas hervor, das den SchÜpfungen, die den Namen Mozart, Rafael oder Shakespeare tragen, sich an die Seite setzen lasse."
""Sobald man in der Wissenschaft einer bestimmten beschränkten Konfession angehĂśrt, ist sogleich jede unbefangene treue Auffassung dahin. Der entschiedene Vulkanist wird immer nur durch die Brille des Vulkanisten sehen, so wie der Neptunist und der Bekenner der neuesten Hebungstheorie durch die seinige." â zu Johann Peter Eckermann, 18. Mai 1824"
""So, in ewiger Dämmerung und Einsamkeit beharrend, sind die MĂźtter schaffende Wesen, sie sind das schaffende und erhaltende Prinzip, von dem alles ausgeht, was auf der Oberfläche der Erde Gestalt und Leben hat. Was zu atmen aufhĂśrt, geht als geistige Natur zu ihnen zurĂźck, und sie bewahren es, bis es wieder Gelegenheit findet, in ein neues Dasein zu treten." â Ăźber sein Werk Faust, zu Johann Peter Eckermann, 10. Januar 1830"