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April 10, 2026
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"Was wir heutzutage aus der Sprache der Spektren heraus hĂśren, ist eine wirkliche Sphärenmusik des Atoms, ein Zusammenklingen ganzzahliger Verhältnisse, eine bei aller Mannigfaltigkeit zunehmende Ordnung und Harmonie. FĂźr alle Zeiten wird die Theorie der Spektrallinien den Namen Bohrs tragen. Aber noch ein anderer Name wird dauernd mit ihr verknĂźpft sein, der Name Plancks. Alle ganzzahligen Gesetze der Spektrallinien und der Atomistik flieĂen letzten Endes aus der Quantentheorie. Sie ist das geheimnisvolle Organon, auf dem die Natur die Spektralmusik spielt und nach dessen Rhythmus sie den Bau der Atome und der Kerne regelt."
"Mit 70 Jahren trat ich von meinem Lehramt zurĂźck und erhielt den denkbar schlechtesten Nachfolger."
"Papierkorb: "Der ist das wichtigste Haustier des Schriftstellers." â Wiedergegeben in: Kulturpolitische Korrespondenz Heft 1162 (2003), S. 21 books.google"
"Wer fĂźr Kinder schreibt, Ăźbt den Beruf des Schriftstellers unter erschwerten Bedingungen aus, und dies freiwillig. [..] Wer fĂźr Erwachsene schreibt, schreibt ausschlieĂlich fĂźr Erwachsene. Wer fĂźr Kinder schreibt, schreibt automatisch fĂźr Erwachsene mit."
"Ich habe die Ăberzeugung gewonnen, dass Kinder das beste und klĂźgste Publikum sind, das man sich als Geschichtenerzähler nur wĂźnschen kann. Kinder sind strenge, unbestechliche Kritiker."
"Auch dasjenige Wollen, welches das Beharren des gegenwärtigen Zustandes will, ist nur mÜglich durch die Vorstellung des AufhÜrens dieses Zustandes, welches verabscheut wird, also durch eine doppelte Negation; ohne die Vorstellung des AufhÜrens wßrde ein Wollen des Beharrens unmÜglich sein. Es steht also fest, dass zum Wollen zunächst zweierlei nÜthig ist, von denen eines der gegenwärtige Zustand ist, und zwar als Ausgangspunct."
""Ist die Welt wirklich so beschaffen, dass sie nur der oberflächlichen Betrachtung einheitlich und widerspruchslos erscheint, aber jeden, der sie in ihrer Gesamtheit schärfer erfassen mÜchte, in die Irre fßhrt"
"Ich mit all meinen Gedanken und GefĂźhlen fand mich inmitten einer Umgebung."
""Das Gehirn ist kein Wohnort, Sitz, Erzeuger, kein Instrument oder Organ, kein Träger oder Substrat usw. des Denkens. Das Denken ist kein Bewohner oder Befehlshaber, keine andere Hälfte oder Seite usw., aber auch kein Produkt, ja nicht einmal eine physiologische Funktion oder nur ein Zustand ßberhaupt des Gehirns."
"So wird denn diese sozusagen atomistische Individualisirung der Empfindungen mĂśglicherweise ein unentbehrliches Hilfsmittel bleiben, den Eindruck des Begreifens unserem Empfindungs- bzw. Vorstellungsleben gegenĂźber zu erzeugen; allein ist es doch davor zu warnen, nun auch die Welt aufzufassen als eine Art Kaleidoskop, welches sich aus solchen EmpfindungsmosaikstĂźckchen zusammenstellt."
"Durch die Unterscheidung dessen, was in der Erfahrung wirklich gegeben ist, und dessen, was dem also Gegebenen von Seiten des Erfahrenden hinzugefĂźgt, in dasselbe hineingelegt, mit ihm mitgedacht wird, unterscheidet sich zugleich das wissenschaftliche von dem naiven Erfahren."
"Die Gesammtheit aber des in der Erfahrung Gegebenen, bez. dessen, was in einer Erfahrung ßberhaupt gegeben werden kann, nennen wir die Welt: mithin fassen wir Philosophie als Denken der Welt gemäss dem Princip des kleinsten Kraftmasses."
"Der Grund der Neigung, ßber die Dinge, die neuen wie die alten, so zu urtheilen, wie man einmal zu urtheilen gewohnt ist, die Ursache also der häufigen Gewohnheitsreaktionen liegt aber in dem Streben unserer Seele, eine aufgegebene Leistung mit dem geringsten Kraftmass zu vollziehen."
""Es ist ein Super-GAU fĂźr die Forschung und eine Katastrophe fĂźr die Kulturgeschichte." â zum Verlust der Archivbestände des Historischen Archivs der Stadt KĂśln, âTrĂźmmer, Tränen, Zornâ. KĂśln verliert sein historisches Gedächtnis, west.art, 15. März 2009, mit Fritz Bilz, Christian Gudehus, Hiltrud Kier, Michael Knoche, Bettina Schmidt-Czaia und Robert Claus Wiezorek"
""Alles, was geborgen wird, ist restaurierungsbedĂźrftig"
"Evolution schafft Ordnung. Deshalb wird manchmal behauptet, sie stehe im Widerspruch zum Entropiegesetz der Physik, wonach alle Entwicklungsvorgänge zu einer Zunahme der Unordnung fßhren. In Wirklichkeit existiert dieser Widerspruch nicht: Das Entropiegesetz gilt nämlich nur fßr geschlossene Systeme, die Evolution einer biologischen Art findet aber in einem offenen System statt, in dem die Lebewesen auf Kosten der Umwelt eine Entropieabnahme herbeifßhren kÜnnen, wobei die Sonne fßr ständige Energiezufuhr sorgt."
"Es gibt aber eine Art des Wandels, die sich offensichtlich kontinuierlich fortsetzt und so etwas wie eine Richtung zu haben scheint. Diesen Wandel bezeichnet man als Evolution oder Entwicklungsgeschichte."
"Das GlĂźck, Ăźber einen brauchbaren Organismus zu verfĂźgen, muss sich in winzigen Splittern Ăźber Generationen hinweg ansammeln."
"Wissen wird erst zu Bildung durch die PersĂśnlichkeit eines Menschen. Bildung ist mit Lernen verbunden, das kostet Zeit und Nerven, aber wissen Sie was: Bildung kann einen sehr glĂźcklich und gelassen machen!"
""[...] ich habe [...] ein generelles Problem mit Leuten, die stolz darauf sind, dass sie keine Zeitung lesen und sich nur noch online informieren"
"Ich gestehe, weder in RTL noch in die ARD verknallt zu sein. Aber ich bin froh, dass es beide gibt."
""FĂźr alle Zuschauer, die erst jetzt eingeschaltet haben, das erste Tor ist schon gefallen." (Moderation Champions-League-Spiel Real Madrid"
"Bildung lässt sich nicht downloaden."
"Frage ich mich heute nach den GrĂźnden fĂźr meine relative Vereinzelung auch und gerade unter Fachkollegen (nicht im weiteren Rahmen der Gesamtuniversität), so drängt sich mir auf, daĂ ich stets, obwohl kommunikativ, in meinen Forschungen ein Einzelgänger war, schwer subsumierbar, dem Spezialistenwesen und der Kartellbildung fern, thematisch und methodisch immer wieder neu ansetzend. Ich war ein wenig missionarisch in meinem Verständnis der Literaturwissenschaft, indem ich sie als ErschlieĂungswissenschaft fĂźr eine zentrale MĂśglichkeit menschlichen Selbstausdrucks und menschlicher Selbst- und Weltdeutung auffaĂte, und damit unzeitgemäà unter coolen Fachleuten wie unter ideologisierten Ideologiekritikern."
""Wer heute noch in der Wirtschaft Innovation und Wachstum verknßpft, wie aktuell geschieht, ist ein Selbstmord-Attentäter. Wir fragen zu oft, was neu, und zu wenig, was gut ist."
"Leistung hat auf keinen Fall etwas in der Schule zu suchen. Es ist fĂźr SchĂźler nicht wichtig, etwas zu leisten. Es ist nur wichtig, daĂ die verstehen, wofĂźr es sich lohnt, etwas zu leisten."
"Was Sachsen sin von echtem Schlaach, die sin nich dod zu griechn."
"In MĂźnchen wimmelts jetzt von Sachsen // un alle sächseln quietschvergniecht. // Im Hofbreihaus bei Bier un Haxen // hat Braxis Deorie besiecht. // 'ne Mundart läĂt sich nich verbieten, // weils blutsgebunden bis ins Mark, // dr Volksmund selwer weeĂ zu hieten // sei Vätererbe drei un stark."
"Wenn sich MĂźtter mit den Kindern der Polizei in den Weg stellen, dann mĂźssen sie eben auch mit kĂśrperlicher Gewalt weggebracht werden"
""Und bist Du nicht willig, so brauch' ich ... Geduld" moneycab.com"
""Harmonische Systeme sind dumme Systeme! In der Natur entstehen Ordnungsmuster immer aus Widerspruch nicht aus Harmonie.â Ausschnitt aus einem Interview mit Prof Peter Kruse (nextpractice, Bremen) Ăźber Kreativität"
""Wenn ich das Reden verweigere, kann ich kaum der Sprache zum Vorwurf machen, dass niemand meine Gedanken zur Kenntnis nimmt." - Internet-Thesen des FAZ-Herausgebers"
"Der Turmbau zu Babel droht diesmal nicht an verschiedenen Sprachen zu scheitern, sondern an der Unfähigkeit zur Aushandlung geteilter Bedeutungssphären."
"Intuition ist die Summe der Lernerfahrungen am Rande der Ăberforderung."
"Das Auto hat bei den Deutschen an Erotik eingebĂźĂt."
"Grßbeleien darßber, was man hätte tun und was man hätte lassen sollen, sie fßhren zu nichts."
"Der Instinkt ist keineswegs immer ein guter Ratgeber."
"Auch lesbische schwarze Behinderte kÜnnen ätzend sein"
"Heute wissen wir doch schon alles. Wir mĂźssen eigentlich gar nicht mehr zur Schule gehen. Wir kĂśnnen googeln und erfahren durch die Medien jede Kleinigkeit, sobald sie irgendwo in der Welt passiert. Das ist alles dermaĂen wahnsinnig geworden. Manchmal glaube ich, unsere GroĂeltern hatten es besser: Die wussten von nix."
"Das Risiko, scheitern zu kĂśnnen, macht mir SpaĂ. Denn so ist ja das Leben."
"Den Tod bringen Waffen aus Deutschland."
"Ich bin kein Besser-Ossi, aber ich weiĂ, wie die DDR schmeckte und wie es sich dort gelebt hat."
"Niemals war ein Herrscher bei den Deutschen so populär gewesen wie Hitler. [...] Noch heute zeigt sich das Land von ihm besessen, indem es alle zwei Minuten schwĂśrt, ihn Ăźberwunden zu haben. Diese Bindung wurde bewirkt durch die gemeinsam verĂźbten Verbrechen von einem AusmaĂ, wie es die Welt bis dahin noch nicht gekannt hatte."
"In allen Debatten ßber die Lehrplanung der kulturwissenschaftlichen Fächer an den Unis fordern die Studenten stets eine stärkere Berßcksichtigung des Aktuellen und Modernen; aber gerade die Erfahrung der Universität lehrt uns: Von der Moderne hat man keinen Begriff, wenn man nicht auch die vormoderne Gesellschaft versteht."
"Der Mann fĂźhlt sich in der Zivilisation einfach nicht heimisch. Ihm das vorzuwerfen hieĂe, einem BĂźffel darĂźber Vorhaltungen zu machen, dass ein Antiquitätenladen nicht seine natĂźrliche Umwelt darstellt. (âŚ) FĂźr den Aufenthalt in der Zivilisation muss er erzogen werden. Die Zivilisation wurde also von den Frauen erfunden. Ihr eigentliches Ziel war die Zähmung der Männer."
"Wenn ich mal den LĂśffel abgeben muss, dann bloĂ nicht im Theater. Die Leute sollen sich schlieĂlich entspannen."
"Kinski war eigentlich pflegeleicht, aber wenn er spielte, war er unkontrollierbar."
"Kunst kommt von KĂśnnen, nicht von Wollen: Sonst hieĂ es 'Wulst'."
"Wenn das Detail nicht stimmt, stimmt Ăźberhaupt nichts."
"Die Frauen sollten sich mehr um ihre eigenen Interessen kßmmern und ihre Emanzipationsideale nicht den Männern anpassen. Das bedeutet auch, weniger ßber die Männer zu jammern, weil sie nicht ideal sind, sondern in Bezug auf die Männer eben zu lernen, mit dem vorhandenen Material zu arbeiten."