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April 10, 2026
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"Je edeler ein ding / je mehr ist es gemein: Das spĂźret man an GOtt und seiner Sonnenschein."
""Mensch werde wesentlich: denn wann die Welt vergeht / So fällt der Zufall weg / das wesen das besteht." Der Cherubinische Wandersmann, II, 30 ("Zufall und Wesen"; S.76)"
""Die Ros' ist ohn warumb / sie blĂźhet weil sie blĂźhet / Sie achtt nicht jhrer selbst / fragt nicht ob man sie sihet." Der Cherubinische Wandersmann, I, 289 ("Ohne warumb"; S.69)"
"Wer GOtt umb gaben Bitt / der ist gar Ăźbel dran: Er bettet das GeschĂśpff / und nicht den SchĂśpffer an."
"Was klagstu Ăźber GOtt? Du selbst verdammest dich: Er mĂścht' es ja nicht thun / das glaube sicherlich."
"Gott ist ja nichts als gut: Verdammnßà / Tod / und Pein / Und was man bÜse nennt / muà Mensch in dir nur seyn."
"Ein Auge das sich nie der Lust deĂ sehns entbricht: Wird endlich gar Verblendt / und siht sich selbsten nicht."
"Halt an wo lauffstu hin / der Himmel ist in dir: Suchstu GOtt anders wo / du fehlst Jhn fĂźr und fĂźr."
"GOtt wohnt in einem Licht, / zu dem die bahn gebricht: Wer es nicht selber wird / der siht jhn Ewig nicht."
"Wird Christus tausendmahl zu Bethlehem gebohrn / Und nicht in dir; du bleibst noch Ewiglich verlohrn."
"Jch weiĂ daĂ ohne mich GOtt nicht ein Nun kan leben / Werd' ich zu nicht Er muĂ von Noth den Geist auffgeben."
"Ach, kĂśnnte nur dein Herz zu einer Krippe werden, Gott wĂźrde noch einmal ein Kind auf dieser Erden."
"Wer die Kampflust der Jugend reizt, macht sie hochmßtig und laut, und wer sie ungeschickt anfasst, der macht sie hässlich."
"WeiĂt du nichts von der ewigen Jugend des Todes? Das alternde Leben soll sich nach Gottes Willen an der ewigen Jugend des Todes verjĂźngen. Das ist der Sinn und das Rätsel des Todes. WeiĂt du das nicht?"
"Warum ergreift uns alle SchĂśnheit des Lebens, statt dass wir sie ergreifen?"
"Und wenn die Menschen mit allem lßgen und heucheln kÜnnten, Blick und Stimme und Gang der Starken und Reinen kÜnnen sie nicht erheucheln und nachtäuschen."
"Nur wer beherzt und bescheiden die ganze Not und Armseligkeit der Vielen, ihre Freuden und Gefahren mitträgt, Hunger und Durst, Frost und Schlaflosigkeit, Schmutz und Ungeziefer, Gefahr und Krankheit leidet, nur dem erschlieĂt das Volk seine heimlichen Kammern, seine Rumpelkammern und seine Schatzkammern."
"Natßrliche Jugend ist immer bescheiden und gßtig und dankbar fßr herzliches Gewähren, aber wer sich, ohne Ehrerbietung wecken zu kÜnnen, ans Erziehen macht, soll sich nicht wundern, wenn er Frechheit und Grausamkeit weckt."
"Man sollte immer nur um Kraft beten. Der Mensch soll nach Gottes Hand greifen, nicht nach Pfennigen in seiner Hand."
"Im Gebete sollen wir nicht mit Gott, Gott soll mit uns kämpfen."
"Forscht und sehnt euch nicht nach letzten Worten! Wer mit Gott spricht, redet nicht mehr zu Menschen."
""Es ist mit BĂźchern nicht anders als mit Menschen. Sie mĂśgen so verschieden sein, wie sie wollen"
"Das Gebet ist ein Selbstgespräch mit dem GÜttlichen in uns, es ist ein Gespräch mit dem Gotte und ein Kampf mit dem Menschen in uns um die Bereitschaft der Seele."
"Ach, wie der Mensch aus Erde gemacht ist und wieder zur Erde wird, so ist alle SchĂśnheit aus Sehnsucht gemacht und wird wieder zu Sehnsucht. Wir jagen ihr nach, bis sie zur Sehnsucht wird."
"In seiner Muttersprache ist man doch am präzisesten, kann am besten Gefßhle und ZwischentÜne ausdrßcken. Und wenn ich das fÜrdern will, das ist keine nationalistische Deutschtßmelei."
"Sie sollten froh sein, dass es uns gegeben hat. Die Republik sähe nämlich anders aus, wenn dieses Kapitel deutscher Geschichte ausgefallen wäre."
"Frieden, Bewahrung des GlĂźcks â es war, als ob eine mächtige Stimme in Elissa dies und immer wieder dies verlange, eine Stimme, die nicht ihr allein gehĂśrte, sondern allen Frauen der Welt."
"Zeile fĂźr Zeile // Meine eigene WĂźste // Zeile fĂźr Zeile // Mein Paradies."
"Ich bin ein bleicher NachlaĂschatten und darf hienieden nichts mehr tun, als Briefbände, Anthologien und dergleichen meiner lieben Toten herausgeben."
"Dieser Bßchner war ein toller Hund. Nach kaum 23 oder 24 Jahren verzichtete er auf weitere Existenz und starb. Es scheint, die Sache war ihm zu dumm. Das war damals eine Epoche finsterster und dumpfester Reaktion, in die er hinein geboren wurde. [...] Bßchner, das war ein Revolutionär vom reinsten Wasser!"
"Das Theater ist bei BĂźchner, der ein Dramatiker war von Geburt, ein buntes erleuchtetes Loch, vor dem die Zuschauer mit weit aufgerissenen Augen sitzen, die lieben Leute, denen man es doch ein biĂchen deutlich machen muĂ, wie es im Leben zugeht."
"Georg BĂźchners Geist lebte nun mit uns, in uns, unter uns. Und wer ihn kennt, diesen wie glĂźhende Lava aus chthonischen Tiefen emporgeschleuderten Dichtergeist, der darf sich vorstellen, daĂ er, bei allem Abstand seiner Einmaligkeit, ein Verwandter von uns gewesen ist. Er ward zum Heros unseres Heroons erhoben."
"Wer will dem Adler die Bahn vorschreiben, wenn er die Schwingen entfaltet und stĂźrmischen Flugs sich zu den Sternen erhebt?"
"Wenn in unserer Zeit etwas helfen soll, so ist es Gewalt. Wir wissen, was wir von unseren FĂźrsten zu erwarten haben."
"Weil wir im Kerker geboren und groĂgezogen sind, merken wir nicht mehr, daĂ wir im Loch stecken mit angeschmiedeten Händen und FĂźĂen und einem Knebel im Munde."
"Was ist das, was in uns lĂźgt, mordet, stiehlt?"
"Mästen Sie die Bauern, und die Revolution bekommt die Apoplexie. Ein Huhn im Topfe jedes Bauern macht den gallischen Hahn verenden."
"Ich verachte Niemanden, am wenigsten wegen seines Verstandes oder seiner Bildung, weil es in Niemands Gewalt liegt, kein Dummkopf oder kein Verbrecher zu werden, â weil wir durch gleiche Umstände wohl Alle gleich wĂźrden, und weil die Umstände auĂer uns liegen."
"Ich komme vom Christkindelsmarkt, Ăźberall Haufen zerlumpter, frierender Kinder, die mit aufgerissenen Augen und traurigen Gesichtern vor den Herrlichkeiten aus Wasser und Mehl, Dreck und Goldpapier standen. Der Gedanke, daĂ fĂźr die meisten Menschen auch die armseligsten GenĂźsse und Freuden unerreichbare Kostbarkeiten sind, machte mich sehr bitter."
"Gott mag den allerdurchlauchtigsten und gesalbten SchafskÜpfen gnädig sein; auf der Erde werden sie hoffentlich keine Gnade mehr finden."
"Die Leute gehen ins Feuer, wenn's von einer brennenden Punschbowle kommt!"
"Der HaĂ ist so gut erlaubt als die Liebe, und ich hege ihn im vollsten MaĂe gegen die, welche verachten."
""Wozzeck, es schaudert mich, wenn ich denke, daĂ sich die Welt in einem Tage herumdreht. Was fĂźr eine Zeitverschwendung!"
"Wer kalt ist, den friert nicht mehr!"
"Sehân Sie, Herr Doctor, manchmal hat man so ânen Charakter, so âne Struktur. â Aber mit der Natur istâs was anderâs, sehen Sie, mit der Natur (er kracht mit den Fingern), das ist so was, wie soll ich doch sagen â zum Beispiel â"
"Moral, das ist, wenn man moralisch ist [...]"
"Der Mensch ist ein Abgrund, es schwindelt Einem, wenn man hinunterschaut ..."
"[...] ich ärgere mich nicht, ärgern ist ungesund, ist unwissenschaftlich!"
"Es wird mir ganz angst um die Welt, wenn ich an die Ewigkeit denke."
"Es muĂ was SchĂśnes sein um die Tugend, Herr Hauptmann, aber ich bin ein armer Kerl."