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April 10, 2026
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"„Kein Mensch hat das Recht zu gehorchen.“ (Vollständig: „Kein Mensch hat das Recht zu gehorchen bei Kant.“) – Hannah Arendt im Gespräch mit Joachim Fest. Hörfunksendung des Südwestfunks am 9. November 1964, Minute 17:01–17:04 der Originaltonaufzeichnung, https://www.youtube.com/watch?v=GN6rzHemaY0"
"Einsicht in einen politischen Sachverhalt heißt nichts anderes, als die größtmögliche Übersicht über die möglichen Standorte und Standpunkte, aus denen der Sachverhalt gesehen und von denen her er beurteilt werden kann, zu gewinnen und präsent zu haben."
"Hier hat natürlich auch die dem Außenstehenden so auffällige tiefe Ungeschicklichkeit der Deutschen ihren Grund, sich in einem Gespräch über die Frage der Vergangenheit überhaupt zu bewegen. Wie schwer es sein muss, hier einen Weg zu finden, kommt vielleicht am deutlichsten in der gängigen Redensart zum Ausdruck, das Vergangene sei noch unbewältigt, man müsse erst einmal daran gehen, die Vergangenheit zu bewältigen. Dies kann man wahrscheinlich mit keiner Vergangenheit, sicher aber nicht mit dieser. Das höchste, was man erreichen kann, ist zu wissen und auszuhalten, dass es so und nicht anders gewesen ist, und dann zu sehen und abzuwarten, was sich daraus ergibt."
"Weisheit ist eine Tugend des Alters, und sie kommt wohl nur zu denen, die in ihrer Jugend weder weise waren noch besonnen."
""Man kann sagen, dass der Faschismus der alten Kunst zu lĂĽgen gewissermaĂźen eine neue Variante hinzugefĂĽgt hat"
"Eine Welt, die Platz fĂĽr die Ă–ffentlichkeit haben soll, kann nicht nur fĂĽr eine Generation errichtet oder nur fĂĽr die Lebenden geplant sein; sie muss die Lebensspanne sterblicher Menschen ĂĽbersteigen."
"Die Revolutionäre machen nicht die Revolution! Die Revolutionäre sind diejenigen, die wissen, wann die Macht auf der Straße liegt und wann sie sie aufheben können!"
"Die Alternative Kapitalismus-Sozialismus ist keine wirkliche Alternative. Dies sind gleiche BrĂĽder mit ungleichen Kappen."
"Der wohl hervorstechendste und auch erschreckendste Aspekt der deutschen Realitätsflucht liegt in der Haltung, mit Tatsachen so umzugehen, als handele es sich um bloße Meinungen."
"In Wahrheit habe ich als Frau kein Land. Als Frau will ich kein Land haben. Als Frau ist mein Land die ganze Welt."
"Frauen waren jahrhundertelang ein Vergrößerungsspiegel, der es den Männern ermöglichte, sich selbst in doppelter Lebensgröße zu sehen."
"Hübsch allerdings auch wiederum, daß ein berühmter Erzählerwettbewerb ausgerechnet nach der benannt wurde, die am wenigsten erzählen konnte; und letztlich auch nichts zu erzählen hatte."
"Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar."
"Warum habe ich bisher nie bemerkt, daĂź ich Leute fast nicht mehr ertragen kann? Seit wann ist das so? Was ist aus mir geworden?"
""... von dem Mörder Zeit zum Weitergehen und Vergessen gezwungen..." Frankfurter Vorlesungen III [Das schreibende Ich] Gesamtausgabe Band 4, 1978 Piper, München Zürich, S. 231 books.google oder Frankfurter Vorlesungen: Probleme zeitgenössischer Dichtung Piper, München Zürich 1989³, S. 55"
"Mit meinem Mörder Zeit bin ich allein."
"Mein Teil, es soll verloren gehen."
""Hoffnung: ich hoffe, daĂź nichts eintritt, wie ich es erhoffe." Das dreiĂźigste Jahr. Gesamtausgabe Band 2, 1982, 3. Aufl. 1993, Piper, MĂĽnchen ZĂĽrich S. 106 bzw. ebook 2016 PT24 books.google"
"Hätten wir das Wort, hätten wir die Sprache, wir bräuchten die Waffen nicht."
"Angebetete Sänger verurteilt zu einem programmatischen Leben in den Metropolen und Provinzen der Musik; vom Applaus geschwellt die Stimmbänder; von Pfiffen gelähmt die Zungen"
"Man kann zwar die Realität ignorieren, aber nicht die Folgen davon ignorieren."
"Es gibt keine moralische Rechtfertigung für die bösartige Lehre, dass einige Menschen das Recht hätten, andere durch Gewalt zu beherrschen. Aber solange wie Menschen glauben, dass irgendein „edler Zweck“ sie rechtfertigen könne, werden Gewalt, Blutvergießen und Kriege weitergehen."
"Der Mensch – jeder Mensch – ist ein Selbstzweck, nicht das Mittel zum Zweck für andere. Er muss für sich selbst existieren und darf weder sich selbst für andere, noch andere für sich selbst opfern."
"Ohne Maschinen und Technologie ist die Aufgabe des bloßen Überlebens eine furchtbare Qual, die Geist und Körper verzehrt. In der „Natur“ verbraucht der Kampf um Essen, Kleidung und Unterschlupf die gesamte Energie; es ist ein verlorener Kampf – der Gewinner ist jede Überschwemmung, jedes Erdbeben und jeder Heuschreckenschwarm."
"Nur für „das Nötigste“ zu arbeiten, ist ein Luxus, den die Menschheit sich nicht leisten kann."
"Wenn es wahr wäre, dass eine große Konzentration an Industrie für menschliches Leben zerstörerisch ist, würde die Lebenserwartung in den fortgeschritteneren Ländern sinken. Aber sie ist ständig gestiegen… Jeder, der heute über 30 Jahre ist, sollte dem schmierigsten und rußigsten Schornstein ein stilles „Danke schön“ sagen."
"Verstecken Sie sich nicht hinter solchen Oberflächlichkeiten, ob Sie einem Bettler einen Groschen geben sollten oder nicht. Das ist nicht die Frage. Die Frage lautet, ob Sie das Recht auf Leben haben, ohne ihm diesen Groschen zu geben. Die Frage lautet, ob Sie Ihr Leben Groschen für Groschen von ihm abkaufen müssen, von jedem Bettler, dem es einfällt, an Sie heranzutreten. Die Frage lautet, ob die Bedürftigkeit anderer der erste Schuldschein auf Ihr Leben und der moralische Zweck Ihrer Existenz ist. Die Frage lautet, ob der Mensch ein Opfertier ist. Jeder Mensch mit Selbstachtung wird sagen „Nein.“ Der Altruismus sagt „Ja.“"
"Wenn ich in einem Satz sagen sollte, was in der modernen Welt falsch läuft, würde ich sagen, dass die Welt nie zuvor so verzweifelt nach Antworten auf wichtige Fragen geschrien hat und sie nie zuvor so stur dem Glauben anhing, dass keine Antworten möglich sind."
"Die Frage, die wir heute ständig hören, lautet: Warum können Menschen zum Mond fliegen, aber nicht ihre gesellschaftlichen und politischen Probleme lösen?... Der Flug von Apollo 11 hat die Antwort offensichtlich gemacht: Weil die Menschen in Bezug auf ihre gesellschaftlichen Probleme das Mittel ablehnen, das die Mondlandung ermöglicht hat, das einzige Mittel, um überhaupt ein Problem zu lösen: die Vernunft."
"Eine der von den Dirigisten benutzten Methoden zur Zerstörung des Kapitalismus besteht darin, Kontrollen einzuführen, die eine bestimmte Industrie von Kopf bis Fuß fesseln und sie unfähig machen, ihre Probleme zu lösen und dann zu erklären, dass die Freiheit versagt habe und nun strengere Kontrollen nötig seien."
"Uns wird erzählt, dass Amerikas spektakuläre industrielle Leistungen, die in jeder Geschichtsperiode und jedem Teil des Globus unerreicht sind, nicht das Ergebnis des produktiven Schöpfergeistes freier Menschen seien, sondern der speziellen Privilegien, die ihnen von einer patriarchischen Regierung verliehen wurden. Die Tatsache, dass viel autokratischere Regierungen, die sich viel mehr Macht zur Verteilung von Privilegien herausnehmen, nirgendwo auf der Erde dieselben Resultate erreicht haben, wird von den Vertretern dieser Theorie ausgeblendet."
"Eine Regierung hat nicht das Recht, die Anwendung von körperlicher Gewalt gegen irgendjemand zu initiieren – ein Recht, das das Individuum nicht besitzt und deswegen auch nicht an irgendeine Instanz delegieren kann."
"Kein politisch-ökonomisches System der Geschichte hat je seinen Wert so deutlich bewiesen oder hat der Menschheit so enorm genutzt wie der Kapitalismus – und keines ist je so wütend, so boshaft und so blind angegriffen worden."
"„Zensur“ ist ein Begriff, der nur auf den Staat anwendbar ist. Keine Privathandlung ist Zensur. Kein Privatmensch kann einen anderen knebeln oder eine Publikation unterdrücken – nur der Staat kann das. Die Meinungsfreiheit privater Individuen beinhaltet das Recht, nicht zuzustimmen, nicht zuzuhören und nicht seine eigenen Gegner zu finanzieren."
"So etwas wie „ein Recht auf einen Arbeitsplatz“ gibt es nicht – es gibt nur das Recht auf freien Handel, d.h. das Recht, eine Stelle anzunehmen, wenn man eingestellt wird. Es gibt kein „Recht auf ein Heim“, nur das Recht auf freien Handel: das Recht, ein Haus zu bauen oder zu kaufen. Es gibt keine „Rechte“ auf einen „fairen“ Lohn oder einen „fairen“ Preis, wenn niemand ihn bezahlen will oder niemand das Produkt kaufen will. Es gibt keine „Verbraucherrechte“ auf Milch, Schuhe, Kinofilme oder Champagner, wenn niemand diese Dinge herstellen will (es gibt nur das Recht, sie selbst herzustellen). Es gibt keine "Rechte" für spezielle Gruppen, es gibt keine „Rechte der Bauern, der Arbeiter, der Unternehmer, der Arbeitnehmer, der Arbeitgeber, der Alten, der Jungen, der Ungeborenen.“ Es gibt nur die Menschenrechte – Rechte, die jedes Individuum und alle Menschen als Individuen besitzen."
"Die Auffassung von freiem Wettbewerb, erzwungen durch Gesetze, ist ein grotesker Widerspruch in sich. Es bedeutet, Menschen mit vorgehaltener Waffe zu zwingen, frei zu sein. Es bedeutet, die Freiheit der Menschen durch die willkĂĽrliche Herrschaft unbefolgbarer bĂĽrokratischer Edikte zu schĂĽtzen."
"Das Recht, mit anderen einer Meinung zu sein, ist in keiner Gesellschaft ein Problem; entscheidend ist das Recht, anderer Meinung zu sein."
"Zivilisation ist der Fortschritt hin zu einer Gesellschaft der Zurückgezogenheit. Des Wilden gesamte Existenz ist öffentlich, geregelt durch seine Stammesgesetze. Zivilisation ist die Entwicklung hin zur Befreiung des Menschen von seinen Mitmenschen."
"Um sagen zu können: »Ich liebe Dich«, muss man zunächst sagen können: »Ich«."
"Die Person, die alle liebt und ĂĽberall zu Hause ist, ist der wahre Hasser der Menschheit. Sie erwartet nichts vom Menschen, also kann keine Form der Verderbtheit sie entrĂĽsten."
"Stellen Sie sich vor, daß Sie Atlas sehen, den Riesen, der die Welt auf den Schultern trägt. Sie sehen ihn da stehen, Blut rinnt ihm über die Brust, seine Knie knicken ein, seine Arme zittern, versuchen aber, die Weltkugel mit letzter Kraft hochzuhalten, doch je mehr er sich müht, desto schwerer lastet die Welt auf seinen Schultern. Wenn Sie ihn so vor sich sehen: Was raten Sie ihm? Die Welt abzuwerfen."
"Jede Arbeit ist eine philosophische Tat. Wenn die Menschen lernen, schöpferische Arbeit und das, woraus sie entspringt, als Maßstab ihrer moralischen Werte zu betrachten, dann werden sie jenen Zustand der Vollkommenheit erreichen, den sie verloren haben, als sie ihr Geburtsrecht verrieten…"
"Ich schwöre bei meinem Leben und bei meiner Liebe zum Leben: Ich werde nie für andere leben, und ich werde nie von anderen verlangen, daß sie für mich leben."
"Geld ist das Barometer der Moral einer Gesellschaft. Wenn Sie sehen, daß Geschäfte nicht mehr freiwillig abgeschlossen werden, sondern unter Zwang, daß man, um produzieren zu können, die Genehmigung von Leuten braucht, die nichts produzieren, daß das Geld denen zufließt, die nicht mit Gütern, sondern mit Vergünstigungen handeln, daß Menschen durch Bestechung und Beziehungen reich werden, nicht durch Arbeit, daß die Gesetze Sie nicht vor diesen Leuten schützen, sondern diese Leute vor Ihnen, daß Korruption belohnt und Ehrlichkeit bestraft wird, dann wissen Sie, daß Ihre Gesellschaft vor dem Untergang steht."
"Das Prinzip der Meinungsfreiheit beschäftigt sich nicht mit dem Inhalt der Rede eines Menschen und schützt nicht nur die Äußerung guter Ideen, sondern aller Ideen. Wenn es anders wäre, wer würde dann bestimmen, welche Ideen gut wären und welche verboten sind? Die Regierung?"
"Ohne Zugang zum eigenen Ich kann man auch keinen Zugang zu anderen finden."
"Das Pendel muss zwischen Einsamkeit und Gemeinsamkeit, zwischen Einkehr und RĂĽckkehr schwingen."
"Abschiednehmen ist immer schmerzlich, selbst wenn es nur fĂĽr kurze Zeit ist."
"Ich motze immer über Feministinnen, obwohl ich selbst eine bin. […] Aber mein Problem mit Feministinnen im Moment ist, dass das alles in einer Person verkörpert wird — in Alice Schwarzer. Die trifft sich mit Verona Feldbusch im Fernsehen und macht Werbung für die „Bild“-Zeitung. Ich kann mit dieser Person überhaupt nichts mehr anfangen. Ich finde es für den Feminismus schlecht, dass Alice Schwarzer das so an sich reißt."
"Junge Feministinnen müssen Alice Schwarzer für viel dankbar sein, zum Beispiel dafür, dass Frauen ihre Männer nicht mehr fragen müssen, ob sie arbeiten gehen dürfen."
Heute, am 12. Tag schlagen wir unser Lager in einem sehr merkwürdig geformten Höhleneingang auf. Wir sind von den Strapazen der letzten Tage sehr erschöpft, das Abenteuer an dem großen Wasserfall steckt uns noch allen in den Knochen. Wir bereiten uns daher nur ein kurzes Abendmahl und ziehen uns in unsere Kalebassen-Zelte zurück. Dr. Zwitlako kann es allerdings nicht lassen, noch einige Vermessungen vorzunehmen. 2. Aug.
- Das Tagebuch
Es gab sie, mein Lieber, es gab sie! Dieses Tagebuch beweist es. Es berichtet von rätselhaften Entdeckungen, die unsere Ahnen vor langer, langer Zeit während einer Expedition gemacht haben. Leider fehlt der größte Teil des Buches, uns sind nur 5 Seiten geblieben.
Also gibt es sie doch, die sagenumwobenen Riesen?
Weil ich so nen Rosenkohl nicht dulde!
- Zwei auĂźer Rand und Band
Und ich bin sauer!