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April 10, 2026
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"Ein Âťchristliches KindÂŤ gibt es nicht; es ist nur das Kind christlicher Eltern."
"Durch die Eltern spricht die Natur zuerst zu den Kindern. Wehe den armen GeschĂśpfen, wenn diese erste Sprache kalt und lieblos ist!"
"Die meisten Eltern und Erzieher leben der Ansicht, dass die Sittlichkeit der Jugend beider Geschlechter am besten durch Nichtwissen bewahrt werde."
"Die Liebe der Eltern flackert nicht umher wie die Liebe junger Herzen, sie sitzt tief und bleibt beständig, und wenn sie auch einmal in den Winkel gestampft wird, so bricht sie immer wieder hervor."
"Die grĂśĂte Grausamkeit, die man den Kindern zufĂźgt besteht wohl darin, dass sie ihren Zorn und Schmerz nicht artikulieren dĂźrfen, ohne Gefahr zu laufen, die Liebe und Zuwendung der Eltern zu verlieren."
"Die Eltern, die Dankbarkeit von ihren Kindern erwarten (es gibt sogar solche, die sie fordern), sind wie Wucherer, sie riskieren gern das Kapital, wenn sie nur die Zinsen bekommen."
"Anfangs lieben Kinder ihre Eltern; wenn sie älter werden, halten sie Gericht ßber sie; manchmal verzeihen sie ihnen."
"Zu den Mitteln der Schuldleugnung gehÜrt die seither häufig vertretene Auffassung, das Hereinbrechen einer Diktatur sei ein Naturereignis, das sich getrennt von Einzelschicksalen vorbereite und gleichsam ßber sie hinweggehe."
"Wo die Männer versagen, da ruft man nach dem Mann. Der Fascismus, der ßberall anders, ßberall in neuer nationaler Vermummung auftritt, weist in allen Ländern diesen einen gemeinsamen Wesenszug auf: die Sehnsucht nach dem Diktator. Die erschlafften VÜlker suchen nach einem Hirn, das fßr sie denkt, nach einem Rßcken, der fßr sie trägt."
"Wir haben keine ausgesprochene Diktatur gesehen."
"Man darf nicht die Demokratie zum Vorwand nehmen und ein Land angreifen. Die Menschenrechte kann man den Menschen gewiss nicht durch Bomben bringen. Es darf auch nicht sein, daĂ man den Kampf gegen eine Diktatur zum Vorwand nimmt, um die Ressourcen einer Nation zu rauben. Demokratie und Menschenrechte kĂśnnen nur mit dem und durch den Willen der Menschen verwirklicht werden, nicht dagegen."
"Heute wird zu Recht beklagt, dass die tibetische Kultur von den Chinesen unterdrĂźckt wird. DarĂźber sollte man aber nicht vergessen, dass die tibetische Kultur aus einer Religion hervorgeht, die noch sehr viel brutaler war, und die Menschen in Tibet wie in der schlimmsten Diktatur unterdrĂźckte. Deshalb verbietet sich jede unkritische GefĂźhlsduselei fĂźr den Dalai Lama und die tibetischen MĂśnche."
"Eine gute Unterhaltung erträgt so wenig einen Diktator wie ein freies Staatswesen."
"Diktaturen sind entstanden und werden geduldet, weil das GefĂźhl fĂźr die WĂźrde und das Recht der PersĂśnlichkeit nicht mehr genĂźgend lebendig ist."
"Die Liebe ist das Einzige, was uns keine Macht, keine Diktatur dieser Welt nehmen kann."
"Die ehemalige deutsche Diktatur hat sich, nach Art niederer Lebewesen, durch Spaltung fortgepflanzt und heiĂt jetzt Demokratie.""
"Die Diktatur des Proletariats kann nur unter regem und aktivem Anteil der Frauen der Arbeiterklasse verwirklicht und behauptet werden."
"âDie Diktatur bringt den Maulkorb und dieser die Stumpfheit. Wissenschaft kann nur gedeihen in einer Atmosphäre des freien Geistes.â"
"Der Kommunismus wurde von den Menschen, die er zu beglßcken vorgab, von der Weltbßhne gefegt. Er ist wirtschaftlich gescheitert, hat sozial versagt. Er hat sich als eine blutige Diktatur erwiesen. Und er war unfähig, sich zu läutern. Auch ich habe mich nach diesem Fiasko leider erst danach gefragt, wie es dazu kommen konnte. Wer sich das ehrlich beantwortet, kann kein Kommunist mehr sein."
""Das Reden von Freiheit anstelle des Gebens von Freiräumen ist ein beliebiges Manipulationsinstrument pseudodemokratischer Diktaturen.", Rupert Lay: Manipulation durch die Sprache, Ullstein 1990, ISBN 3-548-34631-6, S. 197"
"5000 Jahre Patriarchat lassen sich eben nicht so einfach abschaffen. Und wie bei jedem Machtverhältnis ist auch bei dem der Geschlechter die Gewalt der harte Kern der Herrschaftssicherung. Das ist in Diktaturen so, zwischen VĂślkern oder Klassen â wie auch zwischen Männern und Frauen."
"Fernsehen erster Klasse."
""Zu Hause wieder findet man mich vor dem Fernsehschirm â jeweils fĂźr drei Minuten, die ich benĂśtige, um mich aufs neue von der Anschaulichkeit dieses Mediums zu Ăźberzeugen â, und dann erbaue ich mich durch Musik, wobei mir wiederum nicht alles bekĂśmmlich ist." Christof Stählin Der Dandy. In: Der Dandy und andere Monologe und Erzählungen Haffmans Verlag, ZĂźrich 1986, S. 19f"
"âWohin wird sich unter diesen Vorzeichen die amerikanische Kultur entwickeln?â - âZu einer abscheulichen Kultur des Fernsehens - den Zustand haben wir ja bereits erreicht, und das Ergebnis ist sichtbar: Wenn man mit einem Schaf lebt, das einem fortwährend ins Gesicht blĂśkt, immer wieder und immer wieder, dann fängt man selbst an zu verblĂśden, dann verhält man sich irgendwann wie ein Schaf.â Norman Mailer im Spiegel-Interview mit Helmut Sorge 50/1991 âAmerika, ein dumpfes Viehâ, S. 242"
""Wie ßberall in der Welt hat das Fernsehen kräftig zum Identitätsverlust seiner Zuschauer beigetragen." Luis Buùuel Mein letzter Seufzer. Erinnerungen Ullstein, Berlin 19995 S. 29"
""(Wenn ein Politiker sich im Fernsehen zeigt, um zu reden, hat der Fernsehzuschauer einige Stunden später nur noch die Erinnerung, daĂ er âgut gesprochenâ hat, und es wäre sinnlos zu fragen, worĂźber, denn er war desto besser, je mehr er Ăźber nichts gesprochen hat.)" Leonardo Sciascia Man schläft bei offenen TĂźren darin: 1912 + 1 Paul Zsolnay Verlag, Wien / Darmstadt 1989, S. 79"
"Television Abends vorm Bildschirm komme ich endlich zu mir. Ich schlieĂe die Augen und horche in mich hinein. Arnfrid Astel Neues (& altes) vom Rechtsstaat & von mir. Alle Epigramme Zweitausendeins, Frankfurt a. M. 1978, S. 541"
""Problematisch am Fernsehen ist nicht, dass es uns unterhaltsame Themen präsentiert, problematisch ist, dass es jedes Thema als Unterhaltung präsentiert." - Neil Postman, Wir amĂźsieren uns zu Tode. Frankfurt am Main, 1985. Ăbersetzer: Reinhard Kaiser. ISBN 3-10-062407-6"
""O grĂśĂtes aller Massenmedien, wir danken dir, daĂ du die GefĂźhle erbaust, das Denken reduzierst und die Phantasie tĂśtest. Wir danken dir fĂźr das Vorgaukeln leichter ProblemlĂśsungen und fĂźr die subtile Manipulation unserer WĂźnsche zum Zwecke des Konsums. Nimm hin diese Schale lauwarmen Puddings, das ist mein Hirn. DemĂźtig bringe ich dieses Opfer. Schenk uns dein Flimmern jetzt und in alle Ewigkeit." Bill Watterson Calvin und Hobbes. Auf dem Sprung. Gesamtausgabe, Band III Carlsen Verlag, o. O. 2013, S. 51: Hobbes im Cartoon vom 07.08.1992"
"âOhne Fernsehen kann ich leben, aber ohne BĂźcher nicht.â â Elke Heidenreich. Aus einem Interview in der âSĂźddeutschen Zeitungâ, 25. Oktober 1995, S. 15."
""mein / fernsehgerät / hat / den geist / aufgegeben / sagte einer / bei mir / warâs das programm / aber das / ist / schon jahre / her" Albert Mathias Kreuels Unkenrufe aus der Provinz Eulen Verlag, Freiburg 1984, S. 59"
"Lesen ist kein Wert an sich! Es ist seit Gutenberg viel mehr Schwachsinn gedruckt worden, als das arme Fernsehen in den 60 Jahren seiner Existenz versenden konnte."
"Im deutschen Fernsehen gibt es nur noch kaputte Familien. AuĂer den Simpsons gibt es keine normale Familie mehr im TV."
""Ich halte nichts von Leuten, die fernsehen, aber ich bin einer von ihnen. Sehen Sie, das Fernsehen ist eines der besten Schlafmittel, die es gibt. Nach jedem Konzert gehe ich schnurstracks ins Hotel zurĂźck und stelle den Fernseher an, egal was läuft. Das ist allemal besser, als eine Schlaftablette zu nehmen. Die beruhigende Wirkung des Fernsehens halte ich fĂźr seine grĂśĂte Tugend." Glenn Gould zitiert von Michael Stegemann in Glenn Gould. Leben und Werk Piper/Schott, MĂźnchen ZĂźrich/Mainz 1996, S. 97"
"Ich habe alles falsch gemacht. Ich wollte gerne Nobelpreisträger fĂźr Mathematik werden und habe vĂśllig versagt. Jetzt sitze ich am Samstagabend im Fernsehen und begrĂźĂe Madonna." - Thomas Gottschalk, Interview Ăźber die Jugend und sein Engagement fĂźr "5000xZukunft" der "Aktion Mensch"
""Ich glaube, Vater hat nicht bemerkt, daĂ fremde FernsehkĂźnstler die GefĂźhle seiner Frau aufbrauchten. Er war schon froh darĂźber, daĂ sie Ăźberhaupt wieder einmal neben ihm saĂ und sich bei den gleichen Gelegenheiten amĂźsierte wie er. Vielleicht hatten sie ein Innenleben; ein Leben hatten sie nicht mehr. Ich wuĂte damals nicht, daĂ sich in unserem Wohnzimmer zwei Exemplare eines Jahrhunderttypus ausbildeten: Menschen, die mit Hilfe des Fernsehens die Fatalität ihres Lebens aushielten. Als Kind glaubte ich, das Fernsehen sei Schuld an der ZerstĂśrung unserer Familie. Erst später war zu erkennen, daĂ die Reihenfolge umgekehrt war: Zuerst erloschen die Menschen, dann kam das Fernsehen und unterhielt die Erloschenen." Wilhelm Genazino Die Liebe zur Einfalt. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg, 1990. 87"
"Ich bin fernsehsĂźchtig. Zigaretten, Armbanduhren und Fernsehen muss sein, sonst werde ich hibbelig."
""HĂśren Sie auf damit, Menschen vorgaukeln zu wollen, das betrifft nur ein paar Reiche. So wie Herr Bsirske es im Fernsehen gemacht hat: Dass er anfängt, von Menschen die Namen zu nennen mit so einer neuen Form von Stern an der Brust" â Roland Koch im Hessischen Landtag am 12. Dezember 2002 in einer Debatte zur Erbschaftssteuer welt.de"
"Ganz schlimm ist, daĂ das Fernsehen so zynisch geworden und zu einem Medium verkommen ist, bei dem es nur darum geht, irgendwie Geld zu machen, als Redakteur nicht entlassen zu werden und das Publikum zu bescheiĂen."
""Frauen sind fĂźrs Fernsehen jedenfalls besonders begabt - weil sie in der Regel anders kommunizieren und anders Interviews fĂźhren." - Anne Will, Spiegel Nr. 7/2007, S. 118"
"Endlich dßrfen auch wieder unattraktive Männer ßber 45 ins Fernsehen und Millionär werden. Sie haben jetzt sogar echte, also attraktive Groupies und nicht nur wie frßher sensible Soziologie-Studentinnen, die nur spitz wurden durch den Durst nach Wahrheit und billigem Merlot."
"Ein perfekter Werbeblock verfehlt im Fernsehen seine Wirkung, wenn er alle paar Minuten von einem unverständlichen Spielfilmteil unterbrochen wird."
"Die Menschen haben ein BedĂźrfnis nach schĂśner, heiler Welt, nach Menschen, denen sie vertrauen kĂśnnen, wenigstens im Fernsehen."
"Die Geschichte des Fernsehens ist eine Geschichte voller MiĂverständnisse. Dabei hat dieser kleine Kasten vielleicht mehr fĂźr die VerblĂśdung der Menschheit getan als jedes andere Medium."
""Der Zuschauer ist sich vĂśllig darĂźber im klaren, daĂ er es nicht mit einem Kommunikationsmittel zu tun hat, sondern mit einem Mittel der Verweigerung der Kommunikation, und in dieser Ăberzeugung läĂt er sich nicht erschĂźttern. Gerade das, was ihm vorgeworfen wird, macht in seinen Augen den Charme des Nullmediums aus." Hans Magnus Enzensberger Die vollkommene Leere. Das Nullmedium Oder Warum alle Klagen Ăźber das Fernsehen gegenstandslos sind.** In: Der Spiegel 20/1988 vom 16.05.88, S. 234-244 (Zitat S. 244)"
""Das Gedächtnis der Ăffentlichkeit wurde mit jedem Tag kĂźrzer, seit man es im Fernsehen auf die Länge eines Videoclips trainierte." Donna Leon Beweise, daĂ es bĂśse ist. Commissario Brunettis dreizehnter Fall Diogenes, ZĂźrich 2005, S. 321"
""Das Fernsehen ist, wie nicht nur mir aufgefallen sein dßrfte, ein Tummelfeld der Insignifikanten, Epigonalen, Zweit- und Drittrangigen. Jemand, der Eigenständiges leistet, sollte es nicht nÜtig haben, sich werbungshalber ausfragen zu lassen. Er sollte lieber sein Werk strahlen lassen." Max Goldt Der Krapfen auf dem Sims. Betrachtungen, Essays u. a. Alexander Fest Verlag, Berlin 2001, S. 154"
""Das Fernsehen ist eine Geltungsbedßrfnisanstalt Üffentlichen Rechts." Oliver Hassencamp 555 kandierte Sätze. Aphorismen Nymphenburger Verlagsanstalt, Mßnchen 1987, S. 47"
"[...] das Fernsehen ist ein Massenmedium. Wenn du dort zu sehr polarisierst, ist es schĂśn fĂźrs Feuilleton, aber die Leute lassen dich dann vielleicht nicht mehr so gern ins Wohnzimmer."
"Broadwaystar heiĂt: der immer parate Tisch im ĂźberfĂźllten Restaurant, Zahnarzt am spielfreien Sonntag, Taxi im Platzregen [...] Interviews, Radioshows, Fernsehshows, Gesangsstunden, Tanztraining, Gesundbleiben, PĂźnktlichsein, Stimme schonen."