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April 10, 2026
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""In der kapitalistischen Demokratie verteilt der Staat eine Menge wertvoller Prämien. Wer die grĂśsste politische Macht anhäuft, gewinnt die wertvollsten von ihnen. Als VergĂźtungen stehen Eigentumsrechte, wohlgesonnene BehĂśrden, FĂśrdermittel, Steuermittel, sowie die kostenlose und preisgĂźnstige Nutzung der GemeinschaftsgĂźter zur VerfĂźgung. Der Vorstellung, der Staat befĂśrdere das âAllgemeinwohlâ ist naiv." -- Peter Barnes: Kapitalismus 3.0: ein Leitfaden zur Wiederaneignung der GemeinschaftsgĂźter; hrsg. von der Heinrich-BĂśll-Stiftung."
"Im kommenden Zeitalter treten Netzwerke an die Stelle der Märkte, und aus dem Streben nach Eigentum wird Streben nach Zugang, nach Zugriff auf das, was diese Netzwerke zu bieten haben"
"Ein Mensch, der kein Eigentum erwerben darf, kann auch kein anderes Interesse haben, als so viel wie mĂśglich zu essen und so wenig wie mĂśglich zu arbeiten."
""Einige Individuen haben sich durch List oder Gewalt des gemeinsamen Bodens bemächtigt und haben, indem sie sich zu Besitzern desselben erklärten, durch Gesetze festgestellt, daà derselbe fßr immer ihr Eigentum bleiben und daà dieses Eigentumsrecht die Grundlage der sozialen Einrichtung bleiben soll,d.h. daà dieses Recht dominieren und alle menschlichen Rechte, sogar das Recht zu leben, nach Bedßrfnis unterdßcken solle, falls irgendeiner das Unglßck haben sollte, mit dem Vorrecht der Minderzahl in Konflikt zu kommen." Louis-Auguste Blanqui, Instruktionen fßr den Aufstand, herausgegeben von Frank Deppe, Frankfurt am Main 1968"
"Eigenes verliert zu Recht, wer Fremdes anstrebt."
"Du hast uns zu deinem Eigentum erschaffen und ruhelos ist unser Herz, bis es ruht in dir."
""Die Arbeit seines KÜrpers und das Werk seiner Hände, so kÜnnen wir sagen, sind im eigentlichen Sinne sein. Was immer er also jenem Zustand entrßckt, den die Natur vorgesehen und in dem sie es belassen hat, hat er mit seiner Arbeit gemischt und hat ihm etwas hinzugefßgt, was sein eigen ist"
"Der erste, der ein Stßck Land mit einem Zaun umgab und auf den Gedanken kam zu sagen 'Dies gehÜrt mir' und der Leute fand, die einfältig genug waren, ihm zu glauben, war der eigentliche Begrßnder der bßrgerlichen Gesellschaft. Wie viele Verbrechen, Kriege, Morde, wieviel Elend und Schrecken wäre dem Menschengeschlecht erspart geblieben, wenn jemand die Pfähle ausgerissen und seinen Mitmenschen zugerufen hätte: 'Hßtet euch, dem Betrßger Glauben zu schenken; ihr seid verloren, wenn ihr vergesst, dass zwar die Frßchte allen, aber die Erde niemandem gehÜrt'."
"Das Wichtigste ist das Eigentum an Land. Wäre festgelegt, dass es kein Eigentum an Land gibt und das Land dem gehÜrt, der es bearbeitet, so wäre dies die dauerhafteste Garantie der Freiheit."
"Als bedĂźrfte das Eigene des Fremden, um sich selbst zu begreifen."
"Gottlose Altweiberfabeln weise zurĂźck! Ăbe dich in der FrĂśmmigkeit!"
"Die Gerechtigkeit des Frommen macht seinen Weg eben; aber der Gottlose wird fallen durch seine Gottlosigkeit."
"Arm und fromm beisammen gab's nur bei Josef im Stall."
"Was auĂer Unwissen und die Ăberzeugung, dass Unwissen eine Tugend ist, zeichnet die Unterschicht vor allem aus? Intolerante PrĂźderie, bigotte FrĂśmmigkeit und die unerschĂźtterliche Ăberzeugung, dass die diesen Dingen innewohnende verklemmte Moral fĂźr alle zu gelten hat."
"Ueberhaupt sind Mannspersonen, die im CĂślibat leben, im Durchschnitte gottlos; ehelos gebliebene Frauenzimmer aber fromm."
"Sitze nicht, wo die SpĂśtter sitzen, denn sie sind die elendsten unter allen Kreaturen. Nicht die frĂśmmelnden, aber die frommen Menschen achte und gehe ihnen nach."
"Kirchen gibt es hier genug. Aber fromme Augen sehe ich so wenig."
"In gärend Drachengift hast du // die Milch der frommen Denkart mir verwandelt."
"Dieses Leben ist keine FrĂśmmigkeit, sondern ein Fromm-Werden. Keine Gesundheit, sondern ein Gesund-Werden. Kein Wesen, sondern ein Werden. Keine Ruhe, sondern ein Ăben. Wir sind es noch nicht; werden es aber."
"Die FrĂśmmigkeit entspringt dem Wunsch, um jeden Preis in der Welt eine Rolle zu spielen."
"Nichts ist geschmackloser als die ganze Selbstgefälligkeit und Zufriedenheit, die aus den Gesichtern eines neu vermählten Paares leuchtet."
"Wollen wir uns finden, so dĂźrfen wir nicht in unser Inneres hinabsteigen: drauĂen sind wir zu finden, drauĂen. Wie der wesenlose Regenbogen spannt sich unsere Seele Ăźber den unaufhaltsamen Sturz des Daseins. Wir besitzen unser Selbst nicht: von auĂen weht es uns an, es flieht uns fĂźr lange und kehrt uns in einem Hauch zurĂźck."
"Wo kein Du, ist kein Ich."
"Wie Krankheit die Dimension des Ichs vergrĂśĂert!"
"Was ich bin und weiĂ, verdanke ich der Bibliothek meines Vaters und dem Salon meiner Mutter."
"Ohne Zugang zum eigenen Ich kann man auch keinen Zugang zu anderen finden."
"Lampenfieber ist eine Begleiterscheinung der Eitelkeit, eine zitternde Frage an das Schicksal: wie werde ich gefallen?, mit dem ganzen Nachdruck auf der Silbe ÂŤichÂť."
"Jedes Ich ist PersÜnlichkeit, folglich geistige Individualität."
"In Wirklichkeit aber ist kein Ich, auch nicht das naivste, eine Einheit, sondern eine hÜchst vielfältige Welt, ein kleiner Sternenhimmel, ein Chaos von Formen, Stufen und Zuständen, von Erbschaften und MÜglichkeiten."
"Immer mehr zu werden, was ich bin, das ist mein einziger Wille."
"Ich zitiere mich oft selber. Ich finde es bringt Attraktivität in das Gespräch."
"Ich suche einen Menschen."
"Ich mit all meinen Gedanken und GefĂźhlen fand mich inmitten einer Umgebung."
"Ich ist ein anderes."
"Ich hatte als Schauspieler eine bewegte und schÜne Zeit, ich wollte nicht mit ansehen, wie ich meines geliebten Berufs ßberdrßssig und mßde werde, wie ich die Texte nicht mehr schaffe, wie ich das Filmteam durch Stottern und Hängen vom Feierabend abhalte."
"Ich denke also bin Ich."
"Ich beneide alle Leute darum, nicht ich zu sein."
"Ich bin nämlich eigentlich ganz anders, aber ich komme nur so selten dazu."
"Ich bin das, was ich scheine, und scheine das nicht, was ich bin, mir selbst ein unerklärlich Räthsel, bin ich entzweit mit meinem Ich!"
"Grenzen meines KĂśrpers sind Grenzen meines Ichs. Die Hautoberfläche schlieĂt mich ab gegen die fremde Welt: auf ihr darf ich, wenn ich Vertrauen haben soll, nur zu spĂźren bekommen, was ich spĂźren will."
"Gott und die Menschheit haben ihre Sache auf Nichts gestellt, auf nichts als auf Sich. Stelle Ich denn meine Sache gleichfalls auf Mich, der Ich so gut wie Gott das Nichts von allem Andern, der Ich mein Alles, der Ich der Einzige bin."
"GewĂśhnlich erlebt der Mensch am anderen Menschen nur die chinesische Mauer seines Ichs."
"FĂźr eines Mannes Handeln ist das eigene Ich ein dĂźrftiger Ausgangspunkt."
"Ein Freund ist gleichsam ein zweites Ich."
"Der Grund dafßr, daà unser fßhlendes wahrnehmendes und denkendes Ich in unserem naturwissenschaftlichen Weltbild nirgends auftritt, kann leicht in fßnf Worten ausgedrßckt werden: Es ist selbst dieses Weltbild. Es ist mit dem Ganzen identisch und kann deshalb nicht als ein Teil darin enthalten sein. ⌠Bewusstsein gibt es seiner Natur nach nur in der Einzahl. Ich mÜchte sagen: die Gesamtzahl aller Bewusstheiten ist immer bloà eins."
"DemĂźthig war Tristan, // Er war zĂźchtig, getreu und mild, // Adliger Sitten ein echtes Bild. // Er war nicht träg, nach Preis zu jagen, // Der Erste war er, âşIch!âš zu sagen, // Wenn rings die feige Meute schwieg. / Doch wie er freudig war zum Sieg, // Er war's fĂźr seinen KĂśnig nur."
"Das Ich ist eine späte Stimmung der Natur."
"Das Ich ist die Spitze eines Kegels, dessen Boden das All ist."
"Bei vielen Menschen ist es bereits eine Unverschämtheit, wenn sie Ich sagen."
"Also soll das endliche Ich streben, alles was in ihm mĂśglich ist, wirklich... zu machen."