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April 10, 2026
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"Die Worte der Sprache sind wenig geeignet zur Mitteilung, weil Worte Erinnerungen sind und niemals zwei Menschen die gleichen Erinnerungen haben. Die Worte der Sprache sind wenig geeignet zur Erkenntnis, weil jedes einzelne Wort umschwebt ist von den NebentĂśnen seiner Geschichte. Die Worte der Sprache sind endlich ungeeignet zum Eindringen in das Wesen der Wirklichkeit, weil die Worte nur Erinnerungszeichen sind fĂźr die Empfindungen unserer Sinne und weil diese Sinne Zufallssinne sind, [...]."
"Die niederste Erkenntnisform ist in der Sprache; die hĂśhere ist im Lachen; die letzte ist in der Kritik der Sprache, in der himmelstillen, himmelsheitern Resignation oder Entsagung."
"Will ich emporklimmen in der Sprachkritik, die gegenwärtig das wichtigste Geschäft der denkenden Menschheit ist, so muss ich die Sprache hinter mir und vor mir und in mir vernichten von Schritt zu Schritt, so muss ich jede Sprosse der Leiter zertrßmmern, indem ich sie betrete. Wer folgen will, der zimmere die Sprossen wieder, um sie abermals zu zertrßmmern."
"Und die Natur ist vollends sprachlos. Sprachlos wĂźrde auch, wer sie verstĂźnde."
"Leute mit verschiedenen Sprachen mĂźssen eben streiten, wenn sie so dumm sind, miteinander sprechen zu wollen."
"Die Sprache ist Gemeineigentum. Alles gehĂśrt allen, alle baden darin, alle saufen es, und alle geben es von sich."
"Die Sprache ist die Peitsche, mit der die Menschen sich gegenseitig zur Arbeit peitschen."
"Die Sprache aus dem gemeinen Mitteilungstrieb ist schlechte Fabrikarbeit, zusammengestoppelt von Milliarden von TagelĂśhnern."
"Die meisten Menschen leiden an dieser geistigen Schwäche, zu glauben, weil ein Wort da sei, mßsse es auch das Wort fßr Etwas sein, weil ein Wort da sei, mßsse dem Worte etwas Wirkliches entsprechen."
"Die Kultursprachen haben die Fähigkeit verloren, den Menschen ßber das GrÜbste hinaus zur Verständigung zu dienen. Es wäre Zeit, wieder schweigen zu lernen."
"Als die Katholiken Spanien von den Muslimen zurĂźckerobert hatten, begannen sie eine Herrschaft des religiĂśsen Terrors. Juden und Muslime wurden vor eine grausame Wahl gestellt: entweder zum Christentum zu konvertieren, massakriert zu werden oder das Land zu verlassen."
"Wer das Menschsein eines anderen ignoriert, der verneint das eigene."
""FĂźr uns, die WeiĂen, gibt es in SĂźdafrika nur eine einzige Hoffnung: Wir mĂźssen uns total wandeln, ganz und gar Afrikaner werden." Interview in DER SPIEGEL, 10. November 1986"
"Wenn wir alle FremdwĂśrter auch die eingewurzelten [...] weglieĂen so bliebe vieles leere ungesagt."
"Strengstes maass ist zugleich hĂśchste freiheit."
"Reim ist bloss ein wortspiel wenn zwischen den durch den reim verbundenen worten keine innere verbindung besteht."
"Die art wie ihr bewahrt ist ganz verfall."
"Der alte Gott der schlachten ist nicht mehr."
"Den wert der dichtung entscheidet nicht der sinn [âŚ] sondern die form."
"Das in ihr Tuende tut die allheit bald // Und was ihr heut nicht leben kĂśnnt wird nie."
"Solange ich lebe, habe ich nicht einfach nur zu atmen, sondern diese Art Kraft, die ich durchs Atmen aufnehme, habe ich auch nach auĂen zu tragen."
"Wir haben die BĂźhne fĂźr eine vollkommen neue Gesellschaft geschaffen, und auf dieser BĂźhne mĂźssen wir agieren."
"Was uns auf dem Weg ins Zeitalter des Superindustrialismus widerfährt, kÜnnen wir nur verstehen, wenn wir die Beschleunigungsprozesse kennen und den Begriff der Vergänglichkeit erfassen."
""Stellen wir uns einmal vor, daĂ nicht nur ein Individuum, sondern eine ganze Gesellschaft, eine ganze Generation"
"Der Zukunftsschock ist eine Zeiterscheinung, ein Ergebnis der Tatsache, dass sich die Veränderungen in der Gesellschaft immer rascher vollziehen, einen immer grĂśĂeren Umfang annehmen."
"Was ist denn der Rhythmus? Der Rhythmus ist die Architektur des Seins, ist die innerliche Dynamik, die ihm Form gibt, ist das Wellensystem, welches das Sein dem Anderen entgegensendet, ist der reine Ausdruck der Lebenskraft."
"Inspiration ereignet sich selten und nie ohne Zutun des Autors, sie ereignet sich während der Arbeit durch Arbeit."
"Wenn wir keine Zugeständnisse machen, so kÜnnen wir wohl zugrunde gehen, aber niemals verderben."
"Nur wer viel allein ist, lernt gut denken."
"Man sollte den Glauben achten, wie man die Liebe achtet."
"Das beste Buch ist aber das, welches dem Leser seinen eigenen Reichtum fĂźhlbar macht."
""Im eigentlichsten Sinne des Wortes gilt es: Kunst ist Liebe. // Kunst ist die zeugerische Naturkraft,"
"Warum scheint Monarchie so fest, // Als wäre sie ewig auf Erden? // So lang sich ein Volk betrĂźgen läĂt, // Verdient es betrogen zu werden."
"Sieglos sein ist mehr als Tod."
"Sein Schicksal schafft sich selbst der Mann!"
"Populär kann Der nur heiĂen, // Der zu seinen HĂśhn kann reiĂen."
"Gradaus hab' ich stets gesprochen, // Und mir dennoch Bahn gebrochen. // All die Leisetreter mit GlĂźck // LieĂ ich hinter mir zurĂźck."
"Der hat nach Rechtem nie getrachtet, // Der nicht die eigne Arbeit achtet."
"Nicht bloĂ die Proletarier bilden den vierten Stand, die Besitzlosen, die von der Hand zum Mund leben, die Heloten des Capitals, die beseelten Werkzeuge, welche als Rad, Walze, Kurbel von Fleisch und Blut neben den eisernen Rädern, Walzen und Kurbeln unlĂśsbar und unerlĂśsbar in den Mechanismus unserer märchenhaften Maschinenwelt eingekeilt sind: sie alle machen nur Ein Glied, und gerade das bewuĂtlosere des vierten Standes aus."
"Der praktische Staatsmann wird sich kaum vor Communismus und Socialismus fĂźrchten, das sind Lehrgebäude der groĂen und kleinen Schulmeister, und die Schulmeister selber werden schon dafĂźr sorgen, daĂ die Todten ihre Todten begraben."
"Das Weib wirkt in der Familie, fĂźr die Familie; es bringt ihr sein Bestes ganz zum Opfer dar; es erzieht die Kinder, es lebt das Lebens des Mannes mit; die GĂźtergemeinschaft der Ehe erstreckt sich auch auf die geistigen BesitzthĂźmer, aber vor der Welt kommen die eigensten Gedanken, die eigensten sittlichen Thaten des Weibes meist nur dem Manne zu gut; auf seinem Namen häufen sich die Ehren, während man gar bald die Gattin vergiĂt, die ihm diese Ehren hat mitgewinnen helfen."
"Intellektuelle, die wissen kĂśnnen, was zu tun ist, es aber unterlassen, werfen ihre WĂźrde fort und erstarren zu Fanatikern der Obrigkeit."
""Die [deutsche] Linke in ihrer Denkfaulheit"
"Dem Geist ist jederzeit die souveräne Verachtung der Regierenden sicher. Entfällt sie, wird entweder nicht regiert oder nicht gedacht."
"Bevor die deutsche Rechte Juden ermordete, ermordete sie Sozialisten und Kommunisten. Warum wohl?"
"ÂťNiemand, sagen die Verfasser der Bibliothek, wird leugnen, daĂ die deutsche SchaubĂźhne einen groĂen Teil ihrer ersten Verbesserung dem Herrn Professor Gottsched zu danken habe.ÂŤ Ich bin dieser Niemand; ich leugne es gerade zu. Es wäre zu wĂźnschen, daĂ sich Herr Gottsched niemals mit dem Theater vermengt hätte."
"Wer voller Unschuld ist, will nichts von Gnade wissen."
"Derjenige Geschmack ist gut, der mit den Regeln ĂźbereinkĂśmmt, die von der Vernunft, in einer Art von Sachen, allbereit fest gesetzet worden."
"Es war einmal ein Mann, den man fĂźr einen Narren hielt, // Und der, je mehr er wegwarf, um so mehr behielt. // Der ist es, der sein Gut den Armen spendet, // Denn zehnfach wird's ihm wieder zugewendet."
"Durch ein Leck sinkt ein Schiff unter, und durch eine SĂźnde kann ein Mensch verderben."