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April 10, 2026
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"Soll er doch Samstagabendunterhaltung machen! Und keinen Sport! Und keinen FuĂball! Das soll er ÂťWetten, dass...?ÂŤ machen, soll er dort den Gottschalk ablĂśsen."
"Die Leute, die heute den Ton angeben, werden aus anderen Bereichen geholt. Das Gespräch ßber Klinsmann ist gefragt, Leute wie der Kaiser Beckenbauer oder der Mann mit den Gummibärchen [Thomas Gottschalk], ich habe seinen Namen vergessen. Das sind in der Realität offenbar die Leitfiguren."
"In Amerika kann man alt werden, ohne erwachsen werden zu mĂźssen."
"Ferner ist die Wollust des Epikur nicht bloĂ ein gestillter Durst, sondern ein solcher, der sich zu stillen sucht, amotio doloris. Es ist eine Bewegung der Seele, welche sich vom BedĂźrfnis und vom Schmerz entfernt, und den Zweck zu erreichen sucht, der zur Befriedigung des BedĂźrfnisses nothwendig ist."
"Wir brauchen Freunde, nicht um sie zu brauchen, sondern um die Gewissheit zu haben, sie brauchen zu dĂźrfen."
"Werden Anblick, Verkehr und Umgang miteinander genommen, so lĂśst sich die erotische Leidenschaft auf."
"Tiere und kleine Kinder sind der Spiegel der Natur."
"Schlimm ist der Zwang, doch es gibt keinen Zwang, unter Zwang zu leben."
"Lebt wohl und erinnert euch an meine Lehren."
"Ein jeder scheidet aus dem Leben, als sei er gerade geboren."
"Nichts ist dem genug, dem das GenĂźgende zu wenig ist."
"Die schĂśnste Frucht der Gerechtigkeit ist Seelenfrieden."
"Der Schmerz dauert nicht ununterbrochen im Fleische, sondern der heftigste Schmerz währt nur sehr kurze Zeit; wenn er nur die Freude im Fleisch ßbersteigt, bleibt er nicht viele Tage. Auch langwährende Schwächezustände bergen immer noch ein Mehr der Freude als des Schmerzes im Fleische."
""Jede Lust ist ein Gut, weil sie uns vertrauter Natur ist, doch sollte nicht jede gewählt werden"
"Das schauerlichste Ăbel also, der Tod, geht uns nichts an; denn solange wir existieren, ist der Tod nicht da, und wenn der Tod da ist, existieren wir nicht mehr."
"Prosper MĂŠrimĂŠe in Ehren⌠Vielleicht bin ich selbst auf Stendhal neidisch? Er hat mir den besten Atheisten-Witz weggenommen, den gerade ich hätte machen kĂśnnen: âdie einzige Entschuldigung Gottes ist, dass er nicht existirtââŚ"
"Um die Gleichheit ganz zu erreichen, die die Quelle des GlĂźcks beider Geschlechter wäre, mĂźĂte den Frauen das Duell gestattet werden: Die Pistole erfordert nur Geschicklichkeit. So kĂśnnte jede Frau, die sich zwei Jahre lang zur Gefangenen macht, nach dem VerfluĂ dieses Zeitraumes die Scheidung erlangen. Gegen das Jahr 2000 hin, werden diese Ideen nicht mehr lächerlich sein!"
"Ich befand mich in einer Art Ekstase bei dem Gedanken, in Florenz und den Gräbern so vieler GroĂen so nahe zu sein. Ich war in Bewunderung der erhabenen SchĂśnheit versunken; ich sah sie aus nächster Nähe und berĂźhrte sie fast. Ich war auf dem Punkt der Begeisterung angelangt, wo sich die himmlischen Empfindungen, wie sie die Kunst bietet, mit leidenschaftlichen GefĂźhlen gatten. Als ich die Kirche verlieĂ, klopfte mir das Herz; man nennt das in Berlin Nerven; mein Lebensquell war versiegt, und ich fĂźrchtete umzufallen."
"Ich befand mich bei dem Gedanken, in Florenz zu sein, und durch die Nähe der groĂen Männer, deren Gräber ich eben gesehen hatte, in einer Art Ekstase. [âŚ] Als ich Santa Croce verlieĂ, hatte ich starkes Herzklopfen; in Berlin nennt man das einen Nervenanfall; ich war bis zum ĂuĂersten erschĂśpft und fĂźrchtete umzufallen."
"Man muss in Paris und ausschlieĂlich mit Leuten zusammenleben, die ein frĂśhliches Leben fĂźhren! Sie sind glĂźcklich und daher weniger bĂśsartig. Die Menschenseele ist wie ein verpesteter Sumpf; wenn man nicht rasch darĂźber hinweggleitet, versinkt man darin."
"Wäre ich nicht so alt, wßrde ich Arabisch lernen, so beglßckt bin ich, endlich etwas zu finden, das keine steife Kopie von schon Vorhandenem ist."
"Man muss am Leben rĂźtteln, sonst nagt es an uns."
"Ich habe diese Sucht, Kinder zu kriegen, nie begriffen, niedliche Puppen, die zu solchen DummkÜpfen werden, daà man vor ihnen wegrennen mÜchte, es sei denn, sie erhalten eine strenge und unverfälschte Erziehung, und wer hat schon die Geduld, ihnen diese Erziehung zukommen zu lassen?"
"FĂźr mich gibt es nur eine Regel: klar zu sein. Bin ich es nicht, so stĂźrzt meine Welt in sich zusammen."
"Alles, was in dieser Welt der MĂźhe lohnt, ist das eigene Ich."
"Wer wird so vermessen sein, sich in eine KĂśnigin zu verlieben, ohne dass sie ihn zuvor ermutigt?"
"PrĂźderie ist eine Art von Geiz, die schlimmste von allen."
"Mohammed war Puritaner, er wollte den Genuss aus der Welt schaffen, auch wenn dieser niemanden schädigte. Er hat in den Ländern, die den Islam angenommen haben, die Liebe vernichtet. Deshalb hat seine Religion auch weniger in Arabien, ihrer Wiege, als in allen anderen morgenländischen Ländern Wurzel gefasst."
"Man muss einen prosaischen Ehemann haben und sich einen romantischen Liebhaber zulegen."
"In welchem Land der Erde sind die Ehen am glĂźcklichsten? Unzweifelhaft im protestantischen Deutschland."
""In der Einsamkeit kann man alles erlangen"
"Die Macht der Gewohnheit behauptet sich selbst in den leidenschaftlichsten Augenblicken."
"Die jungen Deutschen, denen ich in GĂśttingen, Dresden, KĂśnigsberg usw. begegnete, sind unter dem Einfluss so genannter philosophischer Richtungen herangewachsen, die man eigentlich als dunkle, schlecht geschriebene Dichtung ansehen muss, aber in sittlichem Betracht etwas AuĂerordentliches, erhaben Reines haben. Ich bekam den Eindruck, dass sie sich nicht die republikanische Gesinnung des Mittelalters, nicht das Misstrauen und die Bereitschaft zum DolchstoĂ wie die Italiener bewahrt haben, sondern eine starke Anlage von Begeisterungsfähigkeit und Gewissenhaftigkeit."
"Der Vers ist als eine Gedächtnishilfe erfunden worden. Später hat man ihn beibehalten aus gesteigertem VergnĂźgen an der Ăberwindung von Schwierigkeiten. In der dramatischen Kunst heute noch an ihm festzuhalten, ist ein Ăberrest von Barbarei. Ein Beispiel: die Dienstordnung fĂźr Kavallerie, in Verse gesetzt von De Bonnay."
"Der Schmerz der Eifersucht ist deshalb so bitter, weil die Eitelkeit sich gegen ihn sträubt."
"Das grĂśĂte GlĂźck, das die Liebe zu geben vermag, liegt im ersten Händedruck der geliebten Frau."
"Bei Hofe ist der Unglaube verpÜnt, weil er den Interessen der Fßrsten als schädlich gilt, Unglaube ist auch in Gegenwart junger Mädchen verpÜnt, wie leicht kÜnnte er sie abhalten zu heiraten. Man wird zugeben, wenn es einen Gott gibt, muss es ihm sehr wohlgefällig sein, aus solchen Beweggrßnden verehrt zu werden."
"Ave Maria, die Dämmerstunde, ist in Italien die Stunde der Zärtlichkeit, der Seelenfreuden und der Schwermut: Empfindungen, die durch den Klang jener schÜnen Glocken noch verstärkt werden. Wonnige Stunden, die einem erst in der Erinnerung bewusst werden."
"Wer sich entschuldigt, klagt sich an."
"Jeder fĂźr sich in dieser WĂźste des Egoismus, die man Leben nennt."
"Die Ăffentliche Meinung ist eine gefährliche Sache in einem Land, das eine Verfassung hat."
"Wie dem Adler der Himmel offen steht, so ist dem tĂźchtigen Mann die ganze Welt das Vaterland."
"Sei bei mir, in MaĂen zwar, doch verlasse mich nicht."
"Ob einem reiche Totengabe wird zuteil, das ist nur eitle Prahlerei der Lebenden."
"Nichts ist schrecklich, was notwendig ist."
"Ein vorsichtiger ist besser als ein waghalsiger HeerfĂźhrer."
"Ein guter Mann wird stets das Bessre wählen."
"Du zählst im Elend keinen Freund."
"Die Zeit entlarvt den BĂśsen."
"Die Ăbung ist in allem beste Lehrerin den Sterblichen."