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April 10, 2026
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"Denn ohne einen Mittelpunkt zu haben, ohne einen Beruf, eine Liebe, eine Familie, eine Rente zu haben, das heiĂt ohne sich im GroĂen gegenĂźber der Welt, versuchsweise natĂźrlich nur, zu halten, ohne sie also durch einen groĂen Komplex an BesitztĂźmern gewissermaĂen zu verblĂźffen, kann man sich vor augenblicklich zerstĂśrenden Verlusten nicht bewahren."
"Das ZĂśgern vor der Geburt. Gibt es eine Seelenwanderung, dann bin ich noch nicht auf der untersten Stufe. Mein Leben ist das ZĂśgern vor der Geburt."
"Das, was Verantwortungsgefßhl ist und als solches sehr ehrenwert wäre, ist im letzten Grunde Beamtengeist, Knabenhaftigkeit, vom Vater her gebrochener Wille."
"Brahmskonzert des Singvereins. Das Wesentliche meiner Unmusikalität, daĂ ich Musik nicht zusammenhängend genieĂen kann, nur hie und da entsteht eine Wirkung in mir, und wie selten ist die eine musikalische. Die gehĂśrte Musik zieht natĂźrlich eine Mauer um mich, und meine einzig dauernde musikalische Beeinflussung ist die, daĂ ich, so eingesperrt, anders bin als frei."
"Wie kann denn ein Mensch Ăźberhaupt schuldig sein. Wir sind hier doch alle Menschen, einer wie der andere."
"âWie ein Hund!â sagte er, es war, als sollte die Scham ihn Ăźberleben."
"Richtiges Auffassen einer Sache und MiĂverstehn der gleichen Sache schlieĂen einander nicht vollständig aus."
"Jemand muĂte Josef K. verleumdet haben, denn ohne daĂ er etwas BĂśses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet."
"Hier konnte niemand sonst EinlaĂ erhalten, denn dieser Eingang war nur fĂźr dich bestimmt. Ich gehe jetzt und schlieĂe ihn."
"Die Schrift ist unveränderlich und die Meinungen sind oft nur ein Ausdruck der Verzweiflung darßber."
"Die LĂźge wird zur Weltordnung gemacht."
"Die Logik ist zwar unerschĂźtterlich, aber einem Menschen, der leben will, widersteht sie nicht."
"Das Urteil kommt nicht mit einemmal, das Verfahren geht allmählich ins Urteil ßber."
"Das Gericht will nichts von dir. Es nimmt dich auf, wenn du kommst, und es entläĂt dich, wenn du gehst."
"Wenn das, was im Paradies zerstĂśrt worden sein soll, zerstĂśrbar war, dann war es nicht entscheidend; war es aber unzerstĂśrbar, dann leben wir in einem falschen Glauben."
"Wahrheit ist unteilbar, kann sich also selbst nicht erkennen; wer sie erkennen will, muĂ LĂźge sein."
"Von einem gewissen Punkt an gibt es keine RĂźckkehr mehr. Dieser Punkt ist zu erreichen."
"Verstecke sind unzählige, Rettung nur eine, aber MÜglichkeiten der Rettung wieder so viele wie Verstecke. Es gibt ein Ziel, aber keinen Weg; was wir Weg nennen, ist ZÜgern."
"PrĂźfe dich an der Menschheit. Den Zweifelnden macht sie zweifeln, den Glaubenden glauben."
"Im Kampf zwischen dir und der Welt sekundiere der Welt."
"Es ist nicht notwendig, daĂ du aus dem Haus gehst. Bleib bei deinem Tisch und horche. Horche nicht einmal, warte nur. Warte nicht einmal, sei vĂśllig still und allein. Anbieten wird sich dir die Welt zur Entlarvung, sie kann nicht anders, verzĂźckt wird sie sich vor dir winden."
"FrĂźher begriff ich nicht, warum ich auf meine Frage keine Antwort bekam, heute begreife ich nicht, wie ich glauben konnte, fragen zu kĂśnnen. Aber ich glaubte ja gar nicht, ich fragte nur."
"Ein erstes Zeichen beginnender Erkenntnis ist der Wunsch zu sterben."
"Du kannst dich zurĂźckhalten von den Leiden der Welt, das ist dir freigestellt und entspricht deiner Natur, aber vielleicht ist gerade dieses ZurĂźckhalten das einzige Leid, das du vermeiden kĂśnntest."
"Du bist die Aufgabe. Kein SchĂźler weit und breit."
"Die Demut gibt jedem, auch dem einsam Verzweifelnden, das stärkste Verhältnis zum Mitmenschen und zwar sofort, allerdings nur bei vÜlliger und dauernder Demut."
"Der Mensch kann nicht leben ohne ein dauerndes Vertrauen zu etwas UnzerstĂśrbarem in sich, wobei sowohl das UnzerstĂśrbare als auch das Vertrauen ihm dauernd verborgen bleiben kĂśnnen. Eine der AusdrucksmĂśglichkeiten dieses Verborgenbleibens ist der Glaube an einen persĂśnlichen Gott."
"Der Geist wird erst frei, wenn er aufhĂśrt, Halt zu sein."
"Das Gute ist in gewissem Sinne trostlos."
"Das GlĂźck begreifen, daĂ der Boden, auf dem du stehst, nicht grĂśĂer sein kann, als die zwei FĂźĂe ihn bedecken."
"Wäre sie nicht nach Schweden gereist, dann hätte Hahn die Sache Ăźberhaupt nie entdeckt. [...] Lise Meitner hat ihm offenbar gesagt (da war ich nicht mehr an dem Institut, das wurde mir nur nachher erzählt von Leuten, die dabei waren): âHĂśr mal, verbrauche doch Deine wertvolle Zeit nicht mit so etwas. Das muss irgendein Dreckeffekt sein.â Kaum war sie weg, hat er angefangen, an der Sache zu arbeiten. [...] Er hatte Angst, dass sie [...] sagt: âSeit ich weg bin, macht der nur noch Unsinn!â // Dann allerdings hat er sie schlieĂlich doch Ăźberzeugt, dass sein Effekt real war. Da sie nun sehr gut Physik konnte und auch ihren Neffen Frisch bei sich hatte, [...] haben sie dann alsbald die richtige Theorie darĂźber gemacht."
"Ihre Arbeit ist gekrĂśnt worden mit dem Nobelpreis fĂźr Otto Hahn."
"v. Weizsäcker: Ich erinnere mich an so kleine Wendungen, zum Beispiel, daĂ Hahn zu irgendeiner Sache, die Lise Meitner sagte, ein zweifelndes Gesicht machte. Und dann sagte sie: âHähnchen, das verstehst Du nicht, das ist Physik!" Das lieĂ er sich gerne von ihr sagen und dann war so seine Stimmung: Na ja, das muĂ die Lise wissen, aber wie man diesen Stoff macht, das weiĂ ich"
"Einst standen die Physikerin Lise Meitner und der Chemiker Otto Hahn diskutierend im Kaiser-Wilhelm-Institut fĂźr Chemie in Dahlem, und Hahn hatte gerade eine Ansicht geäuĂert, die Frau Meitner nicht zusagte. Ein Beobachter im Treppenhaus hĂśrte daraufhin folgenden klassischen Ausspruch von Frau Meitner: âHähnchen, von Physik verstehst Du nichts, geh nach oben!â"
"Man darf sich auf seine Ideologie nicht versteifen. Man kann ideologische Ăberzeugungen haben, aber man muss auch bereit sein zu akzeptieren, dass gewisse Dinge nicht so funktionieren, wie man gerne mĂśchte, und dass man sie anders angehen muss."
"Ich sah Kommunisten mit meinen eigenen Augen. Ich erinnere mich noch an die Ăngste, unter denen wir litten, als wir den sowjetischen Sektor betraten. Schau nicht in ihre Augen, hatte man uns gesagt. Es war ein allgemeiner Glaube, dass die Sowjets einen Mann aus dem Auto zerren und als Arbeitssklave in die Sowjetunion verschleppen kĂśnnen."
"Ich bin in die Vereinigten Staaten gekommen, weil das ein Land ohne Sicherheitsnetz ist. Aus demselben Grund habe ich mich fßr Filme entschieden und nicht fßr TV-Serien. Ich will nicht immer im Vorhinein wissen, was der nächste Schritt bringt."
"Nach ÂťliebenÂŤ ist ÂťhelfenÂŤ das schĂśnste Zeitwort der Welt."
"Der Radiumkondensator ist erfunden. Mit von WolkenhĂśhen herab gesandten RadiumstrahlenbĂźndeln in ein paar Minuten feindliche Flotten und Heere zu vernichten, ist ein Kinderspiel."
""Wer den schÜnen alten Mann an jenem 22. März (am 30. März, seinem Hochzeitstag, traf ihn ein Herzschlag) sprechen gehÜrt, durch ganze zwei Stunden, weihevoll, begeisterungsvoll, in die hÜchsten Regionen des Gedankens strebend"
"Lampenfieber ist eine Begleiterscheinung der Eitelkeit, eine zitternde Frage an das Schicksal: wie werde ich gefallen?, mit dem ganzen Nachdruck auf der Silbe ÂŤichÂť."
"Keinem vernĂźnftigen Menschen wird es einfallen, Tintenflecken mit Tinte, Ălflecken mit Ăl wegwaschen zu wollen. Nur Blut soll immer wieder mit Blut abgewaschen werden."
""Ich habe es zu frĂźh erkannt, daĂ der Schlachteneifer nichts Ăbermenschliches, sondern â Untermenschliches ist; keine mystische Offenbarung aus dem Reiche Luzifers, sondern eine Reminiscenz aus dem Reiche der Tierheit"
""Es ist erstaunlich, wie sehr man ein solches Buch als Freund empfindet"
"W ist nichts als Sexualität, M ist sexuell und noch etwas darßber."
""Die historische Nachforschung muà dem Volksmund recht geben, der ihr Resultat längst vorweggenommen hat: Je länger das Haar, desto kßrzer der Verstand"."
"Es ist also richtig, daĂ das Weib keine Logik besitzt."
"Einen Menschen verstehen heiĂt also: er selbst sein."
"Die Gesellschaft kennt den Begriff des Verbrechens, aber nicht den der SĂźnde, sie zwingt zur Strafe, ohne Reue erreichen zu wollen."
"Die Frauen haben, wenn auch der äuĂere Schein fĂźr das Gegenteil sprechen mag, in Wahrheit gar keinen Sinn fĂźr das Genie, ihnen gilt jede Extravaganz der Natur, die einen Mann aus Reih und Glied der anderen sichtbar hervortreten lässt, zur Befriedigung ihres sexuellen Ehrgeizes gleich; sie verwechseln den Dramatiker mit dem Schauspieler und machen keinen Unterschied zwischen Virtuos und KĂźnstler."