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April 10, 2026
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"Auch das erotische Kunstwerk hat Heiligkeit."
"Man muĂ sich unvermeidlich zwischen der Philosophie und dem Evangelium entscheiden. Wenn ihr nur das glauben wollt, was evident und in Einklang mit den Gemeinbegriffen ist, so ergreift die Philosophie und laĂt das Christentum fahren; wenn ihr die unbegreiflichen Mysterien der Religion glauben wollt, so ergreift das Christentum und laĂt die Philosophie fahren."
"Die Theologen dßrfen sich auch nicht schämen zuzugeben, dass sie sich nicht auf eine Auseinandersetzung mit solchen Kontrahenten [gemeint: die skeptische Philosophie] einlassen kÜnnen und dass sie die Wahrheiten des Evangeliums nicht einem derartigen Schock aussetzen wollen. Das Schifflein Jesu Christi ist nicht gemacht, auf dieser aufgepeitschten See zu schwimmen, sondern im Hafen des Glaubens Schutz vor diesem Sturm zu suchen."
"Ich hoffe âŚ, daĂ man die beiden folgenden Punkte leicht klären wĂźrde: 1) DaĂ ich niemals eine Lehre als meine persĂśnliche Meinung vorbringe, die sich gegen die Artikel des Glaubensbekenntnisses der reformierten Kirche richtet, in der ich geboren bin und zu der ich mich bekenne. 2) DaĂ ich, wenn ich als Historiker berichte, ⌠unsere Vernunft, schwach wie sie ist, nicht die Regel oder der MaĂstab unseres Glaubens sein darf."
"Das Christentum gehÜrt einer ßbernatßrlichen Ordnung an, und sein Fundament ist die hÜchste Autorität Gottes, der uns Geheimnisse mitteilt, nicht damit wir sie begreifen, sondern damit wir sie in alle Demut glauben, die wir dem unendlichen Wesen schulden, das weder täuschen noch getäuscht werden kann."
"Der Atheismus ist eine Form der Religion, vielleicht sogar der echten."
"Gott wird Gestalt annehmen, während die Weisen schwatzen und schlafen. Denn der Mensch wird des Kommens nicht gewahr, bis die Stunde schlägt, und es wird keinen Glauben geben, bis das Werk getan."
"Diese Clotilde ist endlich einmal eine Tänzerin, die vÜllig eigenes Erleben formt, die sich von keinerlei historischem Kostßm gängeln lässt, die aus dem Reichtum ihres kleinen Herzens eine neue Welt entfaltet."
"Sprache ohne Sprachkultur ist fĂźr mich etwas MonstrĂśses."
"Man wird schwerlich in der Welt noch eine andere Gesellschaft finden, die ihre eigene Sprache so schamlos miĂachtet und so hemmungslos aufgibt, wie die deutsche Gesellschaft."
"Ich war nicht davon Ăźberzeugt, dass ich schwul bin, bis ich mich zum ersten Mal in einen Mann verliebt habe. Von da an war es klar. Es geht nicht darum, ob du mit einem Mann oder einer Frau ins Bett gehst, sondern in wen du dich verliebst."
"Wenn Medizin auf Wissenschaft beruht, heilt man Menschen. Wenn das Design von Flugzeugen auf Wissenschaft beruht, fliegen sie. Wenn das Design von Raketen auf Wissenschaft beruht, erreichen sie den Mond. Es funktioniert ... Bitches."
"Unser Leben ist so sinnvoll, so ausgefĂźllt und groĂartig, wie wir selbst es gestalten. Und wir kĂśnnen es wirklich groĂartig gestalten."
"Ich bin ein Gegner der Religion. Sie lehrt uns, damit zufrieden zu sein, dass wir die Welt nicht verstehen."
"Entscheidend ist nicht, ob Gottes Existenz widerlegbar ist (das ist sie nicht), sondern ob sie wahrscheinlich ist."
"Dass ich von der Evolution ßberzeugt bin, hat nichts mit Fundamentalismus oder religiÜsem Glauben zu tun, denn ich weià ganz genau, welche Voraussetzungen erfßllt sein mßssen, damit ich meine Ansichten ändere, und ich wßrde es sofort tun, wenn die erforderlichen Belege auf dem Tisch lägen."
"Atheismus ist fast immer ein Zeichen fßr eine gesunde geistige Unabhängigkeit und sogar fßr einen gesunden Geist."
"Vererbung ist nicht das Gleiche wie Fortpflanzung. Es kann auch Fortpflanzung ohne Vererbung geben: Ein Waldbrand pflanzt sich fort, aber er vererbt nichts."
""Jede Generation hat ihre darwinistischen Versager, aber jedes Individuum stammt nur von den erfolgreichen Minderheiten der vorangegangenen Generation ab."- Der entzauberte Regenbogen: Wissenschaft, Aberglaube und die Kraft der Phantasie, Rowohlt Verlag, 2. Auflage, Januar 2002, ISBN 3499613379. Ăbersetzer: Sebastian Vogel."
"Die darwinistische Erklärung dafßr, warum Lebewesen das, was sie tun, so gut kÜnnen, ist sehr einfach. Sie sind gut durch die angehäufte Klugheit ihrer Vorfahren."
"Das Universum, das wir beobachten, hat genau die Eigenschaften, mit denen man rechnet, wenn dahinter kein Plan, keine Absicht, kein Gut oder BĂśse steht, nichts auĂer blinder, erbarmungsloser GleichgĂźltigkeit."
"Das Leiden hat in der Natur jedes Jahr ein AusmaĂ, das alle erträglichen Vorstellungen Ăźbersteigt. In der Minute, in der ich diesen Satz niederschreibe, werden Tausende von Tieren bei lebendigem Leibe gefressen; andere laufen bebend vor Angst um ihr Leben; wieder andere werden langsam und von innen heraus durch gefräĂige Parasiten zugrunde gerichtet."
"Sie haben mich die Vielseitigkeit des innern Menschen mit mehr Billigkeit anzuschauen gelehrt, Sie haben mir eine zweyte Jugend verschafft und mich wieder zum Dichter gemacht, welches zu seyn ich so gut als aufgehĂśrt hatte."
"Schillers Dichtungen sind fĂźr die Musik äuĂerst schwierig. Der Tonsetzer muĂ sich weit Ăźber den Dichter zu erheben wissen. Wer kann das bey Schiller? Da ist GĂśthe viel leichter!"
"Schiller: oder der Moral-Trompeter von Säckingen."
"[...] Schiller hatte einen moralischen Kompass in der Brust. Seine Sympathie gehĂśrte den Getretenen, den â und sei es von der Geschichtsschreibung â ungerecht Behandelten: Er fĂźhlte mit den Opfern. [...] Schiller war Realist genug, um zu sehen, dass die Welt, so wie sie eingerichtet ist, keine idealen HĂśhenflĂźge duldet; aber er hatte das Herz, trotzdem fĂźr jene Partei zu ergreifen, die unter die Räder geraten."
"Ich dachte mich selbst zu verlieren, und verliere nun einen Freund und in demselben die Hälfte meines Daseyns."
"Haben wir je einen teutschen Shakespear zu erwarten, so ist es dieser."
"Es ist bey Schillern jedes Wort practisch, und man kann ihn im Leben Ăźberall anwenden. Aber Ihr kennt ihn nicht."
"Er glänzt uns vor, wie ein Komet entschwindend, // Unendlich Licht mit seinem Licht verbindend."
"Aber so ganz ohne Kenntnis der Klassiker sollte man doch nicht sein Abitur machen. Nur muss der Unterricht so frisch sein, dass es Freude macht, sich damit zu beschäftigen, ohne falsche Ehrfurcht und Dßnkel und ohne Instrumentalisierung!"
"Zunächst der Todesstrafe kam die Verweisung. Diese Strafe ist schrecklich in glßckseligen Ländern; es gibt Staaten, aus denen es kein Unglßck ist verwiesen zu werden."
"Sorgt fĂźr eure Gesundheit, ohne diese kann man nie gut seyn."
"So erhaben, so groĂ ist, so weit entlegen der Himmel! Aber der Kleinigkeitsgeist fand auch bis dahin den Weg."
"Satirisch ist der Dichter, wenn er die Entfernung von der Natur und den Widerspruch der Wirklichkeit mit dem Ideale (in der Wirkung auf das GemĂźt kommt beides auf eins hinaus) zu seinem Gegenstande macht. Dies kann er aber sowohl ernsthaft und mit Affekt als scherzhaft und mit Heiterkeit ausfĂźhren; je nachdem er entweder im Gebiete des Willens oder im Gebiete des Verstandes verweilt. Jenes geschieht durch die strafende oder pathetische, dieses durch die scherzhafte Satire."
"Nach meiner innigsten Ueberzeugung kommt kein anderer Dichter ihm an Tiefe der Empfindung und an Zartheit derselben, an Natur und Wahrheit und zugleich an hohem Kunstverdienste auch nur von weitem bei. Die Natur hat ihn reicher ausgestattet als irgendeinen, der nach Shakspeare aufgestanden ist. Und auĂer diesem, was er von der Natur erhalten, hat er sich durch rastloses Nachforschen und Studium mehr gegeben als irgendein anderer."
""Jetzt lebe ich zu Mannheim in einem angenehmen dichtrischen Taumel"
"Jeder kommende FrĂźhling, der die SprĂśsslinge der Pflanzen aus dem SchoĂe der Erde treibt, gibt mir Erläuterung Ăźber das bange Rätsel des Todes und widerlegt meine ängstliche Besorgnis eines ewigen Schlafs."
"In der Satire wird die Wirklichkeit als Mangel dem Ideal als der hÜchsten Realität gegenßber gestellt."
"Es ist aber doch sonderbar, dass die Sklaverey im Mittelalter keine einzige Spur eines ähnlichen Einflusses zeigt. Die Verschiedenheit der ßbrigen Umstände erklärt zwar viel aber nicht alles."
"Ein Geist, der sich allein liebt, ist ein schwimmender Atom im unermeĂlichen leeren Raume."
"Die Vernunft ist eine Fackel in einem Kerker."
"Die strafende Satire erlangt poetische Freiheit, indem sie ins Erhabene ßbergeht; die lachende Satire erhält poetischen Gehalt, indem sie ihren Gegenstand mit SchÜnheit behandelt."
"[D]ie schÜnsten Träume von Freyheit werden ja im Kerker geträumt."
"die Kunst ist eine Tochter der Freiheit,"
"der Spieltrieb soll nicht bloĂ Sachtrieb, und soll nicht blos Formtrieb, sondern beydes zugleich, das ist, Spieltrieb seyn. Mit andern Worten: der Mensch soll mit der SchĂśnheit, und er soll spielen. // Denn, um es endlich auf einmal herauszusagen, der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist, und."
"Der Hauptfehler war, ich hatte mich zu lange mit dem StĂźcke getragen; ein dramatisches Werk aber kann und soll nur die BlĂźthe eines einzigen Sommers seyn."
"Der Freundschaft stolzes Siegel tragen viele, die in der PrĂźfungsstunde treulos fliehn."
"Der ernsteste Stoff muss so behandelt werden, dass wir die Fähigkeit behalten, ihn unmittelbar mit dem leichtesten Spiel zu vertauschen."
"Der bloĂ niedergeworfene Feind kann wieder aufstehen, aber der versĂśhnte ist wahrhaft Ăźberwunden."