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April 10, 2026
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"Fahr hin, jovialer Mordwanst! Du hast es wenigstens genossen, während dein Herr und Meister nie nirgends gelebt hat als in der HÜlle."
"Die Rolle des Vertrauten ist immer zugleich wohltuend und schmerzlich, denn man spielt sie ja immer nur unter der Voraussetzung, daĂ man selbst nicht in Betracht kommt. Aber wieviel besser ist es doch, habe ich mir oft gesagt, der Welt Vertrauen einzuflĂśĂen, als ihre Leidenschaften zu erregen! Wieviel besser, ihr 'gut', als ihr 'schĂśn' zu erscheinen!"
"Brave, herrliche junge Leute! Ihr seid nicht umsonst gestorben, sollt nicht vergessen sein"
"NatĂźrlich kĂśnnen Drogen die kĂźnstlerische Arbeit befeuern, das weiĂ man von Goethe, Freud, Bukowski und vielen anderen. Aber die haben eben auch die Regel befolgt: Im Rausch schreiben, nĂźchtern gegenlesen."
"Sigmund Freud und auch der franzÜsische Ethnologe Claude LÊvi-Strauss haben uns eingehämmert, wir Menschen seien die einzigen Kulturwesen. Die Vorstellung einer tierischen Kultur war deshalb im Westen undenkbar."
"Nicht die Psychoanalyse ist neu, sondern Freud. / Sowie nicht Amerika neu war, sondern Columbus. Psychoanalyse gab es immer; jeder Arzt, jeder Dichter, jeder Staatsmann, jeder Menschenkenner muĂte es sein, war es unbewuĂt oder automatisch."
"Das beste bei Freud finden Sie schon bei Plato. [...] Sie täten besser daran, Spinoza zu lesen."
"âWir mussten Freud recht geben, wenn er in unserer Kultur, unserer Zivilisation nur eine dĂźnne Schicht sah, die jeden Augenblick von den destruktiven Kräften der Unterwelt durchstoĂen werden kann [âŚ]â â Stefan Zweig, Die Welt von Gestern. Erinnerungen eines Europäers. Frankfurt/M.: S. Fischer, 1992 [1942], S. 18."
"Ich kann die Gestapo jedermann aufs beste empfehlen."
"Wir mÜgen noch so oft betonen, der menschliche Intellekt sei kraftlos im Vergleich zum menschlichen Triebleben, und recht damit haben. Aber es ist doch etwas Besonderes um diese Schwäche; die Stimme des Intellekts ist leise, aber sie ruht nicht, ehe sie sich GehÜr geschafft hat. Am Ende, nach unzählig oft wiederholten Abweisungen, findet sie es doch."
""Denken Sie an den betrĂźbenden Kontrast zwischen der strahlenden Intelligenz eines gesunden Kindes und der Denkschwäche des durchschnittlichen Erwachsenen. Wäre es so ganz unmĂśglich, dass gerade die religiĂśse Erziehung ein groĂes Teil Schuld an dieser relativen VerkĂźmmerung trägt?" â Die Zukunft einer Illusion, Leipzig IPV 1927. Kapitel IX bei textlog.de"
""Mit Sicherheit weiĂ ich nur das eine, daĂ die Werturteile der Menschen unbedingt von ihren GlĂźckswĂźnschen geleitet werden, also ein Versuch sind, ihre Illusionen mit Argumenten zu stĂźtzen. [âŚ] Die Schicksalsfrage der Menschenart scheint mir zu sein, ob und in welchem MaĂe es ihrer Kulturentwicklung gelingen wird, der StĂśrung des Zusammenlebens durch den menschlichen Aggressions- und Selbstvernichtungstrieb Herr zu werden." â Das Unbehagen in der Kultur, Leipzig IPV 1930, Seite 136 (Kapitel VIII SchluĂfolgerungen: Schicksalsfrage der Beherrschung des Agrresions- und Selbstvernichtungstriebs am Ende bei textlog.de)"
""DaĂ sie dem jugendlichen Menschen verheimlicht, welche Rolle die Sexualität in seinem Leben spielen wird, ist nicht der einzige Vorwurf, den man gegen die heutige Erziehung erheben muĂ. Sie sĂźndigt auĂerdem darin, daĂ sie ihn nicht auf die Aggression vorbereitet, deren Objekt er zu werden bestimmt ist. Indem sie die Jugend mit so unrichtiger psychologischer Orientierung ins Leben entläĂt, benimmt sich die Erziehung nicht anders, als wenn man Leute, die auf eine Polarexpedition gehen, mit Sommerkleidern und Karten der oberitalischen Seen ausrĂźsten wĂźrde." â Das Unbehagen in der Kultur, Leizig IPV 1930, S. 117 FuĂnote 1 books.google Kapitel VIII SchluĂfolgerungen GlĂźckseinbuĂe durch die Steigerung des SchuldgefĂźhls als Preis fĂźr den Kulturfortschritt bei textlog.de"
"âMan kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daĂ die Menschen gemeinhin mit falschen MaĂstäben messen, Macht, Erfolg und Reichtum fĂźr sich anstreben und bei anderen bewundern, die wahren Werte des Lebens aber unterschätzen.â Das Unbehagen in der Kultur, Leipzig IPV 1930, S. 5 books.google, erster Satz des Kapitels I GefĂźhl der Hilflosigkeit als Ursache des BedĂźrfnisses nach Religion bei textlog.de"
""Im Moment, da man nach Sinn und Wert des Lebens fragt, ist man krank, denn beides gibt es ja in objektiver Weise nicht; man hat nur eingestanden, daĂ man einen Vorrat von unbefriedigender Libido hat, und irgend etwas anderes muĂ damit vorgefallen sein, eine Art Gärung, die zur Trauer und Depression fĂźhrt." Brief an Marie Bonaparte vom 13. August 1937, in: Briefe 1873â1939, Frankfurt a.M. 1960, S. 429. (Zweite, erweiterte Auflage, 1968, S. 452.)"
"Zunächst sind wir geneigt, den Wert des Kriteriums der BewuĂtheit [...] recht herabzusetzen. Aber wir täten unrecht daran. Es ist damit wie mit unserem Leben; es ist nicht viel wert, aber es ist alles, was wir haben."
""Ausgangspunkt dieser ErĂśrterungen kann der Anschein werden, daĂ in den Produktionen des UnbewuĂten [...] die Begriffe Kot (Geld, Geschenk), Kind und Penis schlecht auseinandergehalten und leicht miteinander vertauscht werden. [...] Ein sprachliches Zeugnis dieser Identität von Kind und Kot ist in der Redensart: ein Kind schenken erhalten. Der Kot ist nämlich das erste Geschenk, [...] von dem sich der Säugling nur auf Zureden der geliebten Person trennt [...]. Es ist wahrscheinlich, daĂ nicht Gold-Geld, sondern Geschenk die nächste Bedeutung ist, zu welcher das Kotinteresse fortschreitet. Das Kind kennt kein anderes Geld, als was ihm geschenkt wird [...]. Das Kotinteresse wird also zum Teil als Geldinteresse fortgesetzt, zum anderen Teil in den Wunsch nach dem Kinde ĂźbergefĂźhrt. In diesem Kindwunsch treffen nun eine analerotische und eine genitale Regung (Penisneid) zusammen." â Ăber Triebumsetzungen, insbesondere der Analerotik. Internationale Zeitschrift fĂźr Ărztliche Psychoanalyse, Bd. 4 (3), 1917, S. 125-30. â Gesammelte Werke, Bd. 10, S. 402â10. textlog.de"
"Solange ich hier bin, stirbt keiner."
"Wir wissen also nicht, ob eine Logokratie der untereinander zerstrittenen Experten besser wäre als die Herrschaft der geistig Minderbemittelten, der wir heute unterworfen sind. Die sich ständig verschlechternde Qualität der fßhrenden politischen Eliten ist eine Folge der wachsenden Komplexität unserer Welt. Weil niemand diese Welt voll erfassen kann, und wenn er noch so weise wäre, drängen sich jene zur Macht, die sich darßber keine Sorgen machen."
"Wohl kann man darin [Im Buch One Human Minute] die Information finden, wieviele Bäume in der ganzen Welt in jeder Minute von einer Säge oder Axt gefällt werden. Diese Wälder verarbeitet man dann zu Papier fßr die Zeitungen, die zur Rettung der Wälder aufrufen."
"Vernunft ist innere Freiheit."
"Nicht der ist ein besserer Stratege, der weiĂ, dass man den Gegner Ăźberrumpeln muss, um zu siegen, sondern der, der weiĂ, wie man das tut."
"Neben den Drogen, die heute viele Tausende und vielleicht Millionen vergiften, wird unser Verstand obendrein durch die rund um den Globus verbreitete Emission pseudokosmischen Unsinns befallen."
"In zwei Worte gefaĂt, bin ich ein enttäuschter Weltverbesserer."
"Ich habe mich lange genug zum Narren gemacht. Die Zuneigung, die ich dem gefallenen Mädchen Science-Fiction entgegengebracht habe, ist nur zu vergleichen mit der Dummheit, sich in eine schÜne Frau zu vergucken, um dann festzustellen, dass sie unter voranschreitender Zahnfäule leidet."
"Ein hartnäckiger Begleiter der Erkenntnis ist die Unwissenheit ßber die eigene Unwissenheit."
"Die Tragik des 20. Jahrhunderts liegt darin, daà es nicht mÜglich war, die Theorien von Karl Marx zuerst an Mäusen auszuprobieren."
"Die Politiker sind ja auch eine Art Experten, nur eben selbsternannte."
"Der Mensch sollte sich besser bemĂźhen, selber intelligent zu werden."
"Bevor der Dicke mager wird, ist der Magere krepiert."
"Bereits als Kind scharte ich elektrostatische Geräte, Induktoren und VakuumrĂśhrchen um mich, meine erste groĂe Liebe sozusagen."
"Nach dem Philosophen Ly Schwatzmaul findet man immer dort besonders viel Chaos, wo man nach Ordnung sucht. Das Chaos besiegt die Ordnung, weil es besser organisiert ist."
"Wer immer die Zukunft lenkt, lenkt das Schicksal der Menschheit. Schicksal. Das ist ein sonderbares Konzept bei einem Wesen, das freien Willen zu besitzen glaubt. Wenn man die Zukunft lenken kann, dann kann sie nicht feststehen. Wenn sie nicht feststeht, gibt es kein Schicksal."
"Wenn man sein Leben nicht in eine Geschichte verwandelt, so wird es Teil der Geschichte einer anderen Person."
"Unser Denken hat sich entwickelt, um ziemlich spezifische Aufgaben zu lÜsen, wie einen Partner auszuwählen, Bären mit einem spitzen Stock zu tÜten und eine Mahlzeit zu kriegen, ohne eine zu werden."
"Selbst ein unbegabter SchĂśpfer hätte wenigstens mit Erde, Luft, Feuer, Wasser und Ăberraschung begonnen."
"Ich glaube, ich schreibe Fantasy. Wenn es wie eine Ente aussieht, wie eine Ente geht und wie eine Ente quakt, dann kann man ihr genauso gut eine Orange in den Hintern schieben und sie mit Erbsen essen."
"FrĂźhere Generationen waren absolut Ăźberzeugt, daĂ ihre wissenschaftlichen Theorien so gut wie perfekt seien, nur damit sich herausstellte, dass sie den Kern der Sache vĂśllig verfehlt hatten."
"Es heiĂt, dass Johannes Brahms mit einem Freund am Strand spazieren ging, der sich beklagte, alle gute Musik sei schon geschrieben worden. 'Oh schau', sagte Brahms und zeigte aufs Meer hinaus. 'Da kommt die letzte Welle.'"
"Dorthin zurĂźckzugehen, wo man begonnen hat, ist nicht das Gleiche, wie nie zu gehen."
"Die wahrhaft menschliche Qualität besteht nicht [âŚ] aus Intelligenz, sondern aus Phantasie."
"Er hat mir auch die Augen geĂśffnet, daĂ man erst einmal den primären Text ausschĂśpfen muĂ, und zwar systematisch ausschĂśpfen muĂ, bevor man in die Wirkungsgeschichte hineingeht."
"Ich fĂźrchte mich nicht vor der RĂźckkehr des Faschisten in der Maske des Faschisten, sondern vor dessen RĂźckkehr in der Maske des Demokraten."
"Der Panzer verdeckt die Wunde."
"Die Forderung, daĂ Auschwitz nicht noch einmal sei, ist die allererste an Erziehung. Sie geht so sehr jeglicher anderen voran, daĂ ich weder glaube, sie begrĂźnden zu mĂźssen noch zu sollen."
"Kunst will das, was noch nicht war, doch alles, was sie ist, war schon."
"Leben, das Sinn hätte, fragte nicht danach."
""Vor MiĂbrauch wird gewarnt."
"Die fast unlĂśsbare Aufgabe besteht darin, weder von der Macht der anderen, noch von der eigenen Ohnmacht sich dumm machen zu lassen."
"Der Mechanismus der Reproduktion des Lebens, seiner Beherrschung und seiner Vernichtung ist unmittelbar der gleiche, und demgemäà werden Industrie, Staat und Reklame fusioniert."