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April 10, 2026
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""Denn welcher Kluge fänd im Vatikan // Nicht seinen Meister?" â Torquato Tasso / Antonio"
""Denn hĂśher vermag sich // niemand zu heben, als wenn er vergibt." â Reineke Fuchs 12, 148f"
""Denn hat, wie in der Liebe geschieht, ein Mann sein Inneres aufgeschlossen und sich hingegeben, so ist das ein Geschenk, das er nicht zurĂźcknehmen kann, und es wĂźrde unmĂśglich sein, ein ehemals geliebtes Wesen zu beschädigen oder ungeschĂźtzt zu lassen." â Biographische Einzelnheiten â Zum Jahre 1804"
""Denn ein äuĂerlich Zerstreuen, // Das sich in sich selbst zerschellt, // Fordert inneres Erneuen, // Das den Sinn zusammenhält." â Inschriften, Denk- und Sendeblätter 5, Der Prinzessin Maria von Sachsen-Weimar und Eisenach"
""Deine GrĂśĂe, Berlin, pflegt jeder Fremde zu rĂźhmen; fĂźhrt der Weg ihn zu uns, stutzt er, so klein uns zu sehn." â Ăber Weimar"
""Das Ziel meiner innigsten Sehnsucht, deren Qual mein ganzes Inneres erfĂźllte, war Italien, dessen Bild und Gleichnis mir viele Jahre vergebens vorschwebte, bis ich endlich durch kĂźhnen EntschluĂ die wirkliche Gegenwart zu fassen mich erdreistete." â Kampagne in Frankreich 1792 â Zwischenrede"
""Das Wort verwundet leichter, als es heilt." â Die natĂźrliche Tochter / Herzog"
""Das wahre GlĂźck ist die GenĂźgsamkeit." â Stammt aus dem Gedicht "Adler und Taube", 3, 9-10"
""Das Studium der Rechtswissenschaft ist das herrlichste." â These 41 von Goethes Disputation, im lateinischen Original âStudium juris longe praestantissimum estâ, 1771, zitiert nach Bodo Pieroth: Literarische StreifzĂźge durch die Geschichte der Juristenausbildung in Deutschland, in: Gilbert H. Gornig/Urs Kramer/Uwe Volkmann (Hrsg.): Staat â Wirtschaft â Gemeinde. Festschrift fĂźr Werner Frotscher zum 70. Geburtstag, Duncker & Humblot, Berlin 2007, Seite 795"
""Das reizt nicht mehr, und was nicht reizt, ist tot." â Torquato Tasso, Aufzug II, Szene 1 / Prinzessin"
""Das ist Italien das ich verlieĂ. [...] Deutsche Redlichkeit suchst du in allen Winkeln vergebens;//Leben und Weben ist hier, aber nicht Ordnung und Zucht; // Jeder sorgt nur fuer sich, misstraut dem Andern, ist eitel, // Und die Meister des Staats sorgen nur wieder fuer sich. " â Venezianische Epigramme, 4."
""Das freundliche Mannheim, das gleich und heiter gebaut ist." â Hermann und Dorothea"
""Aristokratisch gesinnt ist mancher Gelehrte, denn gleich ist's, // Ob man auf Helm und Schild oder auf Meinungen ruht." â Xenien 174 â Der Widerstand"
""Anstatt verständig zu belehren und ruhig einzuwirken, streut man willkĂźrlich Samen und Unkraut zugleich nach allen Seiten, kein Mittelpunkt, auf den hingeschaut werde, ist mehr gegeben, jeder Einzelne tritt als Lehrer und FĂźhrer hervor und gibt seine vollkommene Torheit fĂźr ein vollendetes Ganze[!]." â Schriften zur Literatur â Geistes-Epochen nach Hermanns neusten Mitteilungen"
""Am jĂźngsten Tag, wenn die Posaunen schallen // Und alles aus ist mit dem Erdeleben, // Sind wir verpflichtet, Rechenschaft zu geben // Von jedem Wort, das unnĂźtz uns entfallen." â Sonette XIII â Warnung"
""Alles SchĂśne der Alten ist bloĂ charakteristisch, und bloĂ aus dieser EigentĂźmlichkeit entsteht die SchĂśnheit." â Schriften zur Kunst"
""ÂťAlles erkläret sich wohl,ÂŤ so sagt mir ein SchĂźler, Âťaus jenen // Theorien, die uns weislich der Meister gelehrt.ÂŤ // Habt ihr einmal das Kreuz von Holze tĂźchtig gezimmert, // Passt ein lebendiger Leib freilich zur Strafe daran." â Venezianische Epigramme, 79"
""Alle SchĂśpfung ist Werk der Natur. Von Jupiters Throne // Zuckt der allmächtige Strahl, nährt und erschĂźttert die Welt." â Vier Jahreszeiten â Herbst"
""Armut ist die grĂśĂte Plage, Reichtum ist das hĂśchste Gut." â Der Schatzgräber"
""Als wenn ich auf den Maskenball käme // Und gleich die Larve vom Angesicht nähme." â SprichwĂśrtlich. Aus: Werke. Vollständige Ausgabe letzter Hand. Band 2, Stuttgart und TĂźbingen: Cotta, 1827. S. 250"
""Ach, und in demselben Flusse schwimmst du nicht ein zweites Mal." â Dauer im Wechsel, nach Heraklit"
""Aber vermag der Maler wohl auszudrĂźcken: Ich liebe?" â Johann Wolfgang von Goethe, Der neue Pausias und sein Blumenmädchen"
""Aber ich werde der Letzte nicht sein, den es bitter gereute, // Frauenrat befolget zu haben." â Reineke Fuchs 7. Gesang Vs 101"
""Mehr Licht!" â Letzte Worte, 22. März 1832, In seiner Heimatstadt Frankfurt erzählt man sich, dass Goethe aber eigentlich sagen wollte: "Mer lischt [hier so schlescht] ( Man liegt [hier so schlecht])." Was von einem Hochdeutschen als "Mehr Licht. [Mir so schlecht]." gedeutet werden kĂśnnte."
""Macht doch den zweiten Fensterladen auf, damit mehr Licht hereinkomme." â Letzte Worte, 22. März 1832"
""Wohl erinnerte ich mich bey dieser Gelegenheit an den guten Organisten von Berka; denn dort war mir zuerst, bey vollkommener GemĂźthsruhe und ohne äuĂere Zerstreuung, ein Begriff von Eurem GroĂmeister [ Johann Sebastian Bach ] geworden. Ich sprach mir's aus: als wenn die ewige Harmonie sich mit sich selbst unterhielte, wie sich's etwa in Gottes Busen, kurz vor der WeltschĂśpfung, mĂśchte zugetragen haben, so bewegte sich's auch in meinem Innern, und es war mir, als wenn ich weder Ohren, am wenigsten Augen und weiter keine Ăźbrigen Sinne besäĂe noch brauchte." â Brief an Carl Friedrich Zelter vom 18. Juli 1827 books.google"
""Wir mĂźssen einsehen lernen, daĂ wir dasjenige, was wir im Einfachsten geschaut und erkannt, im Zusammengesetzten supponiren und glauben mĂźssen: denn das Einfache verbirgt sich im Mannigfaltigen, und da ists, wo bei mir der Glaube eintritt, der nicht der Anfang, sondern das Ende alles Wissens ist." â an Sulpiz BoisserĂŠe, 25. Februar 1832. Goethes Werke: Vollstandige Ausgabe letzter Hand, Band 55, Seite 89. (Das Zitat findet sich oft umformuliert: "Der Glaube ist nicht der Anfang, sondern das Ende alles Wissens". Es steht im Zusammenhang einer Diskussion der Farbenlehre.)"
""Wenn der Ritter seine SchĂśne nicht fĂźr die schĂśnste und einzige hielte, wĂźrde er Drachen und Ungeheuer um ihretwillen bekämpfen?" â An K. F. v. Reinhard, 22. Juli 1810"
""Was hilft all das Kreuzigen und Segnen der Liebe, wenn sie nicht tätig wird." â an Charlotte von Stein, 9.-11. Dezember 1781"
""Und der Parteigeist, der meistens Kollegen trennt, macht dem Friedfertigsten das Leben am sauersten und fĂźllt die LustĂśrter der Wissenschaften mit Hader und Zank." â An G. A. BĂźrger, 20. Februar 1782"
""Sonst, der Mensch auf sich allein gestellt, suchte er Hilfe bei anderen: in Burgen, SchlĂśssern, bei Freunden. Jetzt, in der Ăśffentlichsten Kommunikation hilflos, und nur durch sein Inneres zu trĂśsten und zu helfen." â an Friedrich Wilhelm Riemer, 14. Mai 1808"
"Sie haben mich die Vielseitigkeit des innern Menschen mit mehr Billigkeit anzuschauen gelehrt, Sie haben mir eine zweyte Jugend verschafft und mich wieder zum Dichter gemacht, welches zu seyn ich so gut als aufgehĂśrt hatte."
""Sein Jahrhundert kann man nicht verändern, aber man kann sich dagegenstellen und glĂźckliche Wirkungen vorbereiten." â an Friedrich Schiller, 21. Juli 1798"
""Schreibe nur, wie du reden wĂźrdest, und so wirst du einen guten Brief schreiben." â an Cornelia Goethe, 7. Dezember 1765"
""Reichtum und Schnelligkeit ist, was die Welt bewundert und wonach jeder strebt, Eisenbahnen, Schnellposten, Dampfschiffe und alle mĂśgliche Fazilitäten der Kommunikation sind es, worauf die gebildete Welt ausgeht, sich zu Ăźberbieten, zu Ăźberbilden und dadurch in der MittelmäĂigkeit zu verharren." â an Carl Friedrich Zelter, 6. Juni 1825"
""Nun gedenke ich eine kleine Reise mit Geheimerath Wolf und August nach Helmstädt zu machen, um da selbst den wunderlichen Doctor Beyreis zu besuchen. Er ist schon so alt, daĂ man sich eilen muĂ, um ihn und seine Besitzung noch zusammenzufinden. â an Charlotte von Stein, Lauchstädt den 12. August 1805 http://www.zeno.org/nid/20004860659 19/5125."
""Mir, der ich selten selbst geschrieben was ich zum Druck befĂśrderte, und, weil ich diktirte, mich dazu verschiedener Hände bedienen muĂte, war die konsequente Rechtschreibung immer ziemlich gleichgĂźltig." â im Gespräch mit Karl von Holtei u.a. frĂźhestens 1827. Karl von Holtei, Vierzig Jahre, Band 5, Breslau 1845/46. Seite 61"
""Man soll tun, was man kann, einzelne Menschen vom Untergang zu retten." â an Charlotte von Stein, 12. September 1780"
""Man sieht nur, was man weiĂ." Eigentlich: "Man erblickt nur, was man schon weiĂ und versteht" â an Friedrich von MĂźller, 24. April 1819 (Vergl. auch "Was man weiĂ, sieht man erst!" â aus: Schriften zur Kunst, Propyläen, Einleitung, zitiert nach: Gedenkausgabe der Werke, Briefe und Gespräche, ZĂźrich und Stuttgart 1948 ff, Bd. 13, S. 142)"
""Man muss nur immer sorgen, erregt zu werden, um gegen die Depression anzukämpfen. Das ist auch bei jetziger deprimierender Witterung der beste medizinische Rat." â an Friedrich von MĂźller, 6. März 1828"
""Jede Hoffnung ist eigentlich eine gute Tat." â an Friedrich von MĂźller"
""In diesem Sinne mach ich aufmerksam auf einen Mann, der die groĂe Epoche reinerer Menschenkenntnis, edler Duldung, zarter Liebe in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts zuerst angeregt und verbreitet hat. An diesen Mann, dem ich so viel verdanke, werd ich oft erinnert, auch fällt er mir ein, wenn von IrrtĂźmern und Wahrheiten die Rede ist, die unter den Menschen hin- und widerschwanken." â Schriften zur Literatur, âLorenz Sterneâ zeno.org/"
""Ihr macht schĂśne Verse ohne die Verskunst, ihr haltet passende Reden, ohne die Rhetorik studiert zu haben. Das geht wohl recht gut eine Zeitlang, aber zuletzt reicht es doch nicht aus." â F. v. MĂźller, 9. September 1827"
"Ich dachte mich selbst zu verlieren, und verliere nun einen Freund und in demselben die Hälfte meines Daseyns."
""Gar hĂźbsch ists, auf seinem Pferde mit dem Mantelsäckchen wie auf einem Schiffe herumzukreuzen." â an Charlotte von Stein, 2. Dezember 1777"
""Es ist keine Kleinigkeit, das, was man im zwanzigsten Jahre konzipiert hat, im 82. auĂer sich darzustellen und ein solches inneres lebendiges Knochengeripp mit Sehnen, Fleisch und Oberhaupt zu bekleiden, auch wohl dem fertig Hingestellten noch einige Mantelfalten umzuschlagen, damit alles zusammen ein offenbares Rätsel bleibe, die Menschen fort und fort ergĂśtze und ihnen zu schaffen mache." â an Carl Friedrich Zelter, 1. Juni 1831"
""Es ist immer erbaulich, sich zu Ăźberzeugen: dass im hohen Alter die verständige Vernunft, oder, wenn man will, der vernĂźnftige Verstand sich als Stellvertreter der Sinne legitimieren darf." â an Carl Friedrich Zelter, 16. Dezember 1829"
""Es bleibt wahr: das Märchen von Christus ist Ursache, daĂ die Welt noch 10000 Jahre stehen kann und niemand recht zu Verstand kommt, weil es ebenso viel Kraft des Wissens, des Verstandes, des Begriffs braucht, um es zu verteidigen als es zu bestreiten." â an Johann Gottfried Herder, 4. September 1788"
""Ein weiser Mann sollte das Wort Narr nicht so oft gebrauchen, besonders da ihm selbst der Hochmut so lästig ist." â an Christian Gottlob Voigt, 19 Dezember 1798"
""Ein Weib soll ihre Weiblichkeit nicht ausziehen wollen." â an Charlotte von Stein, 21. September 1785"