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April 10, 2026
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"Unsere Innerlichkeit ist ein Phänomen der Materie. Sie ist eine Dimension des Leibes, nicht die eines kÜrperlosen Geistes."
"Ohne Bezug auf den KĂśrper kĂśnnte sich unsere Sprache nicht entwickeln. Unsere Denkwege entspringen nicht der Âťreinen VernunftÂŤ, sondern der Ratio des lebendigen KĂśrpers."
"Die Selbstmordrate von Jugendlichen hat sich in den letzten drei Jahrzehnten in den USA um 100 Prozent gesteigert. Ăber 80 Prozent aller Befragten US-Amerikaner erklären, dass der Lebensstil unserer Gesellschaft falsch sei und dass wir dringend etwas ändern mĂźssten."
"Das dritte Gesetz der Sehnsucht lautet: Nur im Spiegel anderen Lebens kĂśnnen wir uns selbst verstehen. Wir brauchen den Blick des Allerfremdesten."
"Aber diese Art der Selbstbedienung ist extrem ungerecht. Der Kapitalismus maximiert durch die Art seiner Konstruktion immer die Erträge der bereits Reichen"
""In der kapitalistischen Demokratie verteilt der Staat eine Menge wertvoller Prämien. Wer die grĂśsste politische Macht anhäuft, gewinnt die wertvollsten von ihnen. Als VergĂźtungen stehen Eigentumsrechte, wohlgesonnene BehĂśrden, FĂśrdermittel, Steuermittel, sowie die kostenlose und preisgĂźnstige Nutzung der GemeinschaftsgĂźter zur VerfĂźgung. Der Vorstellung, der Staat befĂśrdere das âAllgemeinwohlâ ist naiv." -- Kapitalismus 3.0: ein Leitfaden zur Wiederaneignung der GemeinschaftsgĂźter; hrsg. von der Heinrich-BĂśll-Stiftung."
"Wenn wir in der Nachbarschaft irgendetwas wahrnehmen, dass da plÜtzlich drei etwas seltsam aussehende Menschen eingezogen sind, die sich nie blicken lassen oder ähnlich, und die nur Arabisch oder eine Fremdsprache sprechen, die wir nicht verstehen, dann sollte man glaube ich schon mal gucken, dass man die BehÜrden unterrichtet, was da los ist."
"Das ist wie bei Sexualdelikten: Ist die Frau erst mal ausgezogen und vergewaltigt, dann fällt es anderen leichter, auch mitzumachen."
"Nichts ist subjektiver als eine Objektivität, die gegen die eigene Subjektivität blind ist."
"Wie schlimm ist Wissen, wenn es dem Wissenden keinen Gewinn bringt"
"Die Welt ist gierig, und manchmal verschlingt sie kleine Kinder mit Haut und Haaren"
"Denn die HĂślle [...] ist die Wiederholung."
"Angst lässt uns nicht im Jetzt, sondern im Vielleicht leben. Letzten Endes lässt sie uns gar nicht leben."
"Wir sind der festen Ăberzeugung, daĂ ein gewaltig christlich-sozialer Fehler dadurch geschehen ist, daĂ man sich zur Zeit entweder gar nicht oder doch in ganz verkehrter Weise um die Arbeiter bemĂźht hat."
"Wie ßbel wären wir dran, wenn unsere Hoffnung auf Menschen ruhte."
"Was einmal alle Welt tut, glaubt der einzelne ohne weiteres auch tun zu dßrfen. Und da nun die Welt im ganzen in neuerer Zeit in ihrer Richtung auf Geld und Gut recht viele verkehrte Grundsätze und Gebräuche hervorgebracht hat, so verfallen sehr viele Christen, ohne besonderen bÜsen Willen, in sehr verkehrte Handlungsweisen. Das ist vielleicht mehr Irrtum als Unrecht."
"Unser Herrgott aber hat den heiligen Ehestand von Anfang an nicht zu einem BuĂwerk bestimmt; wenn er es doch wird, dann hat der tĂśrichte Mensch ihn selbst dazu gemacht."
"So weit Gottes Arm reicht, ist der Mensch nie ganz fremd und verlassen. Und Gottes Arm reicht weiter, als Menschen denken kĂśnnen."
"Sich heldenmĂźtig ins Unvermeidliche fĂźgen ist ja auch Weisheit."
"In demselben MaĂe, als die BedĂźrfnisse sich vermehren und das Leben kostspieliger wird, jeder viel haben will und haben muĂ, um in seiner Weise zu existieren, in demselben MaĂe sinkt der Ăśffentliche Kredit, das groĂe Vertrauen, Ăźberschlagen sich die Spekulanten und greift Unredlichkeit und Betrug um sich."
"Es ist eine beliebte Manier der herrschenden Zeitungsschreiberei, solche Tatsachen oder Erscheinungen im Ăśffentlichen, sozialen oder kirchlichen Leben, die gewissen Parteien nicht in den Kram passen, entweder mĂśglichst kurz und oberflächlich abzutun oder gar sie so schief zu drehen und zu zerren, daĂ jedenfalls die Sache dadurch aus ihrem wahren und natĂźrlichen Lichte hinausgerĂźckt wird, oder auch sie vĂśllig zu ignorieren, was man die Manier des âTotschweigensâ nennt."
"Eine rechtschaffene Ehe kommt mir vor wie ein schweres, inhaltreiches Buch, drin eine sehr reiche, sehr tiefe, sehr vielfältige Lebensweisheit steht, zwar fĂźr jedermann verfaĂt, aber von wenigen wirklich gefaĂt und begriffen."
"Die Menschen werden selten durch fremden Schaden klug."
"Die Leute leben und wirtschaften, als ob sie das wirkliche Christentum mit seinem ewigen Leben wenig oder gar nichts kĂźmmerte."
"Die alte Zeit liegt zu fern von uns ab, als daà wir ihre Bräuche unmittelbar hinßbernehmen kÜnnten."
"Das Gesetz der Liebe ist viel enger, strenger und hĂśher als alle Rechte und Gesetze der Menschen, und eine gegen die Liebe gehende Handlungsweise mit ihrer weltlichen und gesetzlichen Erlaubtheit entschuldigen wollen, heiĂt darum geradesoviel, als sich in irdischen Geschäften auĂerhalb des Bereiches des Christentums stellen, dessen Grundgesetz die Liebe ist."
"Du kannst die Wellen nicht anhalten, aber Du kannst lernen, auf ihnen zu reiten."
"Fßr uns, die wir nicht Naturwissenschaftler sind, werden die Veränderungen der klassischen Physik seit wenig mehr als einem halben Jahrhundert in ihren Ursachen und Folgerungen auch kßnftig weitgehend undurchschaubar bleiben. ... Der Kßnstler ist von diesem esoterischen Bereich nebelhaft schwieriger Funktionen und Differentialgleichungen genauso wie wir anderen ausgeschlossen."
"Ham se welche gesehen?"
"Wer meint, die Welt aus BewuĂtsein aufbauen zu kĂśnnen, hat sich wohl nicht klar gemacht, was fĂźr eine Komplikation die Tatsache des BewuĂtseins einschlieĂt."
"Die meisten Naturforscher pflegen heute als Philosophen einen 150 Jahre alten Materialismus, dessen Unzulänglichkeit allerdings nicht nur die Fachphilosophen, sondern alle dem philosophischen Denken nicht zu fern Stehenden, längst durchschaut haben."
"Die Mechanik fasst nicht die , auch nicht einen der Welt, sondern eine derselben."
"Die BrĂźcke zwischen der Physik im weitesten Sinne und der naturwissenschaftlichen Psychologie bilden eben Elemente, welche je nach dem untersuchten Zusammenhang physische oder psychische Objecte sind."
"Eine offene Gesellschaft braucht Geduld. Rßckschritte gibt es vor allem dort, wo sich Einwanderer von der Gesellschaft nicht angenommen fßhlen. Je mehr man sich akzeptiert fßhlt, desto weniger ist man anfällig fßr Extremismus."
"Der liebe Gott hilft nur bei nicht tĂśdlichen Erkrankungen."
"Die Grßnen von 2009 sind so, wie die Grßnen 1983 die CDU beschrieben haben: furchtbare Bßrger, elitär, selbstgefällig."
""Ostalgie ist nicht mein Ding. Eine Art davon grassiert ja heutzutage. Manchem erscheint die DDR in rĂźckblickender Verklärung als ein Hort sozialer Sicherheit. Tatsächlich ist die DDR nicht zuletzt daran zugrunde gegangen, daĂ sie infolge wirtschaftlicher Ineffizienz ihre sozialen VerheiĂungen nicht finanzieren konnte."
"Ein unmĂśgliches StĂźck trivialer politischer Architektur, ein negatives Faszinosum, ein Zeugnis der weltweiten Verurteilung unseres Sozialismusversuches"
"Der Kommunismus wurde von den Menschen, die er zu beglßcken vorgab, von der Weltbßhne gefegt. Er ist wirtschaftlich gescheitert, hat sozial versagt. Er hat sich als eine blutige Diktatur erwiesen. Und er war unfähig, sich zu läutern. Auch ich habe mich nach diesem Fiasko leider erst danach gefragt, wie es dazu kommen konnte. Wer sich das ehrlich beantwortet, kann kein Kommunist mehr sein."
""Das tritt nach meiner Kenntnis"
"Wenn wir ins Universum hinausblicken und erkennen, wie viele Zufälle [in Physik und Astronomie] zu unserem Wohle zusammengearbeitet haben, dann scheint es fast, als habe das Universum in gewissem Sinne gewuĂt, daĂ wir kommen."
"Was ich an Ihnen besonders bewundere ist, dass Sie eine grosse Zahl junger Talente wie aus dem Boden gestampft haben. Das ist etwas ganz Eigenartiges. Sie mĂźssen eine Gabe haben, die Geister Ihrer HĂśrer zu veredeln und zu aktivieren."
"Thermodynamik ist ein komisches Fach. Das erste Mal, wenn man sich damit befasst, versteht man nichts davon. Beim zweiten Durcharbeiten denkt man, man hätte nun alles verstanden, mit Ausnahme von ein oder zwei kleinen Details. Das dritte Mal, wenn man den Stoff durcharbeitet, bemerkt man, dass man fast gar nichts davon versteht, aber man hat sich inzwischen so daran gewÜhnt, dass es einen nicht mehr stÜrt."
"Wenn man ein Medium âĂtherâ konstruieren will, das als Substrat der Maxwellschen Gleichungen dienen soll, so muss man ihm diametral entgegengesetzte Eigenschaften beilegen wie den gewĂśhnlichen Stoffen."
":(Anmerkung: Mehrdeutige Antwort, oft ohne den folgenden Zusammenhang zitiert: "Ăberhaupt habe ich stets die Gegenstände, Ăźber die ich arbeitete, in meinen Spezialvorlesungen mir und meinen ZuhĂśreren klar zu machen gesucht. ... Als ich einmal eine Vorlesung anzeigen wollte Ăźber einen recht problematischen Gegenstand, fragte mich mein damaliger Assistent, ob ich denn etwas davon wĂźsste. Ich antwortete ihm: Wenn ich etwas davon wĂźsste, wĂźrde ich nicht darĂźber lesen.")"
"Wenn ich etwas davon wĂźsste, wĂźrde ich nicht darĂźber lesen."
"Was wir heutzutage aus der Sprache der Spektren heraus hĂśren, ist eine wirkliche Sphärenmusik des Atoms, ein Zusammenklingen ganzzahliger Verhältnisse, eine bei aller Mannigfaltigkeit zunehmende Ordnung und Harmonie. FĂźr alle Zeiten wird die Theorie der Spektrallinien den Namen Bohrs tragen. Aber noch ein anderer Name wird dauernd mit ihr verknĂźpft sein, der Name Plancks. Alle ganzzahligen Gesetze der Spektrallinien und der Atomistik flieĂen letzten Endes aus der Quantentheorie. Sie ist das geheimnisvolle Organon, auf dem die Natur die Spektralmusik spielt und nach dessen Rhythmus sie den Bau der Atome und der Kerne regelt."
"Mit 70 Jahren trat ich von meinem Lehramt zurĂźck und erhielt den denkbar schlechtesten Nachfolger."
"Papierkorb: "Der ist das wichtigste Haustier des Schriftstellers." â Wiedergegeben in: Kulturpolitische Korrespondenz Heft 1162 (2003), S. 21 books.google"
"Wer fĂźr Kinder schreibt, Ăźbt den Beruf des Schriftstellers unter erschwerten Bedingungen aus, und dies freiwillig. [..] Wer fĂźr Erwachsene schreibt, schreibt ausschlieĂlich fĂźr Erwachsene. Wer fĂźr Kinder schreibt, schreibt automatisch fĂźr Erwachsene mit."