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April 10, 2026
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"Sie kennen ja sicherlich meine Grabinschrift: Die einen werden sagen, er hat zu viel gemacht. Die anderen werden sagen, er hat sich zu wenig bewegt. Ich aber sage euch, lasst mich in Ruh."
""Was sind unsere geistreichen und gebildeten Subjekte grÜsstentheils? Hohnlächelnde Sklavenbesitzer und selber"
"Was soll nicht alles Meine Sache sein! Vor allem die gute Sache, dann die Sache Gottes, die Sache der Menschheit, der Wahrheit, der Freiheit, der Humanität, der Gerechtigkeit; ferner die Sache Meines Volkes, Meines FĂźrsten, Meines Vaterlandes; endlich gar die Sache des Geistes und tausend andere Sachen. Nur Meine Sache soll niemals Meine Sache sein. âPfui Ăźber den Egoisten, der nur an sich denkt!â"
"Von deinem und eurem Eigenthum trete Ich nicht scheu zurĂźck, sondern sehe es stets als m e i n Eigenthum an, woran Ich nichts zu ârespectirenâ brauche. Thuet doch desgleichen mit dem, was Ihr mein Eigenthum nennt!"
""Ohne Verbrechen kein Staat: die sittliche Welt"
"Mßndig sind die Jungen dann, wenn sie zwitschern wie die Alten; man hetzt sie durch die Schule, damit sie die alte Leier lernen, und haben sie diese inne, so erklärt man sie fßr mßndig."
"Mit dem Ideal der âabsoluten Freiheitâ wird dasselbe Unwesen getrieben, wie mit allem Absoluten, [...]."
"Man sagt von Gott: âNamen nennen Dich nichtâ. Das gilt von Mir: kein Begriff drĂźckt Mich aus, nichts, was man als mein Wesen angiebt, erschĂśpft Mich; es sind nur Namen. Gleichfalls sagt man von Gott er sei vollkommen und habe keinen Beruf, nach Vollkommenheit zu streben. Auch das gilt allein von Mir."
"In der Gesellschaft, der Societät, kann hĂśchstens die menschliche Forderung befriedigt werden, indeĂ die egoistische stets zu kurz kommen muĂ."
"Ich setze Mich nicht voraus, weil Ich Mich jeden Augenblick Ăźberhaupt erst setze oder schaffe, und nur dadurch Ich bin, daĂ Ich nicht vorausgesetzt, sondern gesetzt bin, und wiederum nur in dem Moment gesetzt, wo Ich Mich setzt, d. h. Ich bin SchĂśpfer und GeschĂśpf in Einem."
"Gott und die Menschheit haben ihre Sache auf Nichts gestellt, auf nichts als auf Sich. Stelle Ich denn meine Sache gleichfalls auf Mich, der Ich so gut wie Gott das Nichts von allem Andern, der Ich mein Alles, der Ich der Einzige bin."
"Fort denn mit jeder Sache, die nicht ganz und gar Meine Sache ist! Ihr meint, Meine Sache mĂźsse wenigstens die âgute Sacheâ sein? Was gut, was bĂśse! Ich bin ja selber Meine Sache, und Ich bin weder gut noch bĂśse. Beides hat fĂźr Mich keinen Sinn."
"Doch das Gefängnis betritt man gewÜhnlich nicht freiwillig und bleibt auch selten freiwillig darin, sondern hegt das egoistische Verlangen nach Freiheit."
"Die Selbständigkeit der Partei bedingt die Unselbständigkeit der Parteiglieder."
"Die Revolution zielte auf neue Einrichtungen, die EmpĂśrung fĂźhrt dahin, Uns nicht mehr einrichten zu lassen, sondern Uns selbst einzurichten, und setzt auf âInstitutionenâ keine glänzende Hoffnung."
"Der moralische EinfluĂ nimmt da seinen Anfang, wo die DemĂźthigung beginnt, ja er ist nichts anderes, als diese DemĂźthigung selbst, die Brechung und Beugung des Muthes zur Demuth herab."
"Der Fanatismus ist gerade bei den Gebildeten zu Hause; denn gebildet ist der Mensch, so weit er sich fĂźr Geistiges interessiert, und Interesse fĂźr Geistiges ist eben, wen es lebendig ist, Fanatismus und muĂ es sein; es ist ein fanatisches Interesse fĂźr das Heilige (fanum)."
""Dem Geiste, der nach langem MĂźhen die Welt los geworden ist, dem weltlosen Geiste, bleibt nach dem Verluste der Welt und des Weltlichen nichts Ăźbrig, als"
""Das GĂśttliche ist Gottes Sache, das Menschliche Sache âdes Menschenâ. Meine Sache ist weder das GĂśttliche noch das Menschliche, ist nicht das Wahre, Gute, Rechte, Freie u.s.w., sondern allein das Meinige, und sie ist keine allgemeine, sondern ist"
""Betrachtet einmal das Volk, das von ergebenen Patrioten geschĂźtzt wird. Die Patrioten fallen im blutigen Kampfe oder im Kampfe mit Hunger und Noth; was fragt das Volk darnach? Das Volk wird durch den DĂźnger ihrer Leichen ein âblĂźhendes Volkâ! Die Individuen sind âfĂźr die groĂe Sache des Volksâ gestorben, und das Volk schickt ihnen einige Worte des Dankes nach und"
"Aus fixen Ideen entstehen die Verbrechen."
"Alles Heilige ist ein Band, eine Fessel."
"Wie eine Nation durchschnittlich die Thiere behandelt, ist ein HauptmaĂstab ihres Humanitätswerths."
"Stammt der Mensch, wenn auch als der hĂśchste, geläutertste SprĂśĂling, aus dem Thierreich her, so ist er von Hause aus ein irrationelles Wesen; es wird, bei allen Fortschritten von Vernunft und Wissenschaft, doch die Natur, Begierde und Zorn, immer eine groĂe Gewalt Ăźber ihn behalten;"
"Jedes Mysterium erscheint absurd, und doch ist nichts Tieferes, weder Leben noch Kunst noch Staat, ohne Mysterium."
"Die WĂźnsche vieler AngehĂśrigen unsers Standes sind durch die Beispiele schnellster und beinahe mĂźheloser Bereicherung Einzelner auf dem Wege sogenannter Speculation und des daran sich knĂźpfenden Luxus krankhaft gesteigert worden."
"Die wahre Kritik des Dogmas ist seine Geschichte."
"Das Publikum ist eine Kuh, // Die grast und grast nur immer zu."
""Was heiĂt ÂťSelbstverwirklichungÂŤ? Der Mensch kann sich selbst vielfältig verwirklichen"
"Man kann diesen gĂśttlichen Demagogen als das beschreiben, was er wahrscheinlich gewesen ist, als den einzig wirklich aufrichtigen und konsequenten Demokraten der Welt."
"Der heilige Franziskus hat alles vorweggenommen, was unsere moderne Denkart an äuĂerster Weitherzigkeit und an MitgefĂźhl in sich birgt: die Liebe zur Natur, die Liebe zu den Tieren, den Sinn fĂźr soziale Verpflichtung, den Blick fĂźr die geistigen Gefahren des Wohlstandes und selbst des Besitzes."
"Wo Liebe ist und Weisheit, da ist weder Furcht noch Ungewissheit; wo Geduld und Demut, weder Zorn noch Aufregung; wo Armut und Freude, nicht Habsucht und Geiz; wo Ruhe und Besinnung, nicht Zerstreuung noch Haltlosigkeit."
"Wo die Stille mit dem Gedanken Gottes ist, da ist nicht Unruhe noch Zerfahrenheit."
"Wo die Barmherzigkeit und Klugheit ist, da ist nicht Verschwendung noch Täuschung."
"Wo die Armut mit der FrĂśhlichkeit ist, da ist nicht Begierde noch Habsucht."
"Selig, wer sich vor Untergebenen so demĂźtig benimmt, wie wenn er vor seinem Obern und Herrn stĂźnde."
""Es werden im Himmel sich die Engel Ăźber einen bĂźĂenden SĂźnder neunundneunzigmal mehr freuen als Ăźber ebenso viele Gerechte, die da meinen, durch Mein Vollwort gerechtfertigt zu sein."
"âNun sah ich zurĂźck auf die schĂśne Gegend, die schon Melanchthon so lieblich fand, dass er dort zu leben wĂźnschte, und Ăźberlief in Gedanken schnell alle glĂźcklichen Tage, die ich derselben genossen hatte.â â Johann Gottfried Seume, Spaziergang nach Syrakus im Jahre 1802: Dresden, den 9ten Dec. 1801. Braunschweig und Leipzig, 1803. S. 1. gemeint ist Melanchthons âLobrede auf MeiĂenâ"
"âWer Christus hat, hat alles und kann alles.â â Loci Communes, 1521"
"âChristus zu erkennen bedeutet, seine Wohltaten, nicht ... seine Naturen zu erkennen.â â Loci Communes, 1521"
"Was Papst, was Bischof, was MĂśnch, was Luther, was Calvin, was Mohammed, was Moses, was Brahma, was Zoroaster?! Das gilt nur auf der dummen Welt etwas; hier im Reiche der Seelen und Geister hĂśren alle diese irdischen dummen Unterschiede so gut wie ganz auf! Hier gibt es nur eine Losung, und diese heiĂt Liebe! Mit dieser allein kommt man hier weiter; alles andere zählt soviel wie nichts!"
"Ja, Gott ist treu, er hält, was er verheiĂt! // Dank, liebes Weib, du wecktest mein Vertraun, // Auf Gottes Hilfe will ich freudig baun, // Und zag' ich jemals wieder in der Not, // Dann frag' mich nur: "Ist denn der Herrgott tot?"
"Ein Wanderer schreitet durch die Nacht, // Sein Auge sucht die Sterne; // Der Heimat hat er still gedacht // In weiter, weiter Ferne; // Das Herz schlägt ihm so sehnsuchtsbang, // Er lauscht, ein fernes GlÜcklein klang, // Das mahnet ernst zum Beten."
"Es kennen dich viele von Haar und Gesicht, // Von Wuchs und Stimme, Beruf und Pflicht. // Du wirst geachtet, wirst geehrt, // Es halten dich manche besonders wert. // Doch selbst in der nächsten Freunde Verein // Im Innersten bist du allein."
"Ueberall nemlich sehen wir das Leben aus der Tiefe emporsteigen, ein Niedrigeres, dem Ansehen nach Schlechteres, weil selbst Unscheinbares dem HĂśhern, Edleren aus ihm Hervorkommenden vorgehen."
"Ohne Mitleiden ist kein Mitfreuen."
"Nur was der Geist (Kopf) bewundert, das verehrt, liebt, und betet das Herz an."
"Man hat doch nur zu dem Lust, was uns frei sein hilft, und man hasst nur als Last jeden, welcher uns an unserem freien Sein hindert."
"Liebe ist das allgemeine Band, das alle Wesen im Universum an und ineinander bindet und verwebt."