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April 10, 2026
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"Je mehr ihm das Leben entglitt, desto mehr wurde er Dichter."
"Ist nicht des Dichters Weihe eine Priesterweihe?"
"Ich mĂśchte nicht todt und begraben seyn // Als Kaiser zu Aachen im Dome; // Weit lieber lebt' ich als kleinster Poet // Zu Stukkert am Neckarstrome."
"Hier unter diesem Leichenstein // wiegt Schlummer einen Dichter ein, // den Vater vieler Lieder, // Ihm folget seiner Werke Lohn; // denn jeder Leser sank davon // in sĂźĂen Schlummer nieder."
"[...] ein Mathematiker, der nicht etwas Poet ist, wird nimmer ein vollkommener Mathematiker sein."
""Es ist interessant, dass die meisten Ăśsterreichischen Dichter frĂźher Beamte waren"
"Es hat der Schuster Franz zum Dichter sich entzĂźckt. // Was er als Schuster tat, das tut er noch: er flickt."
"Es gibt kein Land auf Erden, in dem nicht die Liebe Verliebte zu Dichtern macht."
"Ein wahrer Dichter muĂ mich jedes Wesen, das er mir aufstellt, ganz verstehen lassen [...]."
"Ein Schauspieler kann vielleicht dumm und groĂ sein; ein Dichter, fĂźrchte ich, kann beides nicht vereinen."
"Ein poetisches Kunstwerk kann sehr schÜn sein in seinen Zeitverhältnissen, aber wehe dem Dichter, wenn seine Zeit so armselig und verschroben wär', dass sie nach kurzer Zeit abgeschmackt erscheine!"
"Ein Dichter schĂśpft die Tragik aus seiner eigenen Seele, der Seele, die allen Menschen gleicht."
"Ein Dichter kann alles Ăźberleben auĂer einen Druckfehler."
"Ein Atheist ist eine Brut der HÜlle, die sich, wie der Teufel, tausendmal verstellen kann. Bald ist's ein listiger Fuchs, bald ein wilder Bär; bald ist's ein Esel, bald ein Philosoph; bald ist's ein Hund, bald ein unverschämter Poete. Kurz, es ist ein Untier, das schon lebendig bei dem Satan in der HÜlle brennt, eine Pest der Erde, eine abscheuliche Kreatur, ein Vieh, das dummer ist, als ein Vieh; ein Seelenkannibal, ein Antichrist, ein schreckliches Ungeheuer."
"Die Phantasie trainiert man am besten durch juristische Studien. Nie hat ein Dichter die Natur so frei ausgelegt wie ein Jurist die Wirklichkeit."
""Die Hauptsache ist, dass jeder seine Pflicht erfĂźlle, dass Leben schĂśn geniesse"
"Die Geheimnisse der Lebenspfade darf und kann man nicht offenbaren, es gibt Steine des AnstoĂes, Ăźber die ein jeder Wanderer stolpern muĂ. Der Poet aber deutet auf die Stelle hin."
"Die Dichter, das sind die groĂen Träumer ihres Volkes... // die Träumer seiner Sehnsucht!"
"Der wahre Kritiker bleibt fĂźr mich ein Dichter: ein Gestalter."
"Der Schauspieler, Musikus, Maler, Dichter, ja der Gelehrte selbst erscheinen mit ihren wunderlichen, halbideellen halbsinnlichen Wesen jener ganzen Masse der aus dem Reellen entsprungenen und an das Reelle gebundenen Weltmenschen wie eine Art von Narren, wo nicht gar wie Halbverbrecher, wie Menschen, die an einer levis notae macula laborieren."
"Der Satan der italienischen und englischen Dichter mag poetischer sein; aber der deutsche Satan ist satanischer; und insofern kĂśnnte man sagen, der Satan sei eine deutsche Erfindung."
"Der musikalische Komponist wird bei dem Enthusiasmus seiner melodischen Arbeiten den GeneralbaĂ, der Dichter das SilbenmaĂ nicht vergessen."
"Der ehrbare Dichter muss keusch sein, seine Verse jedoch nicht."
""Der echte Dichter ist allwissend"
"Der Dichter will nicht belehren und nicht bessern, er will erschĂźttern und erheben."
"Der Dichter steht auf einer hĂśhern Warte, als auf den Zinnen der Partei."
"Der Dichter soll uns seine Personen in ihren Handlungen darstellen, der Gesprächschreiber darf sich ja wohl kßrzer fassen und sich und seinen Lesern durch eine allgemeine Schilderung geschwind ßber die Exposition weghelfen."
"Der Dichter soll nicht ewig Wein // Nicht ewig Amorn necken! // Die Barden mßssen Männer seyn // Und Weise seyn, nicht Gecken!"
"Der Dichter scheint sich vom Literaten manchmal nur durch seine geringere Geschicklichkeit in den BemĂźhungen um einen äuĂeren Erfolg zu unterscheiden, der ihm oft erst die Voraussetzung fĂźr die MĂśglichkeit weiteren Schaffens bieten wĂźrde oder bietet."
"Denn wie ein Märchenerzähler auch nicht an die Zaubereien glaubt, die er vorspiegelt, sondern sie nur aufs beste zu beleben und auszustatten gedenkt, damit seine ZuhÜrer sich daran ergÜtzen, ebensowenig braucht gerade der lyrische Dichter dasjenige alles selbst auszußben, womit er hohe und geringe Leser und Sänger ergÜtzt und schmeichelt."
"Denn ich halte davor, der Dichter soll seine Umrisse auf ein weitläufig gewobenes Zeug aufreiĂen, damit der Musikus vollkommenen Raum habe, seine Stickerei mit groĂer Freiheit und mit starken oder feinen Fäden, wie es ihm gutdĂźnkt, auszufĂźhren. Der Operntext soll ein Karton sein, kein fertiges Bild."
"Das Schlimmste, was einem Dichter passieren kann, das ist: fĂźr seinen eigenen Einfall nicht reif sein."
"Aus dem Werke manches Dichters spĂźren wir wohl heraus, dass er irgendwie und irgendwo ein Genie ist, nur leider gerade nicht in seiner Dichtung."
"Auf dem GlĂźck der Fabel beruht freilich alles, man ist wegen des Hauptaufwandes sicher, die meisten Leser und Zuschauer nehmen denn doch nichts weiter mit davon, und dem Dichter bleibt doch das ganze Verdienst einer lebendigen AusfĂźhrung..."
"Auf die Masse soll und muss jeder Dichter wirken, mit der Masse nicht."
"Andre mĂśgen andre loben, // Mir behagt dein reich Gewand, // Durch sein eigen Lied erhoben // PflĂźckt dich eines Dichters Hand."
"Alle Dichter sind verrĂźckt."
"Gut sein, ist besser denn vornehm."
"Ein Guter schafft was Gutes gern, // Und fraget nicht, ob Arbeit schände: // Dem trägen Hochmuth bleibt er fern; // Sein Ruhm sind arbeitsfrohe Hände."
"Des Jahres letzte Stunde // ErtĂśnt mit ernstem Schlag."
"Dein redseliges Buch lehrt mancherlei Neues und Wahres. // Wäre das Wahre nur neu; wäre das Neue nur wahr!"
"Bet' und Vertrau'! Je grĂśĂer die Noth, je näher die Rettung!"
"Hebel aber blieb lebendig [...] nicht bloĂ deshalb, weil die Dankbarkeit des alemannischen Volkstums den Mann trägt, die Dankbarkeit dafĂźr, daĂ er die Heimatsprache sozusagen druckreif gemacht hat, sondern weil in diesem bewuĂten und begrenzten Provinzialismus der Gedichte ein WeltgefĂźhl umfaĂt ist, und weil in diesen mit sehr viel Zeitluft und mit aktuellem Zeitgeschehen angefĂźllten Anekdoten der Unterton des Bleibenden, des GĂźltigen, des Ewigen, des Ewig-Menschlichen mitklingt."
"... und, wenn es ihm wieder einmal schwer fallen wollte, daĂ so viele Leute in der Welt so reich seyen, und er so arm, so dachte er nur an den Herrn Kannitverstan in Amsterdam, an sein groĂes Haus, an sein reiches Schiff, und an sein enges Grab."
"Der Mensch hat wohl täglich Gelegenheit, in Emmendingen und Gundelfingen, so gut als in Amsterdam Betrachtungen ßber den Unbestand aller irdischen Dinge anzustellen, wenn er will, und zufrieden zu werden mit seinem Schicksal, wenn auch nicht viel gebratene Tauben fßr ihn in der Luft herum fliegen."
""Ich bin von armen, aber frommen Eltern geboren, habe die Hälfte der Zeit in meiner Kindheit bald in einem einsamen Dorf, bald in den vornehmen Häusern einer berßhmten Stadt [Basel] zugebracht. Da habe ich frßhe gelernt, arm seyn und reich seyn. Wiewohl ich bin nie reich gewesen; ich habe gelernt, nichts haben und alles haben, mit den FrÜhlichen froh seyn und mit den Weinenden traurig. Diese Vorbedeutung von dem Schicksal meiner kßnftigen Tage hat mir mein Gott in meiner Kindheit gegeben."
"Man muĂ Gott nicht versuchen, aber auch die Menschen nicht."
""Es ist fĂźr mich wahr und bleibt fĂźr mich wahr, der Himmel ist nirgends so blau, und die Luft nirgends so rein, und alles so lieblich und so heimlich als zwischen den Bergen von Hausen." (Brief an Johann Jeremies Herbster, 14. Dezember 1800, )"
"Denn Frieden ernährt, aber Unfrieden verzehrt."
""Z'Basel an mim Rhi, // jo dĂśrt mĂśchti si! // Weiht nit d'Luft so mild und lau, //und der Himmel isch so blau //an mim liebe Rhi.- Erinnerungen an Basel bei zeno.org"